Ar. 201. 29. Jahrgang.
Partei- Angelegenheiten.
Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 1. September, findet ein Ausflug mit Familie nach Hirschgarten statt. Treffpunkt daselbst von nachmittags 2 Uhr an im Lokal zum Aussichtsturm.
Bez. Stralau. Sonntag, den 1. September, vormittags 8 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen aus statt. Die Bezirksleitung. Halbe. Sonnabend, den 31. Auguſt, abends 8 Uhr: Deffentliche Versammlung im Lokal von Karl Schulze. Vortrag der Genossin Frau Marie Juchacz über:" Der politische Kampf und die Sonntag, den 1. September: Sommerfest des Wahlvereins. Der Vorstand.
Arbeiterklasse".
Philipp aus der Kaiserin- Augusta- Straße 84 zu Tempelhof und deren des Stadtbezirks sind. Wer also kein volles Jahr in der Stadt gleichfalls in Tempelhof wohnende an einen Bankbeamten ver- Lichtenberg wohnt, findet keine Aufnahme in der Wählerliste. Die nächste Stadtverordnetenversammlung wird Beschluß fassen heiratete 27 Jahre alte Tochter Gertrud Kroepsch. Schwermut soll
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haben.
Wer also, ohne am 15. September ein Jahr am Drte zu wohnen, Wert auf die Ausübung des Wahlrechtes legt, muß fofort an den Magistrat den Antrag um Berleihung des Bürgerrechts stellen.
Sichere sich jeder sein Wahlrecht!
die Ursache zu dem Doppelselbstmord sein. Wie festgestellt wurde, über die Sicherung des Wahlrechts derjenigen, die im letzten Jahre haben sich die beiden Damen vorgestern nachmittag nach dem Grune- ihren Wohnsitz zwischen Rummelsburg und Lichtenberg gewechselt wald begeben, um ihren gemeinsam gefaßten Entschluß zur Aus- Der§ 6 der Städteordnung besagt nun aber außerdem:„ Verführung zu bringen. Zu später Abendstunde vollbrachten sie dann die Tat, indem sie sich vor einen Potsdamer Vorortzug warfen. Legt ein Bürger seinen Wohnsitz nach einer anderen Stadt auch aus Bon dem Zugpersonal hatte niemand etwas bemerkt. Erst gestern einer Landgemeinde oder einem Gutsbezirk, so kann ihm das früh fanden Streckerarbeiter die furchtbar verstümmelten Leichen der Bürgerrecht in seinem neuen Wohnort, wenn sonst die Erfordernisse beiden Frauen. Sie benachrichtigten die Amtsverwaltung Grune zur Erlangung desselben vorhanden sind, von dem Magistrat im wald- Forst, von der die Leichen nach der Leichenhalle des Selbst- Einverständnis mit der Stadtverordnetenversammlung schon vor mörderfriedhofs in Schildhorn gebracht wurden. Frau Philipp galt blauf eines Jahres verliehen werden." schon seit längerer Zeit als als schwer gemütskrant und hat ihre Tochter, die sie in legter Zeit fast täglich besuchte und die ebenfalls zur Schwermut neigte, zu dem Selbstmord zu überreden gewußt. Ein Sommerlokal ausgebrannt. Am Tegeler Weg kam gestern früh kurz nach 3 Uhr hinter dem Vergnügungspark Jungfernheide" in dem Sommerlokal von 3iethmann ein großer Brand aus. Oft schon hat jener dicke Herr mit der weißen Weste im Die Charlottenburger Feuerwehr wurde