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Mann.

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Soften diefer Maßregeln werden nicht groß sein. Der Hauptsäch der Präsidentschaft der Fabier Gesellschaft der Universität Den auf dem städtischen Schlachthof beschäftigten Darmarbeitern liche Betrag entfällt auf die Vermehrung des Mannschaftsbestandes. Manchester hielt, forderte der Leiter der Arbeiterfraktion des gelang es seinerzeit, mit Hilfe des Verbandes wesentliche Vers Die Vermehrung unter dem jebt geltenden deutschen Gesetz Unterhauses die studierten Sozialisten auf, in die Arbeiterbewegung befferungen ihrer Lage zu erreichen. Auch die weitgehende Aus­beträgt 3500 Mann, dagegen fordern wir, ich denke mit großer felbft einzutreten. Bisher waren die Studierenden eher störend. beutung jugendlicher Arbeitskräfte selbst Schulkinder waren Mäßigung, eine Vermehrung von durchschnittlich nur 2000 Sie famen von der Universität mit den akademischen Bücherphrasen, darunter ist schließlich beseitigt worden, nachdem sich die Oeffent Wenn anderwärts weitere Vermehrungen stattfinden, und nach einem oder zwei Monaten lagen sie, daß für sie kein lichkeit damit beschäftigt hatte. Wenn auch bei einigen Firmen werden wir es für notwendig erachten, beträchtliche Vermehrungen Platz in der Bewegung ist. Ihr könnt euch selbst einen Platz der Darmbranche erträgliche Verhältnisse herrschen, so gibt es doch zu fordern. schaffen! Ohne euch ist die Bewegung unvollständig. Aber noch andere Firmen, wo Wochenlöhne von 17 bis 18 M. gezahlt Nach der anderthalbstündigen Rede Churchills erklärte 2ee, tommt nicht zur Arbeiterpartei und fordert, daß fie anders werde, werden und namentlich in hygienischer Beziehung arge Mißstände Die Rede Churchills beweise, daß die Admiralität entschlossen sei, so daß ihr hineinpaßt. Nehmt die Bewegung wie sie ist. Seht, wo herrschen. Es ist dies ein Punkt, der dringend der Verbesserung eine flare, stetige und resolute Politif in bezug auf die Seestreit- fie schwach ist, und habt ihr euch fähig gemacht, sie zu ändern, so bedarf. Das Reinigen und Bearbeiten der Därme ist eine nicht Träfte Englands zu verfolgen. Churchill habe absolut klar gemacht, ändert sie. Ihr werdet eine furze Zeit hindurch Entmutigung fühlen, nur wenig appetitliche, sondern auch ungesunde Beschäftigung. Es Daß in Zukunft eine gewaltige Erhöhung der Ausgaben Englands aber auf die Dauer wird eure Arbeit Anerkennung finden. Die ist deshalb notwendig, die Arbeitsräume so einzurichten, daß die für die Flotte stattfinden müsse. Die Voranschläge seien basiert Arbeiter find so oft getäuscht worden, daß sie jedem mißtrauen, der gesundheitsschädlichen Einflüsse der Arbeit nach Möglichkeit ver­auf der Annahme, daß keine Erhöhung in den veröffentlichten Bau- auf anderem als ihrem Wege in die Bewegung fommt. Dieses Miß- hindert werden. Ebenso notwendig ist es, daß den Darmarbeitern programmen der auswärtigen Mächte eintrete. In diesem Fall trauen fann nur durch opferwilligen und unermüdlichen Dienst der ausreichende Löhne gezahlt werden. Alles das können sie jedoch wäre ein offenes Wort das beste. Lee schloß: Da die Macht zur akademischen Männer und Frauen überwunden werden." nur erreichen, wenn sie sich der Organisation anschließen, See für uns eine Lebensbedingung ist, so glaube ich nicht, daß irgendein Verständiger sagen fann, wir trieben es darin zu weit. Eicherlich kann nicht behauptet werden, daß wir das Tempo for­cieren. Der einzig mögliche Zweifel ist, ob für das allernotwendigste mit unserer vollkommenen Sicherheit zu vereinbarende Minimum gegenwärtig genügend gesorgt wird, und ich glaube, es wird gerade mur eben erhalten, und wir nehmen keine provozierende Stellung ein. Ich fasse die Politik der Admiralität dahin auf, daß wir eine Ueberlegenheit von 60 Proz. über die nächststärkste Macht behalten, venn die fremden Mächte an ihren Flottenprogrammen festhalten, daß aber, wenn diese Programme irgendeine Erweiterung erfahren, unsere Antwort in der Anwendung des Grundsakes bestehen wird: Bivei Kiele gegen einen". Lord Beresford erklärte, der erste Paragraph der dem Flottenetat beigegebenen Denkschrift sei eine indirekte Drohung und Herausforderung gegen Deutschland . Churchill hätte das, was zur Verteidigung des Reiches notwendig sei, auch darlegen können, ohne Deutsch­ land zu erwähnen oder unnötige Aufregung zu berursachen. Dies sei nicht das Mittel gewesen, den Frieden zu wahren oder zu einer Einschränkung der Rüstungen zu gelangen.

