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Ser Gesellschaft gezahlt werden foll, so wird das Bild des unheil vollen Einflusses des Spetulantentums noch verschärft durch die Person, die sich in diesem Falle als Vertreter der Bucherer in Grund und Boden repräsentiert. Schon der zehnte Teil dessen, was Hoff mann von Herrn Winterfeld an der Hand gerichtlicher Aften mit teilte, müßte für jeden, der auf Reinlichkeit hält, genügen, sich in Geschäfte mit diesem Herrn nicht einzulaffen. Aber die preußische Regierung trägt lein Bedenken, mit ihm zu paktieren und ihm 2 Millionen zuzuschanzen. Der Mann steht freilich in fortgefeßten, für ihn nicht gerade schmeichelhaften Geschäftsverbindungen mit den Gerichten, aber da ihm bisher niemals etwas bewiesen werden konnte, gilt er als Gentleman, und wird für würdig befunden, Millionengeschäfte mit dem Fiskus zu machen. Nicht genug, daß die Steuergroschen in so unverantwortlicher Weise vergeudet werden, fließt das Geld auch noch einem Manne zu, den man gelinde gesagt als foliden Geschäftsmann nicht ansprechen kann. Daß die Sozialdemokraten sich von solchen Transaltionen fernhielten, ist selbstverständlich. Mag der Fiskus und mag die bürgerliche Mehr­heit des Landtages die Berantwortung dafür tragen!

Die englifchen Sozialiften gegen den

Rüftungswabnfinn.

Marokko. D

Barbarische Kriegführung.

fonnte in Ser Verhandlung, bie im Bergangenen Sommer statt­fand, nicht largestellt werden. Das ganze Ergebnis der Slage inar, daß der Geschäftsführer der sozialdemokratischen Druckerei, Barte, 7. März. Die humanité" berichtet in einem Ar­wo der Brief gedruckt wurde, wegen fahrlässiger Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe verurteilt wurde. Jest nach einem halben Jahre fifel über die Heldentaten" des Generals Grabschet d'Esbereh und ist gegen den Faktor unserer Waldenburger Parteidruderei, den schreibt: Auf einem Bormarsche waren dem General die Verwun Genoffen Hoffmann ein Meineidsverfahren eingeleitet wor- deten, die er mit sich führte, hinderlich. Er stellte deshalb an einen den, weil er angeblich falsche eidesstattliche Aussagen über die Militärarzt das Ersuchen, die Verwundeten einfach vollständig zu Seßer des Briefmanuskriptes gemacht habe. Der Faltor ist auch töten. Dieser weigerte sich jedoch, den Befehl auszuführen. Das am Dienstag beim Mittagstisch verhaftet und erst nach gleiche Ersuchen stellte hierauf der General an einen Leutnant und 24 stündiger Haft wieder entlassen worden. Das schließlich an einen Adjutanten, die fich aber ebenfalls ablehnend Verfahren geht weiter, man hofft vielleicht auf diese Weise den verhielten. Nun ließ der General die Verwundeten unter Be­Sünder zu faffen, der das Briefmanuskript redigiert haben soll. wachung von 10 alten Kriegern und dem Kommando cines Adju tanten zurüd. Natürlich, fo schreibt die Sumanité", find alle diese Leute verschwunden; die Eingeborenen haben ihnen die Köpfe und andere Gliedmaßen abgeschnitten. Der General mußte un­bedingt wissen, daß die Leute ihrent Schidjal nicht entgehen konnten, Loudon, 6. März.( Eig. Ber.) Der Appell der deutschen wenn er sie zurüdlich. Weiter heißt es von dem General, daß er und französischen Sozialdemokratie gegen die geplanten Neu- den französischen Truppen befohlen haben soll, die Leichen der ge­rüstungen hat in den Kreisen der englischen Barteigenossen fallenen Marokkaner zu verstümmeln. Die Maroffaner haben in den lehten Rämpfen von den Fran einen freudigen Widerhall gefunden. Der Labour Leader", das propagandistische Organ der J. 2. P. veröffentlicht heute 30fen 32 000 Patronen und ein 75-3entimeter- Geschüß erbeutet, Die Humanité einen Leitartikel über den Aufruf, in dem es heißt: Wir sowie fich des Zeltes des Generals bemächtigt. müssen jegt eine internationale Attion gegen fügt hinzu, daß General Liauty, der französische Reſident in Ma das Wachstum der Rüstungen einleiten. Die fozia- rofto, dem General Erabchet d'Esbereh einen Arrest von 30 Tagen listischen Parteien Deutschlands und Frankreichs haben uns auferlegt habe. Auch foll dem General aufgetragen fein, bald den Weg gezeigt. Während die herrschenden Klaffen der nach Paris zu fahren und Aufflärung über die Sache zu geben. beiden Länder mit Feindschaft im Herzen planen, sich gegen­Borher hatte das Haus ben von allen bürgerlichen Barteien einander bis an die Zähne zu bewaffnen, knüpft die Arbeiter­eingebrachten Antrag betr. das Etats notgeses der Budget- klasse beider Länder immer enger das Band der Kamerad­tommission überwiesen. schaft, das fie berbindet. Sonnabend wurde in Berlin und in Den Rest der Sigung bildete die Beratung des Etats der Paris ein gemeinschaftliches Manifest veröffentlicht, das von Sentralgenossenschaften, der Liebknecht Gelegenheit den 110 sozialistischen Mitgliedern des Reichstages und den gab, den agrarischen Charakter dieser Bumpanstalt zu erläutern. Das 69 sozialistischen Mitgliedern der französischen Kammer fortgesette Lachen, mit dem die Agrarier die Ausführungen unseres unterzeichnet ist. Es ist ein beredtes und bewegendes Dofu. Redners begleiteten, war nichts als ein Verlegenheitsgelächter, ein ment. Beweis dafür, wie richtig die Liebknechtsche Kritik war.

