Einzelbild herunterladen
 
  

Nr. 1.

30. Jahrgang.

1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Mittwoch, 1. Januar 1913.

Das Wirtschaftsjahr 1912.

bot

Die lekte Wirtschaftskrise mit den Depressionsjahren 1908| für die kommenden Kämpfe um den Absaz. Die Fertigfabrikat, umfassen, gestalten daher den kleineren Branche und 1909 ist seit 1910 wieder durch eine von Jahr zu Jahr jezige Hochkonjunktur ist zum Teil durch die Anforderungen unternehmungen das Leben reichlich sauer. Um so stärker ansteigende Konjunktur abgelöst worden. Das verflossene hervorgerufen, zum mindeſten aber wesentlich gestützt worden. macht sich die Tendenz zu Fusionen und Interessengemein­Jahr 1912 brachte einen Aufschwung von Handel und In- Daneben traten die Bedürfnisse der großen Verkehrsinstitute schaften geltend. Ein klassisches klassisches Beispiel dafür dustrie, der zum Teil den der letzten Konjunkturperiode 1907( Eisenbahnen, Schiffahrt) auf Erweiterung ihrer Anlagen. Sie Ausdehnung der Mannesmann- Röhrenwerke , die sich im Schatten ließ. Dennoch besitzt die jetzige Hochkonjunktur Die Steigerung der Produktion für den weiteren Absatz führte mehrere andere Röhrenwerke und eine große Kohlen­einen so andersartigen Charakter, daß bis in die Mitte bei den Unternehmungen selbst zu neuen Betriebserweiterungen, zeche angliederten und zugleich die eigene Eisen- und Stahl­dieses Jahres hinein an der Eristenz einer Hochkonjunktur die ob sie nun durch Vergrößerung der eigenen Anlagen produktion( Erzberhüttung) vorbereiteten. Das durch die gezweifelt wurde, daß weite Kreise der Industrie an- oder durch Fusionen herbeigeführt wurden neue Kapitals- Banten vertretene Finanzfapital übt in dieser Hinsicht einen geben, auch heute nichts von der Hochkonjunktur zu spüren. erhöhungen nötig machten. Deutsch - Luxemburg , Bochumer großen Einfluß aus. Die Banken gewähren Kredit nur an Während sonst der Glaube an die ungehinderte Fortsetzung Gußstahl, Rheinische Stahlwerke, die Mannesmann- Werke, die Unternehmungen, die ihnen für die Erreichung ihrer Ziele des Absatzes geradezu ein Charakteristikum der Hochkonjunktur zahlreiche Bergwerks- und Hüttenunternehmungen, die geeignet erscheinen. Und da die Konzentration innerhalb des ist, lebte diesmal der Zweifel, daß überhaupt schon eine Hamburg- Amerika- Linie , die Hamburg - Südamerikanische Bankwesens die Macht in den Händen einiger Institute ber­Hochkonjunktur bestände. Im Frühjahr bereits stellte der und die Deutsch Australische Dampfergesellschaft, die einigt, stärken auch die Banken die Konzentration in der Leiter des größten deutschen Finanzinstituts die Prognose, daß Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, Siemens u. Halske, Industrie. Neben der Kartellierung und Syndizierung der sich die Woge der Konjunktur zu überschlagen scheine. Es Siemens u. Schuckert, Bergmann Aktiengesellschaft, die Unternehmungen fördern sie die Vertruftung einzelner bestand nichts von der begeisterten Stimmung der Hoch- Deutsch- Ueberseeische Elektrizitäts- Gesellschaft, die Elektro- Industrien. In der Elektroindustrie ist dieser Prozeß am Konjunkturzeiten, in denen sonst alle Streise der Industrie bant, Zürich , erhöhten ihr Kapital durch Ausgabe von Aktien weitesten gediehen. Das starte Kapitalbedürfnis man denke voll beschäftigt sind, die Löhne der Arbeiter steigen und oder Schuldverschreibungen. Kaum weniger zahlreich waren nur an den rapiden Fortschritt der Elektrizitätserzeugung und Mangel an Arbeitern eintritt. die Interessengemeinschaften und Fusionen in der Industrie. Verwendung, an die Ueberlandzentralen und die Elektrisierung Bei dem Mangel an Rohstoffen in der Hochkonjunkturperiode von Eisenbahnen hat hier den Elektrotrust in greifbare trat das Bedürfnis nach Angliederung von Unternehmen, die Nähe gerückt. Seit Bergmann im Siemens- Konzern auf Rohmaterialien produzieren, besonders hervor. In den kar- gegangen, ist die weitere Vereinigung der A. E.-G. und des tellierten Industrien tam noch das Bestreben hinzu, durch Siemens- Konzerns nur eine Frage der Zeit. Das verflossene Jahr Fusionen höhere Beteiligungsquoten zu erlangen oder zeigte eine neue Reihe gemeinsamer Unternehmungen beider bei Auflösung des Kartells gerüstet den Konkurrenz- Konzerne.

