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Gewerkschaftliches. da Achtung, Berliner Hausfrauen!

Jm Berliner Bäckergewerbe scheinen sich die Verhältnisse scharf zuspißen zu wollen! Die Bäckermeister glauben, daß sich das Interesse der Be­völkerung so ziemlich verloren habe. Zu allem kommt noch, daß die Zwangsbäckerinnung jetzt die Zeit für gekommen hält, den paritätischen Arbeitsnachweis vernichten zu können. Während neue Kommissionäre jest trop des Stellenvermittler­gesezes wie Pilze aus der Erde schießen, und von der Innung nichts zu fürchten haben, sucht man die Gesellen, welche vom paritätischen Arbeitsnachweis in Arbeit kommen, zu zwingen, an die Innungsarbeitsvermittler Gebühren zu zahlen. Eine allgemeine Bäckereikontrolle, die im September von den Beauftragten vorgenommen wurde, ergab eine große Anzahl Durchbrechungen des Tarifes. Namentlich der Passus über den paritätischen Arbeitsnachtsweis fand vielfach feine Beachtung. Am Sonntag den 6. Oktober erscheint deshalb wieder die Liste der tariftreuen Bädermeister und ersuchen wir die werftätige Bevölkerung, besonders aber die Hausfrauen und Arbeiter, diese Liste genau beachten zu wollen und ihren Bedarf an Backwaren nur dort zu decken, wo die bescheidenen Forderungen der Gesellen, der seinerzeit mit der Lohnkommission der Bäcker abgeschlossene Tarif, voll und ganz eingehalten wird.

Der Vertrauensmann der Bäder Berlins und Umgegend. Berlin und Umgegend. Tarifbewegung der Vergolder.

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der Polizeiverordnung in gemeinschaftlicher Beratung Partei in jeder Hinsicht zugesagt wird. Damit ist das Märchen aus zwischen den Behörden und den Vertretern der der Welt geschafft, das auch schon in die europäische Presse gedrungen Unternehmer und der Angestelltenorganisatio war, als ob zwischen dem Eisenbahnerverband und der sozialisti­nen eine Einigung herbeigeführt sei. Es wurde betont, daß schen Partei ein Konflikt bestände. Schon in der Samstagsnummer der Ausstand mit der Preismesserfrage nichts zu tun habe, sondern des Madrider republikanischen Organs El Pais " hatte Genosse fich lediglich gegen den unerträglichen polizeilichen Pablo Iglesias in einem längeren Artikel auseinandergesezt, daz Drud richte. Die neue Polizeiverordnung zwinge die Droschken- tros der voreiligen und verfrühten Erklärung des Streits durch fahrer, schon in aller Frühe, obgleich noch kein Verkehr ist, an den die Eisenbahner Kataloniens die nun einmal ausgebrochene Ge­Haltepläßen zu erscheinen. Die Bestimmung, daß jeder Fuhrherr samtbeivegung von den Sozialisten unterstützt würde. Solche auf Verlangen seine gesamten Betriebsmittel der Polizeibehörde Streifs, die in gewissen Augenblicken von den Umständen einfach jederzeit vorzustellen und den Polizeibeamten Zutritt zu seinen erzwungen werden, fönne man nicht wie einen Kotillon organi­Stallungen zu gewähren habe, enteigne den Besitzer förmlich. Jeder sieren". In den herrschenden Kreisen scheint man noch immer Kutscher muß sich jederzeit einer erneuten Prüfung unterwerfen; nicht zu wissen, welche Haltung man einnehmen soll. Während im Weigerungsfalle wird ihm der Fahrschein entzogen. Ueber die Canalejas die Cortes sofort einberufen möchte, um vielleicht ein Art und Beschaffenheit der Anzüge find genaueste Vorschriften er- Gesetz zur Annahme zu bringen, das den Eisenbahnern in irgend­befleidung" verlangt. Rod, Mantel oder Baletot sollen während schaften einen stärkeren Druck ausüben zu können, ist der gemäßigte lassen, sogar werden dunkle Tuchhose und schwarzlederne Fuß einer Form das Streifrecht nimmt, oder auch um auf die Gesell­der Fahrt stets bis an den Hals zugeknöpft getragen werden, auch Liberale Moret und der frühere konservative Ministerpräsident für im Sommer. Den Kutschern wird ausdrücklich untersagt, sich ein- eine Vertagung des Wiederzusammentritts der Cortes auf unbe­ander zu neden! Während der Fahrt ist eine angemessene Haltung stimmte Zeit und die Anwendung der energischsten Mittel". Man vorgeschrieben; das Rauchen ist auch auf der Heimfahrt untersagt. fann vorläufig annehmen, daß Canalejas versuchen wird, auf Die Geldstrafen betragen zumeist im Minimum 15 M. Unhöflich friedlicherem Wege ein Ende des Streiks herbeizuführen. keit gegen die Fahrgäste oder gegen Aufsichtsbeamte oder Nicht- Eisenbahner haben bisher jedenfalls noch nicht den geringsten An­befolgen von Anordnungen der Aufsichtsbeamten wird mit Geld- laß gegeben, ihre Bewegung eine anarchistische" zu nennen, wie strafe nicht unter 5 M. oder entsprechender Haft bestraft. Bei den es angeblich Canalejas getan haben soll. Es ist der großtapita­persönlichen Eigenschaften mancher Schuhleute fürchten die Fuhr- listische Pariser" Temps ", ein Blatt, das gewöhnlich keine Gelegent= Herren und Angestellten, unter diesen neuen Bestimmungen der heit vorübergehen läßt, ohne die Arbeiter zu verleumden, der von willkür der Beamten, unter der sie bisher schon schwer zu leiden seinem Barcelonaer Korrespondenten folgende Meldungen bringt: hatten, wehrlos ausgeliefert zu sein.

