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Außerdem lag noch eine dritte Resolution vor.

schaftskonferenz derselben Meinung war; in fernerer Erwägung, rigorose Verhalten der Unternehmer, welche 26 Arbeiter auf die gegenüber gerecht zu werden. Die Versammlung faßte folgenden daß es unter den heutigen Verhältnissen nicht mehr möglich ist, schwarze Liste gesetzt hätten und hierbei habe sich, was auch noch Beschluß: mit der Lokalorganisation dem zentralisirten Unternehmerthum von mehreren anderen Rednern bekräftigt wurde, Herr A. Werk-" Die heutige öffentliche Versammlung sämmtlicher Stell­wirksam entgegen zu treteen, ist es unbedingt erforderlich, sich in meister jun. hauptsächlich hervorgethan, welcher Herr veranlaßte, macher Berlins und Umgegend beschließt, gemäß dem Vorschlage Zentralverbänden zusammen zu schließen. Deshalb beschließt die daß streifende Arbeiter, welche inzwischen anderweitig Beschäfti- der sozialdemokratischen Fraktion in diesem Jahre die Feier Bersammlung, mit allen Kräften für den von der Geschäftsleitung gung erhalten hatten, als durch die schwarze Liste gebrandmarkt des ersten Mai auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen, gemachten Vorschlag auf Gründung eines Zentralverbandes ein- dort ihre Arbeit wieder verloren. aber am ersten Mai Abends eine öffentliche Versammlung der zutreten und erhebt Protest gegen den in der Brauerei Friedrichs­hain am 2. März d. J. gefaßten Beschluß, welcher nicht dazu an einstimmigen Annahme: Nach längerer Diskussion gelangte folgende Resolution zur Stellmacher Berlins und Umgegend abzuhalten und jeden Stellmacher- Gesellen moralisch zu verpflichten, den vierten Theil gethan ist, Einigkeit, vielmehr nur Zwietracht unter den deutschen Maurern hervorzurufen." Die öffentliche Versammlung der Vergolder und Vergolde des Tagesverdienstes des 1. Mai der Generalfommission der Ge­rinnen beschließt, den bestehenden Streit wertschaften Deutschlands zu überweisen." fortzuführen und giebt den Kollegen und Genossen Die weiteren Verhandlungen gestalteten sich derart tumulu Der zweite Punkt der Tagesordnung lautete:" Wie stellen bedenken, daß die daß die Folgen einer Niederlage für sich die Stellmacher zu einer Lohnbewegung?" tuarisch, daß, bevor noch ein Beschluß gefaßt worden war, die uns von weitgehender Bedeutung sein würden, nicht Es wurde bervorgehoben, daß die Errungenschaften des Streits polizeiliche Auflösung der Versammlung erfolgte. nur für die Streifenden, sondern auch für sämmtliche in unserer im Jahre 1886 schon längst wieder verloren gegangen seien. Die Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Um diesen Lohnverhältnisse seien höchst traurige, die Wochenlöhne betragen bedeutend größer sein muß, als bisher. Die Anwesenden Ausbesserung. Leider aber sei der Indifferentismus unter den Beschluß durchzuführen, ist es nöthig, daß die Streikunterstützung 15-18, im besten Falle 20 M., und bedürfen ohne Frage einer verpflichten sich deshalb, nicht unter fünfzig Stellmachern ein bedauerlich großer. Unter den gegebenen Ver­Pfennig pro Woche zu zahlen und erklären weiter, hältnissen sei an den Eintritt in eine Lohnbewegung nicht zu in diesem Sinne auf ihre Kollegen einwirken zu wollen." denken. Dagegen wurde der Wunsch laut, daß Schritte gethan Unter Verschiedenem" wurde beschlossen, einen Aufruf an werden, die Arbeiter" Berlins im Vorwärts" unter" Sozialer Uebersicht" um den Arbeitsnachweis wieder in die Hände bekommen, um dadurch dadurch einen Einfluß auf die Arbeitszeit zu gewinnen, welche Stun statt zehn den den meisten Fällen bereits wieder zwölf bis vierzehn Stunden betrage. Da sämmtliche Stellmachermeister der Innung angehören, ebenso auch die Fabritbesitzer sich der­selben theilweise angeschlossen haben, so müsse dieserhalb mit der Innung verhandelt werden. Leider war aber der s. 3. gewählte Gesellenausschuß, der dazu berufen ist, der Meisterschaft die

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Die Ban Arbeiter Berlins

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den 3. Mai zu verlegen.

