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Gewerkschaftliches.

Die Gewerkschaften und die Arbeits­

vermittelung.

Deutfches Reich. Gewerkschaftlicher Aufstieg.

Arbeitswilligen. Arbeiter, haltet den Zuzug fern, verhindert, daß Verräter an der Arbeitersache den Kämpfenden in den Rücken fallen!

Die Arbeitszeit beträgt vom 1. April ab Montags. bis Frei= tags 92 Stunden, Sonnabends, 8 Stunden, pro Woche 55% Stunden; ab 1. Januar 1914 Montags bis Freitags 9 Stunden.

Die Gewerkschaften mit Unterstützungseinrichtungen, die an das Reichsarbeitsblatt berichten, musterten Ende 1912 2161 470 Mit­Streik in der Groitscher Schuhindustrie. glieder gegen nur 2 038 002 Mitglieder an demselben Termin des Die Bemühungen der Arbeiterausschüsse und Organisations­Die Gewerkschaften haben der Frage der Arbeits- Borjahres. Somit ergibt sich eine Zunahme, die mit 123 468 Crga bertreter, einen Ausgleich herbeizuführen, scheiterten an dem bermittelung jederzeit die größte Aufmerksamkeit ge- nifierten über 6 Proz. ausmacht. In der christlichen Organisation Widerstand der Fabrikanten, so daß die Arbeitsniederlegung erfolgt widmet. Schon die Vorläufer der modernen Arbeiterorgani- macht sich aber eine Stagnation, teilweise sogar ein diretter ist. Am 15. d. M. nachmittags fanden nochmals Verhandlungen sationen, die der Zunstgesellen, haben vielfach recht erbitterte Rüdgang bemerkbar. Da werden die Folgen der M.- Gladbacher statt. Die Arbeiter machten den letzten Versuch, um eine Einigung Kämpfe um die Arbeitsvermittelung geführt. Zu Beginn der Streifbruchtaktik und der Bänkereien im eigenen Lager sichtbar. Zu zu ermöglichen. Sie schlugen vor: modernen Arbeiterbewegung bis in die neunziger Jahre hin- den Verbänden, die einen Mitgliederverlust zu verzeichnen haben, ge= ein galt bei den Gewerkschaften unbestritten der Sat, daß arbeiter. Die Führer dieser Organisationen machen sich in der Ge­hören die christlichen Organisationen der Textilarbeiter und der Metall­die Arbeitsvermittelung einzig und allein in die Hände der famtbewegung durch lärmendes Großiprechen und gesinnungstüchtigen Arbeiter selbst gehöre; dem Besizer und Verkäufer der Ware Eifer im Stampfe gegen die freien Gewerkschaften sowie die Sozial­Arbeitskraft stehe allein das Verfügungsrecht zu, er habe die demokratie bemerkbar. Und der Erfolg? Der freie Textilarbeiter Bedingungen festzustellen, unter der sie Verwertung zu finden verband buchte Ende 1912 über 10 000 Mitglieder mehr als zu der habe. gleichen Zeit 1911, der christliche Verband dagegen ist nun um 711 Mitglieder fleiner. Weiter! Der Deutsche Metallarbeiterverband er fation, die überhaupt nur ein ganz winziges Kerlchen gegenüber dem höhte die Zahl seiner Mitglieder um 30 394, die christliche Organi­Metallarbeiterverband darstellt, verlor 1039 Mitglieder. Wenn man erst die Mitgliederziffern des christlichen Bergarbeiterverbandes erfährt, dann wird sich zeigen, daß hier die Mitgliederflucht ganz besonders grassiert.

