*** Eine Reichsverbandswaffe.
Mittwoch, 16. Oktober 1912.
Soziales.
sozialdemokratischen Vertretern in der Gemeinde aus partei- sie wegen der Schwere des Vorwurfs, der einem Schriftsteller mit politischen Rücksichten beseitigt worden, nicht zutreffe. Aus sach dem Wort„ Schwindelwerk" gemacht worden sei, auf 200 M. belichen Gründen sei seine Wiederwahl verhindert worden; hinterher messen werden. Die Verhandlung war für den Kläger nicht gerade ruhmreich. Ein von Dr. Franz Ludwig, dem Hauptgeschäftsführer des habe sich ja dann auch gezeigt, daß unter ihm eine starke Korruption Meichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, verfaßtes sich entwickelt hatte. Ulrich verivies bezüglich anderer Behaup- Erwiesen ist auch auf Annahme des Gerichts die unrichtigkeit Buch„ Kommunalpolitik und Sozialdemokratie", das der Verfasser tungen des Ludwigschen Buches auf eine Broschüre, die er( Ulrich) mehrerer von Ludwig öffentlich verbreiteter Behauptungen. Beim Vorwort den bürgerlichen Parteien als„ folide Waffe" gegen sie über die Tätigkeit der Sozialdemokratie in Offenbachs Gemeinde- strafung ist dennoch eingetreten, weil dem Kläger geglaubt ist, daß Sozialdemokratie anpreift, wurde im" Borwärts" als ein verwaltung veröffentlicht habe. Teile dieser Broschüre wurden vor er bei der Verbreitung der unwahren Behauptungen die Wahrheit Schwindelwerk" bezeichnet. Das geschah in einem Artikel, der Gericht verlesen. Er legt darin dar, daß die Budget- und Finanz- nicht erkannt habe. Sonst wird verurteilt, wer unwahre Tatsachen über einen früheren Führer der demokratischen Partei in Mül- wirtschaft der Sozialdemokratie durchaus zum Wohl der Stadt ge- verbreitet, hier ist der Kritiker des Verbreiters der Unwahrheiten wesen ist. berurteilt. Wenig schmeichelhaft für den Kläger , daß danach ges hausen( Elsaß ), einen Rechtsanwalt Diek, berichtete, daß dieser bei Der Verteidiger, Rechtsanwalt Hugo Heinemann , nahm in richtlich gegen ihn festgestellt ist, daß er unwahre Behauptungen einem Hausverkauf die Interessen des Besizers zu vertreten ge- seinen die Berufung begründenden Ausführungen für den Ange- verbreitet hat und ihm bei der Verbreitung der Unwahrheiten die habt, aber vom Käufer nach Herabdrückung des Kaufpreises eine klagten den Schuh des§ 193 in Anspruch, der ihm in dem Urteil der Fähigkeit gefehlt hat, die Wahrheit zu erkennen. Provision angenommen habe. Im Anschluß daran wurde gesagt, Der so schwer kompromittierte Ehrenmann Dies" habe in Mül- ersten Instanz versagt worden war. Der Sozialdemokratie sei der hausen im Jahre 1908 die Abschwentung seiner Bartel mit den schwere Vorwurf gemacht worden, daß sie in der Kommunalverwaltung das Parteiwohl über das Gemeinwohl stelle. Da habe Liberalen an die Seite des Zentrums und den Lügenfeldzug gegen Barth als Redakteur eines sozialdemokratischen Blattes die Pflicht die Sozialdemokratie mitgemacht", aus dem ein gewisser Dr. Franz und das Recht gehabt, diesen Angriff abzuwehren. Zweifellos be Ludwig das Material" zu den in dem reichsverbändlerischen stehe hier zwischen dem Redakteur und den von ihm zu verteidigenSchwindelwerk Kommunalpolitik und Sozialdemokratie" nieder den Personen das sogenannte Auftragsverhältnis, das nach der gelegten Berleumdungen geschöpft" habe. Schließlich