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Die Tapezirer

( Steinträger, Wasserträger, Sandkarrer 2c.) hielten am 24. d. M. bei Scheffer unter Leitung des Kollegen Gaßmann eine öffent liche Versammlung ab. Regierungsbaumeister Seßler erörterte die Frage: Wie organisiren wir uns unter dem heutigen Vereinsgesetze am besten?" Arbeiter­organisationen feien nothwendig als Wachmannschaften gegen die Einbrüche des Unternehmerthums in die wirthschaftliche Lage der zu veröffentlichen. Arbeiter, wenngleich durch dieselben die wirthschaftliche Lage nicht in Gegen das Agitationskomitee wurde heftiger Tadel erhoben gründlich gebessert werden kann. In längeren Ausführungen und nach einer ziemlich lang ausgedehnten Debatte darüber ein ventilirte der Vortragende sodann die zweckmäßigste Form der Arbeiterorganisationen in Rücksicht auf die bestehenden Vereins neues gewählt, welches aus folgenden fünf Personen besteht: gesetze und kam zu dem Schlusse, daß die gewerkschaftliche Pesch, Link, Meyer, Boscinski und Frau Müller. Bentralisation mit dem System der Bertrauensmänner nach Art der politischen Organisation unter den bestehenden Verhält hielten am Sonnabend Abend unter Leitung des Kollegen Frei- Wünsche der Gesellen vorzulegen, in der Versammlung nicht ver­nissen die beste sei. Im weiteren Verlaufe feines Vortrages legte wald eine öffentliche Versammlung ab. Den ersten Punkt der treten und konnte demzufolge nach dieser Richtung hin kein Be­Referent die Nothwendigkeit eines engeren Zusammenschlusses aller Bauarbeiter dar und zeigte, daß die Zentralisation auf Tagesordnung bildete die Stellungnahme zur Maifeier. Das schluß gefaßt werden. Von dem letzten Vergnügen stand noch aller Bauarbeiter dar und zeigte, daß die Zentralisation auf Referat hatte Genosse Hildebrandt übernommen. Derselbe plai- ein Ueberschuß von 100 M. zur Verfügung und bewilligte die Grund des Vertrauensmänner- Systems durchführbar und vor dem birte schließlich dafür, am 1. Mai zu arbeiten und Abends durch Versammlung hiervon Unterstützungen an hilfsbedürftige Kollegen. Vereinsgesetze unantastbar sei, zur weitesten Verbreitung dieser Abhaltung von Versammlungen für die Einführung der 8stün- Auch wurde der Vergnügungskommission ein Vertrauensvotum Ansichten auffordernd.( Großer Beifall.) In der folgenden Dis­tuffton äußerten sich im Sinne des Referenten die Kollegen igen Arbeitszeit zu manifestiren, die allgemeine Feier aber auf dafür ausgestellt, daß dieselbe von dem Ueberschusse 20 M. nach Wallenthin, Behrendt( Wilmersdorf ) und Gaßmann, Hamburg gesandt hat. Am dritten Osterfeiertage findet bei Keller, worauf nach einem Schlußworte des Referenten, in welchem der des Referenten das Wort und es wurde eine diesbezügliche Re- gewissenhaften Ausfüllung der ausgegebenen statistischen Frage­In der Diskussion nahmen einige Redner zunächst im Sinne Bergstraße 68, wieder ein Vergnügen statt. Nachdem noch zur selbe besonders hervorhob, daß von jetzt ab gegen die Stören­friede in der Berliner Bauarbeiterbewegung ganz energisch vor 1. Mai die Arbeit solution eingebracht. Bald aber gewann die Ansicht, am bogen aufgefordert worden war, erfolgte der Schluß der Ber­gegangen werden würde, folgende Resolution zur einstimmigen würdige Feier sei, die Neberhand. ruhen zu lassen, was eine allein fammlung. Annahme gelangte: Drei Redner sprachen Die heutige in Scheffer's Salon tagende öffentliche Ver Ausführungen Kollege Freiwald ganz energisch für volle Feier Genosse Peus am 22. März in einer öffentlichen Versammlung dafür, wieder zwei dagegen, endlich aber trat mit längeren Die Macht des Wissens war das Thema, über welches sammlung der Bauarbeiter Berlins erklärt sich mit dem Referenten, am 1. Mai ein und erntete reichen Beifall. Nach ziemlich drei- der Former mit Frauen referirte. Referent gab eine furze Herrn Keßler, einverstanden und