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Ob das prinzipiell richtig ist oder nicht, soll hier weiter nicht untersucht werden, jedenfalls entscheiden in dem Kampfe um den Arbeitsnachweis, der ein Teil des wirtschaftlichen Kampfes zwischen Unternehmern und Arbeitern überhaupt ist, nicht Rechtsgrundsäße, sondern lediglich die Macht berhältnisse. Diese sind aber derart, daß keine der beiden großen wirtschaftlichen Gruppen der anderen in un­Das Verhalten der christlichen Gewerkschaftsleitung im letzten eingeschränkter Rücksichtnahme lediglich auf die Interessen der Ruhrbergarbeiterstreit, und dann auch bei der Bewegung im Saar­eigenen Partei die Bedingungen des Friedens diftieren revier, hat doch viele Arbeiter unzweideutig erkennen lassen, daß die fönnte. So entstanden die paritätischen Arbeitsnachweise, die mißbraucht werden. Hielt nicht Gewissenszwang manchen christlich christlichen Organisationen als Vorspann tapitalistischer Interessen vielfach in Tarifverträgen festgelegt sind. Diese funktionieren Organisierten von dem Uebertritt zu der als firchenfeindlich ver­unter der Kontrolle beider Teile. Bei den Tarifverhand- schrieenen freien Organisation ab, dann würden die chriftlichen Ver­lungen, die gegenwärtig zwischen den beiderseitigen Organi- bände bald aufgerieben sein. sationen im Holz- und Baugewerbe geführt werden, bildet die Regelung des Arbeitsnachweises ebenfalls einen heiß um­strittenen Punkt.

Neben den paritätischen Facharbeitsnachweisen entwidel­ben sich die allgemeinen öffentlichen Arbeitsnach= weise in städtischer Verwaltung.

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Je mehr die M.- Gladbacher auf den Wegen des offenkundigen Arbeiterverrates wandeln, um so gründlicher werden auch die reli­giösen Scheuflappen abfallen und die verhezten Arbeiter in die freie Gewerkschaft hineintreiben. Ganz ungestraft kann niemand Diener des Kapitals sein und dazu den Arbeiterfreund mimen.

Mit dem

Darauf machte der Vertreter des Industrieschutzverbandes im Auftrage der Herren Fabrikanten den Gegenvorschlag,

die Arbeitszeit ab 1. Juli 1913 auf 57% Stunden festzusetzen; ab 1. Januar 1914 soll als äußerstes die 57stündige Arbeitswoche zugestanden werden.

wurde nach Besprechung mit den Arbeiterausschüssen ein weiterer Von den Vertretern des Zentralverbandes der Schuhmacher Vorschlag unterbreitet:

Die Arbeitszeit beträgt ab 1. April 1913 Montags bis Frei= tags 9 Stunden, Sonnabends 8% Stunden, pro Woche 56 Stun­den; ab 1. April 1914 ist die 54stündige Arbeitswoche einzuführen. Im Auftrage der Herren Fabrikanten erklärte der Vertreter des Industrieschußverbandes sich gegen diesen Vorschlag. Bei der 57stündigen Arbeitswoche müssen sie bestehen bleiben. Die Ver­Arbeitern und Arbeiterinnen ist die unvermeidliche Folge. Beim handlungen wurden ergebnislos abgebrochen. Der Streit von 400 Auseinandergehen der Verhandlungsteilnehmer wurde von beiden Parteien eine Erklärung abgegeben, auf gegenseitiges Ersuchen bereit zu sein, an weiteren Verhandlungen teilzunehmen. Da die Groißscher Fabrikanten in der Amtspresse versuchen, die Forderung als übertrieben hinzustellen, sei hiermit folgendes festgestellt: In zwei der fünf Betriebe besteht gegenwärtig eine Arbeitszeit von 58% Stunden pro Woche. Diese Betriebe umfassen den größten Til der beschäftigten Arbeiter. Die Arbeitszeitver­fürzung würde für den 1. April 1913 24 Stunden betragen. Lohnforderungen sind nicht gestellt, nur Ausgleich

Letzte Nachrichten.

Bulgarische Hoffnungen.

Sofia , 18. Februar. Mir" behauptet auf Grund zuver

Rußlands Beruhigungsversuche.