von der Scheringschen Fabrit Drgan der Brotivucherer und Volksausplünderer, der„ Deutschen aus alarmiert und infolgedessen rückten sofort zwei Löschzüge an. Tageszeitung", geplaudert über die Liebe des großen Nazareners. Bei ihrer Ankunft stand das Lokal schon vollständig in Flammen. Jmmer, wenn wieder einer der großen Festtage der christlichen Nach fast einstündiger Löscharbeit war der Brand erstickt. Das Lokal Kirche naht, schreibt er von dem großen Dulder, der die ist total ausgebrannt. Menschheit erfülle mit seiner strömenden Liebe. Warum auch 6 Uhr morgens hin. Die Aufräumungsarbeiten zogen sich bis Charlottenburg . Ueber die Ursache des Feuers ist nichts ernicht; der uns überlieferte Christus erblickte seine Mission im mittelt, doch vermutet man Brandstiftung. Vollbringen guter Taten, er wußte sich frei von Selbstfucht. Bettelarm, nicht wissend, wo er sein Haupt hinlegen sollte, Der Kleiderfund im Spandauer Stadtwald, der mit dem Attentat zog er umher, um die Menschheit zu erfüllen mit der Liebe im Rauener Borortzug in Zusammenhang gebracht wurde, steht, wie seines Herzens. Insbesondere nimmt er die Armen in Schutz graue Hose und die dunkelblaue Litewta find zahlreichen Berfonen fich jetzt herausstellt, zu dem Ueberfall in feiner Beziehung. Die gegen den Hochmut und die Selbstsucht der Reichen und der vorgelegt worden, die den Täter gesehen haben, und diese bekundeten Bharifäer. Gewitterbächen gleich fallen seine Strafpredigten übereinstimmend, daß der Täter anders gekleidet gewesen sei. Sie Hernieder auf die Häupter derjenigen, deren Frömmigkeit hielten an ihrer bisherigen Aussage fest, daß der Messerstecher einen elende Heuchelei ist. dunklen, guterhaltenen Jackettanzug getragen habe.
Echt ,, chriftlich".
Er fennt nur eine Lösung und Erfüllung seiner Lehre: Liebe, Selbstlosigkeit, Ausrottung der Wurzel alles Uebels: des Geizes. Das war der Christus der Elenden, die zu meist nicht wußten, wo sie ihr Haupt hinlegen konnten.
Und die Heilslehre jenes Nazareners interpretiert von Zeit zu Zeit in Stunden frommer Anwandlung der Chefredakteur des Junkerblattes, Herr Dr. Dertel.
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gestern früh bei Johannisthal im Gehölz aufgefunden. W. hat Die Leiche des Malermeisters Oskar Weiß von hier wurde einem Leben aus noch unbekannten Gründen durch Erschießen ein Ende gemacht.
Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern nachmittag in der Marchstraße. Der 24 jährige Arbeiter Franz König lam beim Ueberschreiten des Fahrdamms zu Fall und wurde von einem in schnellem Tempo herannahenden Eiswagen überfahren. K. wurde nach der Unfallstation in der Berliner Straße gebracht, wo der Arzt innere Blutungen feststellte. Da das Befinden des Verletzten sich eine Verlegung beider Lungen, Quetschung des Brustkorbes, sowie zusehends verschlimmerte, wurde St. nach dem Krankenhaus Moabit übergeführt, wo er in hoffnungslosem Zustande daniederliegt. Schöneberg .