wurde noch Rechtsprechung die Voraussetzung der Zubilligung des Schußes von bemerkt, daß, wie dieser Dietz bei Lichte fast alle die Gewährs 193 jei. Im übrigen sei aber auch der Wahrheitsbeweis geJeute und Kronzeugen jenes Bekämpfers der Sozialdemokratie in führt, daß Ludwigs Buch unwahrheiten enthalte und leichtfertig der Kommunalpolitik aussehen". zusammengetragene Angaben bringe, so daß man von Schwindel" reden könne. Jenen Mülhausener Monumentalbrunnen habe Bürgermeister Stayser selber als Kunstwerk zur Aufstellung empfohlen. Mülhausens Schuldenlast habe der Stadt werbende Anlagen verschafft. In Offenbach habe bei der Bürgermeisterwahl Stadt sich gegen Bring erklärt. Dr. Ludwig, der in seinem Buch die Sozialdemokratie aus sachlichen Gründen im Interesse der bei der Besprechung dieser Dinge leichtfertig mit der Ehre anderer gespielt habe, dürfe sich nicht wundern, daß eine scharfe Abwehr erfolgt sei. Der Angeklagte sei freizusprechen. folgt sei. Der Angeklagte sei freizusprechen.
Der Reichsverbändler Dr. Franz Ludwig ging gegen den„ Borwärts"-Redakteur Gen. Rich. Barth mit einer Beleidigungsklage vor und erzielte vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte, daß Barth, weil dem Kläger unwahrheiten oder gar bewußte unwahrheiten in seinem Buch nicht nachgewiesen seien, zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Daß auf Freiheitsstrafe erkannt würde, hatte der Kläger , der selber ein Mann der Feder ist und selber in seinem Buch schwere Angriffe gegen andere gerichtet hatte, durch seinen Rechtsbeistand ausdrücklich gefordert und mit den Vorstrafen begründet, die Barth wegen Breßvergehen schon erlitten habe. Auf die von Barth eingelegte Berufung mußte gestern das Landgericht Berlin I durchy Straftammer 9 unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Neuenfeldt das Urteil des Amtsgerichts nachprüfen.
Das Amtsgeheimnis im Ministerium des Innern. trantentasse" bringt in seiner Nr. 18 folgende kleine Notiz: Das Organ der deutschen Betriebskrankenkassen, die Betriebs
Leipziger Verband und Ministerium des Innern. Ein Arzb hatte an das preußische Ministerium des Innern eine gegen den Leipziger Verband gerichtete Eingabe eingereicht. Das Organ des Leipziger Verbandes( Nr. 36) ist in der Lage, bis ins kleinste gehende Mitteilungen über die Form und den Inhalt dieser Eingabe zu machen. Dem Herrn Minister wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als festzustellen, wie dies möglich ist. Oder stehen etma Registratur und Archiv des Ministerums des Innern dem Leipziger Verband von Amtswegen offen?
Gin Arzt, welcher nicht zu den Honorigen des Leipziger Vera bandes zählt, schreibt im Vertrauen auf das im Ministerium geltende Amtsgeheimnis eine Eingabe. Kaum war diese Eingabe von der Post dem Ministerium überbracht, so war schon das Organ der Aerzteschaft in der Lage, den genauen Inhalt dieser Eingabe mitzuteilen. Wo bleibt da das Amtsgeheimnis? Doch der Minister wird nichts feststellen", wie die Betriebskrankenkasse" meint, sondern ruhig weiter wursteln. Die Aerzteschaft, wie auch die Herren Apotheker haben ja ihre Kollegen in den einzelnen Ministerien gut untergebracht und sind dank dieser guten Verbindung immer in der Lage, sich auf dem Laufenden zu halten".
Verstoß gegen die guten Sitten.
