Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 257.
Tokales.
Zu den Stadtverordneten- Wahlen. Die Wählerlisten für den 41. Kommunal- Wahlbezirk liegen von heute an Fenn und Müllerstraßen- Ecke bei F. Gleinert zu jedermanns Gin
ficht aus.
Die Vertrauensperson.
M. Marten, Ackerstraße 45, v. II.
Bur Stadtverordneten - Wahl. Die Wahlkomitee's werden ersucht, die Namen der Kandidaten, sowie Zeit und Ort der bereits festgestellten Versammlungen umgehend uns mitzutheilen. Gleichzeitig ersuchen wir die Genossen, bis zum 13. November möglichst sich auf Versammlungen, die sich mit den Stadtverordneten- Wahlen beschäftigen, zu beschränken.
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Mittwoch, den 1. November 1893.
10. Jahrg.
Eltern oder Vormünder der impfpflichtigen Schultinder auf rafter des Theaters zu erfahren. Aber Herr 2. sagte nur, was grund des§ 14 des angezogenen Impfgesezes Strafen bis zu nicht gespielt werden solle, nichts Dummpossenhaftes und vor 50 M. oder Haft bis zu drei Tagen zu gewärtigen. Gleichzeitig allem nichts Anzügliches der jungen Kinder, welche ihre Erstimpfung noch nicht nach- habe, wir wollen alles spielen. Wir wollen unser Publikum wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch die Eltern 2c. Das ist insofern nicht zutreffend, als ich ausdrücklich gesagt gewiesen haben, die Impf- oder Befreiungsscheine für dieselben zu der Höhe Schiller'scher Tragit emporführen, wir wollen es in bis zum Schlusse dieses Jahres demjenigen Polizeirevier vor die gute Stube L'Arronge's geleiten und mit ihm hinuntersteigen zulegen haben, in dessen Impfliste das impfpflichtige Kind ver- in die Niederungen der Berliner Reller. Unser Spielplan foll zeichnet ist und von welchem sie noch besondere schriftliche Auf- von feiner bestimmten Tendenz geleitet sein. Ich kann daher forderung erhalten werden. Wird dieser Aufforderung nicht bis nur sagen, was wir ausschließen.. zum 15. Januar t. J. pünktlich entsprochen, so haben die den Nachweis unterlassenen Eltern 2c. es sich selbst zuzuschreiben, wenn die in der Aufforderung angedrohte Strafe gegen sie zur Festseßung gelangt. Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß unentgeltliche Impfungen jeden Sonntag Mittag von 12 bis 1 Uhr im Impflokale Wilhelmstraße 117 stattfinden."
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Es giebt keinen Nothstand schrieen Magiftrat und Stadtverordnete im Verein mit der bürgerlichen Presse, als unsere Adlige Art. Das Deutsche Adelsblatt, Wochenschrift für Genossen im vergangenen Winter zur Linderung der Noth von die Aufgaben des christlichen Adels", erörtert einen Vortrag den Behörden die Veranstaltung von Nothstandsarbeiten forderten. eines Freiherrn von Wrangel wiedergebend, die Frage, ob der Es giebt feinen Nothstand echoten die höheren Beamten der Adel noch einen Einfluß auf das Volksleben habe. Die AusStadt; die Sozialdemokratie male nur schwarz um für ihre führungen, welche diese Frage natürlich bejahten, gipfeln in dem Zwecke Nußen daraus zu schlagen u. f. w. und heute, nachdem Sage:" Mit wahrer christlicher, barmherziger nächstenliebe wir wieder vor einer Zeit stehen, in der die Arbeitslosigkeit nach überwindet man alles, auch die Mächte des Satans und die allen Anzeichen größere Dimensionen annehmen wird wie im Sozialdemokratie." Sehr schön gesagt. Aber wo soll der Adel vorigen Jahre, heute wird von einer ganzen Reihe von Magistrats- die christliche, barmherzige Nächstenliebe hernehmen und nicht beamten und Stadtverordneten zugegeben, daß unsere Genossen stehlen. Vorläufig haben die adeligen Großgrundbesitzer für die damals nicht übertrieben haben als sie behaupteten, daß der Arbeiter, die sie für sich arbeiten lassen, nur Hungerlöhne und Nothstand unter der