Hus der Partei.

Aus den Organisationen.

D

Hus aller Welt.

Bekanntlich ist in England, entsprechend dem wesentlich beruf­lichen und teilweise noch zünstlerischen Charakter eines großen Teils der Arbeiterbewegung, der Gegensatz zwischen dem Arbeiter der schwieligen Hand" und dem aus theoretischem oder sonst ideellem Interesse zur Arbeiterschaft getriebenen Angehörigen anderer Schichten Ein verunglückter Militärballon. schroffer als anderwärts. Zum Teil darum, weil die englischen Ar­Bei einer Uebung oberhalb des Kronenburger Ererzierplages beiterorganisationen früber ganz und heute noch überwiegend die Arbeiterschichten höherer Art vertreten, die natürlich keiner fremden im Elsaß riß am Dienstagvormittag das Haltetau eines be Straßburger Festungs­Unterstützung bedürfen, während der Angehörige höherer Schichten, mannten Drachenballons den Mitleid und andere ideale Motive leiten, fein Interesse natur- Telegraphenabteilung aus noch nicht aufgeklärter Ursache. gemäß den Bedürftigsten und zur Selbsthilfe Unfähigen am meisten ziemlich starke Südwest trieb den Ballon in der Richtung gegen zuwenden wird. Immerhin haben unter dem Einfluß der sozialisti- Bischheim, als plöglich die nachschleifende Stahltrosse mit einer fchen Erkenntnis und mit der wachsenden Teilnahme auch der niederen Hochspannungsleitung in Berührung fam, so daß infolge Arbeiterschichten an der Organisationsarbeit alle diese äußerlichen des Sturzschlusses der Ballon Feuer fing und bei der Bischheimer Gegenfäße an Schärfe bedeutend verloren.

Austritt eines Abgeordneten aus der sozialdemokratischen Duma­fraktion.

Das bisherige Mitglied der sozialdemokratischen Dumafraktion T. Beloussow hat dieser Tage seinen Austritt aus der Fraktion erklärt. Als Grund führte er an, er habe sich in den letzten zwei Jahren vollkommen fremd in der Fraktion gefühlt. Zugleich drückte er den Wunsch aus, sein Austritt aus der Fraktion möge nicht ver­öffentlicht werben.

Der

Der Eisenbahnwerkstätte aus beträchtlicher Höhe abstürzte. Ballon ist verbrannt, die beiden Insassen trugen schwere Berletzungen davon. Oberleutnant Clorer vom Infanterie­Regiment Nr. 132 erlitt neben einem Schädelbruch einen Arm- und Beinbruch sowie starte Quetschungen und vielleicht auch innere Ver­Legungen. Sein Zustand ist fast hoffnungslos. Das Befinden des Oberleutnants Rower, der einen Armbruch davontrua, ist ver­hältnismäßig gut.

gefunden,

bie

teilweise

Der

in Dachspalten oder zwischen Der vordere Teil Maschinenteile eingeklemmt waren. Der erlodierenden Lokomotive wurde auf ein in einiger Entfernung befindliches Haus geschleudert, durchschlug das Dach, zerstörte bsei Zimmer und blieb im Erdgeschoß liegen.