Der Streit wurde von Kutschern, Chauffeuren und Fuhrherren einstimmig beschlossen. Der Verkehr ruht vollständig. Streitbrecher find nicht vorhanden. Die Verhandlungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Der Kölner Polizeipräsident ist bis zum 15. Ot­tober beurlaubt.

Der Deutsche Holzarbeiterverband im ersten Halb­jahre 1912.

Die

,, Was auch telegraphisch berichtet werden mochte, die völlige Ordnung hat nicht aufgehört unter den Streikenden zu herr­schen, und es ist noch kein einziger Gewalt- oder Sabotageakt zu verzeichnen gewesen. Unter den Eisenbahnern herrscht eine leb= hafte Unzufriedenheit über die phantastischen Nachrichten, die von der Madrider und der auswärtigen Presse veröffentlicht wurden, Nachrichten offizieller Herkunft, für die man formell den Mi­nister der öffentlichen Arbeiten, Villanueva, und den Sohn des Direktors der Madrid- Zaragossa- Alicante- Linie verantwortlich Seit längerer Zeit schon finden Unterhandlungen in der Ver- Der Deutsche Holzarbeiterverband hat sich, wie der in der macht." golderbranche statt, um einen Spezialtarif abzuschließen. Die Unter- neuesten Nummer der Holzarbeiter- Zeitung" beröffentlichte Rechen­In dem Gemeinderat von Barcelona , dessen Mehrheit aus nehmer haben den Abschluß immer wieder verzögert, allen Be- schaftsbericht ergibt, in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder recht lerrouristischen Republikanern besteht, ist ein Vorschlag eingebracht mühungen der Kommiſſion der Arbeiter zum Trok. Die Arbeiter gut entwickelt. Seine Mitgliederzahl hat sich in diesem Zeitraum worden, den Eisenbahnern eine Unterſtüßung von 20 000 Befetas find aber endlich ungeduldig geworden, wie sich in einer Versammlung um 8036 gesteigert, so daß er am 1. Juli 190 786 Mitglieder zu gewähren. Der Gemeinderat ging jedoch über diesen Vorschlag deutlich zeigte, die am Mittwochabend im Gewerkschaftshause statt- zählte, darunter 6680 weibliche und 959 jugendliche. Die Unter- zur Tagesordnung über und beschränkte sich auf die Annahme einer fand. Die Branche der Vergolder vom Deutschen Holzarbeiterstützungsleistungen des Verbandes an seine Mitglieder haben Sympathieerklärung. Für die Stimmung der Bevölkerung ist es verband nahm entschieden Stellung zum Verhalten der Unternehmer wiederum eine beträchtliche Steigerung erfahren. Insgesamt hat bezeichnend, daß sich die sämtlichen Bewohner eines kleinen kataloni und verlangte die notwendige Klärung der Tariffrage. Die noch der Deutsche Holzarbeiterverband in der ersten Hälfte dieses Jahres schen Städtchens, Flig, bereit erklärt haben, den in diesem Ort bestehenden Differenzen in bezug auf die Dauer des Tarifs nahezu zwei Millionen Mark an Unterstübungen wohnenden Arbeitern aus der eigenen Tasche für die Dauer des sowie die Herabsetzung der Arbeitszeit auf 50 Stunden wären ausgezahlt. Die nachstehende Uebersicht gibt die aus der Haupt- Streits eine Unterstützung in der Höhe ihrer gewöhnlichen Löhne leicht zu schlichten, wenn nicht der Schußverband der Unternehmer fasse und den Lokalkassen für die einzelnen Unterstützungszweige zu zahlen. seine ganze Opposition aufrechterhalten würde. Dieser Verband will verwendeten Summen wieder. Zum Vergleich ist der entsprechende prinzipiell nicht zulassen, daß eine Arbeitszeit unter 51 Stunden ver- Betrag aus der ersten Hälfte des Jahres 1911 beigefügt. traglich festgesetzt wird. Die große Mehrzahl der Vergolder, näm Erstes Halbjahr lich 461 Personen, haben aber bereits eine Arbeitszeit von 50 bis 1911 47 Stunden pro Woche. Wichtig ist auch für die Vergolder eine ge­63 508 sonderte Tarifdauer für den Spezialtarif und dagegen macht der 610 905 Schutzverband ebenfalls energisch Front. Der Branchenleiter West­phal besprach in seinem Referat die Lage der Dinge und fand in der Diskussion allseitige Zustimmung in der Betonung der Notwendigkeit, eine Entscheidung in der Tariffrage herbeizuführen. Einstimmig nahm die Bersammlung die folgende Resolution an:

Reiseunterstützung Arbeitslosenunterstützung.

Streifunterstüßung

1 601 886

1912 68 108 778 038 496 926

Krankenunterstüßung

461 428

514 919

Bemaßregeltenunterstützung.

54 330

42 649

31 244

35 052

Umzugsunterstügung

21 338

22 053

27 180

38 271

1996 016

Sterbegeld.

Notfallunterſtügung

Summa 2871 819

Die im Gewerkschaftshause versammelten Arbeiter aller Zweige der Vergolderbranche Groß- Berlins erheben einmütig den schärfften Protest gegen das Verhalten des Arbeitgeber- Schutz­verbandes für das deutsche Holzgewerbe betreffend Abschluß Die Gesamtausgabe für Unterstüßungszwecke war in der ersten unieres Tarifvertrages. Das Versprechen der Arbeitgeber, die strittigen Punkte des Vertrages durch die Zentralvorstände zur Entscheidung bringen zu lassen, ist nicht eingehalten worden. Nach sechsmonatlichem vergeblichen Barten beauftragen die Ver­sammelten die Branchenleitung, der abfichtlichen Verschleppung ein Ende zu machen und nunmehr die schärfsten Maßregeln zu er greifen, um in fürzester Frist endlich den Abschluß unseres Tarifs vertrages herbeizuführen.

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Madrid , 3. Oktober. Die Dienstpflichtigen der Jahrgänge 1907 Die Angestellten bis 1912 sind zu den Fahnen einberufen worden. der katalanischen Eisenbahnen haben den Vorschlag, Mindestforde­rungen aufzustellen, abgelehnt. Ministerpräsident Canalejas er­flärte, die von den Eisenbahnern der Linie Caceres - Portugal ge­forderten Lohnerhöhungen im Betrage von neun Millionen Pesetas würden die Gesellschaft ruinieren.

Letzte Nachrichten.

Die Lage auf dem Balkan . Die Diplomatie in Nöten.

Konstantinopel , 3. Oktober. ( Telegr. des f. f. Wiener Kort. Hälfte des vorigen Jahres ganz beträchtlich höher, doch ist es allein Bureaus.) Die Schwierigkeit der Verbindung der Diplomaten der der Posten Streifunterstübung, der eine, allerdings sehr erhebliche Balkanstaaten mit ihren Regierungen schafft eine unentwirts Verminderung erfahren hat. Die Streitkosten waren im Jahre bare Situation. Der serbische Gesandte Nenadowitsch 1911 ganz außerordentlich hoch und der Rückgang auf ein normales Maß hatte zur Folge, daß das Verbandsvermögen eine wesentliche erhielt noch keine Antwort von der Pforte bezüglich der Durchführ Steigerung erfuhr. Am Schluß des Halbjahres betrug der der serbischen Munition. Das Ausbleiben jeder Antwort könnte als Kaffenbestand 5818 442 Mart, davon 3 826 671 Mark in Ablehnung betrachtet werden, da jedoch Nenadowitsch keine Instrut der Hauptkaffe. tionen erhält, weißer nicht, ober abreisen soll. In der=