ärmeren Bevölkerung ungeheure Berhältniffe eventuell die Peitsche. Da wird es also auch mit der Ueberangenommen habe. In einem Aufrufe zu einer Kollekte für die windung der Sozialdemokratie durch den christlichen Adel, die am Armen- Speisung", die von der„ Direktion der Armen- Speisungs- Kopfe des Blattes so schön als Ueberwindung des Drachens durch anstalt" zur Zeit veranstaltet wird, heißt es wörtlich: den heiligen Ritter Georg dargestellt ist, fürs erste noch nichts Mit Rücksicht auf die sehr lange anhaltende Kälte und den bei werden. Der Artikel schließt mit dem folgenden Wahlspruch, der der Bevölkerung dadurch hervorgerufenen Nothstand haben wir dem Adel empfohlen wird: unsere Thätigkeit bis Ultimo März d. J. ausdehnen müssen und in der Zeit vom 15. Dezember v. J. bis 31. März d. J. 759,190 Quart nahrhafter Suppen bereiten und unentgeltlich vertheilen lassen; die dafür aufgewendeten Kosten haben 78 179,19 M. betragen." Unterzeichnet ist dieser Aufruf von 1 Geheimen Regierungsrath, 2 Stadträthen, 3 Stadtverordneten, 3 Armenkommissions- Vorstehern, 2 Bezirksvorstehern, 1 Gemeinde- Den Armen ein Vater, das ist adlige Art," wer lacht Waisenraths- Vorsteher, 1 Servisverordneten, 1 Rektor, 5 Rentiers, da?! Wie meinte Grimm?: Der Abel gleicht einer Blume, 1 Bäckermeister und 1 Sattlermeister. Das sind gewiß keine die ihren Geruch verloren. Darum schmieren auch viele Gigerls Sozialdemokraten. Was gedenkt die städtische Verwaltung zur der adligen Welt so viel Pomade in ihr Haar. Linderung des jetzigen Rothstandes zu thun? Bauschlendrian weitertreiben? Augen und Ohren schließen? U. A. w. g.
Polizeiverbot. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen feiert am 4. November in den KonkordiaSälen fein zweites Stiftungsfest, bestehend in Konzert, GesangsAufführungen, Feftrede und Darstellung lebender Bilder. Nach Einsendung des Programms an das Polizeipräsidium erhielt der Vorsitzende des Verbandes folgendes behördliche Schreiben: Die für den 4. November d. J. in Aussicht genommene Aufführung der episch dramatischen Dichtung Bilder aus der großen Revolution" von A. Wiß wird hiermit verboten. Der Polizeipräsident.
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Schlicht und recht,
Des Herren Knecht,
Der Schwachen Berather,
Den Armen ein Vater,
Das ist adlige Art, Die Gott bewahrt.
Ihr Herr Referent deutet ferner an, ich hätte eine Konfurrenz gegen die Volksbühne durchblicken lassen. Ich habe eher das Gegentheil gethan, denn es entspricht unseren Absichten und den Thatsachen. Mit beiden Voltsbühnen sind, wie Ihr Herr Referent an der betreffenden Stelle erfahren kann, Beziehungen angeknüpft, und wir haben Hoffnung, sie werden zu einem Resultate führen.
Vor allem aber hätte Ihr Herr Referent doch sagen müssen, vor welchem Publikum ich gesprochen habe. Der weibliche Hilfsverein, der mich zu einem Vortrage eingeladen hatte, ist eine geschlossene Gruppe von Mädchen der jüngften Jahrgänge. Der gefüllte Saal des Dorotheenstädtischen Gymnasiums war ganz von den Mitgliedern dieses Vereins befeßt. Außer ihnen waren, den Vortragenden und Ihren Herrn Referenten mit einbegriffen, vielleicht fünf Herren da. Vor einem Publikum von jungen Mädchen, die den Tag über in ihren Geschäften arbeiten und nicht alle eine genügende Vorbildung mitbringen, kann eine so ernste Frage nicht erschöpfend und allseitig behandelt werden. Einen Vortrag vor einem ganz bestimmten Publikum zu einem ganz bestimmten Zweck durfte Ihr Herr Referent nicht als eine Art offiziöse Berichterstattung über das Schiller- Theater ansehen. Im übrigen danke ich Ihrem Herrn Referenten für die Wiedergabe meiner Ausführungen und zeichne mit vorzüglicher Hochachtung
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Dr. R. Löwenfeld.
