Sonntagen länger als 3 Stunden beschäftigt werden. In Wirk lichkeit werden nun die Gehilfen in Berlin fast durchweg länger als die vorgeschriebene Zeit beschäftigt, andererseits aber wird in vielen Fällen der freie Wochennachmittag nicht gewährt, ja nicht selten
im Jahre 1905
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34 184 Mitglieder
1906
42 491
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1907
55 840
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0
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1908
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9
1909
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1910 1911
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67 412 73 361 68 984 77,224
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Die Deutsche Warte", welche in Verlage von Büren - wird der Gehilfe schon bei seiner Einstellung veranlaßt, auf den it ein erscheint und bisher ihre geistige Rost für 50 Bf. monat- freien halben Tag in der Woche zu verzichten. Diese Verhältnisse beleuchtete der Referent Ka belih in der erwähnten Versammlich absetzte, führte nur ein sehr fümmerliches Dasein. An lung, der an Sand von reichhaltigem Material seine Angaben unter- Von 14 der größeren Zentralverbände und Federationen liegen einer ganzen Reihe von Zeitungsständen konnte man keine stützte und sich gegen einen Artikel im Innungsorgan wandte, der genauere Abrechnungen vor über die Kassenverhältnisse, UnterNummer des Blattes erstehen. Die Zeitungshändler hielten den wirklichen Tatsachen nicht entspreche. Nunmehr macht sich in stützungseinrichtungen usw. Die gesamten Einnahmen dieser Veres nicht für nötig, ihren Vorrat mit den Exemplaren einer Jnnungsmeisterkreisen das Bestreben bemerkbar, überall für Ein- bände beliefen sich im Jahre 1911 auf 919 777 Frant gegen 539 464 Zeitung zu belasten, die wenig oder gar nicht verlangt werde. haltung der dreistündigen Sonntagsarbeit zu sorgen und dann den Frank im Jahre 1910. Die Ausgaben betrugen im Jahre 1910= Die Deutsche Warte" ist aber sehr ehrgeizig geworden Gehilfen den freien Nachmittag in der Woche vollkommen zu ent- 535 708 Frant, im Jahre 1911 781 757 Frant. Die Vermögensund will Lorbeeren ernten, wenns auch„ gelbe" sind. Der ziehen. Damit können jedoch die Gehilfen sich nicht einverstanden best än de waren von 1910 auf 1911 von 212 339 Frant auf 749 249 Verlag hat mit dem Vorstand des gelben Unterstügungsver- erklären, da der freie Wochennachmittag geradezu eine unumgäng Frank gestiegen. Unter den Zentralverbänden sind besonders zwei, eins der Siemens- Werke ein Abkommen getroffen. Seit liche Notwendigkeit ist, um ihre Lebensbedürfnisse, wie Einkäufe deren Kassenwesen bereits einen großen Umfang angenommen hat. Baden usw. erledigen zu können. Mit eindringlichen Worten er- Die Metallarbeiter hatten 1911 eine Ausgabe von 263 678 Wochen betreiben gelbe Vertrauensleute eifrig Abonnenten- mahnte der Referent die Anwesenden, sich Mann für Mann dem Frank und behielten einen Kassenbestand von 163 228 Frank, wähfang für die Deutsche Warte". Der Eifer, mit dem man zu Verband der Friseurgehilfen Deutschlands anzu- rend die Buchdrucker eine Ausgabe von 173 117 Frank zu verWerke ging, findet darin seine Erklärung, daß der Verlag schließen, denn nur wenn alle einmütig zusammenhielten, sei es zeichnen hatten und einen Kassenbestand von 361 220 Frank. Von für jeden neuen Abonnenten 50 Pfennig Provision an die möglich, den Machinationen des Innungsbundes mit Erfolg ent- den Ausgaben der Verbände überhaupt sind hervorzuheben: Für Obergelben zahlt. Die Obergelben arbeiten aber nicht im gegenzutreten und die Rechte der Gehilfen wirksam zu verfechten. Streits und Aussperrungen: 389 981 Frant; für ArbeitslosenunterBetrieb, können daher den Abonnentenfang nicht engros be- Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall auf- ftügung: 178 905 Frant; für Krankenunterstüßung: 126 677 Frank und so fort. treiben. Daher hat man die gelben Vertrauensleute für die genommen. Sache gewonnen und man teilt sich den„ Raub". Der gelbe Vertrauensmann erhält pro Abonnement 25 Pfennig, und fein Chef", als Werksbevollmächtigter, erhält ebenfalls eine viertel Mark. Außerdem soll die gelbe Vereinskasse auch noch besonders einen Betrag erhalten.