Das Wirtschaftsjahr 1912 ist gekennzeichnet durch einen allgemein wirtschaftlichen Aufschwung in allen großen tapita­listischen Staaten. Das zeigt sich deutlich in der Belebung des Warenumfazes. So wuchs in Millionen Mark

Bereinigte Staaten England

Deutschland

Desterreich- Ungarn

Belgien

Frankreich

Italien

Wareneinfuhr Warenausfuhr

1037

861

997

707

611

608

276

125

184

208

-122 111

360

119

Allein bei den sieben großen Industriestaaten steigerte sich der Außenhandelsverkehr insgesamt um mehr als 6 Milliarden ( gegen etwa 4 Milliarden im Vorjahre).

=

-

fampf zu beginnen. Diese Tendenz machte sich um Auf die Konzentration der Banken sei an dieser Stelle so mehr mehr geltend, als in Hochkonjunkturzeiten jedes nur kurz hingewiesen. Bisher bestehende Herrschaftsverhält Kartellmitglied jegliche Produktionseinschränkung als lästige nisse wurden wiederum in einigen Fällen durch Umwandlung Fessel empfindet. So hat der Stahlwerksverband die Syndi- des einen Unternehmens in eine Zweigniederlassung des zierung der B- Produkte ganz aufgegeben. Das Mitteldeutsche größeren Instituts ausgebaut. Der Privatbankierstand geriet Braunkohlensyndikat löfte sich auf; sofort folgte hier die in eine noch prefärere Lage. Die starke Konkurrenz durch die Bildung fleiner Konzerne. Das Rheinisch- Westfälische Zement- Großbanken( hohe Depositenzinsen) macht ihm das gewöhn­syndikat schloß sich nach vorzeitiger Auflösung erst wieder zu- liche Bankgeschäft immer unlohnender. Balkankrieg und sammen, als erhebliche Preisunterbietungen bei einer Sub- Kriegsfurcht trafen ihn am meisten. Die Kursrückgänge Fragt man nun, in welcher Weise sich der Anteil mission den Mitgliedern die Gefahr" konkret vor Augen ge- und die Absatzstockung Kleinerer Unternehmungen, denen Privat­Deutschlands gestaltete, so muß hier in erster Linie führt hatten. Auch beim Rheinisch- Westfälischen Kohlen- banten Stredit gewährten, führten mehrfach zu Konkursen( vor die Montanindustrie genannt werden. Die Kohlen- syndikat sind die Aussichten auf Erneuerung feine allem in Schlesien ). produktion( in den ersten elf Monaten) stieg von 147 auf besonders guten. Die Interessen der kleinen Zechen und 162 Millionen Tonnen. Der Verbrauch von Stohle nahm um der Hüttenzechen streben zu sehr auseinander; auch die Außen- konjunktur so gut wie ganz ausgeschlossen gewesen. Gewiß, Nur die Arbeiter sind von den Vorteilen der Hoch­etwa 9 Proz. zu. Trozdem die Versorgung des einheimischen seiter spürten wenig Neigung, wenn nicht der sanfte Druck des die Zahl der Beschäftigten ist größer als im Jahre 1911. Marktes mit ausländischer Kohle noch zurückging, konnte in dem Syndikat im Frühjahr beigetretenen preußischen Fiskus Der Bestand an versicherungspflichtigen Krankenkassenmitgliedern verstärktem Maße Kohle ausgeführt werden. Die Ausfuhr und die drohende Konkurrenz ausländischer Kohle zur An­wuchs von 22 auf 26 Millionen Tonnen. Westfälische Kohlensyndikat konnte diese Situation voll aus- find eben allgemein so reichlich beschäftigt und so mit neuen bei den Arbeitsnachweisen stärker als im Vorjahre. Erst vom Das Rheinisch näherung an das Syndikat gezwungen hätten. Die Werte stieg gegen das Vorjahr. Aber ebenso wuchs auch das Angebot. Von März bis August d. J. war der Andrang von Arbeitsuchenden nügen. Seit dem April bewegte sich der Abfah nahe der Aufträgen bedacht, daß sie erhöhten Profit auch ohne September an suchten weniger Personen Arbeit als in den Beteiligungsziffer, so daß das Syndikat für den Oktober bis Ausschaltung der Konkurrenz zu gewinnen hoffen. Januar 1913 einschließlich jede Beschränkung der Beteiligungs- Nur die Banken sind auch in diesen Zeiten die eifrig zeigen auch jetzt noch ganz erhebliche Arbeitsiofenziffern. Die Herbstmonaten des Jahres 1911. Einzelne