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Nr. 21. 30. Jahrgang

3. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Sonnabend, 25. Januar 1913.

Die Biersteuer und der Freifinn.

ich werde ich an das Couplet erinnert, das bei Einführung zusammen, von denen jede einzelne selbständige Bedeutung, hat.

der ersten Pferdebahn hier in Berlin gesungen wurde In dieser größeren Selbständigkeit der einzelnen Stimmen, die jedem Das Drängeln und das Drücken, das hab' ich so gern". Instrument die Bedeutung eines Soloinstruments gibt, liegt der be­Der Berliner Kommunalfreisinn, schon immer eine So mache ich denn bei jedem Wagen den Versuch mitzu- bald Genuß daran, zu beobachten, wie ein musikalischer Gedanke sondere Reiz der Kammermusik. Der aufmerksame Hörer findet Besondere Blüte des deutschen Freisinns, kommt bei der geplanten kommen. Besett"," besetzt", befekt", höre ich nun eine bald von dieser, bald von jener Stimme aufgenommen und dem Erhöhung der Berliner Biersteuer je länger je mehr in arge viertel Stunde, eine halbe Stunde, dreiviertel Stunden. Ja, besonderen Klangcharakter des Instruments angepakt wird." Schwulitäten. Nicht nur, daß in der Fraktion der alten Linten der aber ich muß doch um 8 Uhr im Geschäft sein! Das Stehen Wer sich diesen seltenen Kunstgenuß nicht entgehen lassen will, Diftatur des Herrn Cassel immer mehr Widersacher entstehen und Warten ist ja zum Verzweifeln! Ich muß mit, tofte es, verfehe fich zeitig mit Billetts. Dieſelben sind zu haben a 75 Pf. auch unter den Freisinnigen im Lande gärt es bedenklich wegen was es wolle! Und mit dem Mut der Verzweiflung springe bei Horich, Engelufer 15. Reul, Barnimstr. 42. Vogel, Lorging­dieses neuen reaktionären Verhaltens des Berliner Kommunal- ich auf den abfahrenden Wagen, werde aber an der nächsten straße 37. Kaczorowski, Ravenéftr. 6. Gottfr. Schulz, Am Kottbuser freisinns. So hat neulich im Hansa bund der freisinnige Abg. Sie Haltestelle abgesetzt; wiederhofe dies jedoch beim zweiten, Tor. Weihnacht, Grünstr. 21. Radke, Neue Jakobstr. 1-3, vis- a- vis eine sehr deutliche Kritik und eine energische Auflehnung gegen Herrn dritten, vierten Wagen usw., fahre so von Haltestelle zu Halte- der Neuen Philharmonie". Bei pünktlichem Beginn ist frühzeitiges Erscheinen geboten. Die Damenhüte sind abzulegen. Cassel durchgesetzt; nicht genug damit, haben auch noch die Aeltesten stelle und erwische schließlich auch einen Platz. der Kaufmannschaft von Berlin , an ihrer Spize der um das Um 19 Uhr bin ich glücklich im Geschäft, zur Verwunde Wer sind die Toten? Am 17. d. Mts. nachmittags 4.15 Uhr Berliner Gemeindewesen so verdiente Stadtälteste und Stadtrat rung meines Chefs und noch mehr meiner Kollegen, die mich wurde ein bisher unbekanntes 15-17 Jahres altes, anscheinend dem Weigert einen fachlich außerordentlich begründeten Protest gegen nur als ein Muster von Pünktlichkeit kennen. Meine Auf- in der Schönhauser Allee überfahren und getötet. Bekleidet war die Arbeiterstande angehöriges Mädchen von einem Wagen der Linie 48 die Biersteuererhöhung und gegen die ganze Stinosteuer versandt; regung ist ihnen aber gewiß nicht entgangen und teilnehmend Ueberfahrene mit einem graugrünem Ulster, schwarzem Alpaccarod