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Als Rechtsbeistand des Klägers führte Justizrat Stolte aus, daß der Wahrheitsbeweis für die Behauptung, Ludwigs Buchy fei ein Schwindelwerk", nicht habe geführt werden können. Der AnDer Angeklagte hatte wieder Wahrheitsbeweis dafür ange- geklagte sei zu bestrafen, und zwar mit Gefängnisstrafe, weil eine boten, daß Ludwigs Buch nicht nur aus Mülhausen , sondern auch Geldstrafe nicht ihn selber treffen würde. aus Offenbach unwahre Angaben über die Tätigkeit der Sozial- Der Kläger Dr. Ludwig suchte den Vorwurf zurückzuweisen, demokratie in der Gemeindeverwaltung bringe. Vor dem Land- daß er sein Material leichtfertig zusammengetragen habe. Er habe gericht wiederholte er die Erklärung, daß die unwahren Angaben 3. B. auch amtliches Material benutt. sogar wider besseres Wissen gemacht worden seien. Die Abschnitte Der Angeklagte Genosse Barth hob hervor, daß der Kläger des Buches, in denen der Verfasser dartun will, daß in Mülhausen 3. B. bezüglich des Monumentalbrunnens sich aus den ihm zuDie Firma Rudolf Mofse in München engagierte für die Ge und in Offenbach die sozialdemokratischen Gemeinderatsmehr. gänglich gemachten Protokollen der Gemeinderatssitzung beffer werbeschau eine Anzahl Verkäuferinnen zum Vertriebe der Kataheiten von parteipolitischen Erwägungen aus und nicht zum Wohle unterrichten konnte. der Gemeinden sich betätigt hätten, wurden verlesen, ebenso ein Das Urteil wurde mit einer sehr ausführlichen Begründung loge und amtlichen Führer durch die Ausstellung in München . Ent fechswöchent gegen die Sozialdemokratie gerichtetes Flugblatt, das im Jahre verkündet. Zweifellos fei in dem Artikel dem Dr. Ludwig der gegen den Bestimmungen des Handesgesetzbuches 1908 dem Mülhauser Tageblatt" beigelegen und nachher dem Vorwurf gemacht worden, daß er in seinem Buch wiffentliche Un- liche Kündigungsfrist und Gewährung einer sechswöchentlichen Dr. Ludwig mit als Material für sein Buch gedient hatte. Einige wahrheiten bringe. Dem Angeklagten müsse der Schutz des§ 193 Krantenunterstüßung schloß fie mit jeder einzelnen Verkäuferin 15. laufend, die der von dem Angeklagten vorgeschlagenen Zeugen waren nicht ver- versagt bleiben, weil dieser bei der Wahrung nicht von Allgemein- jeweils Berträge vom 1. bien, jo bop, wenn eine ber Berläufe. nommen worden, weil sie Gemeindebeamte sind und die vorgesezte interessen, sondern nur von individuellen Interessen gewährt werden immer wieder erneuert wurden, so daß, wenn Behörde die Erlaubnis zur Aussage nicht erteilt hatte. Die Aus- tönne. Es bestehe hier kein Auftragsverhältnis, fein besonderes rinnen erkrankte, die Firma zur Leistung des Krankengeldes nichb Das Kaufmannsgericht München er fagen der übrigen Zeugen, die kommissarisch in ihren Wohnorten Band zwischen dem Redakteur und denen, deren Interessen er wahr- berpflichtet war. bereits vernommen worden waren, wurden verlesen. nehmen zu sollent geglaubt habe. Die Parteizugehörigkeit allein flärte diese Verträge als gegen die guten Sitten verstoßend. Darauf Durch die Vernehmung hatte bezüglich Mülhausens festgeftelt genüge nicht, ein Auftragsverhältnis zu begründen. Auch der erklärte sich der Vertreter der Firma bereit, die eingeklagte Summe werden sollen, ob die Angabe des Ludwigschen Buches wahr sei, Wahrheitsbeweis sei nicht geführt. Denn es genüge nicht, un bon 96. M. vergleichsweise zu zahlen. daß unter der Herrschaft der sozialdemokratischen Gemeinderat3- richtigkeiten in dem Buch nachzuweisen, auch die Wissentlichkeit mehrheit die Schulden der Stadt von 5% Millionen auf 28 Mil- müsse nachgewiesen werden. Nun habe zwar die Beweisaufnahme mi Lohnverhältnisse der Unfallverlekten. lionen gestiegen seien, und daß man durch die Errichtung des ergeben, daß verschiedenes in dem Buch objektiv nicht ganz richtig Monumentalbrunnens, der einen Arbeiter darstellt, die Herrschaft ist. Das gelte besonders von Urteilen, die der Verfasser bringt. des Mannes mit der schwieligen Faust habe symbolisieren wollen. 