Gewerkschaften quoten fortfallen ließ. sten Förderer der Monopolbestrebungen. So mußten die Ganz ähnlich war im verflossenen Jahre die Lage der Bergmann Elektrizitäts- Werte vor dem Siemens- Schuckert - immer größere Verbreitung von Maschinen und von neueren Eiſenindustrie, die als Maßstab für den wirtschaftlichen Auf- Stonzern die Segel streichen. Die mit den beiden großen verflossenen Jahre ungezählte Proletarier aufs Pflaster ge­noch mehr Arbeitskräfte sparenden Maschinen hat auch im schwung gelten kann. Die Roheifenproduktion in den ersten Elettrokonzernen alliierten deutschen Banten gewährten den 11 Monaten übertraf die der gleichen. Zeit des Vorjahres um Kredit, den das Bergmann- Unternehmen infolge seiner großen die starke Heranziehung von Ausländern in der Land­worfen. Der Andrang am Arbeitsmarkt stieg weiter durch 15 Proz. Das tritt auch in den Absatziffern des Rheinisch- Ausdehnung notwendig brauchte, nur um den Preis der wirtschaft und in der Industrie. Trotzdem in diesem Jahre Westfälischen Stahlwerksverbandes zutage. Januar bis No- Unterordnung unter den Siemens- Konzern. Direktor Berliner etwa 100 000 Personen mehr, darunter allerdings viele Aus­bember 1912 wurden 5908 Tausend Tonnen der Produkte A von den Siemens- Schuckert - Werken herrscht jezt neben und länder, über Bremen und Hamburg auswanderten, ist von ( Halbzeug, Eisenbahnmaterial, Formeisen) gegen 5350 Tausend über Bergmann in dem Vorstand des Unternehmens. Tonnen im Jahre 1911 abgesetzt. Noch größer wird die Zu dem glänzenden Absatz steht in gewissem Widerspruch früherer Hochkonjunkturperioden einem Arbeitermangel feine Rede. Das wichtigste Zeichen Steigerung bei den B- Produkten( Stabeisen, Bleche, Walzdraht, die Klage der Werke, daß die Preise nicht so sehr be- haben die Löhne nicht mit dem wirtschaftlichen Aufschwung fehlt diesmal. Ebenso Röhren) gewesen sein. Der Absatz erschien den Syndikats- friedigten". Völlig unzutreffend ist dies Urteil für die Rohstoffe. Schritt gehalten. In vielen Industrien stehen sie noch heute mitgliedern trotz völliger Freigabe so gesichert, daß sie bei der Das Jahr 1912 kann als eine Periode hoher Rohstoff- niedriger als im Jahre 1907. Und selbst die geringen Ende April vorgenommenen Erneuerung des Syndikatsver- preise angesehen werden" urteilt der Berliner Handelskammer Aufbesserungen vermögen nicht die Verteuerung aller Lebens­trages auf die Syndizierung der B- Produkte verzichteten. bericht mit Recht. Am Metallmarkt erfuhren die Preise mittel aufzuwiegen. Die Sorge um die bloße notdürftige Neben diesen Industrien muß auf die Elektrizitäts - folgende Steigerungen: Eisen um 16 Proz., Blei um 36, industrie hingewiesen werden, die vor einer Fülle von neuen Supfer um 37, Zinn um 21 Proz. Der Stahlwerksverband Existenz hat dafür neue zahlreiche Kräfte auf den Arbeitsmarkt Aufgaben stand, die sie kaum bewältigen konnte. Ueberein- erhöhte seine Preise mehrfach und verkürzte dabei seine Aus- ist gerade in diesem Jahre erheblich gewachsen. Setzt man geworfen. Der Anteil der Frauen unter den Beschäftigten stimmend berichten die Jahresmitteilungen der großen fuhrvergütung. Stabeisen ist seit August 1911 von 95 auf den Bestand der versicherungspflichtigen Mitglieder der Kranken­Elektrizitätsgesellschaften, daß ihre Betriebe fieberhaft arbeiteten 125 M. und mehr gestiegen. Das Rheinisch- Westfälische tassen vom 1. Januar 1905= 100, so hielt er sich im No­und dennoch nicht der Nachfrage genügen konnten. Bei der Kohlensyndikat erhöhte die Richtpreise um durchschnittlich vember d. J. bei den Männern auf 127, bei den Frauen aber Allg. Elektrizitätsgesellschaft zum Beispiel standen Aufträge eine Mart. Die Vertreter der königl. Bergwerksverwaltungen auf 145. Gegen den November des Vorjahres betrug der und Umsäge zu Beginn des neuen