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1. Beilage zum, Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Nr. 260.

Sonnabend. den 4. November 1893.

10. Jahrg. Aus dem bayerischen Landtage. mich sehr gehütet. Und so find mir nur drei Worte gestrichen Regierung auf das energiſchſte zu zwingen, daß die Griſtenz dieſes

Bollmar sagte:

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worden, während den Antisemiten, dem Zentrum ganze Säge gesonderten Gerichtsverfahrens in feiner Weise bedroht werde. Die Genossen Vollmar und Grillenberger chrieben gehabt: Wer nach Freiheit dürftet.. gestrichen wurden. Da habe ich auf meinem Plakat ge- Nachdem einige Minister die Beschwerden Vollmar's mit sind im bayerischen Landtage unermüdlich thätig in der Herren! das dürstet" hat man mir gestrichen( Heiter- Genosse Grillenberger. Wir geben folgende Stellen aus seiner Meine der üblichen Entschiedenheit zurückgewiesen hatten, antwortete Vertretung unseres Standpunktes. Wir bedauern sehr, über feit). Als ob man in München das Dürsten" nicht tennte! Rede wieder: die Reden unserer Genossen so ausführlich, als sie es ver- Ein anderes ist die Saal- Abtreiberei! Immer noch nimmt es Betreffs der schwarzen Listen bei den Rekrutenaushebungen dienen würden, nicht berichten zu können. Wir wollen aber sich die Polizei heraus, einem Wirth, der seine Räume einer Ver- hat der Kriegsminister uns den Vorwurf des Attendiebstahls in's wenigstens einige Stellen aus den Reden unserer Ab- sammlung oder einer Partei zur Verfügung stellen will, zu sagen: Gesicht geschleudert. Der Herr Kriegsminister hat keine Ursache geordneten zum Abdruck bringen. Du! mach' Dich nicht mausig! Wir werden Dich schon schuh - dazu und wir als Partei tönnen einen solchen Vorwurf nie und riegeln!" Meine Herren! Ich finde das unwürdig, daß die nimmer auf uns fißen lassen. Es ist vorgebracht worden, daß Polizei immer mit Kanonen auf Spaßen schießt! Es ist kleinlich, die Veröffentlichung nur möglich gewesen sei durch einen Dieb­Die sogenannte Sozialgesekgebung der letzten Jahre fällt mit solchen Mitteln eine große Bewegung bintanzuhalten! Ein stahl im Brigadebureau in Landau . Mir liegen Beweise vor, zweifellos in das Gebiet des Reichstages. Dort werden die weiteres! In den Staatswerkstätten, der Artilleriewerkstätte, der mit denen ich die ganze Verleumdung zurückweisen kann. Das großen Kämpfe ausgekämpft, während wir uns in den Landtagen Amberger Gewehrfabrik und anderen ist in der Werkstatt- Ord- Aftenstück wurde vom General Xylander auf der Straße verloren wesentlich nur mit der arbeiterfreundlichen oder arbeiterfeind- nung bestimmt gewesen, noch vor Jahresfrist, daß jeder Arbeiter, und von einem Arbeiter gefunden. Sie fagen wohl: Ja, wenn lichen Ausführung dieser Gesetze zu befassen haben. Das ist die der an Versammlungen theilnimmt, die der Regierung nicht an man so etwas findet, stellt es doch ein ehrlicher Mensch zurück und elementarste Frage. Die Antwort darauf kann nur lauten, daß genehm sind, entlassen werden kann. Es ist mir nun mitgetheilt behält es nicht bei sich." Ich möchte fragen: würde die Regierung es mit dem Arbeiterschutz und mit der Arbeiterorganisation worden, daß dieser Passus nicht mehr auf dem Papier steht; oder die Polizeidirektion, wenn sie ein geheimes sozialdemokratisches schlecht genug aussieht. Es heißt immer:" Es ist ja schon so praktisch aber wird er noch immer hier und dort gehandhabt. Attenstück durch Zufall in die Hände bekäme, dieses, ohne es zu viel geschehen für die Arbeiter." Ja, wenn man es nach Das ist in freien Ländern, in England, der Schweiz , Frankreich öffnen, sofort an die Parteileitung in Berlin adressiren? Wenn dem Pfunde der Gesetzgebungsakten wiegt, dann freilich nicht denkbar. Es ist geradezu ungeheuerlich, daß der