3. B. bezüglich des Brunnens. Auch die Angabe über Mülhausens Von den Zeugen hat Oberregierungsrat Kayfer- Mez aus seiner Schuldenlast sei objektiv nicht richtig, denn diese sei nicht auf 28 Amtstätigkeit in Mülhausen , wo er in den Jahren 1902-1908 Millionen gestiegen. Aber daß diese Angaben bewußt unrichtig, daß Bürgermeister war, befundet, daß für die Aufnahme einer Anleihe sie Schwindel" waren, sei nicht nachgewiesen. Zu verkennen sei nicht nur die Sozialdemokraten, sondern auch andere Gemeinde- nicht, daß eine gewisse Tendenz angenommen werden konnte, wenn ratsmitglieder eingetreten sind. Die Aufstellung des Brunnens nur die Höhe der Schulden angegeben wurde, ohne daß dabei zu ivar feineswegs von den Sozialdemokraten, sondern von anderer erkennen war, wie weit sie werbenden Zwecken dienten. Aber aber nun die Rente wieder auf, weil nach Gutachten ihres Vers Seite angeregt und dann von ihm selber( Kayser) unterstützt auch hier sei die Wissentlichkeit wieder nicht nachgewiesen. Aehn- trauensarztes eine wesentliche Besserung durch langjährige Angeworden. Reichstagsabgeordneter Genosse Emmel- Mülhausen stellt lich seien die Unrichtigkeiten über Offenbach zu beurteilen; nirgends wöhnung an den Zustand usw. eingetreten sei. Vor allen Dingen fest, daß die Sozialdemokratie im Gemeinderat schon 1906 die Mehr- fei der Wahrheitsbeweis bewußter unrichtigkeit geführt. Der An- sei auch die normale Entlohnung" des Berlebten ein genügender heit wieder verloren hatte. Die Schulden, die man selbstverständ- geklagte sei zu bestrafen. Seine Absicht, zu beleidigen, gehe schon Beweis dafür. lich nur für gemeinnüßige Unternehmungen und für werbende An- daraus hervor, daß in dem Artikel die beleidigenden Ausdrücke Der Berleßte fonnte nachweisen, daß sich der Finger gar nicht lagen wie das Elektrizitätswert gemacht habe, seien bis 1907 nicht Lügenfeldzug" usw. durch Fettdruck hervorgehoben seien. Für gebessert hatte, völlig versteift, nicht mehr zur Faust eingeschlagen auf 28 Millionen, sondern auf 20 Millionen gestiegen. Für den das Strafmaß sei mildernd zu berücksichtigen, daß das Buch Angriffe werden kann, im Winter auch vor Kälte durch einen Verband ge Brunnen seien nicht mal alle Sozialdemokraten eingetreten, z. B. enthält, von deren Unrichtigkeit der Angeklagte von seinem Stand- schützt werden muß. Das Schiedsgericht zu Wiesbaden auch er( Zeuge) nicht. punkt aus überzeugt sein konnte. Straffchärfend falle ins Gewicht, verurteilte die Genossenschaft zur Zahlung der Rente, weil der Ueber die Zustände in Offenbach war unter anderem Genosse daß der Angeklagte als Redakteur schon Vorstrafen wegen Be- verlebte Finger ein direktes Arbeitshindernis bildet". Im Urteil Ulrich- Offenbach vernommen worden. Seine Aussage ging babin, leidigung erlitten habe. Es liege aber kein Grund vor, auf Frei- wird sehr richtig ausgeführt: Die Lohnverhältnisse sind nicht ausdaß Ludwigs Behauptung, der Bürgermeister Bring sei von den heitsstrafe zu erkennen. Eine Geldstrafe sei ausreichend, doch müsse schlaggebend, denn die Unfallfolgen würden sich bei einem Wechsel
Kleines feuilleton.