Nun bedenke man: 50 Pfennig kostet das Abonnement pro Monat. Den gleichen Betrag erhalten die gelben Abonnentensammler und dann noch ein Betrag für die Vereinstaffe! Wofür liefert denn der Verlag die Zeitung? Hat sich da ein„ edler gelber Menschenfreund" gefunden, der opferfreudig sein Portemonnaie öffnet, oder hat die Firma Siemens Subvention gegeben, wie sie eine solche dem„ Bund" jährlich zahlt?
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Man will die Deutsche Warte" so allmählich in eine gelbe Tageszeitung umwandeln, um auf Angriffe des Vorwärts" und anderer Blätter gegen die Gelben" sofort antworten zu können.
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Der gelbe Dr. Nathanson, dem man seit dem 1. November d. I. sein Gehalt um 800 M. aufgebessert hat und der jetzt 4800 M., ausschließlich der Beiträge für die Privatbeamtenversicherung, als Geschäftsführer des gelben Vereins erhält, ist als geeignete Kraft ausersehen, gelbe Artikel für die Deutsche Warte" zu liefern. Als ehemaliger Bundredakteur" hat er sich schon rühmlichst bemerkbar gemacht. Doch all diese gelben Bemühungen werden Sisyphusarbeit bleiben!
In der Diskussion erklärte ein Mitglied des Gehilfenausschusses, daß der letztere geschlossen hinter den aufgezeichneten For- jahre wird auf 216 angegeben. Hiervon hatten Erfolg 96, es endeten Die Zahl der gewerblichen Konflikte im Berichtsberungen stehe. Es wurde u. a. auch mitgeteilt, daß selbst der durch Vergleich 72, während 48 zuungunsten der Arbeiter endeten, Obermeister von Berlin seinem Personal den Am zahlreichsten sind die Lohnbewegungen, die für Lohnerhöhungen freien Nachmittag nicht gewähre! Ferner kam zur geführt wurden; diese sind auch verhältnismäßig am häufigsten erSprache, daß die Meister schon mit einer Sonntagsarbeit bis 12 Uhr folgreich gewesen, nämlich 57 Proz.; am ungünstigsten verliefen dieeinverstanden gewesen wären, wenn dann der freie Nachmittag weg- jenigen Streifs, die wegen Lieferung schlechten Materials geführt fallen würde. Darauf konnten die Gehilfen natürlich nicht ein- wurden. gehen. Im übrigen brachte die Diskussion noch eine Fülle von Ueber die gewerkschaftliche Presse wird berichtet: Tatsachen, die ein grelles Schlaglicht auf die Misere des Gehilfen- Von 26 Gewerkschaftsorganen erschienen 22 einmal, 3 zweimal pro standes im Friseurgewerbe warfen. Insbesondere wurde auf die Monat und 1 jede Woche einmal. Sieben von diesen Blättern mit Auswüchse der Gehilfenzüchterei und ihre Folgen hingewiesen, die 50 700 Exemplaren sind in französischer, acht mit einer Auflage von es mit sich brächten, daß nur allzuviele Gehilfen aus dem Gewerbe 36 500 Gremplaren sind in flämischer Sprache redigiert, während elf hinausgetrieben würden, was ganz in den Intentionen der Innungs- in zwei Sprachen erscheinen( 25 140 Eremplare). De Zeeman"( 2000 meister liege. Der Vertreter einer Lokalorganisation erklärte eben- Eremplare) erscheint in französisch, flämisch und deutsch ; drei Verfalls, daß sein Verein geschlossen hinter den Forderungen stehe. bände, nämlich die Metall-, Fabrik- und Tabatarbeiter geben je Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: eine Zeitung in flämisch und in französisch heraus. „ Die öffentliche Versammlung der Gehilfinnen und Gehilfen Die christlichen Gewerkschaften, die von den freien des Friseurgewerbes zu Berlin erklärt die Ausführungen über die schlechthin als Gelbe geführt werden, haben nach ihren Angaben Stellungnahme der Gehilfenschaft zur Frage der Sonntagsruhe 71 235 Mitglieder. Der Sekretär der freien Gewerkschaften, Geim Organ des Innungsbundes als unwahr. Die Versammelten nosse Bergmans, nimmt die christliche Abrechnung scharf unter die stehen nach wie vor auf dem Standpunkt der fünfstündigen Lupe, er weist nach, daß diese in Wirklichkeit nur 42 066 Mitglieder Sonntagsarbeit unter Beibehaltung des freien Wochennachmittags zählen. und verpflichten sich zur Gegenwehr gegen die Bestrebungen des Innungsbundes, die darauf hinauslaufen, den Gehilfen den freien Wochennachmittag zu nehmen, die Organisation der Gehilfen zu stärken."