Staat, der Sie so sind, sollen wir dann nicht das Recht haben, uns in der­ist schon viel geschehen. Ja, wenn das geschehen die Geseze unterschreibt, sie den Arbeitern als wirthschaftlicher selben Weise zu wehren? Wir sind in der Abwehr Ihnen gegen­wäre, was in den kaiserlichen Wahlerlassen vor drei Arbeitgeber wieder entzieht. über. Daß der Arbeiter dieses Schriftstück in eine sozialdemo­Jahren Alles versprochen wurde, dann wäre freilich schon Aber noch mehr. Politisch unliebsame Arbeiter werden auch fratische Redaktion gebracht hat, ist garnicht merkwürdig. Das recht viel geschehen. So aber mußten wir es erleben, daß die über ihren bürgerlichen Beruf hinaus bis ins Militär hinein beweist eben das Vertrauen, das vom Volke in die Sozialdemo Zustände in den Werken des Herrn von Stumm als muster- verfolgt. Im Oktober vorigen Jahres hat ein Schreiben der kratie gesetzt wird, und die Presse unserer Partei hat sich auch giltige" hingestellt wurden. Was an den Arbeiterschutzgesetzen Kreisregierung der Pfalz unter Bezugnahme auf eine Verfügung wohl verdient gemacht. Der Herr Kriegsminister hat gemeint, noch das Beste ist, das ist die Sonntagsruhe. Und wie hat des Ministeriums des Innern vom 17. August 1885 angeordnet, es geschehe diesen Refruten ja garnichts. Meine Herren! Da sich diese ausgewachsen! Hunderttausende von Unternehmern daß von den Polizeibehörden Buch geführt werde über jene, die brauche ich nur hinzuweisen auf die Soldatenmißhandlungen. So find damit beschäftigt, dieses Gesetz auf alle mögliche Art und im bürgerlichen Leben der Sozialdemokratie angehören, damit warneulich ein Mann bei mir, der mir erzählte, daß er gefragt worden Weise zu umgehen und zu beseitigen, und die Regierungen helfen sie der Militärbehörde denunzirt werden können. Das erstreckt sei, ob er Grillenberger kenne. Als Nürnberger hat er dies natürlich bereitwilligst dazu und darunter namentlich die bayerische und sich nicht blos auf die Thatsache, sondern auf den bloßen Ver- bejaht und bald darauf hat er wegen eines ganz geringfügigen gerade in Oberbayern . Wir stehen auf dem Standpunkt, daß, dacht hin. Die Betreffenden werden in der Liste in drei Klassen Anlasses Arrest bekommen und dabei ist das Wort gefallen: Dem nachdem die sogenannten Arbeiterschußgefeße so geringfügiger eingetheilt: 1. Führer, 2. eifrige, zielbewußte Anhänger, 3. Ver- Sozialdemokraten wollen wir seine Freiheitsgedanken schon aus­Art sind, wir wenigstens das Eine verlangen müssen, daß diese dächtige. Ich bin zwar schon sehr lange sozialdemokratischer treiben. Von einem früheren Militärarzt ist mir Folgendes mit­unzulänglichen Geseze so weit als irgend möglich zur Durch Führer", kann mich aber nicht erinnern, daß jemals ein getheilt worden. In den Rekrutenverzeichnissen, die ihm bei der führung gelangen, namentlich auch bei privaten Verkehrsunter- 20jähriger eine Führerrolle bei uns eingenommen hätte. Wer Musterung vorliegen, seien diejenigen Rekruten, die als Sozial nehmen, denen bei der Konzessionsertheilung die strengste Be- unsere unteren Polizei- Organe fennt, der kann sich denken, wer demofraten verdächtig sind, mit einem S. G. bezeichnet und achtung dieser Schutzgesetze auferlegt werden muß. da alles als Sozialdemokrat verdächtigt wird. Jeder nicht blos das. Auch die Namen der Väter dieser Soldaten Die Rechte der Fabrikinspektoren müssen weit über das bis irgendwie unbequeme Mensch, der sich einmal vielleicht über den sind zutreffenden Falls mit diesem Zeichen versehen. Dieser herige Maß ausgedehnt werden, wenn wirkliche Resultate erzielt Herrn Bezirksamtmann beschwert oder über den Gendarm ge- Militärarzt hatte nun die strengste Instruktion, derart bezeichnete werden sollen. Das Institut muß auch innerlich vollständig um- schimpft hat, wird auf die Liste gesetzt. Nun sage