Geschäftsjahres mit haben ein gleiches getan; z. E. sind sie mit ihren Steige- Zuwachs bei Männern nur drei, bei den Frauen dagegen 457 Millionen Mark um 66 Millionen höher als im rungen noch darüber hinausgegangen. In der chemischen sieben Prozent. Die Not zwingt die Frauen zur Fabrik­Jahre 1911. Industrie Deutschlands , die von internationaler Bedeutung ist arbeit. Einzelne große Unternehmungen stellen ganz syste Aehnlich günstige Beschäftigungsziffern wurden bei der und deren Absah sich außerordentlich günstig entwickelte, matisch Frauen ein und entlassen die männlichen Arbeiter, so Maschinenindustrie beobachtet. An dem allgemeinen Auf- fanden ebenfalls umfassende Preissteigerungen statt. Ein schwung hat auch die Textilindustrijie in diesem Jahre teil- gleiches Bild in der Textilindustrie: Wolle ist um 15 Proz., daß hier eine positive Verdrängung der Männer stattfindet. genommen. Die Verluste des Jahres 1911- die von den Baumwolle um 30, Hanf um 14, Rohjute um 20-30 Proz Während die Unternehmer mit Lohnerhöhungen zurück­Unternehmern wesentlich übertrieben worden sind waren gestiegen. Häute und Leder stiegen, zum Teil als Folge der hielten, trieben sie die Arbeiter dennoch zu gesteigerter Tätig­überhaupt nur eine Folge von Börsespekulationen in Baum- Viehknappheit, um 30 Proz Diese Preissteigerungen be- feit an. Die großen Unglücksfälle im Bergbau sind die sicht­wolle. In diesem Jahre hielten sich die Baumwollpreise hoch, deuten eine erhebliche Gewinnsteigerung der Rohstofffabrikanten. baren Folgen dieses Antreibersystems gewesen. Um so ver­so daß der frühere billige Einkauf den Tertilfabriken noch zu Bei der Harpener Gesellschaft stieg der Betriebsüberschuß in dammenswerter war das Verhalten der Christlichen ", die statten tam. Schädigungen brachte nur die gesteigerte Lebens- den ersten drei Quartalen um fast fünf Millionen, bei den Ruhrbergarbeitern im März in den Rücken fielen, als der mittelteuerung, die bei den wenig Bemittelten notwendig zur der Hibernia um mehr als zwei Millionen. Dementsprechend Verband verbefferte Arbeitsbedingungen durchsetzen wollte. Einschränkung der Kleidungseintäufe führt. die Dividenden: Bochumer Gußstahlverein 12% auf 14 Proz., Die allgemeine Teuerung schmälerte nicht nur dem Nur ein Gewerbe wird genannt, das von dem Aufschwung Eisen- und Stahlwerk Hoesch 20 auf 22, Harpener Bergbau Arbeiter die Vorteile der Hochkonjunktur. Sie schwächte die unberührt geblieben sein soll, das Baugewerbe. Allerdings 8 auf 9, Hasper Eisenwerte 10 auf 12, Phönir 15 auf 18, Rauftraft der breiten Massen so erheblich, daß Textil-, Schuh-, sind die Arbeitslosenziffern der Gewerkschaft der Bauarbeiter Rheinische Stahlwerke 8 auf 10, Rombacher Hütte 9 auf 10, Möbel- und Kurzwaren- Industrie geschädigt wurden. Von dem recht hohe. Aber ungünstig war die Lage nur in einzelnen Laurahütte 4 auf 6, Friedrichshütte 7 auf 10. Das gleiche Bedarf weiterer Konsumentenkreise konnte die Hochkonjunktur Städten, in denen eine das Maß der Entwickelung über- gilt von den Bergbaugewerken, deren Ausbeute erheblich keine Anregung oder Unterstüßung erfahren, geschweige denn, schäßende Grund- und Häuserspekulation zu einem Stillstand stieg. Bei einzelnen Werken kam die Gewinnsteigerung daß der Aufschwung überhaupt von der vermehrten Nachfrage der Bauten, zu einer Störung des Baukredites führte. Die nicht in erhöhten Dividenden zum Ausdruc, weil die Mehr- des Konsums verursacht worden wäre. Diese Tatsache Ziegel, Bauholz, Bauträger, Zementindustrien, die die Roh- überschüsse zu stillen Reserven, Erweiterungen usw. verwandt erklärt auch, daß vornehmlich die Schwerindustrie an der Hoch­stoffe liefern, liegen nicht danieder. wurden, so vornehmlich in der Elektroindustrie. Anderswo konjunktur beteiligt ist. Der Hauptbedarf kommt aus dem