ferner wird es höchst rebellisch in den sonst als Casselsche Leibgarde fragte mich einer, ob zu Hause etwas passiert sei. mit zwei roten Streifen, schwarz und weiß farierter Bluse, roten fo berüchtigten Bezirksvereinen; Proteste einzelner und ganzer So geht es jeden Morgen. Eine Aufregung be- Beinkleidern, schwarzen Strümpfen, ebensolchen Schnürschuhen und Korporationen hageln nur so auf die Getreuen des neuen Stadt- mächtigt sich meiner, wenn ich des Morgens vergeblich an der weißen Handschuhen. Die Leiche befindet sich im Leichenschauhauſe tämmerers herab. Haltestelle warte. Eine Wut steigt in mir auf, sobald ich das in der Hannoverschen Straße. Mitteilungen über die Berunglüďte nimmt Die ganze Situation im Freifinn wird aber nachgerade berhaßte Wort besetzt" höre.- Aber schließlich fahre ich die Kriminalpolizei und jedes Polizeirevier zu Nr. 271.IV.55.18 entgegen. Komisch, weil offenbar in der Fraktion des Herrn Cassel selbst immer doch, ebenso wie am ersten Tage, so alle Tage. Sie ist ein am 20. d. M. wurde aus dem Spreefanal gegenüber dem Kupfer­mindestens drei Meinungen mehr vorhanden sind wie Mitglieder. Auch wenig gefährlich, diese Fahrerei; aber ich tröste mich immer, graben, Ede Dorotheenstraße, die Leiche einer unbekannten, dem Arbeiterstande angehörigen Frau gelandet. Die Unbekannte ist in der ersten Sigung des Ausschusses war dieser Wirrwarr daß ich früher auf noch gefährlichere Art sogar mein Brot 60-65 Jahre alt, 1,58 Meter groß, hat graumeliertes Haar und unter den bürgerlichen Mitgliedern ergößlich zu spüren, und es war viel- verdiente. Ich war Seiltänzer, Schlangenmensch und Degen- trug graublaues Stopftuch, schwarz- und rotkarierte Taille, hell leicht eine nicht üble Art von Obstruktion gegen die ganze Steuer und gegen schlucker, und bin heil davongekommen, warum sollte ich graue, wollene Unterhosen, einen dunfelgrünen, einen rosawollenen und ihre Väter als diejenigen Freifinnigen, die das Produkt des neuen weniger Glück haben hier in Berlin mit einem Abonnement einen hellgrauen Unterrod, einen blauen Oberrod mit schwarzem Kämmerers nicht unbesehen schlucken wollen, weil ihre Wähler ihnen auf die Straßenbahn, wofür ich 7,70 M. inklusive Photographie Samtband und einen schwarzen Oberrod, schwarze Strümpfe und böse zusetzen, zunächst erst mal eine gründliche Nachprüfung bezahlte.... fchwarze Zeuggummizugstiefel mit Ladkappen. Die Leiche befindet des Materials verlangten und durchsetzten. Wenn diese Nach- Aber sagen Sie mir doch, Herr Dottor, was meinem fich im Schauhauſe. Aufklärende Nachrichten nimmt jedes Polizei­prüfung, die durchaus unsere Zustimmung hat, recht gründlich und Mann eigentlich fehlt; es ist ja taum noch zum Aushalten revier sowie die Kriminalpolizei, Zimmer 349 zu Nr. 309. IV. 55. 13 entgegen. umfassend gemacht wird, können Wochen und Monate vergehen. mit ihm. Wie ruhig haben wir all die Jahre gelebt und Inzwischen geht vielleicht dem Magistrat und besonders den neuen jegt es ist zum Verzweifeln. Er spricht nur noch von Der Männerchor Fichte- Georginia 1879"( M. d. D. A.-S.