Hr. 221. 29. Jahrgang.
Sonntag, den 22. September,
Partei- Angelegenheiten.
früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung.
Verband der Sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend.
Die auf Sonntag, den 22. September, nachmittags 1 Uhr, in den Konkordia- Sälen festgesette öffentliche Verfammlung für polnische Arbeiter und Angestellte findet umständehalber nicht statt.
Der Aktionsausschuß.
Dritter Wahlkreis. 7. Abteilung. Für die Bezirke 282, 232a, 238, 285 und 237 findet morgen die Flugblattverbreitung von Benoit, Ludauer Str. 6, statt. Nach der Berbreitung Ausflug nach Hohen- Neuendorf .
Das Flugblatt zu den Frauenversammlungen im Streife Niederbarnim wird am Sonntag, den 22. September, nur in Franz.-Buchholz , Reinickendorf West und Weißensee von den Bezirkslokalen aus verbreitet.
Da in den übrigen Drten des Kreises die Frauenbersammlungen erst im Oktober tagen, wird der Termin der Flugblattverbreitung an dieser Stelle noch näher bekannt geDie Kreisleitung.
geben.
Charlottenburg . Sonntag früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung von ben bekannten Stellen aus. Der Frauen- Leseabend am Montag fällt aus..
0
Wilmersdorf Halenfee. Sonntag, vormittag von 8 Uhr an, bon folgenden Lokalen aus Flugblattverbreitung: Biche, Halensee , Baulsborner Str. 25; Adam, Pfalzburgerstr. 27; Selte, Brandenburgische Str. 69; Fischer, Durlacher Str. 8; Bauer, Aachener Str. 27; Greichte, Staiferallee 209; Shilling , Lauenburger Str. 20; Potichieß. Bareßer Str. 2.
Friedenau . Am Sonntag, den 22. September, früh von 8 Uhr an, von den Bezirkslokalen aus: Flugblattverbreitung.
Der Vorstand.
Steglis. Am kommenden Sonntag, den 22. d. Mts., vormittags 8 Uhr, von allen Bezirken aus: Flugblattverbreitung. Briz- Buckow . Morgen Sonntag früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen aus. Der Vorstand.
Petershagen - Fredersdorf . Am Sonntag, den 22. September, nachmittags 6 Uhr, im Lokal von Kunich. Petershagen , Hennidendorfer Straße: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Die Reorganisation des Parteistatuts. 2. Aussprache. Anschließend: Gefelliges Beisammensein.
Friedrichsfelde . Genoffen, die fich am Sonntag, den 22. b. M., an der Versammlung bei Schneider in Ahrensfelde beteiligen wollen, treffen sich nachmittags 2 Uhr beim Genoffen Brunt.
Die Bezirksleitung.
Dabendorf bei 8offen. Die übliche Monatsversammlung am Sonnabend, den 21. Sept., fällt aus und findet am Sonnabend, den 28 Sept., abends 8 Uhr bei Wiese statt.
Niederlehme. Heute Sonnabend, den 21. b. Mts.: Außerordentliche Mitgliederversammlung, in der wichtige Beichlüsse zu fassen find. Sonntag, den 22. September: Familienausflug aller Vereine Niederlehmes nach Ziegenhals zu Max Mörschel. Abmarsch 3 Uhr bon Emil Gärisch.
Der Vorstand.
des Wahlrechts auch während der Arbeitszeit ohne wenn uns nicht schwarz auf weiß die Behauptung bestätigt würde. 2ohnkürzung zu gestatten. Etwaigen Wünschen der Ar- Uns liegen folgende Antworten der Einkommensteuer- Verans beiter, zu einer Beit wählen zu dürfen, wo die große Maffe lagungskommission Berlin vor: anderer Wähler nicht wählt, ist nach Möglichkeit zu entsprechen."
Die Sorge um die Ausübung der staatsbürgerlichen Pflicht durch die Staatsbeamten erscheint etwas verdächtig. Die preußische Eisenbahnverwaltung gehört sonst nicht zu den Organen, denen man eine besondere Vorliebe für staatsbürgerliche Rechte ihrer Angestellten nachjagen könnte. Wir erinnern nur an die Haltung dieser Wehörde zum Koalitionsrecht der Eisenbahner. Wenn dieselbe Behörde jezt auf einmal von patriotischer Pflicht der staatstreuen Eisenbahnangestellten spricht, so kann das nur den Zwed haben, die Beamten auf ihre Staatstreue" zu prüfen. Denn wehe dem, der bei öffentlicher Abstimmung anders als im patriotischen" Sinne stimmen würde.