Die Explosionskatastrophe in Texas . Nach den heute vorliegenden Telegrammen ist die Wirkung der Eine außerordentliche Streisgeneralberfamm Die graftion reagierte auf diefes merkwürdige Verhalten ihres Explosion in San Antonio noch furchtbarer, als zuerst an­lung des 10. württembergischen Reichstagswahl früheren Mitgliedes durch den Beschluß, sein Ausscheiden aus der genommen wurde. Die Zahl der umgekommenen Personen beträgt freises( Göppingen ) beschäftigte sich mit der letzten Reichstagswahl Fraktion unverzüglich zu veröffentlichen, u. a. weil sie die Grenzen nach den bisherigen Feststellungen fünfundzwanzig. und den Differenzen, die sich zwischen den Kandidaten Genossen der weiteren Evolution ihres früheren Mitgliedes abfolut nicht ab- Lokomotivschuppen und die Kupferschmiede wurden völlig zer­Dr. Lindemann, der Donau wacht" Ulm , des Heilbronner fehen könne, welches jahrelang in einem ihm vollkommen fremden stört. An anderen benachbarten kleineren Gebäuden wurden eben­Nedar- Echo" einerseits, der Kreisleitung und der Nedaktion des Kreise zu weilen vermochte und diesen in einem Augenblid verlaffe, falls große Berstörungen angerichtet. Die im Schuppen be­Göppinger Parteiorgans, der Freien Voltszeitung" anderer feits herausgebildet haben. Die Versammlung war stärker besucht der ihm zweifellos aus rein persönlichen und feineswegs aus findlichen übrigen Lokomotiven wurden zertrümmert. In feits herausgebildet als als je eine zubor: 142 Delegierte taren anwesend. Bom Landes Fraktion den Abgeordneten Belouffow auf, unverzüglich fein der Grobschmiede wurden allein fünfzehn Leichen auf vorstand waren die Genossen Hildenbrand, Wasner, Grey Mandat niederzulegen, da er u. a. auch mit fozialdemo und Fischer anwesend, vom Landesausschuß die Genossen Göhring fratischen Stimmen gewählt wurde und bis zuletzt Hand in Hand Ulm und Stubenrauch Feuerbach. Das Referat hatte der Kreis- mit der sozialdemokratischen Fraktion in der Duma gearbeitet habe. vorsitzende Schepperle. Genosse Lindemann legte seine Stellung Aehnliche Erfahrungen wie mit Beloussow hat die Fraktion der ausführlich dar. Die vier Mitglieder des Landesvorstandes nahmen ruffiichen Sozialdemokratie schon vor etwa zwei Jahren mit ihrem in der Diskussion das Wort. Als vom Landesausschuß Genosse früheren Mitgliede Tschilikin gemacht, das, obgleich nicht als Kandidat Göhring Ulm, der auf der letzten Landesversammlung den An unserer Partei gewählt, sich bei seinem Eintritt in die Duma der trag auf Entlassung der Tagwacht"-Redakteure gestellt hat, den ab- fozialdemokratischen Fraftion angeschlossen hatte. Diese trüben Er­wesenden Genossen Weſtmeyer angriff, unterbrachen ihn stürmische fahrungen werden unsere russischen Genossen bei den nächsten Wahlen Zurufe. Die Versammlung mußte auf eine Viertelstunde vertagt sicherlich veranlassen, sich die Leute sorgfältiger anzusehen, die in werden. Mit allen gegen 8 Stimmen gelangte folgende Resolution die Reihen ihrer parlamentarischen Vertretung aufgenommen zur Annahme: Die heutige Generalversammlung spricht dem Kreisvorstand und der Freien Volkszeitung" für ihre tatkräftige Führung des Wahlfanipfes ihre volle Anerkennung aus. Sie erachtet es als vornehmste Aufgabe der Partei, ihre Ideen in völliger Ueberein­ftimmung mit dem Programm überall zum Ausdruck zu bringen." Eine weitere Resolution, die zur Annahme gelangte, lautet: Die Parteigenossen des 10. württembergischen Wahlkreises bedauern das Stichwahlabkommen des Parteivorstandes mit der Fortschrittlichen Boltspartei insoweit, als dadurch unsere Genoffen in 16 Streifen, wo wir mit dem Freifinn in Stichwahl standen, verpflichtet wurden, die Wahl des fortschrittlichen Kandidaten durch Dämpfung des Wahlkampfes zu sichern."