Die Antlagen Hoffmanns, die sichtlich Eindruck auf das Haus machten, wurden bon feiner Seite widerlegt. Vielleicht wird man das in der Budgetkommission, der die Vorlage überwiesen wurde und in der wir nicht vertreten sind, versuchen. Aber die Herren irren, wenn fie glauben, die etwas ramponierte Ehre des Herrn v. Winterfeld im dunklen Kommissionszimmer wieder herstellen zu fönnen. Es gibt ja noch eine zweite Lesung, und die findet vor aller Deffentlichkeit statt. Jeder Bertuschungsversuch wird von der Sozialdemokratie im Steime erstickt werden.

Hinter den Kulissen.

Freitag nachmittag fand eine vertrauliche B'e sprechung der Führer der bürgerlichen Parteien( die Sozialdemokratie war nicht eingeladen) mit dem Reichskanzler statt. Der Kriegsminister hielt den Herren den üblichen aufklärenden" Vortrag. Und wer aufgeklärt sein mill, dem ist leicht geholfen. Man hört auch, daß die Herren den Vortrag Heeringens als sehr einbrudsvoll empfanden. Im übrigen mußten sie natürlich strengstes Stillschweigen

versprechen.

Jesuiten Import.

Das Nuovo Giornale"( Neues Journal) in Florenz fündigt an, daß der Jesuitenorden demnächst eine größere Anzahl Jesuiten nach Bayern senden wird, da dieses Land unter der glorreichen Regierung des Freiherrn von Hertling sich am besten unter allen deutschen Landen für die Jefuitentätigkeit eigne. Das Blatt schreibt nach einer Mitteilung der Rhein - Westf. Zeitung":

Parlamentarisches.

Die Kolonialetats in der Budgetkommission des Reichstags. Vor Eintritt in die Tagesordnung der Freitagsfizung be­schwerte sich ber voltsparteiliche Abg. edscher über die Bemer fung im legten Bericht, daß die Volksparteiler während der Donnerstagsverhandlungen ständig um die Regierungsvertreter herumscharmenzelten. Die Wolfsparteiler hielten sich, mie fie be­haupten, nur deshalb in der Nähe der Size der Regierungsvertreter auf, weil sie auf ihren Blähen nichts hören können. Die Kom mission nahm die Beschwerde des Abg. Heckscher mit ungetrübter

Seiterfeit auf.