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Hierzu haben wir zu bemerken( bemerkt unser Referent): Wenn man will, fann man in den Worten:„ Wir wollen unser Publikum zu der Höhe Schiller 'scher Tragik emporführen, wir wollen es in die gute Stube L'Arronge's geleiten und mit ihm hinuntersteigen in die Niederungen der Berliner Keller", aller bings eine Angabe über die ungefähre Zusammensetzung des Spielplanes erblicken. Bei der Untlarheit und Verschwommen heit, mit der das Schiller- Theater" Komitee bisher seine Pläne vor der Deffentlichkeit entwickelt hat, und mit der auch Herr Aus Johannisthal wird uns geschrieben: Mit welchen Löwenfeld in dem erwähnten Vortrage den Gegenstand erörtert zudrücken glaubt, davon geben die Handlungen des Amts- Aber über den eigentlichen Charakter eines Theaters entMitteln man das Entstehen von Arbeiter- Organisationen nieder hat, ist am Ende auch keine deutlichere Aussprache zu erwarten. vorstehers von Oppen zu Adlershof ein beredtes Zeugniß. scheidet die Tendenz, nach welcher aus dem an= Im August d. J. wurde der Arbeiter- Bildungsverein für gegebenen Spielplan die Auswahl getroffen werden soll. Johannisthal , Nieder- Schönweide und Umgegend gegründet, und Herr L. sagt freilich, des der Spielplan scheint sich unsere wohllöbliche Polizei das Ziel gesteckt zu haben, Theaters" folle von teiner bestimmten Tendenz beeinflußt Schiller das Bestehen dieses Vereins zu erschweren resp. unmöglich zu werden. Aber machen. Der Restaurateur Strecker in Nieder- Schönweide , bei geschlossen werden sollen, und das ist doch wohl auch eine er giebt zu, daß gewisse Stücke au 3- dem wir unsere Versammlung abhielten, wurde auf die Polizei- Tendenz. Herr 2. hat auch gar keinen Zweifel darüber gelassen, stunde gesetzt, d. h. auf 10 Uhr, während er solange bis 1 Uhr daß außer den dummpossenhaften und anzüglichen Stücken die Schankkonzession hatte. Dagegen hat der Wirth Beschwerde auch solche dem Schicksal der Ausschließung verfallen werden, erhoben und bleibt das Resultat derselben noch abzuwarten. die die politischen und sozialen Kämpfe unferer Zeit behandeln. Daffelbe Schicksal traf den Besitzer des Gesellschaftshauses in Von diesem Standpunkt bis zur Aufführung solcher Stücke, die Bekanntlich hatte der Dichter auch eine Broschüre mit Johannisthal, Herrn Hampsch. die bestehende Gesellschaftsordnung in fapitalistischem und gleichem Titel, als Text zu den lebenden Bildern, geschrieben Der Herr Amtsvorsteher, damit noch nicht zufrieden, den nationalem und am Ende gar in christlich- germanischem Sinne und wurde nebst Drucker und Verleger wegen Aufreizung Wirth, uns seine Lokalitäten gänzlich zu verweigern, was zur verherrlichen, ist fein weiter Schritt. Daß das Schillerzum Klaffenhaß angeflagt aber freigesrochen. Die Folge hatte, daß wir sein Lokal sperrten. Es ist nur zu bedauer Theater" den sogenannten Voltsbühnen" Konkurrenz machen Broschüre darf also verkauft werden. Die Gründe für lich, daß keiner der hiesigen Wirthe den Muth hat, gegen Herrn wolle, hat Herr 2. vielleicht nicht wörtlich, aber doch verhältnißdas Verbot Verbot der Aufführung sind nicht angegeben. v. Oppen vorzugehen. Nun ein weiterer Beitrag zum Kapitel mäßig deutlich gesagt. Wenn das die" Freien Boltsbühnen" Als bei Gelegenheit des Stiftungsfestes der Arbeiter- Bildungs- Polizei- Willkür". nicht sind, schön! Aber welche meint er denn dann? Herr schule( am 21. Januar d. J.) das erste Verbot der Dichtung wegen Von seiten des Vertrauensmannes wurde am 1. Mai 1893 2. hat mit den beiden Freien Voltsbühnen" sogar Gefährdung der Sittlichkeit und der öffentlichen Ordnung" er eine Volksversammlung für Männer und Frauen einberufen, Beziehungen angeknüpft. Selbstverständlich