ich Sie, wer Leute, wenn irgend möglich, für tauglich zu erklären. Uebrigens gestaltet und den Beamten die Exekutionsbefugniß ertheilt werden. kann sich darüber beschweren, wenn unter den Sozialdemokraten sollte man, wenn man derartige Proffriptionslisten machen will, Wenn die auf dem Papier vorhandene Rechtsgleichheit zwischen die Meinung verbreitet wird, sie seien Staatsbürger zweiter Klasse. Doch wenigstens gewissenhaft vorgehen. Aber viele waren unter Unternehmer und Arbeiter in die Wirklichkeit übersetzt werden ist das nicht eine Ausnahmebehandlung schlimmster Art, wobei den als Sozialdemokraten bezeichneten Leuten, die gar keine soll, dann ist den Fabrikinspektoren die Verpflichtung aufzuerlegen, die Behörden dem Kapital als Helfershelfer Dienste leisten? sind. Ein solches Verfahren muß in der schärfsten Weise ver­sich nicht nur mit den Berufsfreunden der Unternehmer, sondern Nachdem das Sozialistengesez gefallen ist, hat der Sozial- urtheilt werden. Zum Kapitel der Arbeiterentlassung in der auch mit den Arbeitervertretungen ins Benehmen zu setzen. Es demokrat das gleiche Recht, wie jeder Andere. Nur wenn den Artilleriewerkstätte fann ich anführen: der Mann ist entlassen wäre sehr erfreulich, wenn der Minister des Innern dahin wirken bestimmten Gesetzen zuwider gehandelt wird, soll der Staat erst worden deswegen, weil er sich zum sozialdemokratischen Wahl­würde, daß auch die bayrischen Fabrikinspektorate gleich muster das Recht haben, eingreifen zu dürfen, deshalb verlangen wir, mann hat wählen lassen und damit seine bürgerlichen Pflichten hafte würden, wie es die württembergischen und badischen bereits daß das gleiche Recht, das auf dem Papier steht, in die Wirt- erfüllt hat. Er hat sich regelrecht Urlaub geben lassen und geworden sind. Anstatt die Arbeiter- Fachvereine zu chikaniren, lichkeit übersetzt werde und daß derartige unwürdige Manöver ist entlassen worden. Nähere Grundangabe wurde ihm ver­sollte man sie eher unterstützen und fördern, da sie das Bedürfniß verschwinden. weigert. Er wollte sich beim Direktor, einem Oberstlieutenant, nach systematischer Organisation befunden. Ich bin weit entfernt, zu sagen, daß wir damit weiter eine Begründung holen und wurde einfach moralisch zur Thür Laß die Ausführung der Versicherungsgefeße eine schlechte gekommen wären. Das bayerische Militärgerichtsverfahren ist hinausgeworfen. Jedenfalls geht aus dem ganzen Zusammen­war, das beweist die Agitation gegen diefelben gerade durch heute in größerer Gefahr als je. Ich verweise auf den Amts- hang hervor, daß er blos wegen sozialistischer Gesinnung ent­die Parteien, welche seinerzeit für dieselben gestimmt haben. vorgänger des gegenwärtigen Kriegsministers, der auf einstimmigen lassen wurde. Ist das Recht? Muß dadurch nicht die Er­Nachdem aber die Versicherungsgesetze einmal bestehen, so können Beschluß dieses Hauses in vergangener Session die Erklärung bitterung sich noch weit mehr steigert, als sie jetzt schon vor­dieselben nicht wieder beseitigt werden; dagegen kann eine Ver- abgab, daß das bayerische Verfahren auch fernerhin aufrecht handen ist? Sie wollen immer durch gerechte Behandlung alle besserung dadurch herbeigeführt werden, daß man die bureau- erhalten bleiben solle, mit der Reserve soweit es sich in der Gegensätze ausgleichen. So aber werden Sie das Gegentheil fratischen und kapitalistischen Auswüchse beseitigt und die Kranken-, Praxis bewährt. Es fragt sich nur, was die Militärverwaltung erreichen. Invaliden- und Altersversicherung in eine Versicherung zusammen- als bewährt" betrachtet! Auch eine gelegentliche Aeußerung Was den Fall Hofmeister betrifft, so hat der Herr Kriegs­wirft, damit dadurch die unerhörten Verwaltungskosten bedeutend des jetzigen Kriegsministers während der jüngsten Debatten minister erklärt, der Ausschluß der Beffentlichkeit sei blos Ge­verringert werden und den versicherten Arbeitern mehr geboten hat wenig vertrauenerweckend geflungen. In Kapitel V des richtsbeschluß gewesen und wenn es nicht korrekt sei, so falle das werden kann. Militäretats Militär Justizverwaltung" heißt es:" In nicht der Militärverwaltung zur Last. Auch werde in feiner In bekannten Kreisen hat man sich bereits daran gewöhnt, folge der bestehenden diesseitigen Militärgerichtsverfassung Weise beabsichtigt, das Strafverfahren abzuändern, nur einige unsere schwimmende Flotte als altes Gisen zu bezeichnen, und läßt sich sich der Mehrbedarf für die Justizbeamten zur Sachen von untergeordneter Bedeutung sollen geändert werden. man will dafür neue große Schlachtschiffe bauen lassen, von Beit" nicht umgehen." Dieses zur Zeit" giebt zu denken. Das ist ganz gut, aber im Reichstag erfahren wir bei jeder Ge­denen ein einziges Schiff auf 18-20 Millionen zu stehen tommt. Wenn man eine Institution als feit bestehend ansieht, so glaubt legenheit, bei der verlangt wird, ein gerechteres Strafverfahren Außerdem müssen die Herren Finanzminister doch endlich auch man doch, die Mehrausgabe hierfür nicht zur Beit" aufzu einzuführen, immer Widerstand. Trotzdem will man eine Einheit noch an das Bezahlen der Schulden gehen. So ist auch im wenden. Ein weiteres Zeichen nach dieser Richtung hat sich in des militärischen Gerichtsverfahrens für ganz Deutschland ein= Jahre 1878 während der Wahlbewegung viel von einem Bedarf dem Prozeß Hofmeister gezeigt. Ich will diesen Fall ausschließ- führen. Wenn man sich aber dennoch weigert, unser bayerisches von 300 Millionen für die damalige Steuerreform gesprochen lich unter dem Gesichte punkte der Erhaltung oder Vernichtung Verfahren anzunehmen, so heißt das doch eben, daß das worden. Damals hatten wir noch ein Stück eiserner" Zeit und des bayerischen Militär- Gerichtsverfahrens behandeln, und ich bayerische Verfahren abgeschafft werden soll. Das muß mit aller es wurden gegen diejenigen, welche den Bedarf von 300 Mil- glaube, daß sich gerade in dieser Frage eine Uebereinstimmung Energie verhütet werden, um so mehr, da man weiß, daß der lionen als feststehend bezeichneten, Anklagen erhoben und die ohne Rücksicht auf die Partei- Angehörigkeit erzielen läßt. Das neue preußische Kriegsminister Bronsart von Schellendorf ein ent­selben auch verurtheilt. Und was hat sich später herausgestellt? hat sich wenigstens gerade in diesem Falle die vollendetsie Deffent- Ueber die Tabat- Fabrikatsteuer hat der Herr Finanzminister Man will eben große Neuforderungen nicht gleich von Anfang lichkeit nothwendig und am Plazze. Ein Offizier wird wegen geäußert, alles werde sich zum Besten wenden. Allein in Wirk­an in ihrer ganzen scheußlichen Gestalt zeigen. sozialdemokratischer Umtriebe" angeklagt, verhaftet und sechs lichkeit ist es anders. Der Herr Finanzminister hat erklärt: Bei Durchführung Monate im Gefängniß gehalten und nun, als die Sache Durch Vertheuerung der Fabrikate geht die Fabrikation der Projekte wird das Reich noch große Summen an die Einzel- zur Verhandlung kommt, da wird die Oeffentlichkeit geradezu zurück, man wird nicht mehr Bigarren, sondern mehr Tabak staaten hinaus zahlen und darin liegt doch eine Entlastung hermetisch ausgeschlossen, und als Motiv hierzu hat man das rauchen. Er sagte, die billigeren Sorten werden gar nicht oder der Einzelstaaten. Ich weiß nicht, ob der Minister meint, Juteresse der militärischen Standesehre bezeichnet. Da sind ganz nur ganz minimal besteuert. Allein es liegt mir ein Brief eines daß das Reich uns das Geld schenkt?( Seiterfeit.) Unsere andere Prozesse öffentlich verhandelt worden, z. B. nach dem Tabaffabrikanten vor, worin gesagt wird, daß die unteren Steuerzahler müssen doch das Geld zuerst aufbringen. Deshalb 70 er Kriege ein Hauptmann, ich glaube auch in Würzburg , wegen Klassen hauptsächlich nicht das ausländische Material rauchen, wenden wir uns ganz Jentschieden gegen die indirekten Steuern Feigheit vor dem Feinde, und ein weiterer Offizier wegen eines sondern Rippenstengel von inländischem Tabak und diese sollen und namentlich gegen die gegenwärtigen Projekte. Solange das Hundediebstahls in Frankreich . Nun kommt ein Vergehen wegen jest um 33 Pfennig erhöht werden. Also keine Rede von Ver­indirekte Steuersystem besteht, werden immer neue Steuern er- sozialdemokratischer Gesinnung, das man ja von verschiedenem billigung. Man soll uns doch einmal sagen, wie viel von den funden, bis man, wie im alten Rom , zu einer Luftsteuer kommnt. Standpunkte aus beurtheilen kann, aber das müssen Sie mir Einnahmen durch die höheren Bigarren eingebracht werden, Wir sind jetzt auf dem direktesten Weg zum Tabaksmonopol. zugeben, daß wenigstens ein vernünftiger Mensch in der sozial- wenn doch nur 12 Prozent der Raucher solche rauchen. Dazu Ich fann daher die offiziös gemeldete erfreuliche Uebereinstimmung demokratischen Gesinnung nichts Chrverlegendes finden kann. kommt noch die Kalamität der Arbeiterentlassungen. Bei der der Finanzminister" feineswegs erfreulich finden. Die Regierung Nach unserer Auffassung hat Jeder, auch beim Militär, das gegenwärtigen geschäftslosen Beit sollte man sich nicht zwei­soll doch lieber zuerst die Schnapsliebesgabe heranziehen. Weiter Recht, sozialdemokratisch zu denken, ebenso wie er liberal oder sondern zehnmal besinnen, ehe man zu derartig folgefchweren stehen wir auf dem Standpunkt, daß alle Steuern auf direktem konservativ zu denken berechtigt ist.( Oho! bei den National Maßregeln greift. Wenn man aber trotzdem das Projekt durch­Wege aufgebracht werden sollen. Lieber erhöhe man die liberalen.) Ja, menn Sie das nicht wollen, dann müssen führt, so geschieht eben nicht das, was bei der Wahlagitation Matrikularbeiträge. Das hat noch einen Vortheil. Dann Sie Ausnahmegeseze schaffen. Wenn die Sozialdemokraten immer behauptet worden ist, daß die Lasten auf die stärkeren können die Wähler genau berechnen, was ihnen die Militär- im Heere ihre Pflicht nicht thun, oder wenn fie Schultern gelegt werden sollen. und Reichsherrlichkeit fostet. begehen, Wir sind ferner die ab- Handlungen direkt welche gegen ein Gefeß Wir stehen auf dem Standpunkt, daß das arbeitende Volk gesagten Feinde der jezigen Ueberschußwirthschaft. Das verstoßen, dann mag man fie bestrafen, aber niemals sich nicht mit Almosen und Bettelsuppen abspeisen zu lassen Bild unserer Finanzen ist nicht sehr günstig, aber immerhin nicht wegen ihrer politischen Auffassung oder Gesinnung. Ich weise braucht, sondern das Recht hat, zu fordern. Wenn Sie sagen, so, daß man bei niederen Bediensteten, bei Lehrern und so weiter darauf hin, daß nach Aeußerungen von angeblichen Theilnehmern wir müßten zu Ihnen kommen, so ist das falsch. Sie müssen zu sparen muß. an jenem denkwürdigen Urtheile es nicht als erwiesen gilt, daß uns kommen. Wenn Sie sich dazu aufraffen könnten, dann wäre Auch im Departement des Innern herrscht das bureau- der Offizier seine politische Anschauung unter seinen Unter- es möglich, etwas zu leisten. Denn was wir verlangen, tönnte bei fratische Wesen vor. Namentlich in bezug auf die Arbeiter- gebenen verbreitet hat, sondern daß er lediglich sozialdemokra- einigem guten Willen erfüllt werden. Aber das Zentrum steht bewegung! Der alte absolutistische Geist, gewisse nicht vergessene lischer Gesinnung huldigte und daraus kein Hehl machte. Die auf dem Standpunkt der Interessenvertretung des Kapitalismus Praktiken den Sozialisten gegenüber wirken hier zusammen in oft Gesinnung an und für sich kann man nicht verbieten, wenn und gebraucht oft sogar kirchliche Dinge als Deckmantel dazu. merkwürdiger Weise. Ich erinnere nur an die Behandlung der aber, dann müssen Sie jeden Sozialdemokraten aus dem Heere Sie vertrösten den Arbeiter auf das Jenseits und wollen ihm Fachvereine, an die vollständig ungefeßliche Unterdrückung des ausschließen und die Zehntausende von Sozialdemokraten, welche hier auf Erden Almosen geben, die Sie ihm vorher nehmen. Es Hechtes der Frauen, an öffentlichen Bersammlungen Theil zu nicht gefragt werden, ob sie den Fahneneid leiſten wollen oder ist die Grundlehre aller Religionen, dem Armen und Noth­nehmen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Meine nicht, aus der Armee entfernen. Wollen wir logisch sein, so leidenden zu helfen. Auch das Christenthum verlangt dies von Herren! Die Frauenarbeit nimmt immer größere Dimensionen muß man daraus, daß der Sozialdemokrat nichts in der Armee seinen Anhängern. Mir fällt da das steirische Volkslied an und es haben desbalb die Frauen ein Interesse daran, ihre zu thun hat, den Grundsay proklamiren: Wer Sozial- ein, wo ein Bub zu Pfarrer und Vater kommt, ob er Kraft möglichst theuer zu verkaufen. Deshalb müssen sie an den Ver- demokrat ist, braucht nicht Soldat zu werden".( Große Heiter- das Dirndl lieben dürfe. Erst der Herrgott fagt ihm, sammlungen Theil nehmen können. Es giebt auch in Bayern einen feit.) Bei seinem Prozeß wurde nicht einmal die Anflageschrift das sei selbstverständlich. Meine Herren! Wenn der Arbeiter zu Theil, wo ihnen die Betheiligung an Versammlungen gestattet ist. öffentlich verlesen, es wurde das Urtheil nicht veröffentlicht und den Hohepriestern des Kapitals tommt, so findet er auch taube Hier in München , meine Herren, nicht! Und gerade im Frühjahr auch die Fragestellung an die Geschworenen geschah nicht öffent- Ohren. Käme er aber zum Herrgott, der würde ihm Recht hat der Oberste Gerichtshof des Landes ein Urtheil erlassen, in lich. Wenn wirklich die Sache so liegt, daß eine völlige Geheim- geben. Aber was Sie haben, das ist eben nicht das rechte dem festgestellt worden war, daß die Frauen das Recht haben, haltung des Verfahrens nach Art der preußischen Kriegsgerichte Christenthum( Unruhe). Ich hätte blos gewünscht, die ganze an allgemeinen öffentlichen Versammlungen theilzunehmen. Die möglich ist, und wenn man sieht, daß das gerade jetzt zum ersten bayerische Wählerschaft wäre dagewesen, als Orterer feinen hiesige Polizei aber seht sich über dieses richterliche Urtheil Male angewendet worden ist, und wenn wie hier im hohen Hause erhebenden Friedensschluß mit den Ministern geschlossen hat. hinweg und verbietet's! Ich erinnere ferner an die oft geradezu ein derartiges Vorgehen ruhig geschehen lassen, dann fommt man Es wäre ein herrlicher Vorwurf für eine Momentphotographie lächerliche Plakat- Zensur. Man fann ein Plakat nicht so ab- zu der Schlußfolgerung, daß das vielgerühmte bayerische Militär- gewesen. Draußen im Lande sollte man so etwas nicht blos faffen, wie man will. Die Polizei streicht wie ein vormärzlicher Gerichtsverfahren lange nicht so viel werth ist, als man bisher lesen, sondern auch hören und sehen können. Und wenn Sie Benfor darinnen herum. Das ist oft lächerlich! Ich habe selbst glaubte, ja daß es schon gefallen ist. Es ist Pflicht des Land- sich noch so enge zusammenschließen, den Erfolg werden Sie ein Plakat geschrieben. Nun kenne ich die Polizei und ich habe tages, dagegen mit aller Entschiedenheit zu protestiren und die nicht haben. Une gehört die Zukunft.

Daß der Bedarf um ſehr viel mehr als 300 Millionen betrug.

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ingeno 1o, 10 war gin der Breije allenthalben gezeigt. Wenn schiedener Gegner des bayerischen Militärstrafverfahrens iſt,

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