Das ganze Schriftstück ist würdig der besten Traditionen und der höchsten Ideale der Bewegung. Es sollte den fozia­listischen Parteien jeden aufrichtigen Friedens freund in Deutschland und Frankreich gewinnen. Und wie steht es mit Beim Etat für Neu- Guinea forderten unsere Genossen ein Großbritannien ? Es ist die höchste Beit, daß wir einen gängliches Verbot der Jagd auf Baradiesbögel, denen die Aus­fühnen Schlag gegen die zunehmenden Rüftungen führen. rottung droht, wenn nicht eingeschritten wird. Der prachtvoll ge Unsere Vergangenheit ist in dieser Hinsicht ehrenhaft; aber fieberte Paradiesbogel tommt nur in Neu- Guinca vor, und er wird eine stärkere und eindrudsvollere Aftion tut not. Die Mili feines hohen Preises wegen rüdfichtelos gejagt. Die Federn dienen tariffen arbeiten mit einem unheiligen Eifer. Gegen fie den reichen Müßiggängerinnen als Hutschmud. Von Rednern müssen wir einen unverföhnlichen Krieg führen. Wenn wir anderer Parteien wurde diese Forderung lebhaft unterstützt. Auf nicht auf der Hut find, wird uns das Joch der allgemeinen dem Londoner Markt werden heute für einen Vogel 150 9. als Engrospreis gezahlt. Die Eingeborenen betrachten diese Bogel Wehrpflicht auferlegt werden, ehe wir uns bewußt find, was jagd als einen schweren Eingriff in ihre Rechte und in ihr Befiz­fich zugetragen hat. Dies ist ein kritischer Augenblic. Wir tum. Als Folge eines 3wistes zwischen weißen Vogeljägern und stehen an einem Scheidewege. Der eine Weg führt zum Eingeborenen wurde eine Straferpedition ausgerüstet, die zur Sozialismus und zur Freiheit, der andere zur allgemeinen Niederschießung von 40 Eingeborenen führte. Staatssekretär Wehrpflicht und zur Sklaverei. Solf begrüßte die sozialdemokratische Resolution und ist bereit, für die Durchführung Sorge zu tragen. Einstimmig wurde die Resolution angenommen.

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Wir ersuchen die britische Arbeiterpartei, dem Beispiel unserer tontinentalen Genossen zu folgen. Ein fräftiger Beim Etat für Samoa tam zur Sprache, daß auf Samoa Protest gegen die Rüstungen und die internationale Rivalität einem Weißen, der mit einer Samoanerin zusammen lebt, die ihn follte erlassen werden. Die Woge des Chauvinismus über mehrere Kinder geschenkt hat, von den Behörden die Eheschließung Der Jesuitengeneral hat bisher keinerlei Dispositionen flutet die Kolonien und wir sollten uns mit den Arbeiter verweigert wird. Als er mit der Frau nach Neuseeland fahren über eine etwaige endgültige Rüdfehr der Jefuiten nach bewegungen in den britischen Tochterstaaten bereinigen, um und sich dort trauen lassen wollte, wurde der Frau verboten, Deutschland getroffen. Allerdings bat der Reichstag den Antrag gegen diese Vergeudung von Gütern zu protestieren, die so das Land zu verlaffen. Dieser standalöse Vorgang wurde von allen zur Beseitigung des Jesuitengejeges angenommen, aber in den dringend für das Werf der sozialen Befferung gebraucht Seiten scharf gerügt und Berücksichtigung der Wünsche des Weizen vatilanischen Streifen in Rom fürchtet man, daß die deutsche werden. Kanada hat Großbritannien das Angebot gemacht, gefordert. Staatsjefretär Golf erklärte, Samoanerinnen könnten Regierung, diese Abstimmung nicht berücksichtigt, und man ist ihm drei Dreadnoughts unter der Bedingung zu leihen, daß nur dann Europäern gleichgestellt werden, wenn sie die deutsche fogar auf weitere Regierungsmaßnahmen gegen die Jesuiten gefaßt, Maßnahmen, die womöglich noch schlimmer( 1) fein werden wir die Besatzung liefern und daß dem Dominion ein Blat Sprache beherrschen und sonst einen entsprechenden Bildungsgrad befizen. als die von dem bisherigen Geseg fanttionierten. Für den in dem ratgebenden Ausschuß des Reichsverteidigungs- Beim Etat für Siautichou führte Unterstaatssekretär Augenblic beabsichtigt der Jesuitenorden nichts zu tun. Er be- fomitees eingeräumt werde. Hierin lauern Gefahren. Das Zimmermann pom Auswärtigen Amt aus, daß die Verhält reitet jedoch für später eine langsame und allmähliche Entsendung Reichsverteidigungsfomitee ist eine rein ernannte Körper- niffe in China fich noch nicht sonderlich gebessert haben. Zu wün der Ordensmitglieder nach dem Deutschen Reiche vor. Der An- fchaft, die nicht der Kontrolle des Parlaments untersteht, und fang wird mit Bayern gemacht werden, das man für am besten wenn wir nicht vorsichtig sind, wird es eine Junta werden disponiert hält, um die Jesuiten aufzunehmen."