Die Gewerkschaften haben sich rasch den veränderten Ver­Aussperrung im Breslauer Tapezierergewerbe. hältnissen angepaßt; die Beschlüsse der Gewerkschaftskongreffe 15. Februar d. 3. lief der für das Breslauer Tapezierergewerbe der Löhne für Zeitlohnarbeiter soll stattfinden. Der größte Teil abgeschlossene Tarifvertrag ab. Die Gehilfen forderten eine Ver- der Arbeiter iſt in Affordlohr beschäftigt, Ausgleichlöhne tommen von Berlin , Frankfurt , Hamburg und Dres- fürzung der Arbeitszeit von wöchentlich 54 auf 62 Stunden und als also nur für wenige Arbeiter in Frage. Die übrigen drei Be­den bezeugen es. Dagegen suchen die Arbeitgeber nach wie Mindestlohn für Ausgelernte im ersten Gehilfenjahr 45, im zweiten triebe arbeiten 58% und 594 Stunden pro Woche. Doch muß be­vor möglichst die Herrschaft über den Arbeitsmarkt zu er- 50 und im dritten 56 Pf. Stundenlohn, für weitere höhere Löhne merkt werden, daß diese Arbeitszeiten früheren Abmachungen mit halten und zu erweitern. Nicht um der Arbeits ver mitte- einen Zuschlag von 5 Pf. pro Stunde. Außerdem den Abschluß des den Arbeitern entgegenstehen. Es könnte also den Groikscher Fa Iung zu dienen, sondern, um ihre Macht über den Arbeits- Tarifs auf drei Jahre, Die Unternehmer lehnten eine Verkürzung brikanten nicht schwer fallen, auf die von den Arbeitern gewünschte markt auszunüßen. Ausscheidung der Agitatoren" und der Arbeitszeit rundweg ab und Lohn wollten sie während der drei Arbeitszeitverkürzung einzugehen. Zuzug nach Groißsch ist fern­Setzer", der Streifbrüder" und Aufwiegler", Heranziehung jährigen Tarifbauer nur 2 Pf. pro Stunde zulegen. Die Gehilfen zuhalten. und Bildung einer gelben Schußtruppe das ist es, was die ermäßigten daraufhin ihre wirklich geringen Forderungen noch wesentlich, um den Unternehmern Entgegenkommen zu zeigen Eine Schuhmacherbewegung ist in Nürnberg im Gange. Die Unternehmer durch ihre Nachweisbureaus erreichen wollen. und erklärten sich zu weiteren Verhandlungen bereit, womit Gehilfen haben der Schuhmacherinnung den Tarif zum 1. April ge= In einem soeben erschienenen Schriftchen: Die Gewerk die Unternehmer einverstanden waren. Die Verhandlungen fündigt und für den Neuabschluß einige Forderungen gestellt, die in schaften und die Arbeitsvermittelung", beschäftigt sich Genosse sollten Montag, den am 17. Februar, stattfinden. Aber der Hauptsache auf eine Lohnerhöhung von etwa 15 Proz. hinause Um breit mit den oben behandelten Fragen, die zuerst den schon am Freitag vorher verschickten die Arbeitgeber an gehen und ihre volle Berechtigung in den teureren Lebensverhält Gegenstand eines Vortrages bildeten, den er im Metall- ihre Kollegen Kollegen die Aufforderung, die Gehilfen nissen finden. Aber die Innung hat sie rundweg abgelehnt, sie will arbeiterverband gehalten hat. Die Broschüre behandelt auch auszusperren. Dieser Aufforderung ist ein Teil der Arbeit nicht einmal mit der Vertretung der Gehilfen darüber verhandeln, Am Sonnabend sperrten 36 Betriebe höchstens mit dem Gehilfenausschuß der Innung. Wenn die Herren die paritätischen, Tarif- und Facharbeitsnachweise, nament- geber nachgekommen. lich an der Hand der Tarifnachweise der Buchdrucker und 106 Gehilfen aus, während 23 Firmen mit 123 Gehilfen sich in ihrer Starrköpfigkeit verbarren. fann es leicht zum Stampfe kommen. Holzarbeiter. Dabei wird auch der Versuche gedacht, die nicht an der Aussperrung beteiligten. Die Gehilfen baben auf das Deshalb ist zuzug schon jetzt zu vermeiden. provokatorische Verhalten der Unternehmer beschlossen, daß in jedem darauf hinauslaufen, die Selbstverwaltung der Fach- Betrieb, wo auch nur ein Kollege ausgesperrt wird, sofort von allen arbeitsnachweise zu beschränken. Sie sind bekanntlich ausge- die Arbeit niederzulegen ist. In allen anderen Betrieben soll vor­gangen vom preußischen Minister des Innern läufig weitergearbeitet werden. Offenbar wollen die Unternehmer und des Ministers für Handel und Gewerbe und fin- den Gehilfen einen Schreck einjagen, um sie für die Annahme des den merkwürdigerweise Unterstützung von einer Seite, von Tarifs, so wie sie sich ihn denken, gefügiger zu machen. Darin der man es kaum vermutet hätte, nämlich vom Vorstand des dürften sich aber die Herren diesmal gründlich getäuscht haben. Verbandes deutscher Arbeitsnachweise. Um­breit weist diese Versuche, die öffentlichen Arbeitsnachweise in den Dienst einseitiger Unternehmerinteressen oder gar unter die Herrschaft der Bureaukratie zu stellen, mit Entschiedenheit zurüd: " Wir können uns damit abfinden, den Arbeitsnachweis dem Sampfe zu entziehen, denn unsere Gewerkschaften verfügen heute über andere Machtmittel, um ihre Forderungen durchsetzen zu können. Werden die öffentlichen Nachweise indes dazu benußt oder richtiger gesagt, dazu mißbraucht, Arbeiterinteressen zu