Am ganzen Körper total verbrannt aufgefunden wurde gestern Hilflos aufgefunden wurde vorgestern vor dem Hause Martine vormittag der 67 Jahre alte Kanzleidiener a. D. August Simon aus Luther- Straße 51 eine unbekannte, ungefähr 30 Jahre alte Frau. der Dennewigstr. 26. Der alte Mann, ein Junggeselle, bewohnte Ein Schuhmann brachte die Besinnungslose nach dem Augustafür sich allein eine Stube und Küche. Seine Nichte machte ihm die Vittoria- Krankenhaus, wo sie noch schwer daniederliegt. Die UnAufivartearbeiten. Als diese vormittags zur gewohnten Zeit tam, bekannte ist ungefähr 1,60-1,65 Meter groß, hat dunkelblondes Haar felbft lag tot auf dem Bette und war über und über mit Brand- Spizen, einen blauen Rock, braune Strümpfe, schwarze Schuhe und fand sie das Zimmer ihres Onkels ganz mit Rauch gefüllt. Dieser und trug eine hellfarierte Bluse mit blauem Einsatz und weißen wunden bedeckt. Wie der Befund ergab, hat der Mann beim und H. W. gezeichnete Wäsche. Sie hatte eine hellblaue StoffhandIn der gestrigen Morgennummer tut er dies in folgender Schlafengehen ein kleines Talglicht, das auf dem Nachttisch stand, tasche mit gelbem Beschlag bei sich und trägt Türkisohrringe. Weise: umgestoßen, hierdurch hat das Hemd des Mannes Feuer gefangen. Mutter Grün hat zugemacht. Infolge des anhaltenden Seine Bemühungen, die Flammen mit der Bettdecke zu ersticken, anspruchnahme aufzuweisen, die durch die Verdichtung der Zug Die Untergrundbahn hat in diesem Jahre eine stärkere Jn. Regens ist der Andrang zu den Asylen wieder bedeutend ge hatten feinen Erfolg. S. ist an den schweren erlittenen Brand- folge und infolge der fortschreitenden Bebauung herbeigeführt ist. stiegen. Regelmäßig melden fich jetzt des Abends mehr als wunden hilflos und allein gestorben. Die Leiche wurde beschlag- während in den Monaten Januar bis einschließlich April des Vor 3000 Obdachlose. Die Destillen in der Umgegend machen das nahmt und nach dem Schauhause gebracht. jahres unter Einschluß des Ortsverkehrs rund 683 000, 640 000, beste Geschäft, sobald die„ Saison" im Obdach beginnt. Die Lokale sind dann nicht ausreichend. Vor den Läden und in der Drei jugendliche Durchbrenner werden von der Kriminalpolizei 719 000 und 673 000 Personen befördert wurden, sind jetzt für die Nähe kreisen die Schnapspullen, mit Korn gefüllte Konferven- gesucht. In der Kartoffel- und Getreide- Großhandlung von Neu- gleichen Monate des laufenden Jahres 851 000, 795 000, 803 000 und büchsen und dergl. Literweise wird der Fusel vertilgt, bis der mann, Wallner- Theater- Straße erhielt mittags der 17 Jahre alte 733 000 beförderte Personen festgestellt worden. letzte Groschen in den Kasten des Budifers springt, und dieser die Kurt Giesener den Auftrag, 800 M. hartes Geld in Papiergeld um- Das Spielen mit einer geladenen Schußwaffe hat wiederum Betrunkenen an die frische Luft befördert. Die Polizei bringt zuwechseln, er lief jedoch unter Mitnahme des Geldes davon. Mit einen bedauerlichen Unglücksfall herbeigeführt. Der 20 Jahre alte der Tagestasse in Höhe von 600 m. durchgegangen ist der 23 Jahre Kutscher Richard Settin aus der Großgörschenstr. 