-B.) Herren ein Licht darüber auf, wie sie sich mit diesen Steuerprojekten der Straßenbahn. Des Morgens um fünf steht er schon auf Chormeister Th. Gervais gibt heute in der Singakademie sein zweites Winterkonzert. Mitwirkende: Frl. Gertrud Jante, Konzert und allseitig in die Neffeln gesezt haben. und springt auf die Stühle, den Tisch, die Kommode zum Oratorienfängerin( Alt) und Organist Herr Adolf Haensgen, Orgel Die Sozialdemokratie hat auch im Ausschuß ihren ein- Training, wie er sagt, damit er ja keinen Fehlsprung auf die und Flügel. Anfang präzise 7 Uhr. fachen und flaren Standpunkt vertreten: Ablehnung jeder neuen Straßenbahn tue. Ach, diese unglückselige Fahrerei.- Damit indirekten Besteuerung und möglichste Aufhebung jeder alten. Sie er es leichter haben soll, redete ich ihm zu, ein Abonnement Fußballspiele der Arbeiter- Turn- und Sportvereine. Am Sonn­weiß sich in diesem Standpunkte eins mit der überwiegenden Mehr- zu nehmen und das Laufen aufzugeben, und nun dieses tag finden folgende Spiele statt: Spandau - Charlottenburg in Span­bau auf dem Ererzierplay in der Seeburger Straße; Weißensee­heit der Berliner Bevölkerung, mit allen Arbeitern und fleinen Unglück." Rummelsburg in Weißensee , Faltenberger Straße 153; Fichte I- Leuten, die von ihrer Hände und ihrer Köpfe Arbeit allein Trösten Sie sich, liebe Frau, es ist nicht so schlimm und Schöneberg in Treptow, an der Köpenicker Landstraße. leben müssen. läßt sich bald in Ordnung bringen. Ihr Mann leidet an dem Die Spiele beginnen um 8 Uhr nachmittags, auch die Spiele Straßenbahnrhapsus, d. h. an der krankhaften Einbildung, der anderen Gruppen. daß die Straßenbahn zur Beförderung der Menschen ver­Auf der Treptow- Sternwarte finden heute, Sonnabend, wieder pflichtet wäre. Dies trifft natürlich nicht zu, wenigstens nicht drei finematographische Vorträge statt: Um 4 Uhr über den Rhein", hier in Berlin. Hier bezahlt man sein Abonnement und um 6 Uhr Eine Reise ins Weltall" von Dir. Dr. F. S. Archen­läuft neben oder hinter dem Wagen her, wie die Großen der hold, um 8 Uhr über den Deutschen Wald". Am Sonntag nach­Türkei hinter dem Wagen des Sultans, wenn dieser zum mittag 3 Uhr über die Ost- und Nordseeküsten", um 5 Uhr ein Gebet in die Moschee fährt.- Raten Sie Ihrem Manne, astronomischer Vortrag," Eine Wanderung durch das Weltall", um wie früher zu laufen, statt zu fahren, dann wird er wieder 6 lbr über den Deutschen Wald", um 8 Uhr über den Rhein". Am Montag, den 27. Januar, abends 7 Uhr, spricht Direktor Zweiter Wahlkreis. Wir machen unsere Mitglieder für ihre gesund werden." Dr. F. S. Archenhold über Kometen und Sternschnuppen". Ale Kinder noch einmal aufmerksam auf den Märchen- Nach­Es müssen ja so viele laufen und sie sind rechtzeitig im finematographischen Vorführungen sind für die Jugend freigegeben. mittag für Kinder am Sonntag, den 26. d. M., nach- Geschäft, warum solltest Du es nicht können. Du mußt mit dem großen Fernrohr wird am Tage die Benus, abends der mittags pünktlich 12 Uhr, im fleinen Saale der Bodbrauerei, natürlich etwas früher weggehen" hatte meine Frau ge- Saturn und der Orionnebel gezeigt. Fidicinstr. 2/3. Die Vorträge beginnen pünktlich 1, Uhr und sagt und ich mußte ihr, wie immer, recht geben. Jekt laufe enden pünktlich um 3 Uhr. Für die Beaufsichtigung der Kinder ich wieder.- im Saale ist Vorforge getroffen. Der Eintritt ist völlig frei.