"
Umleitung einer Straßenbahnlinie. Die Straßenbahn ist genötigt, wegen Verbreiterung und Umpflasterung der Stromstraße wischen Alimoabit nnd der Leſſingbrücke die Linie 2 Außenring von Dienstag, den 24. September, an nicht über Altmoabit, sondern durch die Gurom-, Zurm- und Rathenower Straße zu leiten. Die Arbeiten und die Umleitung werden etwa vier Wochen dauern.
Kinderhorte und die Gemeinde.
Berlin C. 2, den 31. August 1912. Bevor ich Ihrer Berufung weiteren Fortgang gebe, ersuche ich unter Bezugnahme auf Ihre Aussagen in der Verhandlung bom 29. Juli 1912 im steuerlichen Interesse den Namen und die Wohnung Ihres Kollegen anzugeben, der Ihre Berufungsschrift angefertigt hat.
J. V.: gez. MoIL
Berlin C. 2, den 26. August 1912. Ihrem Gesuche um Freistellung von der Steuer fann erst näher getreten werden, wenn es feststeht, wer der Verfasser des Einspruchs bezw. des Berufungsschreibens ist.
Ich ersuche daher, mir den Namen und die Wohnung des Schreibers innerhalb 14 Tagen mitzuteilen. J. V.: v. Heimburg . Nach diesem Bescheide tönnte also derjenige, der die Neugierde
der Kommission nach dem Anfertiger der Berufung nicht beantwortet, überhaupt nicht auf Erledigung seiner Reklamation rechnen.
Unserer Meinung nach können die obigen Bescheide auf keinerlei gesetzliche Bestimmungen gestützt werden und es ist niemand ver pflichtet, die geforderte Auskunft zu geben. Die Forderung, Namen Aus dem Rathause werden folgende Mitteilungen versendet: und Wohnung des Verfassers der Reklamation anzugeben, haben " In der Hauptversammlung der sozialdemokratischen mit dem Einspruch nicht das geringste zu tun. Die EinkommenKinderschußkommission, in der eingehend über die steuer- Veranlagungskommission hat lediglich zu prüfen, ob die An zweifellos fegensreiche Kontrolle der gewerblichen Beschäftigung gaben in der Berufungsschrift erweislich richtig sind oder nicht. schulpflichtiger Kinder berichtet wurde, ist nach Zeitungsberichten Wir halten die geforderten Auskünfte über den Verfasser einer Reder Stadt Berlin der Vorwurf gemacht worden, daß sie ihre flamation für gesetzwidrig und möchten denen, die solche Aufforde fozialen Pflichten in bezug auf Kinderpflege vernachlässige, namentlich dadurch, daß sie noch nicht einen Kinderhort errichtet tungen erhalten, raten, sich beschwerdeführend an den Minister der hat. Die Gemeindeverwaltung ist der Ansicht, daß es sich nicht Finanzen zu wenden. Es wäre von Interesse zu erfahren, ob die empfiehlt, bestehende jugendfürsorgerische Einrichtungen zu ver- Neugierde nach dem Verfasser von Reklamationen sich auf alle Kreise Stadtlichen oder selbst derartige Anstalten zu gründen, solange der Bevölkerung erstrect. private Wohltätigteit geneigt und in der Lage ist, mit ihrer UnterZu dem Tode des Berliner Archäologen Dr. Blume, über den stüßung auf diesem Gebiete fegensreich zu wirken. Es ist klar, daß, wenn die Stadt selbst solche Anstalten gründete, die Neigung wir gestern berichteten, wird heute aus Posen mitgeteilt: Nach wohltätiger und von sozialem Empfinden beseelter Mitbürger, Mitteilungen der Posener Staatsanwaltschaft hat Frau Dr. Blume sich durch Gewährung von Mitteln und lebernahme von Aemtern im hiesigen Untersuchungsgefängnis das Geständnis abgelegt, daß bei der sozialen Jugendfürsorge zu betätigen, erstidt, die Mög- sie ihren Mann erschossen habe. Cie gibt an, daß sie die Tat in lichkeit, diese Fürsorge individuell zu gestalten, beseitigt und die einem Zustand der geistigen Verwirrung verübt habe. Nähere MitInanspruchnahme solcher Einrichtungen auch aus Kreisen, die teilungen über die Ausführung der Tat hat sie infolge der Aufihrer nicht bedürfen, sich start vergrößern würde. Dagegen ge- regung, in der sie sich befindet, noch nicht machen können, und es währt die Stadt zahlreichen Kinderhorten, mehreren Kinder- bleibt abzuwarten, inwieweit