Weihnachtsgratifikation bei der Großen Berliner
Straßenbahn.
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Paris , 13. Dezember. ( W. T. B.) Der türkische Vertreter bei der Londoner Friedenskonferenz Reschid Pascha erklärte einem Redakteur des Temps ": Wir haben den aufrichtigen Wunsch, In den letzten Tagen war in allen bürgerlichen Zeitungen Frieden zu schließen, aber wir sind vollständig entschlossen, Die Tarifforderungen der Berliner Holzarbeiter Berlins darüber zu lesen, wieviel Tausende von Mark die liebe diesen Frieden nur unter ehrenhaften Bedin wurden am Donnerstag in einer außerordentlichen Generalver-" Große" als Gratifikation für ihre Bediensteten gespendet habe. gungen abzuschließen. Unsere militärische Kraft sammlung des Deutschen Holzarbeiterverbandes beraten. Der Ver- Nicht bemerkt wurde dabei, daß eine erhebliche Anzahl von Ange- wächst täglich. Zur Stunde haben wir 170 000 Mann in jammlung lag ein Vertragsentwurf vor, welcher das Ergebnis von stellten nicht erhalten haben. In erster Linie kommen da die Tschataldscha, die reichlich mit Munition versehen sind, die FeindBeratungen der Ortsverwaltung und der Branchenvertretungen ist. unverheirateten Ersatzfahrer und Ersatzschaffner in Betracht, welche seligkeiten würden sofort wieder aufgenommen werden, wenn eine Wie der Vorsitzende Glode ausführte, werden die Verhandlungen die vorgeschriebene Geduldsprobe noch nicht überstanden haben. Bartei der anderen allzu drückende Bedingungen auferlegen sollte. über die Arbeitszeit und die Vertragsdauer zwischen den Zentral- Ferner erhielten Bedienstete, die nach Ansicht der Direktion schuld Mit Griechenland könnten wir erst verhandeln, wenn es seinen instanzen der beiderseitigen Organisationen geführt, während alle an Zusammenstößen trugen, ebenfalls nichts. Waffenstillstand unter denselben Bedingungen wie die Verbündeten übrigen Vertragspunkte zwischen den örtlichen Instanzen geregelt Aber am schlechtesten kamen diejenigen Angestellten davon, die abgeschlossen hat. Der zwischen der Türkei und Griechenland herrwerden. Es haben bereits informatorische Verhandlungen, sowohl an Stelle der Gratifitation ihre Kündigung erhielten! Zum schende Kriegszustand bietet in der Tat für Verhandlungen eine zentrale wie örtliche, stattgefunden. Bei den zentralen Verhand- Teil geschah dies, weil sie angeblich zu viel Strom verbraucht allzu schwankende Grundlage. Wir wünschen mit den Ballanlungen stellten sich die Arbeitgeber auf den Standpunkt, den die haben. Es sieht also in der Wirklichkeit ganz anders aus, als die verbündeten direkt zu verhandeln. Sollten aber Unternehmerorganisation im Baugewerbe einnimmt: Gine kürzere Sache in den bürgerlichen Blättern dargestellt wurde. Giner großen ihre Forderungen derart sein, daß eine direkte Verſtändigung unArbeitszeit als täglich 9 Stunden darf nicht bewilligt werden. Dem- Zahl von Familien, deren Ernährer bei der„ Großen Berliner" möglich erscheint, so würden wir, falls die Großmächte an den Vergemäß fagen die Arbeitgeber der Holzindustrie: Wo die Arbeitszeit angestellt war, wurde keine Freude zuteil. Diese können während handlungen teilzunehmen wünschen, diesen Vorschlag annehmen. weniger als 54 Stunden wöchentlich beträgt, da wird keine weitere des Festes über den Erfolg ihrer Tätigkeit