36 hatte sich einen dann die betrunkenen Gestalten im Obdach unter. Jene von dem Tische des Lebens ausgestoßenen, infolge alte Kontorist Willi Gladysch, der bei einer Annoncenegpedition in Revolver gekauft, den er sofort lud. Als er sich vorgestern an der unserer heutigen Gesellschaftsordnung in namenloses Elend flüchtig geworden ist der 16 Jahre alte Hausdiener Erich Dehner, wegung dem Hahn zu nahe. Der Revolver entlud fich und die Kugel der Potsdamer Straße beſchäftigt war. Mit ungefähr 300 M. Waffe zu schaffen machte, tam er infolge einer unvorsichtigen Begesunkenen Obdachlosen noch mit Hohn und Spott zu überflüchtig der in einem Zigarrengeschäft am Alexanderplatz angestellt war. schütten, ist echte Junkerart. Wie würde der von Herrn Dertel drang ihm in die linke Hand, die glatt durchschlagen wurde. Der Einen ungewöhnlichen Transport, so wird berichtet, konnte man Verlegte wurde in besinnungslosem Zustande zunächst nach der Un von Zeit zu Zeit gefeierte Christus seine Geisel schwingen über die von diesem Junterhäuptling geübte Fragen- und Straßen eines Dampfers der Strombauvertvaltung passierte eine schwimmende gebracht. bor einigen Tagen auf der Havel wahrnehmen. Im Schleppfeil fallstation in der Vorbergstraße und dann nach dem Krankenhause Frömmigkeit, wie würde er die elende Habgier und freche An- Insel die Wasserstraße von Spandau nach Kaputh. Das seltsame maßung gegenüber der Armut und dem Elend kennzeichnen? Gebilde wurde aus der Schildhornbucht abgestochen und hatte sich Johannisthal . Mit der ungestümen Kraft, mit der er einen ganzen dort vor vielen Jahren aus den Ablagerungen gebildet. Bald war Die Eröffnung des Wochenmarktes auf dem Straßendamm der Schwarm frecher, feilschender Krämer zum Tempel hinaus die Anfammlung bewachsen und jegt trägt der schwimmende Erd- Kaiser- Wilhelm- Straße zwischen dem Königsplatz und der Lindhorst peitschte, würde er ihm die Worte Schlangen-, Dttern- teil" einen stattlichen Schilfbestand. Das Eiland ist ungefähr einen straße erfolgt am 5. Oktober. Standgeld wird nicht erhoben. Die halben Morgen groß. brut! entgegenrufen. Kosten für tierärztliche Ueberwachung und das Gehalt des Markte An Leuchtgasvergiftung gestorben ist das 52 Jahre alte Fräulein meisters trägt die Gemeinde. Flora Weitz aus der Landsberger Allee 139, das zusammen mit Ober- Schönewveide. ihrer Schwester ein Puzgeschäft betrieb. Gestern vormittag ging fie Das Gerücht von einem Giftmorde war gestern hier verbreitet. in die Wohuung, um das Mittageffen zuzubereiten, während ihre Schwester im Laden blieb. Dieser fiel es auf, daß sie solange blieb. Borgestern abend war der in der Rathausstraße 52 wohnende Als man daraufhin nachfah, fand man Fräulein Weiß tot in der 42 jährige Gastwirt Georg Gösche verstorben. G. lebte seit längerer mit Gas angefüllten Küche auf dem Fußboden liegen. Der Schlauch Beit von seiner Ehefrau, die in Treptow eine Restauration betreibt, des Gastochers war gerissen und aus der Deffnung entströmte das getrennt. In den nächsten Tagen stand in seiner Ehescheidungssache Gas, das, da Türen und Fenster verschlossen waren, bald den Termin an, zu dem der Gastwirt vorgeladen war. G. hatte aber Raum dicht angefüllt hatte. Jedenfalls hat das Fräulein gleich dem Gericht mitgeteilt, daß er infolge Krankheit nicht erscheinen die Besinnung verloren und hat nicht mehr rechtzeitig den Schlauch könne und um Vertagung der Verhandlung gebeten. Vorgestern befestigen fönnen. abend ist nun Gösche nach dem ärztlichen Gutachten an einem Herzschlage verstorben. Die Vorbereitungen zur Beerdigung waren be reits getroffen, als plötzlich das Gerücht auftauchte, der Gastwirt sei nicht eines natürlichen Todes gestorben. Auf eine der Polizei zu gegangene Anzeige hin wurde die Leiche beschlagnahmt. Köpenick .