ihre Angaben richtig sind. Für die gärten und jetzt auch schon einer Kinderbewahranstalt freie weitere Untersuchung scheint es aber festzustehen, daß ein dritter Räume, Heizung und Beleuchtung und unterstüßt außerdem viele Täter oder Mitwisser, wie man anfangs angenommen hatte, nicht Der mehr in Frage kommt. In erster Linie wird jest festzustellen sein, Jugendfürsorgevereine mit nicht unerheblichen Mitteln. Verein Hauptverein Kinderhort"( Vorsitzender Stadtschulvat ob nur ein Totschlag oder vorbedachter Mord vorliegt. Die Gründe Dr. Fischer), der 29 Horte unterhält und der Verein Mädchen hort"( Bors. Frau E. Mosse , Leipziger Platz 15, Stellvertreter Stadtschulrat Dr. Fischer), der 22 Anstalten eingerichtet hat, so wie der Erziehungs- und Fürsorge- Verein für schwachsinnige Kinder( Vorfißender Stadtschulrat Dr. Fischer), der vier Horte für schwachsinnige Kinder in Betrieb hat, erhalten von den Gemeindebehörden im laufenden Etatsjahr zusammen, 33 200 M. Beihilfen, im ganzen hat die Stadtgemeinde Berlin durch ihren Etat für 1912 für Kinderforsorge an 19 verschiedene Vereine uso. 103 350 M., sowie für Jugenderziehung an 14 Vereine zusammen 66 985 M. bewilligt."
zu dem plötzlichen Geständnis dürften in der Ermittelung der Staatsanwaltschaft liegen, daß Frau Dr. Blume am 3. August einen 9. September, also am Tage vor der Tat, kaufte sie in der gleichen Revolver in einer Posener Waffenhandlung gekauft hatte. Am Handlung einen zweiten Revolver. Vor dem Untersuchungsrichter erzählte sie, daß den zweiten Revolver ihr Gatte gekauft habe, Daraufhin wurde der Waffenhändler als Beuge geladen, und er gab die eidliche Erklärung ab, daß Frau Dr. Blume beide Waffen getauft habe. Diese Feststellungen sind außerordentlich belastend für Frau Dr. Blume. Was sie zu der entsetzlichen Tat beranlaßt haben fönnte, ist noch nicht aufgeklärt. Schon als junges Mädchen soll sich versammelt haben. Man erzählt sich, daß sie bereits mit einem Ingenieur verlobt war, als sie Dr. Blume kennen lernte und seinetwegen die Verlobung auflöſte. Die Ehe war von Anfang an nicht glücklich und Frau Dr. Blume ließ wiederholt durchblicken, daß sie reiche Zukunft ihres Mannes gefchloffen habe. Gun Männern, ihre Ehe nicht aus Liebe, sondern mit Rücksicht auf die aussichtsund es soll schließlich zwischen den beiden Ehegatten zu peinlichen auch nach ihrer Verheiratung Beziehungen zu anderen Dr. Blume sind sehr ehrbare Leute, die über die schreckliche Tat Auseinanderseßungen gekommen sein. Die Eltern der Frau ihrer Tochter voller Verzweiflung sind.
Es ist richtig, daß in der Versammlung der Kinderschufie höchst eraltiert gewesen sein und eine Schar von Verehrern um kommission auch Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung wegen Reinickendorf - West. Sonntag früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung hatten bag find. Aber jene von bürgerlichen Blättern gebrachte Nachvon den Zahlabendlokalen aus zu der am Dienstag, den 24. Sept., richt hat den Vorwurf, der sich dagegen richtete, daß die Stadt in Beyers Festfälen( Hartmanns Brauerei) stattfindenden Proteſt- gegeben. Die Zurüdweisung, die der Magistrat noch jetzt nach nicht selber Kinderhorte schaffen will, inforrekt wieder Wochen für nötig hält, trifft nicht den Referenten jener Versamm lung, sondern die bürgerliche Presse.
versammlung. Der Leieabend fällt aus.
Der Vorstand.
Tegel . Zur Denkmalsenthüllung für den erschossenen Genossen Herrmann in Hoben- Neuendorf am Sonntag, den 22. September, treffen sich die Parteigenossen um 1 Uhr mittags am Bahnhofplag. Die Bezirksleitung.
Borfigwalde- Wittenau. Am Sonntag, den 22. September, nach mittags 1 Uhr treffen sich die Borsigwalder Genoffen und Genoffinnen im Lokale von W. Schulze, Schubertstraße. Die von Wittenau bei Wittchow zum Abmarsch nach Hohen- Neuendorf . Die Bezirksleitung.