verspricht, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, daß stündiger Redeschlacht kam es zur Abstimmung. Ein Antrag auf Begründung der Entwicklung des Menschen aus dem Thierreich die Organisation so gestaltet wird, daß namentliche Abstimmung wird angenommen, und wies dann hin auf den Unterschied zwischen Mensch und daß es möglich ist, damit Diejenigen, welche heute für Nichtarbeiten waren, Thier, der sich ganz besonders auch darin zeige, daß der Mensch politisch wie wirthschaftlich aufzuklären, und zwar durch das sich nicht nur mit dem Wort, sondern auch mit der That an der vermöge seiner Gedächtnißfähigkeit die Dinge nicht blos wie das Vertrauensmänner- System." Die Abrechnung vom vorjährigen Kongreß wird f. 3., sobald Majorität für Diejenigen, welche am 1. Mai nicht arbeiten Das Denten sei eine Erhebung über die Schranken von Ort und Feier betheiligen. Die Abstimmung ergiebt eine ganz erhebliche Thier wahrnehmen, sondern auch sich vorstellen, denken fönne. die Listen alle eingegangen sein werden, im Vorwärts" und wollen. Es ist somit beschlossen am 1. Mai die Arbeit Beit. Durch das Denken sehen wir jetzt und hier, was vor vielen im Arbeiter" veröffentlicht werden. " Ueber die nächsten Punkte der Tagesordnung: Bericht welche durch besondere Umstände gezwungen find, am 1. Mai zu Das gesprochene und gedruckte Wort seien die Vermittler des ruben zu lassen. Ferner wird beschlossen, daß Diejenigen, Jahren an einem vielleicht weit entfernten Orte sich zugetragen. der Delegirten zur Berliner Streit- Kontroll- arbeiten, ein Drittel ihres Verdienstes für die Allgemeinheit Denkens. Durch das Denken aber fämen die Menschen in die tommiffion" und" Stellungnahme zu dem Be- opfern follen. Die Hälfte des Ertrages fällt der Unterstützungs- Lage, fich zu vereinigen. Daher auch die Feindschaft aller Machthaber schluß der Berliner Bau- Arbeiter Konferenz", referirte Kollege Wernau . Derselbe befürwortete das Zurid tasse der Tapezirer, die andere Hälfte der Zentral- Streitfommission gegen das Wort überhaupt, besonders aber das gedruckte, die Preſſe. ziehen der Delegirten von der Berliner Streif- Kontrollkommission Freiwald den Bericht der Bauhandwerker- Konferenz aus Nr. 58 Furcht vertreibe, dadurch der Religion, dem Produkt der Furcht, Zum dritten Punkte: der Tagesordnung verliest Rollege Referent gab dann eine Darstellung darüber, wie das Wissen die und das volle Eintreten der Bau- Arbeiter für die von der des Vorwärts" und es wird darauf zur Wahl der Delegirten den Boden entziehe; aber auch im politischen Leben schwinde Bau- Arbeiter- Konferenz gefaßte Resolution. Redner erläuterte dieselbe in eingehender Weise und bedauerte nur die Be- geschritten. Es werden die Kollegen Klatt, Limstädt und Frei- durch das Wissen um Gesetz und Recht die dumme Furcht vor feitigung des ursprünglich ersten Passus der Resolution. wald gewählt. Polizei, Staatsanwalt und derartigen Behörden, welche alle Den Passus, der von der Errichtung einer Arbeiterbörse weiter feine Macht hätten, als streng innerhalb des Gesetzes ihre aus städtischen Mitteln handelt, erörterte speziell Regierungs­Schriftgießer und Hilfsarbeiterinnen. Pflicht zu thun. Gesezeskunde thue außerordentlich noth. Referent In einer sehr gut besuchten öffentlichen wies hin auf die Engländer, die für ihre vielfach ungeschriebenen Baumeister Keßler. Auch er betonte die Nothwendigkeit der Versammlung der Schriftgießer und Schrift: Gesetze mit aller Macht einträten. Die christliche Nachgiebigkeit, Wiederherstellung des ursprünglichen Paragraph 1 der Refo- gießerei- Hilfsarbeiterinnen, welche unter Iution, sowie die Beseitigung des beschlossenen Sammelmodus. Vorsitz des Herrn Löhr am Montag Abend tagte, hielt zum ein unrichtiges Verhalten, das fich übrigens die sogenannten dem dem, der den Rock nimmt, auch noch den Mantel zu lassen, sei Redner empfahl den