Maßnahmen gegen die Lebensmitteltenerung. Die sozialdemokratische Fraktion der Stadt berordnetenversammlung hat für die am 5. September stattfindende Sigung folgenden Antrag eingebracht: Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat, zur Abwehr der sich stetig steigernden Nahrungsmittelteuerung welche Gesundheit und Leben der Bevölkerung Berlins auf das ärgste bedroht,
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1. an den Bundesrat und Reichstag eine Eingabe zu richten, in der unter Darlegung der herrschenden Notlage gefordert wird: die sofortige Aufhebung Wer sind die Toten? Aus der Spree gelandet wurde vor dem der Zölle auf Vieh, Fleisch, Getreide und Haufe Charlottenburger Ufer 69 eine ungefähr 50 Jahre alte Frauens Futtermittel, der Grenzsperre für die Ein- person, deren Bersönlichkeit sich nicht feststellen ließ. Die Tote hat fuhr von Schlachtvieh, des§ 12 des Fleischbeschau- graumeliertes Haar und trug einen schwarzen Schulterkragen, einen gesetzes, der Einfuhrscheine, schwarzen Rock, schwarze Strümpfe, schwarze Halbschuhe und ein
2. städtische Einrichtungen zur Verfor- weißleinenes Hemd mit dem Zeichen A. K. Beim Volksfest im Müggelschloß sind ein Schirm, eine Handgung der Bevölkerung Berlins mit Lebensmitteln zu dem Spandauer Schiffahrtskanal gelandet und nach der Friedhofs- Diese Gegenstände sind in der„ Vorwärts"-Spedition, Kiezerstr. 6, Die Leiche eines unbekannten Mannes wurde aus taiche, ein Gürtel und ein Kinderportemonnaie gefunden worden. schaffen und die vorhandenen auszubauen. halle in Blößenice gebracht. Es handelt sich um einen Mann von abzuholen. etwa 40-45 Jahren, der 1,72 Meter groß und kräftig ist und einen bunkelblonden furzgeschnittenen Schnurrbart hat. Bekleidet war die Friedrichshagen . Leiche mit einer dunfelgestreiften Hose und Weste, einem blauen Sommerüberzieher, schwarzen Halbschuhen, grauen Strümpfen und einem weißen, grüngestreiften Hemd.
An der Brandstätte im Theater des Westens fand gestern vormittag eine amtliche Besichtigung statt. Es hatten sich dazu u. a. ein gefunden: der Charlottenburger Polizeipräsident v. Herzberg, der Dirigent der Theaterabteilung vom Berliner Polizeipräsidium v. Glasenapp, Regierungs- und Baurat Graßmann, der Charlotten- Nicht festgestellt werden konnte bisher die Persönlichkeit eines burger Branddirektor Bahrdt , Kriminalkommissar Otto und Bau- Mannes, der im Plänterwald bei Treptow erhängt aufgefunden meister Sehring. Die Besichtigung begann um 9½ Uhr und dauerte wurde. Der Selbstmörder ist etwa 45 Jahre alt und 1,55 Meter fast zwei Stunden. Es wurde zunächst die Bühne, dann der Schnür- groß, hat dunkles Haar, einen blonden Schnurrbart, blonde Augen boden, der Zuschauerraum, der dritte Rang und schließlich die brauen, ein breites Gesicht, ein rundes Kinn und hohe Stirn und Küche des Theaterrestaurants genau besichtigt. Branddirektor Bahrdt trug ein braunfariertes Jackett und Weste, eine dunkelgestreifte Hose, gab die nötigen Aufklärungen. Hinsichtlich der Entstehungsursache eine schwarze, breite Krawatte, schwarze Schnallenschuhe, eine graue des Feuers wurde eine neue Annahme erörtert. Es hat sich näm- Müze und ein Normalhemd mit dem Zeichen J. H. Nachrichten lich herausgestellt, daß von der Küche des Theaterrestaurants aus, über die Persönlichkeit wolle man an den Amtsoorsteher in Treptow die unter der Hinterbühne liegt, ein Entlüftungsrohr direkt auf die richten. Bühne führt. Man vermutet nun, daß der Brand durch irgendeine
Vorort- Nachrichten.
Unvorsichtigkeit in der Nähe dieses Entlüftungsrohres auf der Gefunden wurden beim Stiftungsfest des Deutschen BaskarbeiterHinterbühne entstanden ist. Genaue Feststellungen ließen sich aber verbandes ein Paar Damenhandschuhe und eine Kinder- Pelerine. noch nicht machen. Ferner wurde im Verlauf der Besichtigung be- Die Sachen können im Verbandsbureau, Engelufer 15, Zimmer 58, kannt, daß vor etwa dreiviertel Jahren auf der Bühne des entgegengenommen werden. Theaters des Westens schon einmal ein kleiner Brand geherrscht hat, der der Feuerwehr und der Polizei gar nicht mitgeteilt worden ist. Da bei einer Mauer über der Hinterbühne noch Einsturzgefahr besteht, so wurde ein Teil der Küche vom Theaterrestaurant polizeilich gesperrt. Ebenso ordnete der Polizeipräsident v. Herzberg die Schließung des Garteneinganges zum Theaterrestaurant an, da hier von den Mauertürmen des Bühnenhauses noch Mauerstücke herunterfallen tönnen. Mehrere Risse in den Mauern haben sich seit gestern nicht unwesentlich vergrößert. Mit den Renovierungsarbeiten wird noch in dieser Woche begonnen werden.