Macdonald über die Aufgabe der sozialistischen Akademiker. In einer Ansprache, die Genoffe N. Macdonald bei lebernahme Um elf Uhr an diesem ersten Tag war ich auf dem Streifbureau eines Bezirks, wo nach Schätzung ungefähr 90 Prozent streiften. Ich wiederhole ungefähr, denn wie mir persönlich schien, war es den Organisierten durch den Terrorismus von Polizei, Gendarmen, Infanterie und Staballerie unmöglich gemacht, au fontrollieren, wie viel Arbeitswillige fich zur Frühschicht anmeldeten. Man war von offiziellen" Biffern abhängig. Streitposten wurden nicht geduldet. In der näheren Umgebung der Bechen galt jeder Spaziergänger als ftaatsgefährlich". War es unter solchen Verhältnissen möglich, den Allarmnachrichten bürgerlicher Zeitungen über Abnahme des Streits Glauben zu schenken? Man erzählte mir auf dem Streitbureau, daß man sich unter einem wirklichen Belagerungszustand befände, aber unter einem sehr einseitigen, da niemand daran dächte, den Arbeitswilligen Revolver und andere Waffen wegzunehmen. Im Besitz des Bezirksleiters befanden sich zwei mit scharfen Patronen geladene Revolver, womit auf Organisierte geschossen worden war. Such sprach man mit tiefster Entrüstung über einen Vorfall auf einer Versammlung in Maßen in der Gegend von Unna , wo ein Leutnant, der vermutlich zuviel Detektivgeschichten gelesen hatte, mit einem Gäbel in der einen und einem Revolver in der anderen Hand, gefolgt von 60 Mann Soldaten, in das ruhige Versamm lungslotal eingedrungen sei und ohne weiteres gerufen hatte:" Im Namen Seiner Majestät fordere ich Sie auf, sofort den Saal zu räumen, sofort auseinanderzugehen!" Wenn der Referent nicht die Geistesgegenwart beseffen hatte, zu sagen:" Bleibt ruhig fißen oder entfernt Euch langfam! Seid besonnen!" würde es zu einer Stata strophe gekommen sein.

Während man mir so das Eine und Andere erzählte, stand das Telephon feinen Augenblick still. Jeden Moment feilten andere Streitbureaus Berichte mit und jede Minute tamen Kumpels aus der Umgegnd, um Instruktionen zu holen. Darüber und über eine Versammlung auf der Zeche Radbod, der ich mittags beiwohnte, er­zähle ich Ihnen morgen.

Dortmund , 16. März.

Heinz Sperber.

Kleines feuilleton.

werden wollen.

Verfammlungen.

Kleine Notizen.

Selbstmord im Gefängnis. Die Kriminalpolizei in Köln hat einen Schneider mit Namen Opladen wegen Sittlichkeits. verbrechens verhaftet. Der Mann hatte ein Holzbein, in dem er einen Revolver verborgen hielt. Gestern morgen wurde er er­schossen in seiner Zelle aufgefunden.

Bergarbeiterlos. Auf dem Schacht Dstar der Grube Petershofen in Sultschin sind am Dienstag drei Bergleute verschüttet worden. Alle drei wurden getötet.

Neue Opfer bes Methylalkohols. Aus Czernowit wird ge Für die Darmarbeiter und Arbeiterinnen hatte der Fleischer - meldet, daß gestern in Alt Buczta drei Ortsbewohner nach dem verband am Freitag eine Versammlung einberufen, um ihnen den Genuß von Schnaps unter Vergiftungserscheinungen ge­Wert der Organisation vor Augen zu führen. Der Referent storben sind. Ein vierter ringt mit dem Tode. Man nimmt Ber­Bergmann verwies darauf, daß der Zentralverband der Flei- giftung durch Methylalkohol an. scher eine Sektion der Darmarbeiter eingerichtet hat, die auch eine Kampf mit Sträflingen. Drei fürzlich aus dem Staatsgefängnis berhältnismäßig starke Mitgliederzahl hat. Daneben gehört ein au Nebraska ( Nordamerila) entwichene Sträflinge wurden am Montag Teil der Darmarbeiter anderen Organisationen an und ein nicht von der Polizei in ihren Schlupfwinkeln überrascht. Die Verbrecher unerheblicher Teil ist nicht organisiert. Diese zu gewinnen und fegten jedoch ihrer Verhaftung lebhaften Widerstand entgegen und eine einheitliche Organisaton zu schaffen, ist notwendig, um die bei dem sich entſpinnenden Feuergefecht wurden schließlich alle brei Bohn- und Arbeitsverhältnisse dieses Berufszweiges zu bessern. Sträflinge niedergeschossen. Sie waren sofort tot.