Bau- Arbeitern, ihre Delegirten zur Bau- ersten Punkt der Tagesordnung Fräulein Wabnih einen mit Christen am allerwenigsten zu Schulden kommen ließen. Jum Arbeiter Konferenz zu beauftragen, sich mit den Delegirten der lebhaftem Beifall aufgenommenen längeren Vortrag über Die Schlusse zeigte Referent die ungeheure Entwickelung der jenigen Baugewerkschaften, welche ebenfalls die Wiederherstellung Stellung der Frau in der Industrie". Die Wissensmacht, welche das moderne Verkehrsleben( Post und des Passus I der Bau- Arbeiter- Konferenz für nothwendig er: Rednerin ermahnte die Arbeiter und Arbeiterinnen, sich zu Eisenbahn) verursacht habe. Die Eisenbahn habe mehr achten, in Berbindung zu sehen, um eine praktische Thätigkeit des organisiren, damit sie einen festen Damm gegenüber der Kapitals aufgeklärt, als die gesammte gesammte Wissenschaft, indem fie Bau- Arbeiter Kartells in die Wege zu leiten. Der vorgerückten macht bilden könnten und damit sie verhinderten, daß das Bolt die alte Lotalbornirtheit völlig aufgehoben habe. Darum wachse Zeit wegen wurde die Beschlußfassung hierüber bis zur nächsten immer mehr degenerirt werde und mehr und mehr der Unsittlich auch die Wissensmacht der Masse des Volfes, des Proletariats Bersammlung vertagt. Zum Schluß wurde die Diätenfrage für teit verfalle. aller Länder, von Tag zu Tag mehr. Jeder Einzelne aber müsse die Delegirten zum bevorstehenoen Halleschen Rongreß dahin er Vor Eintritt in die Diskussion über den gehörten Vortrag eben deshalb, weil der Sieg unausbleiblich sei, mit um so hoff ledigt, daß denselben je 60 M. für 6 Tage und freie Fahrt wurde auf Antrag eines Kollegen beschlossen, den nächsten Punkt: nungsfreudigerer Energie an der Erringung eigener Wissensmacht III. Klasse bewilligt wurden. Da diese Koſten durch freiwillige mi ßstände im Schriftgießerei Gewerbe mit der arbeiten.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion äußerte sich Sammlungen aufgebracht werden müssen, so wurde zur regsten Diskussion zu verbinden. Fräulein Bien fordert im Anschluß an Herr Körsten dahin, es müsse besonders der Pfaffenmacht ent­Betheiligung an denselben aufgefordert und hiernach die Ver- die Ausführungen des Fräulein Wabnik ganz besonders die gegentreten werden. Der Referent aber sprach sich dahin aus, sammlung geschlossen. Frauen auf, sich der Fachorganisation anzuschließen und erwähnte daß die Pfaffenmacht zum Theil schon todt sei und zum andern ferner, daß Verbindungen mit verschiedenen größeren Städten Theil durch die wirthschaftliche Entwickelung dem unausbleiblichen In einer öffentlichen Versammlung der Vergolder und Ver- Deutschlands angeknüpft seien, um ein Fachorgan zu begründen Untergang überliefert würde. golderinnen, welche Dienstag Abend unter dem Vorsiz des Ge- und daß zu hoffen sei, daß dieses wünschenswerthe Unternehmen noffen Fries tagte, berichtete Herr Vogt über den Stand des zu Stande komme. Herr Löhr bemerkt, daß er wohl schon häufig Streits: Derselbe bestehe unverändert weiter, eine erste Verhandlung in Beitungen von Fabrikinspektoren gelesen und auch von der Kommiffion mit den Prinzipalen sei resultatlos verlaufen. Deren Eristenz gehört habe, daß er aber während seiner In der letzten Versammlung am 8. März fei nun wieder eine ganzen Thätigkeit noch feinen gesehen habe, obgleich Eine öffentliche sehr gut besuchte Versammlung für Kommission von 4 Personen gewählt und beauftragt worden, mit gerabe in ihrem Berufe genug in ihrem Berufe genug der Abhilfe bedürftige Männer und Frauen tagte Sonntag Abend unter dem Vorsitz den Prinzipalen Unterhandlungen anzuknüpfen. Infolge dessen Mißstände vorhanden wären. Ein anderer Redner bemerkte im des Genoffen Sündermann in Schmiedel's Festfälen. Es sprach sei ein Schreiben an den Vorstand des Fabrikantenverbandes ge- Anschlusse hieran, daß er wohl schon einmal einen Fabrik In- daselbst Genosse Dr. Lütgenau