Verhaftung einer Wohnungsdiebin. Von der hiesigen Polizei wurde gestern die 19jährige Frida. festgenommen, die in dem dringenden Verdachte steht, in verschiedenen Orten zahlreiche Wohnungsdiebstähle verübt zu haben. Die K. war in einer Fürsorgeanstalt untergebracht, aus der sie aber vor mehreren Monaten entwichen war. Seitdem verschaffte sich das Mädchen den Lebensunterhalt durch Diebstähle. Gestern wurde sie hier in der Seestraße entdeckt und von einem Polizeibeamten festgenommen.
Der Bildungsausschuß plant für das Winterhalbjahr einen Unterrichtstursus in der englischen Sprache. Parteigenossen und Genoffinnen sowie deren erwachsene Töchter und Söhne, die gewillt find, an dem Kursus ständig teilzunehmen, wollen sich schon jetzt bei Genoffin Bollach, Schöneberger Str. 6, melden. Spandau .
Selbstmord. Auf seiner Arbeitsstätte im Feuerwerks. Laboratorium hat der Werkzeugmacher T. seinem Leben gewaltsam ein Ende gemacht. Gegen 10 Uhr vormittags entfernte er sich aus dem Arbeitssaal und bald darauf fand man ihn auf dem Kohlenhof hinter einem Haufen Kohlen liegend tot auf. Mit einem Revolver hatte er sich einen Schuß in der Herzgegend. beigebracht. Der Verstorbene stand im 42. Lebensjahr und war seit einem halben Jahre verheiratet.
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Stadtverordnetenwahl 1912! Im November d. J. werden Rummelsburg und Lichtenberg zum ersten Male gemeinsam anstelle der aufgelösten Gemeindevertretung bezw. Stadtverordneten - In den königlichen Justituten wurde gestern durch Anschlag am verfammlung eine Neuwahl der durch Drtsstatut auf 66 Mitglieder schwarzen Brett und anderweitige Bekanntmachungen eine Warnung" Ein Doppelfelbstmord beschäftigte gestern vormittag die Behörden festgelegten Stadtverordnetenversammlung vornehmen. Durch Orts- an die Arbeiter erlassen. Der Militärarbeiterverband soll sozialvon Grunewald- Forst und Tempelhof . Am Bahndamm der Strecke ftatut ist weiter festgesetzt, daß die Liste der wahl- demokratischer Tendenzen verdächtig sein, alle seine Mitglieder sollen Grunewald- Potsdam, zwischen den Wärterbuden 4 und 5, fanden berechtigten Bürger bom 15. bis einschließlich 30. Sep- deshalb dem Hungertode überliefert werden. Nach der Bekannts Arbeiter gestern früh die Leichen zweier Frauen, die sich von einem tember öffentlich ausliegt. Wer nicht in die Wählerliste eingetragen machung soll jeder Arbeiter, der in Worten oder schriftlich für den Borortzug hatten überfahren lassen. Nach längeren behördlichen Be- ist, geht seines Wahlrechts verlustig! Verband eintritt, sofort entlassen werden. Unter den Arbeitern mühungen gelang es, die Personalien der beiden Frauen festzustellen. In die Wählerliste eingetragen werden aber nur die Bürger, herrscht natürlich wegen diefer ganz unberechtigten Maßnahme cine Es handelt sich um die 64 Jahre alte Prokuristenwitwe Marie die neben den sonstigen Erfordernissen seit einem Jahre Einwohner große Empörung.