Große Traurigkeit bemächtigte sich des Boltes: Wehe um die armen Seelen, wehe um die verfolgte Kirche!" Die türkische Re­gierung ließ die Seelen aus dem Spiele und verhandelte über den Breis. Das Besitzrecht der armenischen Stirche selbst wurde übri gens angezweifelt.

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Und zugleich in tröstlicher Erwägung ruft er bei fo fläglichem Gefecht stolz mit patriotischer Bewegung: ach, wie schießt ihr Jtaliener schlecht!

Seht dagegen uns, das Volk der Dichter, febt, wie sicher man in Deutschland schießt! ( Notabene nur auf Streitgelichter, Könige schont fogar der Bolizist.)

Notizen.

Franz

-In Sachen der Schillerstiftung fand am Sonntag in Berlin eine Sigung von einer Art Schiedsgericht statt, das fich felber fonstituiert hatte.( Die Stiftung hatte bekanntlich das Schieds­gericht abgelehnt.) Man war darüber einig, daß die Schillerstiftung in fehr vielen Fällen Gelder fazungswidrig ausgegeben hat: an Un­berechtigte, Unbedeutende und Unwürdige. Da an dem guten Glauben und Willen der Stiftungsverwalter nicht gezweifelt wurde, sprach man die Erwartung aus, daß sie nunmehr das ihnen anver­traute nationale Gut fagungsgemäß nur zur Förderung der wirk­lichen Begabung verwenden.

Lange übten sich der türkische Kanzleimensch und der arme­nische Stirchenmensch im Geduldspiel der gegenseitigen Verhinde rungen, doch da die Kirche sich auf die tote Seite legte, bereitete ihr offenbar das Abwarten feine Schmerzen. Da schickte die Ne. gierung eines Tages Leute, um die Mauer niederzureißen. Sie wollte die vollendete Tatsache auf ihrer Seite haben, Doch sie rechnete nicht mit der ideellen Macht des Glaubens. Kaum wurde der erste Hackenschlag an der Friedhofsmauer getan, da lief die fromme armenische Bevölkerung in hellen Haufen zu­sammen. Die Kinder und die Frauen waren die ersten am Blaze. Die Handwerker und die Händler der umliegenden Straßen zogen eiligst mit. Wit Windeseile verbreitete sich das Gerücht über das ganze Stadtviertel, und von allen Seiten sah man die Armenier in höchster Aufregung dem alten Friedhofe zuströmen. Unter Verwünschungen und Jammergeschrei eiferten die Frauen zum äußersten Widerstand an. Die Priester vereinigten sich mit dem Bolte und wurden zu dessen Anführern. Ihre schwarzen Sutanen huschten wie dämonische Gestalten unter der Masse. Steinalte Geistliche, wahre biblische Patriarchenlöpfe, hielten Ansprachen an die Gemeinde, um sie zum Märtyrium für die heilige Sache anzu-- Der Siegeszug des Kinos. Das Residenz eifern. Plöglich stürzte alles zur Friedhofsmauer, viele warfen Theater wird diesen Sommer einem finematographischen Gast sich zu Boden, und in einer wahren Orgie religiöser Verzückung spiel( das ist das neueste) die Pforten öffnen. Auch das Neue erhoben sich Schreie von allen Seiten: fich lieber niedermebeln tönigl. Operntheater ist an einen Kinematographen­laffen, als daß auch nur noch ein Stein von dem geheiligten Plage unternehmer vermietet. Man spricht von erziehlichen und wissen­gerührt werde! fchaftlichen Vorführungen. Indes muß man da nicht zu viel erwarten, die Hauptfache ist bisher immer noch das Sensationsdrama nach Barijer Zuschnitt gewesen. Ein tönigl. Kino ist aber immerhin etwas Neues.

Da zog die Regierung noch im leßten Augenblid ihre Leute zurück. Wie von Zauberhänden wurde die zerstörte Mauer vom Volfe im Nu wieder aufgerichtet. Und noch bis in die späte Nacht blieben viele Religionseifrige am Blake, um Wache zu halten, daß nicht wieder ein Sakrileg geschehe.