über die Aufhebung des Jesuiten­richtet worden und es sei auch von dort eine Antwort eingelaufen, fpettor angetroffen habe, jedoch in der Schweiz , wo derfelbe Ausnahmegeseges und führte in seinem Vortrage etwa Folgen welche aber im Ganzen vollständig ablehnend gewesen sei. Leider sofort eine im Interesse der Gesundheit der Arbeiter nothwendige des aus: müsse er tonstatiren, daß die Unterstützung der anderen Gewert: Anordnung getroffen habe, indem er die Fortschaffung der Aus der Zentrumsfraktion sei ein Antrag dem Reichstag zu schaften bisher verhältnismäßig bedeutend besser ausgefallen sei, Kleiderschränke, in welchen die Kleider der Arbeiter während der gegangen, welcher die Aufhebung des Jesuiten Ausnahmegefeßes als die der eigenen Gewerkschaft, er müsse daher an die Kollegen Arbeit sich befanden, aus dem Arbeitsraum auf den Korridor vom Jahre 1872 verlangt und gegen diesen Antrag seien bereits das dringende Ersuchen richten, die von ihnen gefaßten Beschlüsse anordnete, da sich sonst der gesundheitsschädliche Bleistaub in die eine Unsumme von Petitionen eingelaufen. Aber es sei schon auch in der That durchzuführen, da die Sache, die auf dem Spiele Kleider festsetze und mit nach Hause geschleppt werde. Von einem an- eine beträchtliche Zeit her, seit der Antrag durch Windthorst ein­deren Redner wurde das schlechte, unkollegialische Verhältniß zwischen gebracht wurde, man nehme daher vielfach an, daß hier wieder stehe, eine zu ernste sei.( Beifall.) Der Vorsitzende verlas hierauf den an ihn als Vorsitzenden der den Gießern und den Hilfsarbeiterinnen in einzelnen Fabriken scharf einmal einer der bekannten taftischen Züge der Zentrumsführer Der Borsigende verlas hierauf den an ihn als Vorsitzenden der gerügt, da es vorkomme, daß einzelne Gießer ihre Kolleginnen vorliege, welche der Regierung Unannehmlichkeiten ersparen Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder gerichteten Brief der geradezu brutal behandeln. Herr Kirchmeier tabelte noch die wollen. Wir hätten allen Anlaß, uns mit dieser Frage zu be­Bereinigung der Berliner Goldleisten- Fabrikanten", welcher fchlechten Arbeitsräume im allgemeinen, in welchen die mangel- fchäftigen. Es handle sich nm ein Ausnahmegefeß und wir hafteste Ventilation und die ungesundeste, unerträglichste müßten das Ausnahmegeset, gegen wen Bei dem Borliegen größerer Differenzen, wie es die Arbeits- Temperatur zu finden fei. In einer Gießerei herrsche beispiels- richtet sei, bekämpfen. es auch ge niederlegungen in den Fabriken der Herren G. Ruthenberg und weise im Sommer eine Hige von 38-40 Grad. Herr Kulp berufung der Jesuiten damit begründet, daß dieselben ganz be­bekämpfen. Zweitens aber werde die Rück­August Werkmeister jun. sind, müssen wir die Berathung behuss führte aus, daß in der Wöllmerschen Fabrik Plakate angeschlagen fonders tüchtige Bekämpfer der Sozialdemokratie sein sollen Ausarbeitung eines Normal- Breistourantes zur Zeit ablehnen. feien, welche die Arbeiter auffordern, sich vor dem Essen sorg Wenn die Zentrumspartei die Aufhebung des Jesuiten - Ausnahme­Sie den figen, einen solchen Preiskourant allseitig Geltung zu verschaffen. Wir fältig Mund und Hände zu reinigen, daß aber den Arbeitern gefezes allein damit begründen sollte, daß es ein Ausnahmegesetz dies da es dort Löhne theils verkürzt sind, theils unter denen stehen, die durch- Es gelangte hierauf folgende Resolution zur einstimmigen An- weit diese gegen das Zentrum gerichtet sind, denn am Sozialisten­und sie würde sich wohl nur auf Ausnahmegefeße erstrecken, so­schnittlich in den Fabriken bezahlt werden, die der Vereinigungnahme: Die heutige Bersammlung erklärt sich mit den Ausgesetz habe das Zentrum wacker mitgeholfen. der Berliner Goldleisten- Fabritanten" angehören, ohne daß von führungen der Referentin voll und ganz einverstanden und ist Ihrer Seite ein Angriff