ver­leken, dann müssen wir wohl oder übel den Kampf aufnehmen, und die Gewerkschaftsbewegung wäre sehr wohl fähig, sich auch heute noch ihre eigenen Arbeitsnachweise zu schaffen." Diese Auffassung Umbreits wird die ungeteilte 3u stimmung aller Gewerkschafter finden das mögen sich die Rückwärtser aller Schattierungen gesagt sein lassen. Partei und Gewerkschaften sind sich vollkommen darin einig, daß die Gesetzgebung die Wege zu ebnen hat für eine gesunde Ent­wickelung der Arbeitsvermittelung nach der Richtung hin: Vor etwa anderthalb Jahren überraschten die Zentrumschristen der Großmächte zu unterwerfen. Arbeitsnachweise mit öffentlich rechtlichem und die Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine die Welt mit der Nach der Annahme vorhanden, daß man sowohl in Rumänien wie Charakter unter paritätischer Selbstverricht, daß fie, veranlaßt durch Herrn Berlepsch, übereingekommen auch in Bulgarien der schweren Verantwortung Rechnung tragen seien, ein freundlicheres Verhältnis zueinander herzustellen. Die werde, die derjenige Teil auf sich laden würde, der Gewalt ge­waltung. beiden Metallarbeiterorganisationen der betreffenden Richtungen brauchen würde, bevor zunächst die friedlichen Mittel zur Beseiti= gingen noch einen Schritt weiter und setzten Paragraphen auf, die ihr Handeln fortab bestimmen sollten. In diesem Vertrag" wurde gung der Differenzen erschöpft seien. Alle Großmächte versuchten Die Zuschneider bildeten bisher eine selbständige Filiale im unter anderem auch festgelegt, daß sich die beiden Organisationen der Frage eine friedliche Lösung zu geben, da sie übereinstimmend Verband der Schneider. In lezter Zeit wurde wiederholt die Frage nicht persönlich bekämpfen sollten. Verträglich wurden die frei- den Wunsch hegten, die Möglichkeit eines Konflittes zu vermeiden. erörtert, ob es nicht zweckmäßiger sei, als Sektion der Filiale I heitlich- national" fortschrittlichen Gewerkvereinler und die zentrüm­beizutreten. Am Sonnabendabend nahm eine außerordentliche lichen Christen tros des Vertrages nun aber keineswegs; sie ver= Neutralisierung Albaniens . Generalversammlung der Zuschneider endgültig zur Frage des teilten sich im Gegenteil nach dem Freundschaftstuß cher noch mehr Uebertritts Stellung. Der Vorsitzende betonte in seinen Ausfüh- als früher, so daß die Ringkampfvorführungen oft genug das fröh­Betersburg, 18. Februar.( H. B.) In hiesigen diplomatischen rungen nochmals die maßgebenden Gründe und wies auf die Vor- liche Lachen des Publikums auslösten. Die in den Anschauungen Kreisen verlautet, daß die Neutralisierung Albaniens teile hin, die durch die Verschmelzung entstehen. In der Diskussion durchaus mit den Zentrumschriften verfippten katholischen Arbeiter­erklärten sich alle Redner für den Anschluß an die vereine in Rheinland- Westfalen gingen sogar dazu über, die Mit- beschlossene Sache sei, wobei Oesterreich und Italien keine filiale I als eigene Sektion, der dann auch gegen eine glieder der Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine kurzer Hand heraus. bevorzugte Stellung eingeräumt werden soll. Stimme beschlossen wurde. Der Anschluß wird am 1. April d. J. zuwerfen und sie damit in die religiöse Wüste zu schiden, wenn die vollzogen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden leb- Hirsch- Dunderschen nicht umsatteln und mit den Zentrumschriften hafte Klagen geführt über das in mehreren Betrieben bestehende auch die politische Zentrumspartei stärken wollten. Nun teilt der Antreibersystem. Einmütig war man der Ansicht, daß nur durch Regulator", das Blatt des Metallarbeiter- Gewerkvereins, endlich Beting, 18. Februar. ( Meldung der Agence d'Extreme Orient.) eine intensive Aufklärungsarbeit diese Zustände gebessert werden mit, daß der tollen Komödie ein Ende gemacht und daß der famose Der Minister des Auswärtigen hat bei dem englischen Gesandten Vertrag gekündigt und sofort aufgehoben wurde. Das ist in unserer in Peking Vorstellungen erhoben und um eine möglichst baldige humorarmen Zeit ein herber Verlust! Antwort bezüglich der tibetanischen Frage ersucht. Der Gesandte hat ihm erklärt, daß China , bevor die Verhandlungen wieder auf­genommen werden könnten, folgende drei Punkte annehmen müsse. Zunächst soll die Republik ihre Delegierten nach London entsenden, wo die Verhandlungen geführt werden sollen, alsdann soll China die nominelle Oberhoheit über Tibet übernehmen, dessen Autonomie es anerkennt. Den dritten Punkt bildet die Nichtig­Ver= feitserklärung des englisch - chinesischen trages bon 1905 und den Abschluß eines neuen Vertrages auf der Basis der anglo- chinesischen und indo- tibetanischen Ver­träge, die vor 1905 in Straft waren. Die formelle Annahme dieser drei Punkte ist die conditio sine qua non für die Wieder­und zögernde Art Englands beunruhigt.