und das Kabinett wird das Parlament zwingen, deren Detrete Auch ein Volksrecht aus der Zeit der Befreiungskriege. gegen die Dreadnoughtsteuer von 20 Schilling auf den Kopf demütig anzuerkennen. Die Arbeiterbewegung Sanadas hat Zu den Repräsentationsförperschaften, mit denen nach kräftig Einspruch erhoben und mit den organisierten Arbeitern dem Jahre 1815 die im Jahre 1813 gegebenen Versprechungen gehen 90 000 Bauern aus Manitoba , Castatschewan und eingelöst" wurden, gehören auch die Provinziallandtage der Alberta . Die britische Arbeiterbewegung sollte ihre Sand östlichen Provinzen. Soeben tritt der fchlesische über den Atlantischen Ozean ausstreden und als Zeichen der ProvinzialLandtag zusammen und aus seiner Präsenz gemeinschaftlichen Verabscheuung des Militarismus die Hand liste tann festgestellt werden, daß sich unter den 158 Mit ergreifen, die die kanadischen Arbeiter ausgestreckt haben. gliedern dieser Voltsvertretung" befinden: 3 Prinzen, Es heißt, die Regierung beabsichtige, vom Parlament eine 7 Fürsten , 12 Freiherren , 27 Grafen, 39 gewöhnliche" Mehrausgabe für die Flotte in der Höhe von 2 Millionen Ablige, 12 Rittergutsbesitzer und Landräte ohne Adel, Pfund Sterling für das nächste Jahr zu verlangen. Sollte 24 Bürgermeister, 10 Vertreter der Industrie, Bergräte, sich das als wahr herausstellen, so hoffen wir, daß die Ar­Generaldirektoren und dergleichen, und 16 Stadträte, Som beiterpartei einstimmig gegen das Budget stimmen wird. Die merzienräte, Justizräte usw., also kein Kleinbauer, fein liberale Bartei mag neue Steuergrundsäge eingeführt haben; Arbeiter, ein Handwerksmeister oder fleiner Gewerbes aber welchen Wert haben Extraeinkommensteuern und Band­treibender. Das niedrigste" find zwei Dekonomieräte". steuern, wenn sie dazu dienen, die Zerstörungs- und Mord­Also hat das Volt allen Anlaß, seine nach den Be- waffen immer höher zu fürmen?" freiungstriegen erhaltenen staatlichen Rechte" zu preisen und Gebentfeiern zu veranstalten.

Justiz und Reichsverband.

Oefterreich.

Das Herrenhaus und das Kontraktbruchgeses. Wien , 6. März.( Gig. Ber.) Die Abgeordneten Reumann, Schäfer und Genoffen haben heute neuerlich einen Antrag auf Be­feitigung der Bestrafung des Kontraktbruches eingebracht. In der Begründung des Antrages wird folgendes ausgeführt:

ichen sei, daß bei der Präsidentenwahl Juanshikai die Mehrheit der Stimmen erhalte, denn er sei der Mann, um Ruhe und Ordnung zu schaffen. Freilich, so lange die chinesische Regierung sich in der jobann über die Anleihe von 20 Millionen Pfund, die China auf­Finanzflemme befinde, die Beamten und Soldaten nicht bezahlen fönne, müffe mit Unruhen gerechnet werden. Stedner verbreitete sich nehmen will und dabei auf große Schwierigkeiten gestoßen sei. Der Unterstaatssekretär trat für die von der Marineverwaltung ge­forderte Befegungsstärke ein, die gegen die sozialdemokratischen Stimmen genehmigt wurde.