ist ea aus folgte, wurde daffelbe mit dem Tag der Hinrichtung Ludwig XVI. welche in der Borussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide stattfinden schließlich Sache der betreffenden beiden Vereine, darüber in Verbindung gebracht. Der 4. November ist jedoch kein Tag sollte. Der Dekonom, Herr Hanf, war jedoch nur im Besiz einer zu entscheiden, ob sie das„ Schiller- Theater" unterstüßen wollen. von besonderer historischer Bedeutung, also--. Das Ver Konzession mit Widerruf. Ehe der Amtsvorsteher die vorschrifts- Aber man denkt bei der Anknüpfung dieser Verhandlungen ungnügungskomitee, in Vorahnung des Verbots, war auf alle Fälle mäßige Bescheinigung über die Versammlung ertheilte, besuchte willkürlich an das Bestreben der befizenden Klasse, der Bewegung vorbereitet; die lebenden Blider bleiben auf dem Programm, an er den Dekonom und Herr Hanf verstand sich dahin, ein Schrift: des Proletariats durch gewisse Zugeständnisse, sei es durch Stelle der Bilder aus der großen Revolution" werden solche Stück zu unterzeichnen, dahin lautend, daß der Saal am 1. Mai Privatwohlthätigkeit", sei es durch staatliche Sozialreform", aus Sibirien" zur Aufführung gelangen. für uns nicht zu haben ist. Herr Hanf mochte erwartet haben, den Boden abzugraben. Das Rezept, nach welchem hier wie dort der Amtsvorsteher würde die vorläufige Ronzession zurückziehen, gearbeitet wird, ist jedenfalls dasselbe, wenngleich nicht geleugnet Was rennt das Volk? Einzelne Häuser in der Wasser- und wenn er im Besitze der ordentlichen Konzession sei, ihn auf werden soll, daß Herr L., der zu schieben glaubt, aber geschoben thorstraße waren heute von oben bis unten mit Kränzen, Polizeistunde zu sehen und ihm für den Sommer die Tanz- wird, die besten Absichten haben mag. In einem Punkte, Teppichen und Lappen bedeckt. Hunderte von Leuten, meist erlaubniß nicht zu ertheilen. von der Art, wie sie die Wachtparade des Mittags bedas geben wir gern zu, haben wir geirrt. Wir haben den VorWelcher Schaden dies für den Wirth ist, erklärt sich aus trag wirklich als eine Art offiziöse Berichterstattung angesehen. gletten, drängten sich nach der Wasserthorstraße hin, dem Umstande, daß sich in dem Etablissement zwei große Tanz- Wir meinten nämlich, auch Herr 2. werde eingesehen haben, daß Was gab's? Galt es ein Wunder zu sehen? Etwa einen fäle befinden und der Dekonom fast ausschließlich davon leben es dazu endlich an der Zeit sei. Wenn das Schiller- Theater" Fabrikanten, der nicht ausbeutet, oder einen Wirth, der nicht muß. Der Einberufer erwähnter Bersammlung erhielt darauf Komitee auf die Unterstützung durch das Proletariat und vollends steigert, oder einen Arbeiterrentier, der die 70 Jahre überfolgendes Schriftstück: schritten hat und aus Furcht vor der Weinsteuer die Altersrente zum Ankauf von Champagner verwandte? Nichts von alleDie von Ihnen für den 1./5. Abends 8 Uhr, unter dem dem. Zum Bau der St. Simeonstirche wurde im Beisein 26. d. M. rechtzeitig angemeldete Wolfsversammlung fann nicht einiger Equipagen mit Staatsbeamten, einem Prinzen und der stattfinden, da nach einer hier eingegangenen Anzeige die Säle Kaiserin der Grundstein gelegt. Man pflegt bei solchen Grund der Borussia- Brauerei Ihnen zur Abhaltung einer Boltsversammsteinen bedeutungsvolle Ereignisse der Gegenwart durch Dokument lung am gedachten Tage versagt worden sind. zu verewigen. Ob es wohl in einem der Dokumente z. B. hieß: in Berlin hungerte das Volt auch im Jahre 1893, seine Lasten wurden insbesondere durch eine Militärvorlage gesteigert, die Frechheit von Unternehmern nahm zu die Halbwelt- Café's blieben die ganze Nacht hindurch geöffnet, wogegen anständige Arbeiterlokale um 11 Uhr schließen müssen?