Zu einem Abwehrkampf im Tapezierergewerbe ist es bei der Firma Penjelein, Stöß u. Co., Sigmöbelfabrik in Blomläffiger Informationen, daß die Aussichten auf eine freundschaft­berg( Lippe- Detmold), gekommen. Die Firma besteht erst seit liche Regelung des bulgarisch rumänischen Konflikts gestiegen seien. etwa Jahresfrist, hat es aber bereits verstanden, sich uci den Ar. Der Friede zwischen Bulgarien und Rumänien sei nicht so bedroht, beitern in den üblen Ruf der Lohnbrüderei zu bringen. Den bei wie man glauben machen wolle. den Holzarbeitern borgenommenen Lohnabzügen wollte sie solche bei den Bolsterern folgen lassen. Gerade diese fortgefeht versuchten fation anzuschließen; fie fonnten so die Abzüge zurückweisen. Arbeitsverschlechterungen beranlaßten die Arbeiter, sich der Organi Petersburg, 18. Februar. Die Petersburger Telegraphen Darauf suchte die Firma ungelernte Arbeiter anzulernen, und er- agentur erfährt von zuständiger Seite, daß die allgemeine politische neuerte dann den Versuch. Doch die Arbeiter legten gemeinsam die Arbeit nieder. Die Firma sucht nun unter Zusicherung guter Lage, wie sie sich aus den Vorbesprechungen zwischen Bulgarien Löhne erneut Arbeiter nach Blomberg zu loden. Züchtige Leute, und Rumänien ergeben habe, nicht die pessimistischen berheiratet oder ledig, welche Lust haben, das Polstern von Leder: Anschauungen eines gewissen Teiles der Presse stühlen zu lernen, bei gutem Verdienst, sucht die Firma. Wie es rechtfertige. Die Berhandlungen zwischen den Kabinetten in Falls in Wahrheit damit steht, zeigt der vorstehende Bericht. Zuzug ist Sofia und Bukarest seien nicht abgebrochen worden. die direkten Vorbesprechungen nich zu einer vollständigen Ueber­ſtreng fernzuhalten. einstimmung führten, würden beide Regierungen hinreichend Mittel bejizen, die Streitpunkte dent Schiedsspruch Ez sei Grund Zu