"
Kommunale Steuerverhältnisse und Tenerungsfragen behandelt die anläßlich des Parteitages befonders umfangreich gestaltete Nummer der Kommunalen Pragis". So weit die Teuerung in Betracht kommt, hat die Redaktion sich bemüht, außer der Darstellung der Ursachen der Teuerung Material über die Maßnahmen der einzelnen Gemeinden auf diesem Gebiete zusammenzustellen und zu zeigen, welche Mittel den Gemeinden zu Gebote stehen, um helfend eingreifen zu fönnen.
Eine außerordentlich wertvolle Arbeit ist in der Darstellung der Finanz- und Steuerverhältnisse von 594 deutschen Gemeinden enthalten, eine Arbeit, wie sie bisher in diesem Umfange faum irgendwo anders zu finden sein dürfte. Unseren Genossen in den Gemeinden und Parlamenten bietet das Heft wertvolles Material in ihrem Bestreben, der Arbeiterschaft zu nügen. Die Anschaffung fann nur aufs wärmste empfohlen werden. Der Einzelpreis dieser Nummer beträgt 1 M. Den Abonnenten wird das Heft ohne Preisaufschlag geliefert. Bestellungen durch alle Buchhandlungen oder vom Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin SW. 68.
Die patriotische Pflicht" der Beamten.
Lassen, in der 2 heißt:
Was der Magistrat zu der Streitfrage, ob jugend für forgerische Einrichtungen" von der Gemeinde geschaffen oder der Privatwohltätigkeit überlassen werden sollen, vorzubringen weiß, das sind die alten, ab Todessturz eines Kindes. Ein bedauerlicher Unglüdsfall, dem gebrauchten Redensarten, die tausendmal gehört und ebenso oft ein Kindesleben zum Opfer fiel, ereigte sich in der Nacht zum Freiwiderlegt worden sind. In Wirklichkeit ist es ja schon heute so, daß tag im Osten Berlins . Das in der Schreinerstr. 33 wohnende das soziale Empfinden" der bemittelten Bolteklassen fast völlig Schrödersche Ehepaar war am Abend zu einer Familienfeier bei geschwunden ist und viele Wohltätigkeitsvereine ohne Verwandten gegangen und hatte den vierjährigen Sohn Erich, der Hilfe von der Gemeinde gar nicht weiterbestehen
fönnten. Die Stadt zahlt tatsächlich recht beträchtliche Summen bereits schlief, allein in der Wohnung zurückgelassen. In der Nacht für zahlreiche derartige Vereine, darf aber in die Verwaltung nicht ist der Knabe dann aufgewacht und, als er die Eltern bermißte, aus hineinreden, weil es ja" private" Veranstaltungen sind. dem Bettchen geklettert, um sie zu suchen. Der Kleine stieg von
Ueber den Hauptverein Kinderhort" hat vor zwei einem Stuhl aus auf das Fensterbrett, öffnete das Fenster und sah steht, in einer an den Magistrat gerichteten Eingabe um reichlichere und stürzte aus der Höhe der dritten Etage in die Tiefe. Gegen Jahren der Vorstand selber, an dessen Spize Stadtschulrat Fischer auf die Straße hinaus. Dabei verlor das Kind das Gleichgewicht unterstügung gesagt: 1 Uhr nachts wurde der verunglückte Knabe mit zerschmetterten Bei unseren Bemühungen, neue Mitglieder zu werben, begegnen wir nur zu oft dem Einwurf, daß die Einrichtung und Gliedern, aber noch lebend von Baffanten aufgefunden und nach Unterhaltung von Horten in das Gebiet kommunaler Fürsorge der Unfallstation in der Warschauerstraße gebracht. Von dort aus falle. Die Grträge aus Wohltätigkeitsveranstaltungen find taum wurde das bedauernswerte Stind in bewußtlosem Zustande nach dem noch nennenswert, da man an den Wohltätigkeitssinn der Berliner Krankenhaus Friedrichshain geschafft. von allen Seiten die größten Anforderungen stellt, und da weite Kreise der Bürgerschaft aus ethischen Gründen gegen Wohltätigteitsfeste eingenommen sind."
Die Eingabe wies auch darauf hin, daß auch die Verpflegungezuschüsse der Eltern in letter Zeit geringer geworden seien, weil die euerung der notwendigen Lebensmittel und die gedrückte Lage auf dem Arbeitsmarkt natürlich die reise, aus denen die Hortfinder stammen, am allerschwersten treffe. Jugwischen ist die Lebensmittelteuerung noch sehr viel schlimmer geworden, und sie laſtet jetzt mit schier unerträglichem Druck auf der Arbeiterbevölkerung. Will der Magistrat im Ernst behaupten, daß da er unter solchen Umständen mit seiner Beihilfe von 33 200 M. in der Frage der Kinderhorte seine Pflicht voll getan habe?