Troß der Verminderung der Streiffoften ist in dem halben felben Lage befindet sich der griechische Gesandte Gryparis, der Die streifenden Mehlfutscher waren am Donnerstag versammelt, Jahr an Streitunterstüßung immer noch die ganz respektable auch noch keine endgültige Antwort betreffend die freie Durchfahrt um den Bericht über den Stand des Streits entgegenzunehmen. Summe von rund einer halben Million Mark ausgegeben worden. Der Meerenge für die griechischen Handelsschiffe erhielt. 24 gric Aus demselben tar zu entnehmen, daß die Fuhrherren Die Lohnbewegung war auch sehr lebhaft, und zwar waren R. Dietrich, Georg Benide und Ede den Tarif unterschrift es vornehmlich kleinere Orte, an welchen in diesem Jahre Lohn- chische Dampfer, drei griechische Segelschiffe, eine große Anzahl lich anerkannt haben. Im übrigen haben weitere Verhandlungen tämpfe geführt wurden. Eine vorläufige Zusammenstellung ergibt von Schleppern und kleinen Schiffen sind hier und könnten nach mit den Fuhrherren noch nicht stattgefunden. Die Müllerschen für das erste Halbjahr 1912 494 Lohnbewegungen mit 23 222 der Kriegserklärung beschlagnahmt werden. Fast 70 griechische Kutscher haben sich am Mittwoch den Streifenden wieder an beteiligten Personen. Der weitaus größte Teil Schiffe mit Getreide befinden sich im Schwarzen Meer geschlossen. Des weiteren wurde festgestellt, daß die Mehlhändler der Lohnbewegungen fonnte auf friedlichem Wege er= und Bädermeister sowohl als auch einzelne Fuhrherren sich die ledigt werden. Im einzelnen weist die Streifstatistik größte Mühe geben, Arbeitswillige zu gewinnen. Sie hatten damit nach: 119 Angriffstreits mit 3921 Beteiligten, 48 Ab- Konstantinopel , 3. Oktober. ( Meldung des Wiener*.*. telegr. bisher recht wenig Erfolg. Einzelne Fuhrunternehmer fahren selbst wehrstreits mit 1049 Beteiligten, 21 Aussperrungen mit 1152 Be- Korresp.- Bureaus.) Nach hier eingetroffenen Meldungen fam es oder benutzen ihre Söhne und sonstigen Verwandten dazu. Zur Leistung teiligten, 295 Angriffsbewegungen ohne Streit mit 16 824 Betei- gestern zu Grenzplänteleien zwischen bulgarischen von Streifarbeit auf den Speichern fonnte festgestellt werden, daß ligten und 11 Abwehrbewegungen mit 276 Beteiligten. In 214 und türkischen Truppen in der Nähe von Nazlik, Dschuma­eine Anzahl Kleinhändler, die eigenes Fuhrwert besitzen, Raus Fällen führten die Lohnkämpfe zum Abschluß eines Tarifvertrages, bala und Ropdioz, sowie zwischen montenegrischen und reißerdienste leisten. Genannt werden W. Springer, Yord- davon sind 167 Verträge das Ergebnis von ohne Streit verlau­straße 19; G. Oswald, Blumenstr. 77; A. Rufe, Forster fenen Lohnbewegungen. Der Erfolg der Lohnkämpfe ist sehr be- türkischen Truppen an der Grenze des Wilajets Stutari.

Die ersten Zusammenstöße.

Wer hat angefangen?

Straße 2; C. Höchst, Höchstestr. 4; Fr. Siebel, Rummels- achtlich. 15 627 Arbeiter erzielten eine Arbeitszeit­burger Str. 76 zu Lichtenberg ; K. Schlicht, Colmarstr. 6; verkürzung um durchschnittlich je 1,8 Stunden pro H. Fingler, Dolzigerstr. 88; J. Giese, Ostbahnstr. 14; Woche und für 18 979 Arbeiter wurde der Lohn um die Mächte ein Rundschreiben gerichtet, in dem sie gegen die Konstantinopel , 3. Oktober. ( W. T. B.) Die Pforte hat an W. Becker, Seidelstr. 35; Ro B, Lüneburger Str. 2; Guhlow, durchschnittlich 2,12 Mark pro Woche erhöht.