fönnen.

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Berlin und Umgegend.

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In die Brüche gegangene Harmonie.

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Der Streit der Glasarbeiter in Lünen bei Dortmund dauert

Die tibetanische Frage.

Die Arbeiterschaft der Berliner Schuhindustrie ist in eine Be­tvegung eingetreten, welche die Schaffung eines paritätischen Arbeitsnachweises und Verbesserung der Lohnfäße bei einer Anzahl Firmen zum Ziele hat. Seit 1896 besteht ein vom Verband unverändert fort. Die Firma bemüht sich durch Agenten, Arbeits­Berliner Schuhfabrikanten unterhaltener Arbeitsnachweis. Der Ar- millige zu bekommen, was ihr bis jetzt noch nicht gelungen ist. beiterschaft war dieser Unternehmernachweis immer ein Dorn im Die Glasarbeiter werden erneut ersucht, Arbeitsangebote nach Lünen abzulehnen. Muge, weshalb schon in den letzten Jahren mit der Unternehmer­organisation Verhandlungen zweds Schaffung eines paritätischen Nachweises gepflogen wurden, die aber bisher ein pofitives Ergebnis Die Situation im Hamburger Hafen . nicht hatten. Der größte Teil der Unternehmer soll der modernen paritätischen Form der Arbeitsvermittelung ſympathisch gegenüber- Der Streif der Bunkerleute macht sich schon in einem Stocken stehen. des Verkehrs bemerkbar. Die Arbeit ruht in jämtlichen Bunker­Die Arbeiter verlangen weiter freie Lieferung der Furnituren, betrieben. Der Streik der Binnenschiffer verschärft die Situation was besonders für die Zwider und Zwiderinnen eine Rolle spielt. bedeutend. Hinzu kommt zu alledem noch eine neue Bewegung, die aufnahme der Unterhandlungen. China fühlt sich durch die kühle Diese hatten bisher die Chanels und Tacse( Stifte zum Befestigen mit den anderen nur in loser Verbindung steht: die Arbeiter der des Oberleders und der Sohlen) selbst zu stellen. Die Ausgabe Lagerhausgesellschaften, die bei der früheren Lohnbewegung im hierfür im Betrage von 1,25 bis 2 M. wöchentlich muß von dem Hafen leer ausgingen, hatten vor kurzem einen Lohntarifentwurf berdienten Lohn bestritten werden. Außerdem wird für Zuschneider eingereicht, der vor allem eine Erhöhung der Löhne vorjah, da diese Aus dem marokkanischen Aufstandsgebiet. und Stanzer die Anerkennung eines Minimallohnes von 27 M. ge- Arbeitergruppe von allen am schlechtesten bezahlt wird. Es handelt fordert. Ferner wird eine Regelung der Bezahlung der einzelnen sich bei dieser Bewegung vorläufig um 75 Mann. Die Export- Baris, 18. Februar. Aus Mazagan wird gemeldet: Reute Baare, der kleinen sortierten Stommissionen und der Muster, sowie lagerhausgesellschaft beantwortete Verhandlungsersuchen des Deut- des aufständischen Entifa- Stammes überfielen einen Markizug des Entschädigung für Ueberstunden verlangt. Die Forderungen sind schen Transportarbeiterverbandes mit der Aussperrung sämtlicher Sut- Stammes und plünderten die Wagen. Es kam zwischen ihnen den Unternehmern am Montag früh unterbreitet worden mit dem Arbeiter. Die Entscheidung bei einer zweiten Gesellschaft erfolgt und den Anhängern des Machsen zu einer blutigen Rauferei, Ersuchen, im Laufe der Woche in Verhandlungen einzutreten. in den nächsten Tagen. Menschenhändler sind auf der Suche nach wobei es auf beiden Seiten zahlreiche Verwundete gab. Berantw. Redatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsantals Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl

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