Partei- Angelegenheiten.

Zur Lokalliste.

In Friedrichshagen N.-B. iſt irrtümlich das Lotal Zur Sänger halle", Friedrichstr. 61, auf der Lokalliste vergessen worden. Dasselbe steht nach wie vor zur Verfügung. Die Lokalkommission.

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Dritter Wahlkreis. Heute feiert der Wahlverein im Gewerk schaftshaus sein 22. Stiftungsfest. Billetts a 30 Pf. sind noch bei den Bezirksführern zu haben.

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Vorort- Nachrichten.

Charlottenburg.

Die Stadt Berlin als Erbin. Das am 3. Dezember v. J. ber­storbene Fräulein Griese hat der Stadt ein Vermächtnis von 160 000. hinterlassen. Aus der Stiftung sollen alleinstehende Am Dienstag, den 28. Januar, abends 81%, Uhr, spricht der weibliche Personen unterstützt werden. Ferner ist die Stadt Reichstagsabgeordnete Genosse Scheidemann in einer Bolts- Univerfalerbin des am 21. November in Breslau verstorbenen Fräus Umwälzungen in der Weltpolitit laufete das Thema, über versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59, über: lein Johanna Stuttmeister, die in Charlottenburg ihren Wohnsiz das Genosse Kazenstein in der Generalversammlung des Wahl­Patriotische Falschmünzerei". gehabt hat, geworden. Der Nachlaß hat einen Wert von über vereins am leßten Dienstag referierte. In scharfen Umrissen kenn­2 000 000 M. Von den Zinsen sollen bedürftige Künstler und Wilmersdorf- Halensee. Der Wahlverein hält Montagabend Künstlerinnen unterstützt werden. zeichnete der Referent die Entwickelung der Kolonialherrschaft der Weiter soll ein Haus zur Auf- Großmächte. Ueberall fänden wir seit Jahrhunderten das Be­8% Uhr im Vittoriagarten, Wilhelmsaue 115, seine Mitgliederver- nahme von bedürftigen Einwohnern erbaut werden, die das Gewerbe streben, sich kolonialen Erwerb zu sichern; aber nicht Kultur, son­fammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen: Innere Vereins- eines Bäckers oder Pelzwarenhändlers betrieben haben. Der angelegenheiten, wichtige Mitteilungen über die Landtagserfazwahl Magistrat hat der Annahme der Erbschaften zugestimmt. dern gemeine Geldinteressen seien bei der Kolonisation der kapita­und ein Vortrag des Redakteurs Hugo Poezsch: Die Junker­listischen Staaten maßgebend. Die Sozialdemokraten wollen auch herrschaft in Preußen. Das Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Eine weiße" Ueberraschung gab es gestern morgen für die Kolonisation treiben, nicht aber im Interesse des Geldbeutels, son­Frühaufsteher. Straßen und Pläge waren mit einer starken Schnee- dern im Interesse der Menschheit. Eine Diskussion fand nicht Lankwiz. Mittwoch, den 29. Januar, bei Schulz, Mühlen bede überzogen. Gegen Mitternacht hatte ein Schneefall eingesetzt, statt. Hierauf gab Genosse Seifert den Quartalstaffenbericht. straße 21, Generalversammlung des Wahlvereins. der bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Leider sollte das Danach balancieren im letzten Quartal die Einnahmen und Aus-. winterliche Gepräge der Straßen bald wieder verschwinden. Gegen gaben des Wahlvereins mit 4008,49. bezt. 3451,79 M., so daß 8 Uhr trat Tauwetter ein, so daß der Schnee wieder in Schmuß ein Kassenbestand von 556,70 M. verbleibt. Voltshausmarken wur­verwandelt wurde. Für den Fuhrverkehr war der Schneefall in den den 3665 Stück à 10 Pf. verkauft. Den Bericht vom Preußentage frühen Stunden recht störend. Die Gleise waren streckenweise erstattete Genosse Bade; einige Ergänzungen gab Genosse Katzen­stein. Schließlich fand im Anschluß hieran folgender Antrag des derart verschneit, daß die Streuwagen in Tätigkeit treten mußten. Genossen Katzenstein einstimmige Annahme:

Schönwalde- Schönerlinde, Bezirk Bankow. Am Sonntag, den 26. d. M., nachmittags 31% Uhr, findet bei Schulz in Schönwalde eine öffentliche politische Versammlung statt, in der Reichstags­abgeordneter Artur Stadthagen das Thema:" Nieder mit der Reaktion!" behandeln wird. Die Pankower Parteigenossen treffen fich zur gemeinsamen Fahrt pünktlich um 1 Uhr mittags an der Nordbahn( Bollantstraße). Für Radfahrer ist der Start 1 Uhr mittags Mühlenstraße.