Zwei Tage später traf ich mit einem armenischen Archiman­driten zusammen. Schmunzelnd strich er sich mit den wohl gepflegten Fingern den wohlgepflegten breiten Bart und sagte mit der milden, weichen Stimme, wie sie den Priestern eiger ist nur in den Augen funtelte es liftig: Schon habe ich den Scheck Staat für unseren Friedhof zahlt."

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Der Kampf um den Friedhof. Aus Konstantinopel wird uns geschrieben: Die Toten haben es gut: fie brauchen keinen Mietzins zu zahlen. Aber in der kapitalistischen Zeit wächst die in der Tasche. Den Scheck über 22 000 türkische Pfund, die der Grundrente auch aus den Gräbern, und wenn die Zeit der Ge­winneinheimsung gekommen ist, dann werden die Friedhöfe um­geschaufelt, und die Toten werden ermittiert, um der lebenden Blusmacherei Plaz zu machen.

Die Kirche ihrerseits fand eine Formel und tat einen Spruch, die den Bann lösten und die Seelen der Toten wie der Lebenden bon der Gefahr befreiten, die ihnen drohte.

Heute ging ich am armenischen Friedhof in Bancaldi vorbei. Ich will mich durchaus nicht zum Anwalt der Toten machen. Ich bin vielmehr der Meinung, daß die Toten und das Tote viel Die Toten wurden erhumiert. Doch war alles still. Nichts regte zu viel Blab in unserem Leben einnehmen. Sinter jeder Gestalt sich. Einige Raben freischten in der Entfernung. Hier und da von Fleisch und Blut sehe ich Gespenster , die bis in die dunkelsten standen Frauen aus dem Bolte an den offenen Gräbern, in denen Zeiten hinabreichen; hinter jeder frischen Tat die tote Hand, die früher die Gebeine ihrer Lieben ruhten. Sie wischten sich mit sie zurückhält. Doch das ist meine persönliche Ansicht, die mit den dem Tuchzipfel Tränen aus den Augen. Es war mir, als wenn dramatisch bewegten und religiös berflärten Ereignissen, die ich der Geruch der Verwefung sich dicht am Boden breitete.. zu schildern habe, nichts zu tun hat.

Als die türkische Regierung den Plan faßte, den armenischen Friedhof von Bancaldi, einem Stadtteil von Konstantinopel , niederzureißen, um die Straße zu erweitern und Zinshäuser zu bauen, da erhob die armenische Geistlichkeit Protest dagegen. Sie berief sich auf ihr Privateigentum und sagte dem armenischen Bolle:" Wehe, die Gräber unserer Toten sollen entweiht werden!"

Humor und Satire.

Deutscher Stolz.

Gott sei Dant, es ging ein Schuß daneben, und gerettet ist Emanuel. Dreimal hoch soll nun derfelbe leben! auch der Teutsche stimmt in bas Gebell.

p.

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Die Bühnenfchriftsteller gegen den ten­topp. Der Verband deutscher Bühnenschriftsteller, der ja die Kons furrenz des Kinos an feinen eigenen Mitgliedern spüren mag, be­ichäftigte sich in einer besonderen Sizung mit den Gefahren des Kinos für die Theaterinteressenten. Es wurde ein ausführlicher Kriegsplan entworfen. Man will alle Bühnenleute( vom Dichter bis zum Schauspieler) verpflichten, nicht für das Kino tätig zu sein. Man wünscht einen Einfuhrzoll auf ausländische Films( was ja ziemlich töricht ist, da dadurch die heimische Produktion nicht ge troffen wird und das sentimentale Sensationsstüd ebenso gut bei uns gemacht werden kann). Auch follen in einer öffentlichen Brotest­versammlung die Auswüchse der Kinotheater festgenagelt werden. - Die Ausstellung Die Frau in aus und Beruf ist am Freitag, den 22. Mära, bis 10 Uhr abends geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt von 7 1hr ab 50 Bf.

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- Die Sammlung für Amundsen, beren Erträgnis die Schulden der Expedition decken soll, hat nach einer Meldung aus Kristiania die gewünschten 70 000 kronen gebracht. Das Komitee fordert das Publikum nunmehr auf, die nationale Samm­lung für die Nordpolerpedition zu unterstügen, für die außer den 200 000 Aronen, die das Storthing bewilligen soll, noch 100 000 Kronen fehlen.