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Der Amtsvorsteher v. Oppen.
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durch das sozialdemokratisch gesinnte Proletariat ernsthaft rechnet, dann muß es sich endlich deutlicher aussprechen. Uebrigens war in unserem Referat feineswegs verschwiegen, vor welchem Publikum Herr 2. seinen Vortrag hielt.
Uebel angebrachte Sparfamkeit. Standinhaber der Zentral- Markthalle senden uns folgenden Nothschrei: Wie es scheint aus Sparsamkeitsrücksichten hat die Verwaltung der Zentral- Markthalle die elektrische Beleuchtung unter den Gallerien eingestellt. Die Standinhaber sind nun, um ihren Handel übersehen zu tönnen, gezwungen, ihren Stand mit Petroleumlampen zu erhellen. Die Kellerräume mit offenem Licht, wozu auch Petroleumlampen gehören, zu betreten, ist streng verboten.
Sie
Auch während der Wahlbewegung hat uns Herr v. Oppen 54 nene Steuererheber sind, wie man uns schreibt, um Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Auf eine vom Einberufer einem längst gefühlten Bedürfnisse abzuhelfen und um die Arbeits- rechtzeitig angemeldte Versammlung erhielt derselbe vom AmtsOhnmächtig, von Hunger überwältigt. Vorgestern Abend last bei der schlechten Zeit zu bewältigen, vom 1. November ab vorsteher den Bescheid, daß die vorschriftsmäßige Bescheinigung brach in der fünften Stunde vor dem Hause Mohrenstraße 37 in Berlin angestellt worden. Diese Arbeitslaft der bisherigen nicht ertheilt werden könne, da dieselbe nicht rechtzeitig er die Stralsunderstr. 19 wohnhafte Wittwe Dreßler ohnmächtig Steuererheber soll eine ganz bedeutende sein. Sie mußten von folgt ist. zusammen. Passanten nahmen sich der Hilflosen an und riefen 8 Uhr früh bis 2 Uhr Nachmittags tafsiren und dann oft noch von Der Einberufer erkundigte sich beim zuständigen Poſtamte durch Belebungsmittel sowie Wasser die Bewußtlose ins Leben 5 Uhr Nachmittags bis 1 Uhr Nachts mit schriftlichen Arbeiten und darnach und erhielt zur Antwort, daß der Herr Amtsvorsteher zurück. Das erste Wort, welches die Neubelebte, nachdem sie Ordnen ihrer Listen zubringen. Durch diese neu eingestellten Beamten seine Postfachen jeden Morgen um 28 Uhr von der Post ab- bie Augen aufgeschlagen, hervorstieß, war" Hunger!" hofft man die Ueberbürdung einzelner zu beseitigen. Noch holen läßt, wir also gezwungen sind, Versammlungen schon wiederholte dieses Wort einigemale mit schwacher Stimme schneller würde die Arbeitsüberbürdung ein sprechendes Zeug48 Stunden vorher anzumelden. und fügte dann bittend Brot, Schrippe!" zu. Erst niß für die herrschende Noth sich beseitigen lassen, wenn weniger Ginem unserer Genossen gegenüber, welcher vom Vertrauens nachdem die Arme Speise und Trank zu sich genommen, war es fruchtlose Exekutionen versucht würden. mann beordert war, hat Herr von Oppen erklärt, daß er die ihr möglich, den kurzen Weg zum Omnibus, der sie nach Hause Bescheinigung über die rechtzeitig angemeldete Bersammlung noch bringen