erfolgt ist. überzeugt, daß nur durch das gemeinschaftliche Zusammenarbeiten Redner geht nun näher auf die Entstehung des Jesuiten Indem wir außerdem festgestellt haben, daß eine allgemeine und Zusammenwirken aller Arbeiter und Arbeiterinnen eine ordens ein, welcher 1540 durch Ignaz Loyola begründet wurde, Lohnvertürzung nicht beabsichtigt ist, bezeichnen wir es nicht ge- Besserung zu erzielen ist; sie macht es ferner jedem Arbeiter und in der Absicht, der Reformation entgegen zu arbeiten und die radezu als einen Lohnabzug, wenn wir einen Lohnfat, den des jeder Arbeiterin zur Pflicht, für den Anschluß an die bestehenden Redner die strengen Ordensregeln, welche den Jesuiten zum Ullmacht des Papstthums wieder herzustellen. Weiter schildert Bersilberns von Kanten der Barockleiften, in den Fabriken unter Arbeiter- Organisationen zu agitiren." einander richtig stellen und dafür 0,70 und 0,75 jestfeßen, einen Unter Verschiedenem regte Kirchmeier an, nächstens eine blinden Gehorsam, zum Kadavergehorsam" führen. Arbeitslohnfah, der für die Arbeit angemessen ist. Es ist Herrn große öffentliche Versammlung aller in Gießereien beschäftigten Merkwürdig sei es, daß man sich von evangelisch kirchlichen Aug. Werkmeister jr. von einem Theile seiner Gehilfen das An- Arbeiter und Arbeiterinnen behuss Stellungnahme zum 1. Mai Seite so gegen die Rückberufung der Jesuiten sträube, die Herren finnen gestellt worden, einen entlassenen Gehilfen wieder ein­vom evangelischen Bund, von denen der Hauptwiderstand aus zustellen; wir müssen eine solche Forderung als eine unberechtigte Es wurde weiter noch zum Abonnement auf Die Arbeiterin" gehe, fcheinen wenig Vertrauen zu ihren geistigen Fähigkeite einmüthig abweisen, da wir mindestens beanspruchen, daß das aufgefordert. zu haben. Recht, jederzeitige Aufgabe der Arbeitsstelle, nicht höher steht als Falls die Zentrumsführer, um der Regierung Unannehmlich das Recht, jederzeitige Entlassung. Wir ersuchen Sie dringend, Stellmacher. feiten zu ersparen, die Absicht haben sollten, die Sache auf die baldigst eine Aenderung des jezigen Zustandes in diesen An- Eine öffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins und lange Bank zu schieben und falls demnach bis Ende dieser Se gelegenheiten herbeizuführen und uns das Resultat in Kürze mit Umgegend tagte am 28. d. M. unter Leitung des Kollegen fion der Antrag im Reichstage nicht zur Berathung fommen zutheilen." Schuster. Die Versammlung hörte in erster Linie einen Vortrag follte, müßte die sozialdemokratische Reichstagsfraktion den Antrag Dieser Brief des Fabrikantenrings wurde in der darauf des Genoffen Millarg über den 1. Mai und seine Bedeutung. wieder aufnehmen. Damit wären wir noch lange keine, Freunde folgenden Diskussion einer scharfen Kritik unterzogen und Derfelbe empfahl unter den gegebenen Verhältnissen, dem Frattions- der Jesuiten . Für uns gelte der Grundsay: Fort mit dem verschiedene Stellen deffelben wurden als dem Sachverhalt nicht vorschlage Folge zu geben und in dieſent Jahre die Maifeier am Sozialistengefey, fort aber auch mit dem letzten Ausnahmegeſeh. entsprechend hingestellt. Das Verhalten der Fabrikanten, insbe- 3. Mai zu begehen, dagegen am Abend des 1. Mai eine( Stürmischer Beifall.) sondere das des Herrn Aug. Werkmeister wurde auf das Ent- Versammlung abzuhalten und in dieser gleichzeitig der schiedenste verurtheilt. Genoffe Ganzte schilderte namentlich das Pflicht der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands betheiligten und nach einem kurzen Schlußwort des Referenten Nach einer regen Diskussion, an der sich verschiedene Redner

lautet:

Vergolder.

"

einzuberufen.

Nach Schluß der Versammlung blieben die Genossen noch längere Stunden in fröhlicher Geselligkeit, durch Zither- und andere Vorträge unterbrochen, bei einander.

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