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Bei unserer heutigen Rechtsprechung wird oft auch der Ar beitsverdienst eines Berlebten mit Unrecht als Beweis für die ein getretene Besserung der Unfallfolgen oder der Angewöhnung an den Zustand angeführt. Deshalb ist es wichtig, daß auch einmal ein Schiedsgericht anderer Meinung war. Der Bauarbeiter P. zu Soffenheim hatte durch. einen Betriebsunfall eine völlige Versteifung des Beigefingers der rechten Hand zu beklagen und erhielt feit Jahren eine Teilrente von 10 Proz. Die Berufsgenossenschaft hob
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revolutionäre Lurus eine Lebensnotwendigkeit der kapitalistischen älterer Weise wie etwas Neues. Dirigent Bruno Weyersberg Entwickelung, daß umgekehrt der Kapitalismus erst dann fräftig ein- machte Freude; er hälts mit dem Temperament. setzte, als durch Niederreißung der feudalen Schranken eine produk- Weiten Kreisen etwas wie eine häusliche Musikstimmung zu be Der Kapitalismus und die Kokotte. Nachdem Werner Som- tive Verwertung von angesammelten Geldkapitalien in größerem reiten, verstehen die Sonntagskonzerte des Schiller. bart, der Geist- und Erfindungsreiche, das Judentum zum Bater Maßstabe möglich geworden war. Und wenn mit der Niederwerfung Theaters. Regelmäßig zwei Kammermusiken und dazwischen des modernen Stapitalismus gemacht hat, gibt er nunmehr dem nen der Kokottenherrichaft auch einige Manufakturzweige hart mit- Lieder. Die Auswahl meist vom„ Bewährtesten"! Ein Tenorist mit es sei nur an das Schicksal der Lyoner auffallend weichem Ansatz der Stimme, Paul Reimers , wirkte geborenen Kinde zur Pflegemutter die Kokotte. Das Weibchen" genommen wurden, so hatte das für die Gesamtentwickelung noch animierender als die Instrumentalisten, deren meisterliche bildet wie er in seinem Essay über den Lurus im Ancien Régime Seidenindustrie erinnert ( Die neue Rundschau", 12, X) behauptet die Triebfeder des ebenso wenig größere Bedeutung, als der Kokottenlurus für den Soldität feine Wagnisse liebt. Etwas erklusiver sind die Kammermusikabende der luguriösen Lebens, das im Beitalter des Frühfapitalismus einfegte Rapitalismus früher förderlich gewesen war. Der Kapitalismus ist mit dem erfreulichen Ergebnis, daß das Geld maffenweise unter doch schließlich ein viel zu ernster Gefelle, als daß er seinen Sieges- Trio- Vereinigung, an deren Spige der Violinist Felig Meyer steht. Sie hat, wohl weil unsere bisherigen Konzertjäle noch immer nicht die Leute fam". Dieser neueste Versuch Sombarts, das Pferd bei lauf durch den Salon der Kokotte zu nehmen gezwungen war. dem Schwanze aufzuzäumen und die abgeleiteten Formen des ge genügen, den etwas unpraktischen, aber durch mittlere Größe günstigen Ein neues Mittel gegen Unfruchtbarkeit. Auf dem Pariser Festsaal der Großen Landesloge( Eisenacher Straße) genommen. fellschaftlichen Seins zu dessen leitenden Kräften zu machen, anstatt Stongreß für Chirurgie machte Dr. Woronoff eine auffeben- Auf dem legten Programm stand ein Quartett für Klavier, fte was die einzig wissenschaftliche Methode ist