bom

Büschingstr. 2; Betsch, Landsberger Allee 129; 2ehmann, Gegenwärtig rüstet sich der Holzarbeiterverband zu einer sehr unterdrüdungen protestiert, die man sich in Bul­Strelizer Str. 49; Templin , Lichtenberg , Hagenstr. 60; umfangreichen Lohnbewegung. Am 15. Februar 1913 laufen garien gegen die Mohammedaner zuschulden kommen Ed. Horst, Höchste Str. 4; A. Juhle, Büschingstr. 25, und die mit dem Arbeitgeberschußverband für das deutsche Holzgewerbe lasse und zu gleicher Zeit erklärt, daß die Verantwortung die Karl Kath, Waterlooufer 8. Die auf diese Weise geleistete abgeschlossenen Verträge in 52 Städten für rund 50 000 Balkanstaaten treffen würde, wenn ein Krieg ausbreche. Arbeit ist als Streifarbeit zu betrachten. Es wurde noch besonders Arbeiter ab. Es ist damit zu rechnen, daß alle Verträge am darauf hingewiesen, daß diejenigen Kutscher, welche bei solchen 15. November gekündigt werden. Die Unternehmer sind schon jetzt Ausfuhrbeschränkungen. Firmen fahren, die den Tarif anerkannt haben, sich im Besitz einer eifrig dabei, die Oeffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen. Konstantinopel , 3. Oktober. ( W. T. B.) Die Ausfuhr von Bau­Deutschen Transportarbeiterverband ausgestellten roten Die bürgerliche Presse wird von ihnen mit Nachrichten gefüttert, holz nach Bulgarien ist untersagt worden. Legitimationskarte befinden. in welchen die Holzarbeiter als die Störenfriede hingestellt werden, Der Streit in der Kartonindustrie dauert unverändert fort. die mit aller Gewalt auf den Kampf hinarbeiten und ganz erorbi­Bulgariens Forderungen. Eine weitere Firma hat den Tarif unterschriftlich anerkannt, so daß tante Forderungen stellen. Dabei werden für den voraussichtlichen Paris , 3. Oktober. ( P.-C.) Der Temps " meldet aus Sofia : von den 28 in Frage kommenden Betrieben bisher in sechs zu den Umfang der Bewegung ganz fabelhafte Ziffern genannt. In Man weiß noch nicht, wann die bulgarische Note, welche die Forde­neuen Bedingungen gearbeitet wird. Die Unternehmer find trampf- Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß zurzeit von einer Formu- rungen Bulgariens enthält, an die Pforte überreicht werden wird. haft bemüht, ihre Werkstätten durch Arbeitswillige zu bevölkern, lierung von Forderungen auf seiten des Holzarbeiterverbandes noch Doch wird schon jetzt bekannt, daß die bulgarischen, Mazedonien wozu ihnen die Inferatenplantagen der Morgenpost" sowie des feine Rede ist. Der Holzarbeiterverband ist ernstlich gewillt, wie betreffenden Forderungen die Einsehung von belgischen " Lokal- Anzeiger" hilfreich die Hand bieten. Besondere Mühe gibt in den letzten Jahren so auch diesmal, die Berträge auf dem Wege oder schweizerischen Gouverneuren für die verschiede­man sich auch, die vom Militär entlassenen Kartonarbeiter zu Streif- friedlicher Verhandlungen zu erneuern. Ob aber der Friede im nen Provinzen verlangen. Die Zustimmung der Mächte wird vor­brecherdiensten heranzuziehen. All' diese Bemühungen sind bisher Solagewerbe erhalten bleibt, ist sehr fraglich, da im Arbeitgeber- ausgesetzt. Ferner wird die Einberufung von aus freier nur in ganz vereinzelten Fällen von Erfolg gefrönt gewesen und schußverband eine recht kriegerische Stimmung herrscht. Eine ein- Wah I hervorgegangener Nationalversamm= wird es nach wie vor Aufgabe der Streitenden sein, die Maß- flußreiche Gruppe in dieser Organisation drängt schon lange zu Iungen in jeder Provinz sowie die Organisation einer nahmen der Unternehmer durch intensive Aufklärungsarbeiten zu einer großen Abrechnung mit dem Holzarbeiter europäischen Kontrolle verlangt, an welcher nicht nur die durchkreuzen. verband und es hat den Anschein, als ob sie auf dem besten Wege Vertreter der Großmächte in Konstantinopel , sondern auch Vertreter