bei einer Millionenfirma Zum Schluß sprach Reschid sein Bedauern darüber aus, daß man Verkürzung bewilligt. Die Arbeiter werden sich aber, wie Glocke nachdenken, welche stets das„ Wohl und Wehe" ihrer Angestellten in Frankreich die entschlossene Haltung der Türkei auf die Ratbetonte, durch diesen Standpunkt der Unternehmer nicht abhalten im Auge haben will und so oft darauf hinweist, daß die Straßen- schläge gewisser Mächte zurückgeführt habe. Die Türkei habe nur laffen, für Berlin eine Verkürzung der gegenwärtigen Arbeitszeit bahner Lebensstellung in ihrem Betriebe haben. auf ihre eigenen Interessen Rücksicht genommen. zu fordern, was schon dadurch gerechtfertigt ist, daß die zweite Vertragsperiode den Berliner Holzarbeitern keine Arbeitszeitverkürzung gebracht hat. Während bei den früheren Tarifverhandlungen die Arbeiter eine kürzere, die Arbeitgeber aber eine längere Vertragsbauer verlangten, ist es diesmal umgekehrt. Die Arbeiter wollen,
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Aussperrung der Hilfsarbeiter in den Vereinigten Beltener Ofenfabriken.
Die Kämpfe um Chios . Konstantinopel , 13. Dezember. ( W. T. B.) Ein Abendblatt erfährt, daß die Türken auf Chios starken Widerstand leisten. Die Griechen könnten nicht bis in die Reichweite der türkischen Kanonen vorrücken und warten auf Verstärkungen. Die Türken seien im Besitz von Lebensmitteln, die ihnen einen langen Widerstand ermöglichten.
Letzte Nachrichten.
Im Juli dieses Jahres jahen sich die Hilfsarbeiter der Ofendaß der Vertrag auf vier Jahre abgeschlossen werde, die Arbeitgeber fabriken Beltens veranlaßt, ihren Tarif, welcher zum 1. Oktober wollen dagegen eine kürzere Frist, um möglichst viele Verträge 1912 ablief, zu fündigen. Für die Beratung eines neuen Tarifs gleichzeitig zum Ablauf zu bringen und auf den einheitlichen hatten dieselben den Fabrikanten einen Entwurf eingereicht, der Tarifablauf für das ganze Reich hinzuwirken. An der Erreichung einige Verbesserungen vorjah. Gefordert wurde vor allem eine dieses Zieles haben die Arbeiter fein Interesse. Verkürzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden täglich, Erhöhung des Was die Punkte betrifft, welche der lokalen Verhandlung unter- Stundenlohnes um 5 Pf. innerhalb 2 Jahre, Festlegung der AkkordDas Ende der Lehrerinterpellation in der französischen liegen, so fordern die Arbeiter eine den Zeitverhältnissen ange- arbeit für jeden Betrieb, sowie zweijähriger Tarifvertrag. Obgleich Kammer. messene allgemeine Rohnerhöhung. Ferner sollen für diejenigen diese Forderungen bei den jezigen Verhältnissen als äußerst minimal zu bezeichnen sind, lehnten die Unternehmer dieselben ab. Paris , 13. Dezember. ( W. T. B.) Die Kammer führte die Be= Branchen, deren Löhne nicht durch Spezialtarife geregelt find, Ein Gegentarif von den Fabrikanten, der den Arbeitern übermittelt Mindestſtundenlöhne festgesetzt werden, die als Anfangslöhne zu wurde, sah einen dreijährigen Tarifvertrag vor; Bohnerhöhung im ratung über die Interpellation betreffend die Leh= gelben haben. Da sich in der Tischlerei die Teilarbeit immer mehr ersten Jahre sollte nicht erfolgen, jedoch wurden ab rer zu Ende. Vor der Abstimmung über die Tagesordnung ereinbürgert und ungelernte Arbeiter in steigendem Maße mit Teil- 1. Oftober 1913 2 