sollte, zurückzulegen. Auf Befragen des Schreibers dieser Die Sanitätskommission des Polizeipräsidiums erläßt ertheilt hätte, wenn nicht die Frauen zu derselben eingeladen Beilen erzählte die Bemitleidenswerthe, daß sie stellungslos feit folgende Bekanntmachung: Die Eltern, Pflegeeltern und Vor wären. Alles was in seiner Macht stehe, wird er thun, um die dem frühen Morgen von 6 Uhr an auf der Stellungssuche in münder derjenigen impfpflichtigen Schulkinder, welche bis zum Frauen von Versammlungen fern zu halten. Wir hegen die den Straßen umhergeirrt sei, bis sie der Hunger übermannte.- Schluffe des laufenden Jahres das zwölfte Lebensjahr erreichen Hoffnung und machen es jedem Arbeiter zur Pflicht, nur bei Wer hilft der Nermiten? Ja, wenn die Wittwe keine Arbeiterin oder erreicht haben und sich zu den im Laufe des Sommers solchen Wirthen zu verkehren, welche unter den Maßregelungen wäre stattgefundenen öffentlichen Impfterminen nicht gestellt, auch des Amtsvorstehers zu leiden haben, damit wir nicht in die unsonst ihre anderweit erfolgte Wiederimpfung oder Be angenehme Lage kommen, tein Lofal für unsere Zwecke auffreiung von derselben durch Vorlage der bezüglichen weisen zu können. Attefte nicht nachgewiesen haben, werden auf grund des
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Geehrter Herr Redakteur!
Beine hoch! Die Besitzer der hiesigen öffentlichen Tanzlokale haben am Montag Abend in einer Versammlung be schlossen, eine Bittschrift an den Minister des Innern abzusenden, § 12 des Jmpfgesetzes vom 8. April 1874 aufgefordert, Das Schiller- Theater. Wir geben folgender Buschrift die eine Wiederausdehnung der Polizeistunde für ihre Lokale die Wiederimpfung ihrer impfpflichtigen Kinder, wozu Raum: von 2 auf 4 Uhr Nachts bezweckt. Ein Rechtsanwalt ist mit auch diejenigen gehören, welche bereits in früheren Jahren der Ausarbeitung und Begründung des Gesuches betraut worden, impfpflichtig waren, aber bisher nur ein oder zwei Mal ohne In Nr. 254 Ihres Blattes bringen Sie einen ausführlichen das später von einer Abordnung überreicht werden soll. Unter Erfolg geimpft, oder von der Wiederimpfung krankheitshalber Artikel über das Schiller Theater. Gestatten Sie mir, den Gründen spielt der Vergleich mit den Wiener Café's eine befreit waren, schleunigst vornehmen zu lassen und die Impf zwei wichtige Thatsachen, die Ihr Herr Referent nicht zutreffend Hauptrolle. Ferner wird der Herr Minister darauf hinatteste dem zuständigen Schulvorstande sobald als möglich, aufgefaßt hat, richtig zu stellen. Ihr Herr Referent sagt:" Wir gewiesen werden, daß die Umgehung des Verbots öffentspätestens aber bis zum Schlusse dieses Jahres vorzulegen. Wird haben erwartet, jezt endlich etwas über die ungefähre Zusammen- licher Tanzlustbarkeiten in Berlin gang und gäbe ist. Dazu Dieser Nachweis bis dahin nicht geführt, so haben die säumigen segung des Spielplans und damit über den eigentlichen Cha werden die zahllosen Privatvereine benutzt, denen die poli