wäre, ihren Willen durchzusetzen. Der Arbeitgeberschutzverband der Balkanstaaten beteiligt sein sollen. Aussperrung der Deckenrohrer in Hannover . für das deutsche Holzgewerbe ist dem Kartell der bau­gewerblichen Unternehmerorganisationen bei­Die Türkei in der Zwangsjacke. Am 1. Oktober d. J. lief der Tarifvertrag der Deckenrohrer in getreten, welches im Hinblick auf die im nächsten Frühjahr in Rom , 3. Oktober. Die Tribuna" bemerkt in einem Artikel Hannover ab. Bereits am Freitag, den 27. September, haben die Aussicht stehenden Lohnkämpfe gebildet wurde. Diese enge Ver- über das Dementi der Agenzia Stefani", betreffend den Frie­Unternehmer nicht mehr arbeiten lassen. Es handelt sich um die bindung mit den baugewerblichen Scharfmachern ist natürlich ein neunstündige Arbeitszeit und zwei Pfennig Erhöhung pro Quadrat- Grund mehr zu der Annahme, daß sich die Holzindustriellen mit densschluß zwischen Italien und der Türkei : Alle Welt fragt sich, meter sowie Regelung des Materialtransports in und aus dem Bau. friegerischen Plänen tragen. Sollte es zu einem Kampf kommen, ob denn noch nicht die Zeit gekommen ist, daß die Verhandlungen Die Unternehmer haben sich nach Berlin gewandt, um von dort dann wird er voraussichtlich einen riesigen Umfang annehmen. von Ouchy, die bereits genügend lange Zeit dauerten, zum Abschluß Rohrer zu bekommen; einer namens Prell hat sich bereits ver- Die Holzarbeiter sehen jedoch den kommenden Dingen zuversichtlich kommen. Vor der Krise auf dem Balkan konnte es gleichgültig leiten lassen, nach Hannover zu kommen. Es wird ersucht, daß sich entgegen. Sie haben im Jahre 1907 den konzentrierten Angriff sein, wenn sich die Verhandlungen um einige Tage und selbst um fein Rohrer dazu herbeiläßt, den Hannoverschen Kollegen in den der Unternehmerorganisation erfolgreich abgewiesen und sie werden, einige Wochen verzögerten, aber heute angesichts der neuen Rücken zu fallen. wenn es erforderlich wird, auch im Jahre 1913 ihren Mann zu auf dem Balkan geschaffenen Lage muß man die Gesamtheit der stehen wissen. Ein Streit im Kölner Verkehrsgewerbe ist keine Lohnbewegung, Dinge unter einem neuen Gesichtspunkt betrachten. Wir zweifeln sondern er richtet sich gegen eine neue Polizeiverordnung, die am nicht, daß die italienische Regierung die neuen Notwendigkeiten 1. Oftober in Kraft treten sollte. Infolgedessen haben sich dem der Situation berücksichtigen und die notwendigen Maßregeln treffen Streit nicht nur sämtliche Kutscher und Chauffeure der Mitwagen, Man schreibt uns: Das Resultat des von dem Nationalfomitee wird, darunter die, die Beendigung der Vorbesprechungen in Ouchy sondern auch die Unternehmer angeschlossen. In einer am des spanischen Eisenbahnerverbandes veranstalteten Referendums zu beschleunigen. Die Tribuna" schließt: Die Winkelzüge der Mittwoch abend abgehaltenen Versammlung von Kutschern, Kraft- hat, wie die Depeschen schon meldeten, eine gewaltige Mehrheit für Pforte können nicht länger geduldet werden, wir erwarten, daß die wagenführern und Fuhrwerksbesitzern wurde einmütig beschlossen, die Erklärung des Streits endgültig ergeben. Der neunte Kon­

Deutfches Reich.

Husland. Bom Eisenbahnerstreik in Spanien .

nur unter der Bedingung wieder zu fahren, wenn die neue greß der spanischen Sozialdemokratie, dessen Tagungen am Mittwoch italienische Regierung endgültig der Türkei eine Frist für die Ant­Polizeiverordnung auf drei Monate gestundet begannen und am Sonnabend zu Ende geführt wurden, hat eine wort stellt, wenn, wie es ja wahrscheinlich, sie nicht schon gestellt werde, die alte Verordnung in Kraft bleibe und über die Fassung Resolution angenommen, in der den Streifenden die Hilfe der worden ist.

Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen n. Unterhaltungsbl,