Potsdam. Am Sonntagvormittag 8 Uhr von den Bezirkslokalen aus: Flugblattverbreitung. Am Dienstagabend 8 Uhr im Friedrichsgarten: Boltsversamm lung. Die Genoijin Regina Friedländer wird über Der Stampf der Mütter und Hausfrauen gegen Zeuerung und Kriegs­gefahr" referieren. Parteigenoffen und Genossinnen! Sorgt für einen guten Besuch dieser Versammlung!

Spandau. Morgen Sonntag früh 8 Uhr: Flugblatt Spandau. Morgen Sonntag früh 8 Uhr: Flugblatt. verbreitung über ganz Spandau. Alle Genossen haben die Pflicht, sich daran zu beteiligen. Treffpunkt in den Bezirkslokalen. Der Vorstand.

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Berliner Nachrichten.

Das Straßenbahnabonnement.

Durch einen nichtswürdigen Bubenstreich ist der Befizer eines Frachtdampfers schwer geschädigt worden. Seit Eintritt des Frostes erklärt sich mit der Tätigkeit des preußischen Parteitags, insbe " Die Generalversammlung des Wahlvereins Charlottenburg lag der Dampfer Lisbeth" auf der Havel bei Spandau vor Anter. fondere mit seiner Stellungnahme zur Tattik des Landtags­Das Fahrzeug sollte gründlich repariert werden und vor allem wahlkampfes, einverstanden. Nachdem inzwischen der Partei­einen neuen Sessel erhalten. Der Eigentümer des Dampfers hatte die Besatzung abgelohnt und sich selbst nach seiner Heimat begeben, von feiner bürgerlichen Partei Unterſtüßung im Kampfe gegen die tag ber Fortschrittlichen Volkspartei aufs neue bewiesen hat, daß so daß sich seit einigen Tagen niemand mehr an Bord befand. Diese preußische Reaktion und zur Erringung einer ernsthaften Wahl­Gelegenheit benuzte ein bisher unbekannt gebliebener Dieb, um die reform zu erwarten ist, spricht die Generalversammlung die Er­wertvollen Metallstücke der Steſſenanlage abzuschrauben und zu ent- wartung aus, daß die Parteileitung nunmehr einen ernst. wenden. Der Spizbube scheute sich auch nicht, den Grundhahn mitzu- lichen Kampf um das Wahlrecht einleiten wird, bei dem zum Sinten brachte. Das Fahrzeug wäre auf Grund geraten und verloren massenstreit, ins Auge zu fassen ist." nehmen, jodaß das Wasser in den Schiffsraum eindrang und den Dampfer jedes geeignete Stampfmittel, insbesondere der politische gewesen, wenn nicht der Unfall von einem Bootsmann bemerkt worden Für die kommende Landtagswahl wurde Genosse 8ietsch als wäre. Zunächst versuchte die Spandauer Feuerwehr das eindringende Kandidat des Wahlkreises Charlottenburg aufgestellt. Sodann Wasser auszupumpen, doch blieben diese Bemühungen vergeblich. beschäftigte sich die Versammlung mit der kommenden Kreisgeneral­Schließlich gelang es, den sinkenden Dampfer vor dem völligen versammlung. Die Einführung der Hauskassierung für den Kreis Untergange dadurch zu retten, daß man mit vieler Mühe unter dem soll nicht empfohlen werden. Weber die Reorganisation der Zahl­Fahrzeug schwere eiserne Ketten von zwei anderen Dampfern aus abende soll in einer besonderen Mitgliederversammlung diskutiert hindurchzog, auf denen das Fahrzeug ruht. Der Täter, der mit den werden. Die Wahlen der Delegation für die Kreisgeneralver­Schiffahrtsverhältnissen und insbesondere auch mit den Einrichtungen sammlung hatten folgendes Ergebnis: Bade, Eberlein, Kazenstein, eines Dampfers genau vertraut ſein muß, konnte bisher noch nicht Fräulein Knobbe, Rosenthal, Seifert, Schulz.

ermittelt werden.