-

Der allgemeine günstige Eindruck von dem Wirtschafts- berbarg man vor der weiteren Deffentlichkeit, besonders Auslande. Daher die gewaltigen Exportsteigerungen Deutsch­leben des verflossenen Jahres wird bestätigt durch die Außen- vor den Arbeitern, die Gewinne dura) Ausgabe von lands. handelsziffern Deutschlands . Ein- und Ausfuhr stiegen an Gratisattien oder durch Ueberlassung von Aktien zu Man kann nicht an dem Bild der wirtschaftlichen Ent­Bert in den ersten 11 Monaten des Jahres von 16 108 auf günstigen Bezugsbedingungen. Das trifft gerade auch für wickelung Deutschlands vorübergehen, ohne den Einfluß der 17 430 Mill. Mart. Der Einfuhrüberschuß fant von 1439 einzelne Unternehmungen der weiter verarbeitenden Industrie Wirtschaftspolitik zu fennzeichnen. Wenn je ein Jahr auf 1385 Mill. Mark. Der gewaltigen Steigerung des Um-( Maschinen, Waggons, Affumulatoren) zu und widerlegt die den Beweis für die erhebliche Störung der ungehemmten fazes nach, außen entspricht der Verkehr im Inland. Die Behauptung, daß nur die Rohstoffindustrie Vorteil von der Entfaltung von Handel und Industric durch den egrarischen Einnahmen der deutschen Eisenbahnen aus dem Gütertransport Hochkonjunktur hätte. Die Klagen aus der Fertigfabrikat- Hochschutzzoll geben konnte, dann war es das Jahr 1912. stiegen von 1792 auf 1986 Millionen Mart . Der außer industrie sind dadurch zu erklären, daß sie nicht in der Die durch Grenzsperren hervorgerufene Viehknappheit und ordentliche Wagenmangel im Herbst und die gesteigerte gleichen Weise ihren Profit steigern konnte, wie die, Fleischteuerung bewog die Regierung und die bürgerlichen Schiffsbautätigkeit sind die Folge dieser Verkehrsanspannung. meist tartellierte, Schwerindustrie. Immerhin ist zuzugeben, Parteien aber nur zu einer ganz unbedeutenden Erleichterung Dieser Ueberblick über den Gesamtumriß des Wirtschafts- daß die Lage der Verfeinerungsindustrien wesentlich ungünstiger der Vieh- und Fleischeinfuhr, trotzdem die Schädigungen auch baues legt die Frage nahe, welche innere Umgestaltungen der ist als die der Rohstoffproduzenten. Hohe Rohstoffpreise, die Industrie erheblich trafen. Soweit die Regierung nicht Ausbau hervorgerufen hat. Welches sind die Ursachen, welches die durch den Hochschutzzoll versperrte Grenze und teuere den Agrariern verpflichtet ist oder bureaukratisch- fiskalischer die Teilnehmer der Hochkonjunktur? Lebensmittel, die höhere Arbeiterlöhne nötig machen, als sie Schlendrian( Wagenmangel!) zu Störungen im Wirtschafts­

Die Jahre 1910 und 1911 varen bereits Zeiten einzelne ausländische Staaten gewähren, engen die Verfeine- betriebe führte, erwies sie sich natürlich unserer Hoch­starter Betriebserweiterungen der großen Werke. Allgemein rungsindustrien stark ein. Die großen gemischten Betriebe, finanz und Schwerindustrie höchst gefällig. Der Bei­rüftete man sich in der Montan- und Elektrizitätsindustrie die die Gesamtproduktion, von der Rohstoffgewinnung bis zum tritt des preußischen Bergfistus zum Rheinisch- West­