aus ihren also eine feltene, doch besonders materiellen Vorauslegungen zu entwickeln, enthält übrigens eine erregende Mitteilung. Es ist ihm gelungen, Eierstöcke eines Schafs zwei Streicher und Klarinette auf ein anderes, zuvor des gleichen Organs fünstlich beraubtes zu interessante Busammenstellung. Das Werk ist von dem Bundes ganze Reihe von amiliamten Kulturbildern, um derentwillen es sich verpflanzen, das dann ein Junges warf. Dr. Woronoff zeigte den dirigenten der Arbeiterfänger F. Bothe. Referent hatte sich den überhaupt lohnt, von ihm Notiz zu nehmen. Baris und London zwei Zentren der Kultur von damals Kongreffisten die aufgepropften Organe, und einige Kollegen, die Besuch des Konzerts daraufhin eingerichtet, fam aber infolge einer waren auch die Hauptmärkte, auf denen die„ kleinen Fräuleins mit eine Versuche zu verfolgen Gelegenheit gehabt hatten, bestätigten Verschiebung des Programms nicht mehr zurecht und konnte sich nur feine Angaben. Daran fnüpfte fich eine Diskussion über die uns noch von fundiger Seite berichten lassen. Danach enthielt das der mittelmäßigen Jugend" einen der verlockendsten und begehrtesten wendbarkeit derselben Operation beim Menfchen, wobei einigermaßen Quartett nach einem ersten Satz, der einen etwas auseinanderArtikel bildeten. Die heutigen bürgerlichen Zeitungen mit ihren phantastische Meinungen entwickelt wurden. Die Herren stritten sogar, gehenden" Eindruck machte, noch drei Säße, die durchgehends voll" Heirats" annoncen nehmen sich sehr züchtig und tugendhaft aus ob die lebertragung nur zwischen Frauen gleicher Raffe oder gleicher flingend und erfolgreich gewesen sein sollen: einen Thrisch- schönen gegenüber den damaligen Adreßzbüchern der Kokotten, die es handelte sich um das XVIII. Jahrhundert in London und Baris Hautfarbe möglich fei. Man sollte aber wohl ebensowenig wie fiber Liebfaz, einen scherzoartigen Walzer in fünfstufiger Tonleiter und regelmäßig erschienen und, wie es fich gehört, reißenden Abias ungelegte Eier über unausgeschnittene Eierstöde streiten. Jedenfalls eine mehr wohltlingende als formſtrenge Fuge. fanden. Londoner Kalender zeigte nur die besseren Kokotten an und eröffnet die Mitteilung Dr. Woronoffs die Aussicht auf eine Kombeschrieben sie genau nach Gefichtsbildung, Manieren, Talenten usw. römische Rechtssprichwort bezeugt, ewig unsicheren Vaterschaft noch plikation der Familienverhältnisse und scheint zu der, wie das Adressen der Mädchen aller Art und aller Klassen". London zählte Leute, die feine Coupletdichter und Bossenfabrikanten find, ruhig haustonzerte findet Freitag, abends 9 Uhr, im großen Saal Der Pariser Almanach war etwas demokratischer und enthielt die eine Streitfrage der Mutterschaft hinzuzufügen. Indes werden die - Musikchronit. Das erste der zwei Ge toertschafts50 000 Freudenmädchen oder sogenannte Mätreffen, Baris etwa 80 000 abwarten, ob die Entdeckung so fruchtbar ist, wie sie machen will.bes Gewerkschaftshauses statt. Das Programm enthält Rammermusifwerke und Lieder von Beethoven . Der Geldaufwand, der für diesen Lurusartikel alljährlich