Pf., ab 1. Oftober 1914 weitere 2 Pf., insgesamt klärte Ministerpräsident Poincaré , die Regierung zweifle nicht arbeiten beschäftigt werden, so ist es notwendig, daß auch für Hilfs- innerhalb von 3 Jahren 4 Pf. pro Stunde Lohnerhöhung vorge- an der Vaterlandsliebe des Lehrerstandes, die gegen Verfehlungen arbeiter, welche Tischlerarbeit verrichten, Mindestlöhne festgesetzt sehen, außerdem die schriftliche Festlegung der Akkordlöhne, aber getroffenen Maßnahmen seien im Interesse der Schule und der werden. Die Entlohnung dieser Arbeiter ist zurzeit eine völlig teine Arbeitszeitverkürzung. Da eine Einigung über den Stundenwillkürliche und meist sehr niedrige, sie bedarf deshalb der tarif- lohn mit den Unternehmern nicht zu erzielen war, obgleich die Ar- Lehrer. Besonders die Kundgebungen auf dem Kongreß zu Chambeiter alle anderen Forderungen fallen ließen und nunmehr nur bery seien unvereinbar mit der erzieherischen Aufgabe. Poincaré lichen Regelung. Für Montagearbeiten wird eine Verbesserung noch verlangten, daß im ersten Jahre 1 Pf., im zweiten Jahre 1 Pf. verurteilte den Anschluß der Lehrer an den" Sou du Soldat" und des gegenwärtigen Zustandes gefordert hinsichtlich der Berechnung und im dritten Jahre 2 Pf. pro Stunde mehr gegeben werden die Antimilitaristen und erkannte die Notwendigkeit eines Beamtendes Zuschlages und der Fahrzeit. Großer Wert wird auf die sollte, drohten die Herren bei Nichtannahme ihrer Zugeständnisse statuts an. Die Regierung sei keineswegs geneigt, auf die notArbeitsvermittelung gelegt. Die Arbeitgeber machen einen Vor- mit der Stillegung ihrer Betriebe. Diese erfolgte auch bei einigen wendige Autorität zu verzichten oder die parlamentarische Gewalt stoß gegen die im jezigen Tarif festgelegte obligatorische Benutzung Fabrikanten, während die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen vor irgendwelcher neuen, unbestimmbaren unverantwortlichen Gedes paritätischen Arbeitsnachweises, wobei ihnen die Berliner waren. Infolgedessen sahen sich die Hilfsarbeiter veranlaßt, den walt zu beugen.( Lebhafter Beifall.) Boltszeitung" in der bereits im Vorwärts" gekennzeichneten Weise Kampf nunmehr aufzunehmen. Wir ersuchen deshalb, Zuzug von zu Hilfe kommt. Die Arbeiter dagegen halten unbedingt an dem Hilfsarbeitern nach Velten streng fernzuhalten. Verband, der Fabritarbeiter. Obligatorium fest, weil es sich gut bewährt hat und im Interesse beider Teile bestehen bleiben muß.
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Die Arbeitsnachweisfrage nahm auch in der Diskussion eine
welche bejagt:
Ausland.
Die belgischen Gewerkschaften im Jahre 1911.
Nach lebhafter Debatte nahm die Deputiertenkammer folgende Tagesordnung an: Die Kammer bedauert gewisse auf dem Kongreß von Chambery eingebrachte Anträge sowie die der Laienschule nachteilige Auslegungen, zu denen die Anträge Veranlassung gegeben haben. Die Kammer ist fest überzeugt von dem Patriotismus der Lehrer und entschlossen, den nationalen Elementarunterricht, der von der Liebe zum Vaterlande getragen sein muß, gegen jeden Angriff zu verteidigen. Die Kammer billigt die Erklärungen der Regierung und drückt ihr Vertrauen dazu aus, daß die Regierung unverzüglich ein Beamtenstatut schaffen und einen Entwurf zur Verteidigung der Laienschule ausarbeiten wird.