Neukölln.
Vorort- Nachrichten.
des
Stadtverordnetenversammlung. Nach einer Reihe geschäftlicher Mitteilungen stellvertretenden Stadtberordnetenvorstehers Bögelfe, unter denen sich auch eine Einladung der Baugenossenschaft Ideal" zur Besichtigung ihrer neuen KleinhäuserKolonie in Briz befindet, wird in die Beratung der äußerst umfangreichen Tagesordnung eingetreten.
Die Revision der Besoldungsordnung und des Be soldungsplans für die städtischen Beamten und Bediensteten und des Normalbesoldungs. etats für die Lehrperfonen fowie die Neuregelung der Lohnbezüge für die städtischen Arbeiter hat der Stadträte, welche jetzt vier Dienstalterszulagen von je 750 M. erRechnungsausschuß in sechs Sizungen beschäftigt. Namens desselben berichtet Stadtv. 8oufall über die gefaßten Beschlüsse. Für die
Kaum glaubliche Praktiken scheinen in der Einkommensteuer- Veranlagungsfommission in Berlin eingeführt werden zu sollen. Es ist allgemein bekannt, daß zahlreiche 30. d. M. stattfindende Landtagserfakwahl im ersten Berliner eingeschätzt sind, ihre Reklamationen nicht selbst anzufertigen in der Die Berliner Eisenbahndirektion hat in bezug auf die am Benfiten, die ihrer Meinung nach zu hoch zur Zahlung von Steuern Kreise eine Verfügung an die Beamten und Angestellten ergehen Lage sind. In allen Kreisen der Bevölkerung ist es Usus, daß der- halten, werden drei solcher Zulagen von je 1000. festgesetzt. „ Es ist die patriotische Pflicht aller staats- jenige, der eine solche Rekramation nicht selber herstellen kann, sich Alle Beamten und auf Privat- Dienstvertrag angestellten Bediensteten treuen Bürger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. fremder Hilfe bedient. Es ist bekannt, daß unsere Großagrarier, erhalten Gehaltsaufbesserungen, natürlich wieder in der bekannten Insbesondere muß dies auch von dem wahlberechtigten Personal die dem Bunde der Landwirte angehören, sogar eine besondere Art, daß die unteren Gehaltsklassen geringe, die hochbesoldeten der Staatseisenbahnverwaltung erwartet werden. Verrechnungsstelle eingerichtet haben, die sich mit der Steuerauf- Klaffen erheblich höhere Bulagen erhalten. Die Ortszulagen der Es wird vorausgesetzt, daß sich jeder Wahlberechtigte rechtzeitig stellung der Agrarier befaßt. Aermere Leute beschränken sich darauf, Lehrer werden von 600 auf 750 M., die der Lehrerinnen von 250 darüber unterrichtet hat, daß er in die Wählerlisten eingetragen Privatpersonen in Anspruch zu nehmen, die für ein geringes Geld auf 350 M. erhöht. Entsprechende Steigerungen erfahren auch die ist, und daß diese berichtigt find. Jedem Beamten und Arbeiter, oder gar unentgeltlich die Reklamationen anfertigen. Im Bureau Gehaltssäge der Lehrpersonen an den höheren Schulen. Die Löhne dienstes, ist Gelegenheit gegeben, sich an der Wahl zu beteiligen, bings eine recht eigenartige Bragis obzuwalten; man will dort welche etwa aller Arbeiter umfaßt, die Tagelohnitala von 4,25 insbesondere auch dem Personal des Lokomotiv - und des Zug der Einkommensteuer- Veranlagungskommission scheint aber neuer- der Arbeiter und Handwerker in den städtischen Betrieben sind erhöht und neu klassifiziert worden. So ist zum Beispiel in Lohnklasse II, 1/3 soweit die dienstlichen und betrieblichen Verhältnisse das nur irgendwie gestatten. Obwohl die Wahl während des ganzen wissen, wer der Verfasser der Reklamation ist, bevor der Reklamation bis 4,75 M. auf 4,50 bis 5,04 m.( fteigend alljährlich um 9 Pf.) Die von den Arbeitern eingereichten AnTages ausgeübt werden kann, ist den Arbeitern, soweit es die selber näher getreten werden soll. Dieses Verfahren ist so unge- festgelegt worden. Dienstlichen und betrieblichen Interessen zulassen, die Ausübung heuerlich und gesetzwidrig, daß wir daran kaum glauben würden, träge auf Abschluß eines Zarifvertrages mit dem