gemacht wird, war geradezu enorm. An der Spize marschierte ber Vorlesungen der Freien Hochschule. Die Empor franzöfliche Hof. Die Liebe zur La Vallière hat Ludwig XIV. zur Boltsfreundliche Konzerte. Man tut gut, nicht gleich züchtung des Menschengeschlechts heißt ein Vortragsturfus, den Erbauung von Versailles getrieben; auf seines Vaters fleinem Jagd- jegliches Stonzert volkstümlich" zu nennen, das sich so gibt. Doch Dr. Eduard David Mittwoch, abends 8 Uhr, Niederwallstr. 12 schloß von Versailles batte er die ersten Rendezvous mit ihr gehabt: von dem, was ein Konzert zu einem wirklich volkstümlichen macht, beginnt.- 8u gleicher Beit beginnt der Vertragszyklus Dort auf dem Waldhügel follte die Geliebte ibres Herrn Bauber findet sich einiges bei nicht wenigen Veranstaltungen unseres gegen M.. aeges über das Thema: Wie erkennen wir die Welt?" schloß aufsteigen sehen. Der Bau, Ausschmüdung, Möblierung, wärtigen Mufillebens: mäßigere Breife, Verzicht auf gefellschaft im Dorotheenstädtischen Realgymnasium. Wasserkünste und Gärten von Versailles haben dann etwas über lichen Effeft und dergleichen. Da mag die eingangs verwendete Be--Eine Gebentfeier zum hundertjährigen Geburtstage 100 Millionen Frant verschlungen. Madame de Pompadour , die zeichnung passen. Hermann b. Gilms veranstaltet am Sonntag Leopold Thurner andere Liebe des Connentönigs, hat in 19 Jahren nachweislich über So vor allem für die mehrfachen Veranstaltungen des im Architektenhause. Zum Schluß des Abends heitere Dichtungen 36 Millionen Livres verausgabt. Die Nachfolgerin diefer üppigen Blüthner Orchesters. Es hat seine Großen Sinfonie von Schönherr, Kranewitter, Thoma. Dame, Komtesse du Barry, wartete mit einer Gesamtrechnung von Stonzerte", und zwar jetzt mit Deffentlichen Hauptproben", also Parsifal in der Spielhölle. Die Deutschen streiten etwa 12 Millionen auf. einer das gefellschaftlich Schlichte begünstigenden Einrichtung( die fich darüber, ob ber hl. Gral bei uns auch in Bukunft nur an seiner Diefer Liste der galanten Ausgaben des Hofes schließen sich nächste Probe ist Sonntag, den 20. b. M., mittags). Es hat feine bisher einzigen Stultstätte, in Bayreuth , zelebriert werden darf. In ähnliche Rechnungen fleinerer Sünder an. Die Verschwendung des Wagner Abende und insbesondere feine fonntägigen Stonzerte mit Monte Carlo denkt man praktischer: dort soll das Werk noch diesen Nationalvermögens dauert ungeichwächt fort, bis der Orfan der buntester Programmschüssel. Am legten Sonntag gab's u. a. eine Winter aufgeführt werden. Das nerbenschlaffe Bugus- und RouletteRevolution der schmarozenden Gesellschaft ihr Lebenslicht( oft im Erinnerung an den vor kurzem verstorbenen französischen Altmeister publikum und das fenile Dekadenzwert des großen Zauberers scheinen wörtlichen Sinne!) ausbläst. So wenig war übrigens der vore J. Massenet; ein paar französische Lieder von ihm wirkten trog Berührungspunkte zu haben.
Mädchen und 10 000 Mätreffen.
Mufit.
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Notizen.
SZ.
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