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Es müssen ja so viele fahren und sie kommen alle mit, warum solltest Du es nicht", hatte meine Frau gesagt, und ich In letzter Zeit wiederholt von Spisbuben heimgesucht wurde das mußte ihr, wie immer, recht geben. Tödlicher Fahrstuhlunfall. Auf dem Fabritgrundstück Urbanstr. 116 in der Kantstraße 58 gelegene Straußfedern und Pleureusen­Ich beschloß daher, zu abonnieren und das Laufen, das wollte der 40 Jahre alte Werkmeister der Tischlerei Westermann gefchäft. Vor vier Wochen gelang es Dieben, beträchtliche Mengen u. Hacker, Johann Hacker, in Gemeinschaft mit einigen Gesellen Waren vorhandener Waren im Werte von 12 000 Mark zu entwenden und mir allmählich beschwerlich wurde, aufzugeben. So ging ich in einem Lastenaufzug von einem oberen Stockwerf nach unten trans- in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag wurden, nachdem die denn zum Photographen, der im Schaufenster zwölf Bilder portieren. Infolge Versagens des automatischen Verschlusses stürzte Spizbuben die Schaufenster zertrümmert hatten, wiederum Waren für 50 Pf. anpries, um mir die vorgeschriebene Photographie der Fahrstuhl, in dem sich Hacker befand, plöglich in den Schacht im Betrage von 1000 Mart gestohlen. Der Polizei ist es bisher für meine Fahrkarte zu verschaffen. Bescheiden bemerkte ich, hinab. Hacker, der schwere inuere Verlegungen erlitten hatte, mußte nicht gelungen, die Diebe zu ermitteln. Wie man uns mitteilt, ist daß aus meinem Gesicht gewiß nicht mehr viel zu machen sein nach dem Urban- Krankenhaus gebracht werden, wo er bald nach dies feit etwa zwei Monaten bereits der vierte Einbruch in dem­würde und war feelenvergnügt, daß der gute Mann, wahr feiner Einlieferung starb. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach selben Geschäft. Das läßt allerdings auf ungestörte Sicherheit ein scheinlich unter Berücksichtigung dieses Umstandes, die ganze dem Schauhause gebracht. und derselben Diebe schließen. Wilmersdorf- Halenfee.

Die städtische Fleischverkaufsstelle.

Prozedur in etwa fünf Minuten und schmerzlos für uns beide Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 26. Januar, feiert die erledigt hatte. War das Bild auch nicht viel wert, so erfüllte Arbeiter- Bildungsschule ihr 22. Stiftungsfest in Gestalt eines es doch vorläufig seinen Zweck, die Fahrkarte zu schmüden. Kammermusit Abends unter Mitwirkung hervorragender Ich hatte mir nun das Recht erkauft, alle Linien zu be- Stünstler. Das uns vorliegende und in Nummer 20 des Vorwärts" Der Fleischnot gegenüber haben die Schlächtermeister vor aller nuzen, welche die von mir abonnierte Strede durchlaufen. veröffentlichte Programm fagt u. a. zur Einführung: Welt ihre Unfähigkeit offenbart, die Zeichen der Zeit zu begreifen Früh 7 Uhr stand ich schon an der Haltestelle. Mit so viel Das Programm bringt als erste und legte Nummer zwei der und in Gemeinschaft mit dem Magistrat das Nötige zu tun. Mehrere Interesse hatte ich noch nie den Straßenbahnverkehr des bedeutendsten Werke der Klassischen Kammermusit, d. H. derjenigen Wochen hindurch hätte es in Wilmersdorf überhaupt fein aus­Mufilgattung, welche im Gegensatz zur öffentlichen Kirchen- und ländisches Fleisch gegeben, wenn die Konsumgenossenschaft Berlin Morgens beobachtet. Die große Zahl der Wagen, die Fülle Opernmufit für die Aufführung im Zimmer oder Konzertsaal be- und Umgegend nicht in den drei von ihr gemieteten Läden: Bruch­der Menschen, die alle dem Bauch von Berlin" zueilen. stimmt ist. Wenn sich das große Drchester mit einer Boltsmenge ver- faler Str. 3, Augustaftr. 57 und Günzelstr. 43 Verkaufsstellen ein­Unter ihnen werde ich nun auch immer sein gerade fein gleichen läßt, in der die Stimme des einzelnen faum bemerkt wird, so gerichtet hätte. Inzwischen hat aber der Magistrat auf Anregung angenehmes Gefühl angesichts des Gedränges und unwillfür- finden sich in der Kammermufit immer nur einige wenige Stimmen ber städtischen Zeuerungsdebutation einen weiteren Schritt getan,

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