hervorragende Stelle ein. Alle Redner sprachen für die Beibe- Die letzte Nummer des Journal des Correspondances" enthält haltung der obligatorischen Benutzung des Arbeitsnachweises. Die die Jahresberichte über die belgischen Geiverkschaften, Streiks, Ausjenigen, welche in der„ Bolkszeitung" gegen den Arbeitsnachweis sperrungen usw. vom Jahre 1911. Die Gewerkschaftskommission zu Felde ziehen, seien Vertreter der Arbeitgeberinteressen. Zu( identisch mit der deutschen Generalfommission) beschwert sich eindiesem Punkt wurde einstimmig eine Resolution angenommen, gangs ihres Berichts bitter über die angeschlossenen Verbände, die ihren Mitgliederbestand meist zu gering angeben, um an Beiträgen " Die Versammlung steht bezüglich des' Arbeitsnachweises auf an die Generalfommission zu sparen. Dieser Umstand ist zu bedem Boden des Obligatoriums. Sie erteilt der Kommission den rücksichtigen, wenn man die zum Teil recht bescheidenen Zahlen Leon Bourgeois zum Präsidentschaftskandidaten erkürt. Auftrag, nur in diesem Sinne mit den Arbeitgebern zu verhan- betrachtet. Dagegen ist die Gewerkschaftskommission in der anParis, 13. Dezember. ( W. T. B.) Die Gruppe der Soziagenehmen Lage, fonstatieren zu können, daß die Entwickelung zur deln. Etwaige Mängel können ohne Schwierigkeit im Rahmen 3entralisation weitere Fortschritte gemacht hat. Es sind listischen Republikaner hat beschlossen, den Minister Leon Bourdes Obligatoriums beseitigt werden." nur noch die Federationen der Steinarbeiter und Pflasterer, Textil- geois aufzufordern, für den Präsidentschaftsposten zu kandidieren. und Glasarbeiter und die Hafenarbeiter von Antwerpen , Gent , Ost ende usw., die ihre Umwandlung zu einem straffen Zentralverband noch nicht vollzogen haben.
Durch einen weiteren Beschluß beauftragte die Versammlung die Ortsverwaltung, auf Grund des von ihr vorgelegten Entwurfs mit den Arbeitgebern über die Tariferneuerung zu verhandeln. Am Montag wird sich eine Versammlung aller Vertrauensmänner mit derselben Angelegenheit beschäftigen.
Die schwarze Armee" vor der französischen Kammer. Paris , 13. Dezember. ( W. T. B.) Bei Beratung des KolonialDer Gewerkschaftskommission sind Zentralverbände und Fede- budgets erörterte der Deputierte und ehemalige Gouverneur von rationen mit einer Gesamtmitgliederzahl von 71 909 angeschlossen; Französisch- Westafrita Veillat die Frage der Schwarzen Armee". dazu kommen eine Anzahl lokaler Organisationen mit 5315 Mit- Er sagte u. a., man. habe ursprünglich gehofft, in Westafrika ein gliedern. Weiter ist hinzuzuzählen eine Gruppe von Gewerk- Stontingent von 70 000 Mann ausheben zu können, aber man habe schaften, die zwar der sozialdemokratischen Partei, nicht aber der Der Kampf um den Ausgehtag Gewerkschaftszentrale angeschlossen sind, mit insgesamt 14 305 Mit- fich mit 10 000 Mann begnügen müssen, und alle Anzeichen deuten im Friseurgewerbe war Beranlassung zu einer stark besuchten öffent- gliedern. An den entsprechenden deutschen Verhältnissen gemessen, darauf hin, daß die Aushebung der schwarzen Truppe ein stetig ab lichen Berjammlung, die am Donnerstag stattfand. Das Gesez erscheinen diese Zahlen recht bescheiden; immerhin ist seit dem nehmendes Ergebnis liefern werde. Um da eine Abänderung herüber die Sonntagsruhe schreibt vor, daß den Gehilfen im Friseur- Jahre 1905 eine erhebliche Zunahme zu verzeichnen gewesen. Die beizuführen, müsse man sich vor der Zwangsrekrutierung hüten und für die Eingeborenen günstige Lebensbedingungen schaffen. gewerbe ein freier Nachmittag gewährt werden müsse, wenn sie an belgischen Gewerkschaften zählten Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Th.Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsanftals Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsbl.