Nr. 150. 29. Jahrgang.
3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 30. Juni 1912.
Partei- Angelegenheiten.
Zur Lokalliste!
In Nowawes T.-B. fteht uns das Lokal Restaurant„ Karlsgarten", Raifer- Wilhelm- Str. 27, Inhaber Hoffmann, zu den bekannten Bedingungen zur Verfügung. Dagegen wird uns das Lokal Port Arthur", Lindenstraße, hartnädig verweigert. Insbesondere machen wir noch darauf aufmerksam, daß das neue Lotal Neu- Heringsdorf", vis- a- vis Hirschgarten, Inhaber R. Bludschus, an der Oberspree, der organisierten Arbeiterschaft verweigert wird. Besonders wollen das die Sportvereine beachten. Die Lokalfommission.
Reichstagswahlkreis Arnswalde- Friedeberg( Ortsgruppe Berlin ). Sonntag, den 30. Juni, nachmittags 8 Uhr: Wichtige Mitglieder bersammlung bei Thimm, Tilsiter Str. 79.
Die Gesamtlänge der Bauwerte beträgt etwa 880 Geft und Rotwein tranfen. Um 10% Uhr abends fuhr er dann Meter. Die eigentliche Brücke, die auf zwölf tief gegründeten, mit seiner Nichte nach Arnaville, wo er in einem Walde das Mäd teilweise mit schlesischem Granit verblendeten Betonpfeilern ruht, chen erstochen habe. Er selbst will dann versucht haben, sich ebenbesteht in der Hauptsache aus Flußeisen; die Fahrbahnkonstruktion ist falls durch Messerstiche zu töten, doch weist der Hals, wo er sich anüber den Bahnanlagen mit Rüdficht auf die schädliche Wirkung der Rauchgase in Eisenbeton bergestellt; aus demselben Grunde find alle geblich Stiche beigebracht haben will, keine Wunde auf. Dagegen anderen den Rauchgafen unmittelbar ausgesetzten Konstruktionsteile dürfte seine Behauptung, daß er sich dann in einem Teiche zu er tränken versucht hat, den Tatsachen entsprechen, da sowohl seine mit diesem Material unikleidet worden.
Das System der Föhrerbrüde ist wie bei vielen unserer Spreeund Kanalbrüden der vollwandige Zweigelenfbogen.
Das System der Hauptträger ist das sich in allen Deffnungen Ober- wie Unterkleidung mit Schlamm bedeckt war. Noch in der mit ungerader Ordnungszahl wiederholende eines Portal oder felben cht fuhr Steir don Meh nach Jln weiter, sich der Rahmentragers mit festen ußgelenken und ein oder zweifeng an- Polizei stellen wollte. Angeblich entsant ihm hierzu jedoch im letzten geordneten Kragarmen, auf die sich in allen Deffnungen mit geraden Augenblick der Mut und er fuhr nach Berlin weiter, wo er gestern Ordnungszahlen Koppelträger stigen. Cist äußerlich statisch morgen um 8% Uhr eintraf. Um 9% Uhr erreichte er Borsigwalde , dasselbe System, wie das der Hauptträger der Hochbahn in der wo er seine Schwäger aufsuchte, um mit diesen zu beraten, was zu wandiger Blechträger hier zum ersten Male auf tun sei. Dabei wurde er von dem Kriminalbeamten verhaftet. Die dem Kontinent zur Ausführung gelangt Polizei steht den Angaben Steins, der die Tat als Doppelselbstmord hinzustellen und sich dadurch zu entlasten sucht, sehr steptisch Friedrichsfelde . Am Dienstag, den 2. Juli, abends 8, Uhr, gegenüber. Die Behörde nimmt vielmehr an, daß Stein von den bei Bausdorf, Berliner Straße 18: Generalversammlung des Bezirks- Der Bau begann für die Föhrerbrücke im Jahre 1908, für die beiden Verhältnissen seiner Geliebten Kenntnis bekommen und das Wahlvereins. Zur Verhandlung stehen: 1. Jahresbericht. 2. Wahl Butligbrüde nach dem Umbau des alten Butligsteges mit den Mädchen aus Eifersucht ermordet hat. der Bezirksleitung. 3. Neueinteilung der Gruppen. 4. Stellung Fundierungsarbeiten für die Pfeiler im Spätherbst 1909. Jm Stein wurde, nachdem seine Aussage zu Protokoll genommen nahme zur Kreis- Generalversammlung. 5. Verschiedenes. Sommer 1910 trat eine furze Unterbrechung ein, weil die bei der Pankow . Am Dienstag, den 2. Juli, abends 8%, Ubr, bei Grundwassersenkung für den Pfeiler nördlich der Quigowstraße zu worden war, mittags nach dem Moabiter Untersuchungsgefängnis geschafft. Ebersbach, Berliner Straße 102: Generalversammlung. Tages. pumpenden Waffermengen entgegen allen vorherigen Schätzungen ordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung. 2. Wahl der Bezirksleitung. auch durch unbeteiligte Sachverständige so groß waren, daß die Die Nachforschungen nach den bekannten Defraudanten sind immer 8. Stellungnahme zur Kreis- Generalversammlung und zum Partei- Kanalisationsanlagen sie nicht aufnehmen konnten und daß zu ihrer noch erfolglos geblieben. Eine Spur Brunings glaubte man in Die Bezirksleitung. Abführung erst eine Rohrleitung über die Bahnanlagen hinweg bis Niederschönhausen Nordend. Dienstag, den 2. Juli, abends zum Spandauer Schiffahrtskanal gebaut werden mußte. Anfang Königswusterhausen gefunden zu haben. Sorgfältige Nachforschungen 8 Uhr, im Lokale von C. Mante, Neu- Carlshof, Beuth, Ede 1911 wurde die Aufstellung der Eisentonstruktion begonnen, die im ergaben jedoch, daß der verdächtige Mann dort in der Gegend nicht Januar 1912 beendet wurde. Mitte 1911 bereits wurden die Eisen- mehr ist. Auch größere Streifen, die gestern und in der vergangenen Generalversammlung. 1. Bericht der Bezirksleitung und Somaning. Tagesordnung: betonarbeiten in Angriff genommen, bant felette burden die Nacht in Berlin noch gemacht turbett, 1. 9. Lon gesamten Funktionäre. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Verlegung der Gefimsplatten, die Aufstellung der Geländer und der Oranienburger Straße , das besonders frühmorgens stark Gas-, Waffer- und Kabelrohre, die Herstellung der Jolierung, die Revier 18, hatten nicht den gewünschten Erfolg. Ausgehoben wurden u. a. ein Café in der Friedrichstraße , gegenüber Mitglieder, welche länger als drei Monate mit ihren Beiträgen Kandelaber usw. und schließlich die Herstellung der Fahr- und Die Bezirksleitung, im Rückstande sind, haben keinen Zutritt. Gehbahnbefestigung. Spandan. Umständehalber findet die ordentliche Generalversammlung des Wahlvercins nicht am Dienstag, den 2. Juli, fondern am Dienstag, den 9. Juli, abends 8½ Uhr, bei Borchert, Seeburger Straße 26, statt. Der Vorstand.
tag. 4. Verschiedenes.
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Baurat Krause, unter dessen Oberleitung das Werk in Plan und Ausführung entstanden ist, gab in einer längeren Rebe einen Ueberblick über die Geschichte der Entwicklung und den Bau der Brücken.
Die Gesamtkosten betragen etwa 1800 000 Mart, davon entfallen auf die Butligbrüde 1 415 000 m. und der Rest auf die Föhrerbrüde.
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Hikeferien gab es gestern in sämtlichen Schulen.
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besucht wird, und ein Lokal in der Elsaffer Straße. Zugleich wurde auch der internationalen Taschendiebe wegen befonders die Umgebung des Scheunenviertels mit seinen verdächtigen Fremdenquartieren abgefucht. Die, auf die es besonders abgesehen war, fand man nicht, wohl aber eine Anzahl anderer Personen, die fchon länger gesucht wurden, weil sie dieses oder jenes auf dem Kerbholz haben.
Der Zoologische Garten bielt am Dienstag feine General- Die Fahndung nach den Defraudanten Bruning, Bebell und bersammlung ab. Der Geschäftsbericht für 1911 ergibt folgendes: Haase wird jezt im größten Umfange betrieben. Alle deutschen Annähernd 3 Millionen Mark brachten die Eintrittsgelder. Zu Generalfonsulate und Konsulate erhalten einen Sonderabdruck des diefem starten Besuch trug die ungewöhnliche Gunst der Witterung deutschen Fahndungsblattes mit den Bildnissen der drei Gesuchten So wird den Durchgängern bei. Die Abonnements zeigten einen fleinen Rüdgang( 94 015 M. und einer Beschreibung ihrer Streiche. Gestern vormittag wurde der im Zuge der Putliz- und gegen 99 242 M. im Jahre 1910). Die Gesamteinnahme ergab dann auf der ganzen Erde nachgespürt. Auf diese Weise wurde vor Föhrer Straße, die Ringbahn und die Lehrter Bahn, sowie 1108 664 M.( gegen 1 004 883 M. im Jahre 1910). Abschreibungen Jahren auch der Doppelmörder Goenczy in Südamerika ermittelt den Spandauer Schiffahrtskanal überschreitende Verkehrs- werden im Gesamtbetrage von 123 670 M. vorgeschlagen, so daß und festgenommen. ein Gewinn von 6699 m. verbleibt. Das Aktienkapital beträgt Zu der Liebestragödie in der Raiserstraße wird mitgeteilt, daß weg, die sogenannte Putliz- und Föhrer Brücke, feierlich er- 800 000 m.( 1000 Stammaftien zu 300 m., 3000 Stammattien zu der Händler Kobelt, der die Frau Schöneburg erfchoß, jetzt auch öffnet. 1000 M.). gestorben ist. Er hatte sich, als er sich an der Flucht verhindert sah, Der Magistrat hatte mit Rücksicht auf die Bedeutung Wie groß der Tierbestand ist, geht schon daraus hervor, daß zwei Kugeln in den Kopf geschoffen. Sobelt war früher Droschtendieses neuen Verkehrsweges, der den Stadtteil Moabit mit man für Fütterung im lezten Jahre 142 403 m. verbraucht hat. futscher und zuletzt Handelsmann und Hausterer. dem nördlich von dem Spandauer Schiffahrtskanal liegenden Für das Eintrittsrecht zum Aquarium sind bis jetzt 199 060 M. Das Tödlicher Straßenunfall. Durch einen Schwindelanfall um das Stadtgebiet die schon lange gewünschte und als dringend not- von Aktionären( je 100 bezo. 110 m.) gezahlt worden. wendig erkannte Verbindung gibt, zahlreiche Einladungen ergehen Aquarium wird am 1. Juni 1913 eröffnet werden. Man fann den Leben gekommen ist gestern nachmittag ber 24 Jahre alte Arbeiter laffen. Außer dem Oberbürgermeister, dem Stadtverordneten- Bau und namentlich die innere Einrichtung nicht überhaften, da Willy Edert aus der Danziger Str. 86. Der junge Mann wurde, vorsteher Michelet und dessen Stellvertreter Geh. Justizrat auf Buführung von Luft, Waffer usw. mit Rüdsicht auf manche sehr während er vor dem Hause Münzstr. 8 dicht am Fahrdamm auf dem Bürgersteige stand, vom Schwindel befallen und stürzte so unglücklich Caffel waren zahlreiche Mitglieder des Magistrats und der empfindliche Tiere befonderer Wert gelegt werden muß. Stadtverordnetenversammlung und Beamte der städtischen Ein schwerer Unfall beim Bau der Untergrundbahn ereignete fich auf den Damm, daß er gerade vor einen Kraftomnibus zu liegen Bauberwaltung der Einladung gefolgt. Als Vertreter der am Freitagabend in der Stralauer Straße. Dort wurde bei den fam, der aus der Nichtung vom Stettiner Bahnhof her durch die Staatsbehörden waren erschienen: Vom Ministerium der Arbeiten an dem neuen Fangdamm ein Dampframmer verwandt, Münzstraße gefahren fam. Es gelang dem Führer nicht mehr, den öffentlichen Arbeiten Ministerial- und Oberbaudirektor Dr. der die 10 Meter langen Pfähle in das Spreebett hineintreibt. Der Wagen rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Er warf ihn noch etwas Dorner und einige andere Herren. Vom Oberpräsidium Arbeiter Grzenda aus der Wiener Straße, der neben dem Rammer herum, aber ein Hinterrad ging dem Unglücklichen doch über den Oberpräsidialrat Graf Roedern, vom Polizeipräsidium Ge- stand und die Nichtung des eingetriebenen Pfahls tontrollierte, beugte Leib und verlegte ihn so schwer, daß er auf der Stelle berschied. heimer Oberregierungsrat Friedheim mit dem Oberregierungs- fich gerade in dem Augenblick, als der acht Zentner schwere Eisen- Ein Wagen der Feuerwehr brachte den Verunglückten nach dem Schaus rat Dr. Haselau, sowie Baurat Abraham vom Wasserbauamt II, bammer herabgefauft fam, zu weit vor, so daß er von dem Rammer bause. Eckert war der einzige Sohn und die Stüße seiner alten ferner der Präsident Rüdlin mit verschiedenen Mitgliedern der getroffen wurde. Blutüberströmt brach der Berletzte zusammen und Mutter, bei der er wohnte.ben si mu wurde von seinen Kameraden nach der Unfallstation am Grünen Weg Vier Tage tot in der Wohnung gelegen hat der 59 Jahre alte Eisenbahndirektion u. a. m. gebracht, wo der Arzt einen Schädelbruch und schwere Gehirn- Arbeiter Otto Schulze aus der Buttmannstr. 5. Schulze war starker G. wurde nach dem Rudolf Virchow- Trinter. Nachdem man ihn lange nicht mehr gesehen hatte, öffnete erschütterung feststellte. Krankenhause geschafft, wo er im bedenklichen Zustande daniederliegt. man gestern seine Behausung und fand ihn tot auf dem Fußboden liegen. Ein Arzt stellte fest, daß er schon mehrere Tage tot war. In einer längeren Ansprache hob sodann der Oberbürger- Der Meter Frauenmörder in Borsigwalbe verhaftet. Vermutlich ist er einem Herzschlage erlegen. Aus dem Fenster gestürzt. Uns wird geschrieben: Am Mittwoch, meister die Bedeutung des Bauwerkes für den Verkehr hervor Wie bereits gestern unter Lette Nachrichten" mitgeteilt, wurde früh 15 Uhr, wurden wir durch einen flatschenden Fall aus dem und dankte namens der Stadt allen, die daran mitgearbeitet in der Nacht zum Freitag in Arnaville bei Met die 24jährige Mo- Schlaf geweckt. Wir standen auf und sahen durch unser Fenster, haben, dankte auch den staatlichen Behörden für das Ent distin Emilie Stein aus Metz ermordet aufgefunden. Als Täter welches nach dem Hof des Wöchnerinnenheims in der eine daß gegenkommen, das sie bei der Durchführung der Anlagen ge- fam der 45jährige Metalldreher Paul Stein aus Borsigwalde bei Müllenhofstraße hinausgeht, Frau, nur und einer Nachtjacke bekleidet, auf dem zeigt haben. Sodann gab er einige Ordensverleihungen be- Berlin , ein Onkel der Ermordeten, in Frage, der sich seit einigen mit einem Hemd fannt. Es erhielten den Roten Adlerorden IV. Klasse: Tagen in Meß aufgehalten hatte. Am gestrigen Vormittag Hofe lag. Wie wir nachher erfuhren, ist dieselbe aus zweiten Stodiert bes Wöchnerinnenheims heraus. Magistratsbaurat Hermann Seifert, als ständiger Vertreter um 10% Uhr gelarg es einem Borsigwalder Kriminalbeamten, dem des Stadtbaurats, Magistratsbaurat Eugen Fichtner, als Vor- den Mörder in einer Gastwirtschaft in Borsigivalde zu verhaften gesprungen. Erst durch Burufen eines Anwohners wurde eine steher des Tiefbauamtes II, und Stadtbaumeister Bernhard und nach der Tegeler Polizeiwache zu bringen. St. hat bereits ein Schwester und der Maschinist herbeigeholt, welche die Wöchnerin nach oben schafften. Um 7 Uhr wurde dieselbe per Krankenwagen Maey; den Kronenorden IV. Klasse: Stadtbaumeister Artur volles Geständnis abgelegt. Ueber den Mord, deffen fortgeschafft. Ob dieselbe im Fieber die Tat getan hat? Eigentlich Mangelsdorff; das Königlich Preußische Verdienstkreuz in wirkliche Ursache bis zur Stunde noch völlig in Dunkelheit gehüllt müßte doch eine Nachtwache dort sein. Vielleicht wird die Sache Silber: Techniker Dito Schröder, und das Allgemeine Ehren ist, und die Verhaftung des Täters erfahren wir folgende Einzel- durch diese Veröffentlichung geklärt. zeichen: Polier Baum. Der Arbeiter, die das große Wert heiten: Selbstmordverfuch eines Gemeindeschülers. In der Gemeindegefördert haben, war bei der ganzen Feierlichkeit nicht gedacht Der 45jährige Metalldreher Paul Stein, der in der Räusch- schule in der Friedenstraße am Landsberger Plaz spielte sich gestern straße 61 in Borsigwalde wohnt, war seit einigen Tagen verschwun- vormittag ein aufregender Vorgang ab. Aus Furcht vor Strafe Im Anschluß daran fand eine Besichtigung der Brüde ben, um, wie er seiner Wirtin und einigen Freunden mitteilte, stürzte fich ein zwölfjähriger Knabe, Kurt Woisch, deffen Eltern in statt. Danach versammelten sich die Teilnehmer an der Feier seiner in Mez wohnenden Schwägerin einen Besuch abzustatten. der Friedrichsberger Str. 24 wohnen, aus einem Fenster des dritten im großen Saale des Verwaltungsgebäudes des Rudolf Inzwischen war die Nachricht von der Ermordung des jungen Mäb. Stocks auf den Hof hinab. Er blieb fchwerverletzt liegen und wurde Virchow- Krankenhauses, wo den Herren ein Imbiß geboten chens in Meh durch die Berliner Zeitungen bekanntgegeben und nach der Unfallstation in der Koppenstraße gebracht. Von dort wurde. Während des Frühstücks ergriff der Oberbürgermeister Stein der Tat bezichtigt worden. Gegen 10 Uhr morgens bemerkte mußte er nach dem Krankenhaus am Friedrichshain transportiert werden. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Der Knabe hatte das Wort, um ein Hoch auf die Tiefbauverwaltung nun ein Bostbeamter in einer Schankwirtschaft von Strauß, Räusch die Schule wiederholt geschwänzt und war gestern von einem Schutzauszubringen, nachdem er die außerordentlich bedeutungs- Gde Ernststraße in Borsigwalde den Stein mit seinen ebenfalls dort mann nach der Schule gebracht worden. vollen Schöpfungen der städtischen Tiefbauverwaltung seit dem wohnenden Schwägern bei einem Glase Bier fihen. Der Beamte Räuberischer Ueberfall auf einen Geschäftslehrling. Im Hause Jahre 1894, wo Baurat Krause an ihrer Spike steht, wie lief auf die Straße und traf dort einen Kriminalschußmann, den z. B. die in dieser Zeit geschaffenen 24 Brücken, die Arbeiten er darauf aufmerksam machte, daß der gesuchte Mörder sich in dem Königstraße 48 wurde gestern vormittag der vierzehn Jahre alte Lehrling Hermann Rasenad, der in dem Samt und Seidenfür den Ost- und Westhafen, die städtischen Straßenbahnen, Lotal befände. Der Kriminalbeamte begab sich sofort in das Lokal warengeschäft von S. Bärwald Nachfolger beschäftigt ist, von einem fowie die Vollendung des Kanalisationssystems, hervorgehoben und verhaftete Stein, der seiner Festnahme teinen Widerstand ent- jungen Mann überfallen und durch vier Messerstiche erheblich hatte. gegensette. St. wurde nach der Polizeiwache in Tegel übergeführt, berlept. Der Lehrling war von seiner Firma beauftragt worden, Baurat Krause dankte namens der Bauverwaltung für wo er bei seiner Vernehmung folgendes Geständnis ablegte: 1500 Mart nach der Depositentaffe einer Bant zu bringen. Kaum die Anerkennung und nahm dann Veranlassung, dem Öber- Jm vorigen Jahre erhielt St. den Besuch seiner Nichte, eines hatte er den Hausflur erreicht, als sich der Räuber über ihn herbürgermeister Kirschner, dessen letzte Amtshandlung die Ein- bildhübschen Mädchens von 24 Jahren, das mit ihrer Mutter in stürzte, ihm einige Messerstiche versetzte und den Versuch machte, ihm die Tasche mit dem Geld zu entreißen. Der Lehrling hatte aber so weihung der Brücke ist, für das allzeit der Verwaltung ge- Met lebt. Stein knüpfte mit seiner Nichte während ihres Auf viel Geistesgegenwart, die Tasche festzuhalten und laut um Hilfe zu zeigte Bertrauen und Wohlwollen zu danken und dem Gefühl enthaltes ein Liebesverhältnis an und versprach dem jungen Mäd - rufen. Dies zwang den Räuber, von seinem Opfer zu lassen und der Trauer Ausdruck zu geben, daß der Oberbürgermeister chen, sie bald einmal in Mez zu besuchen. Gestern vor acht Tagen, die Flucht zu ergreifen. Obgleich die Verfolgung fofort aufgenommen aus seinem Amte ausscheide. am 22. d. M., fuhr er nach Meh und hielt sich dort bei seinen Ver- wurde, gelang es ihm, im Strome des Verkehrs zu entkommen. Es Der neue Berkehrsweg bildet eine Fortfeßung der Strom und wandten auf. Nach seiner Angabe erzählte ihm das junge Mädchen, handelt sich um einen etwa siebzehn Jahre alten Burschen, der einen Butlizstraße nach Norden, nach dem am Birchow- Krankenhause ge- daß es überaus unglücklich sei, und aus dem Leben zu scheiden blauen Jadettanzug trug. Der verlegte Lehrling fand auf der Un Tegenen Stadtteil und überschreitet als Putligbrücke die Quizow straße, die ausgedehnten Bahnhofsanlagen am Bahnhofe Butliz- wünsche. Der Grund hierzu bilde ein Verhältnis mit einem Offi- fallstation am Spittelmarkt die erste Hilfe. Graße " und als Föhrerbrüde den Spandauer Eiffahrtsfanal. Dht zier, das hiefer jedoch zu lösen beabsichtige. Außerdem sei fie mit hinter der Kreuzung der Birkenstraße mit der Buttigstraße steigt alleinem jungen Kaufmannssohn aus wohlhabender Familie verlobt, mählich, erst zwischen Stüßmauern, dann auf gemauertem Biadukt doch wolle die Mutter des Bräutigams nicht in eine Heirat des die jübliche Rampe bis zur Durzowstraße. Baares einvilligen. Nach Angabe Steins habe das junge Mädchen Hier beginnt die eigentliche Brücke, die mit der ersten Deffnung ihren Onkel dann wiederholt gebeten, sie zu töten, da sie von dem die Quizowstraße, mit zehn weiteren die eisenbahnfiskalischen Lager- einen Liebhaber nicht lassen könne, und aus der Verbindung mit pläge und die Gleisanlagen des Moabiter Güterbahnhofs und des dem zweiten doch nichts werden könne. Stein erzählte weiter, daß Bahnhofs Butligstraße" in rubigen eleganten Formen überspannt, und ihre Fortsetzung in der Nordrampe findet, die zum Südufer sich er das Mädchen so geliebt habe, daß er ihr, trop seiner anfänglichen fenft. Von hier führt dann auf schlanken Bögen die Föhrerbrüde Weigerung, den Wunsch nicht habe abschlagen können. Am 27. Juni begaben sich beide in ein Weinlokal in Meh, wo sie mehrere Flaschen zum Nordufer und der Föhrer Straße.
worden.
Wer ist die Tote? Aus dem Zeuthenter See bei auchfangs werder wurde die Leiche einer Frau gelandet, die wahrheinlich freis willig ins Waffer gegangen ist. Ihre Persönlichkeit lonnte noch nicht festgestellt werden. Die Tote ist etwa 42-45 Jahre alt, hat grau gemischtes Haar und trug einen schwarzen, grüngefütterten Hut, ein fchwarzes Jackett, einen grün- rot- gestreiften Rock, einen violetten Unterrod, schwarze Stoffschuhe mit Lackipigen und ein weißes Semb ohne Zeichen. Ihre Handtasche enthielt fünf Schlüffel. Sie besaß außerdem eine goldene Brille und mehrere goldene Schmuckfachen, darunter ein Medaillon mit einem Frauenbildnis. Das weiße Taschentuch der Ertrunkenen ist M. gezeichnet.