Der Hauptetat für die Schuhgebiete, der in Einnahme und Ausgabe mit 152,3 Millionen abschließt, wobei eine Anleihe von 63,3 Millionen aufgenommen werden muß, wurde genehmigt. Da mit waren alle Kolonialetats erledigt. Genosse Ledebour forderte, daß zur Beratung des Etats des Auswärtigen Amtes der Reichsfangler ersucht wird, in der Kommiffion zu erscheinen.

Petroleum- Monopol.

In der Sigung der Reichstagstommission vom Freitag wurde zunächst über die Frage der Abschreibungen beraten. Der Regierungsentwurf setzt einen Durchschnittssak von 12 Broz. an. Die Liberalen haben verschiedene Abschreibungsfäße für die ein­jelnen Bestandteile der Anlagen in Vorschlag gebracht und wollen außerdem mit Zustimmung des Reichstanzlers außerordentliche Zu­wendungen an den Reservefonds möglich machen. Der Hauptteil des liberalen Antrags wurde angenommen; die übrigen Anträge wurden abgelehnt.

Sodann wurde darüber diskutiert, ob die Vertriebsgesellschaft, die nach§ 1 ein Monopol im Leuchtölgeschäft hat, auch Geschäfte in anderen Delprodukten( Benzin, Schmieröl usw.) machen darf oder nicht. Die Regierungsvorlage berbietet folche Geschäfte in der Regel und läßt nur ganz ausnahmsweise ein Einzelgeſchäft in anderen Delprodukten zu. Die Kommission nahm folgenden Standpuntt ein: Die Vertriebsgesellschaft hat ein Monopol in dem Leuchtölgeschäft. In anderen Delprodukten hat sie kein Monopol, aber das Recht, beliebig Geschäfte und damit Konkurrenz zu machen. § 5 der Regierungsvorlage ermächtigt den Bundesrat: 1. Vor­schriften über die Beschaffenheit der von der Vertriebsgesellschaft in

In einer Versammlung des Reichsverbandes in Königsberg hatte der Reichsverbandssekretär Taube erklärt, Genosse Martwald hätte am 26. Januar 1906 in Forst in der Märkischen Wolfsstimme" einen Artikel veröffentlicht, in dem es wörtlich heiße, die Das Herrenhaus hat dem Gesezentwurf über die Beseitigung Religion sei zwar Privatsache, aber die Sozialdemokraten seien der Bestrafung des Kontrattbruches feine Zustimmung verweigert. Atheisten, es gebe keinen Gott, ein Gewissen, feine Ver- Dieser Beschluß des Herrenhauses ist eine frivole Abweisung eines geltung, tein ewiges Leben, es gebe nicht Seele und Geist. Mart berechtigten Wunsches der Arbeiterschaft Oesterreichs und eine Ver­wald fandte dem Blatt, das über die Versammlung des Reichs- legung der Würde des Abgeordnetenhauses, das wiederholt ein­berbandes berichtet hatte, eine Berichtigung, doch Taube hielt feine stimmig diesen Gesezentwurf beschlossen hat. Der Beschluß des Behauptung aufrecht, worauf Martwald gegen den Reichsverbands. Herrenhauses ist nur mit kleiner Mehrheit gefaßt worden. Er ist nur deshalb gefagt worden, weil die boltsfeindliche Rechte des Hauptung, daß M. geschrieben hätte, es gebe kein Gewissen. Tat- gerrenhauses ungewöhnlich stark vertreten wat, während von den nungen zu treffen über die Art der Zufuhr von Leuchtöl an den fächlich waren die angeführten Säbe in den anderen Barteien viele Mitglieder fehlten. Es besteht also die be Artifel nicht enthalten; aber das Schöffengericht sprach gründete Soffnung, daß das Herrenhaus zu einem anderen Be den Reichsverbandssekretär doch frei mit der Begründung: aus schlusse gelangen wird, wenn der Gefeßentwurf ihm noch einmal dem Martwalbschen Artikel tönnie man heraus- bom Abgeordnetenhause zugeht. Seinesfalls fann das Ab. Lesen, daß der Artikelschreiber der Ansicht Ausdrud gegeben habe, geordnetenbaus es sich gefallen lassen, das ein paar Duhend hoch es gebe auch lein Gewissen. Das Schöffengericht gab ntüfige Feudale über seine Beschlüsse so leichtfertig hinweggehen. jedoch nicht die Säße des Artikels an, aus welchen es diese Ansicht Es ist daher notwendig, daß das Abgeordnetenhaus den Gesez herausgelesen" hätte. Gegen das Urteil will Marhwald Berufung entwurf noch einmal beschließt und ihn dem Herrenhaufe noch ein­einlegen. mal zurüdichiďt.

Belgien . Die Wahlrechtsfrage.

nommen. Aleinhandel und die Verbraucher. Diese Fassung wurde ange­

Die Regierungsvorlage berlangt weiter eine Ermächtigung für den Bundesrat, daß er im Interesse der Konsumenten Mißbräuchen in der Preisstellung der Detaillisten entgegentreten darf. Abg. Schweichardt wollte das verhindern durch den Antrag, daß die Berkaufspreise nur durch die Detaillisten selbst bestimmt werden rungsvorlage ein. Gerade weil das Reich ein Monopol habe, sei dürfen. Der Redner der Sozialdemokratie trat für die Regie. die Gefahr groß, daß namentlich auf einen und abgelegenen Orten durch einzelne Händler oder Händlerringe das Betroleum Eine politische Meineidsaffäre. über die Maßen berteuert werde. In diesem Falle eines Mig­Jm schlesischen Wahlkreise Walsenburg wurde zur Reichstags brauchs müsse die Regierung eine Möglichkeit des Einschreitens zum Schuße der Konsumenten haben. In den Städten bestehe ein wahl der offene Brief eines ehemaligen fürstlich Blesschen Gruben. Brüssel , 7. März. Die Bürgermeister der Großstädte folcher Schub bereits durch die Konturrenz und die Konfumbereine. beamten verbreitet. Der Brief enthielt Enthüllungen über be- wurden heute mittag von dem Ministerpräsidenten Auch ein Redner des Zentrums hob hervor, daß bei allem Wohl stimate Gepflogenheiten des niederschlesischen Industrietapitalis empfangen, dem sie Kenntnis gaben von der gestrigen Ent- wollen für die Detaillisten doch Schuhmaßregeln für die Konsu mus und war von dem Grubenbeamten mit Namensunterschrift schließung des sozialdemokratischen Komitees, die Organi- menten getroffen werden müssen. Im Laufe der Diskussion wurde gezeichnet. Regierungsrat Staindorff von den Plekschen Gruben fierung des allgemeinen Ausstandes einzu- pom Bentrum der Antrag gestellt, für die Detaillisten einen Min­ſtellte gegen den Briefunterzeichner, gegen den Geschäftsführer der ftellen. Der Ministerpräsident erklärte, das Ministerium best- und einen Höchstzuschlag zu den Einkaufspreisen ab Tant im bortigen fozialdemokratischen Druderei und gegen noch einige andere werbe nach dieser neugeschaffenen Lage über die zu ergreifen- Geses zu normieren, und Abg. Schweidhardt beantragte, als Gentoffen Strafantrag wegen Beleidigung. Die slage gegen den ben Schritte beraten, da die Bürgermeister nochmals den festzulegen. Der Antrag des Abg. Schweidhardt, daß die De­Mindestzuschlag der Detaillisten Pf. und als Höchstzuschlag 4 Pf. ehemaligen Beamten blieb erfolglos, weil diefer betunbete, daß der Wunsch ausgesprochen hätten, die Regierung möge im Inter taillisten die Berkaufspreise zu bestimmen haben, wurde gegen Brief, fo wie er gedruckt worden ist, von ihm nicht geeffe des Friedens schleunigst die Wahlrechtsfrage zur Be wenige Stimmen abgelehnt, ebenso der Zentrumsantrag gegen die fchrieben worden sei, er den Brief umredigiert hatte, ratung stellen. Bentrumsstimmen.