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Gewerkschaftliches.

Arbeitswillige Revolverhelden.

verletzt worden ist.

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ftehen wie bereits der Vorwärts" mitgeteilt hat auf An- Jin der eine Reihe von Wüuschen Taut wurden. Die Tarifangelegen regung der Regierung erneute Verhandlungen bevor, zu denen sich heit Werl schied ziemlich aus, weil die Spandauer Filiale schon ihre Dagegen der Arbeitgeberverband bereit erklärt hat. Zu diesen Verhandlungen Zustimmung zum Tarifabschluß mit Werl gegeben hat. bestellt ist, und daß wir keine Veranlassung haben, irgendwie un( Direktor Rieben) eine tarifliche Bindung auf fünf Jahre gehen wir in dem Bewußtsein, daß es um unsere Sache nicht schlecht wurde lebhaft darüber diskutiert, ob es zulässig sei, daß die Kollegen der Vereinigten aßfabriken, Abteil, Berlin mutig zu sein. Das Verlangen vieler Kollegen nicht über eine dreijährige Bindung hingehen. gab dann auch ihr Einverständnis

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Von Ausschreitungen sireifender Transportarbeiter, die fich am Sonntag in Kassel ereignet haben sollen, wo seit einer Woche 100 Möbelträger sich im Ausstande befinden, fortigen allgemeinen Streit wollen zeigt ja auch, daß der eingehen. Man solle in den Vereinigten Faßfabriken Abteilung weiß die bürgerliche Presse in sensationeller Aufmachung Kampfesmut durchaus nicht gebrochen ist, sondern im Gegenteil Die Versammlung unter der üblichen Uebertreibung zn berichten. In der ständig im Steigen begriffen ist. In der ständig im Steigen begriffen ist. Ich kann dies Verlangen, damit fund, daß die Kommission nochmals vorstellig werde Marktgasse soll es zu einem Zusammenstoß zwischen den Stampf in der Verteidigungsstellung aufzugeben, durch bei Direktor Lieben, um eine Herabjegung der Tarifbaner wobei einer der Streifenden durch Revolverschüsse schwer nicht zum allgemeinen Streit überzugehen. Die Unternehmer die erwirken. streifenden und arbeitswilligen Möbelträgern gekommen sein, aus begreifen; doch gebietet uns die Klugheit, vorläufig auf drei Jahre, mindestens aber auf vier Jahre, wie in Kassel , sich an der Aussperrung beteiligt haben geben sich die erdenklichste in den weiteren Verhandlungen zu stellen habe. Darauf erörterte man die Frage, wie man sich zur Jnnung Es wurde be= Zu dem Vorfall wird uns aus Kassel gemeldet, daß auf Mühe ihre Künden zu veranlassen, die notwendigen Arbeiten nicht schlossen, der Kommission für die weitere Berhandlung mit der Grund einwandfreier Aussagen unbeteiligter Personen die durch andere Meister ausführen zu lassen. Eine Mühewaltung, die Innung freien Weg zu lassen, mit der Mazgabe, daß eine völlige Unschuld der streifenden Möbelträger feststeht. Einer allerdings ziemlich erfolglos ist. Erhöhung des Stundenlohnes über 70 Bf. hinaus erstrebt werde. derselben, namens Ostertag, ging allein durch die Würden wir jetzt dem Drängen einer Anzahl Kollegen nachgeben Allgemein war man auch der Meinung, daß für die Bierfaßbetriebe Marktgasse und begegnete hier vier Arbeitswilligen, und in den allgemeinen Streit eintreten, dann leisteten wir den die von der Innung angebotene Erhöhung der Akkordlöhne um unter denen sich einer befand, mit dem er von Jugend auf Scharfmachern den besten Dienst, denn durch diese Taftit würden wir 5 Prozent mit Rücksicht auf die schwere Arbeit viel zu niedrig ſei. befreundet ist. Ostertag sprach diesen an und bat ihn mit die Unternehmer, die sich an der Aussperrung nicht beteiligt haben, branche), in welchen beiden Betrieben die Arbeiter selber Spezial. Mit den Unternehmern Struthoff und Geiseler( Badfaß gütlichen Worten, doch die Streitarbeit einzustellen. Als den den Scharfmachern direkt in die Arme treiben. anderen drei Arbeitswilligen das Gespräch wohl zu lange währte, riefen sie Ostertag zuerst gemeine Schimpfworte daß in allen Betrieben, in denen es die Arbeitsverhältnisse irgend gestatten, Nach wie vor steht die Verwaltung aber auf dem Standpunkt, forderungen gestellt haben, wird ebenfalls Rücksprache genommen werden Tarifbewegung der Mühlenarbeiter. zu und schoffen gleichzeitig aus Revolvern nach ihm. Von unser Sondertarif zur Annahme vorgelegt werden soll und wenn drei Kugeln an den Kopf und einer an die er dann nicht unterschrieben wird, werden sich die jeweiligen Kollegen Schulter getroffen, brach Ostertag zusammen; doch sind mit der Ortsverwaltung über die zu treffenden Maßnahmen einigen. seine Verlegungen glücklicherweise nicht so schwer, da es den Ich bitte Sie einen Antrag anzunehmen, der uns ermächtigt, Gefchoffen infolge der weiten Entfernung an der Durch unsere bisher geübte Tattil fortzusetzen und in dem von mir an schlagskraft fehlte. Durch die Schießereien aufmerksam ge- geregten Sinne zu verfahren.( Teilweifer Beifall.) macht, eilten darauf aus einer in der Marktgasse gelegenen Restauration einige streikende Transportarbeiter hinzu, nahmen den Revolverhelden die Schuß- und Schlagwaffen ab, worauf die Polizei die drei Arbeitswilligen verhaftete.

Die im Verband der Brauerei und Mühlenarbeiter organisierten Mühlenarbeiter Groß- Berlins beabsichtigen in eine Tarifbewegung einzutreten. Am Sonntag nahm eine stark besuchte Bersammlung Stellung zu dieser Frage. Das einleitende Referat hielt Branchen­leiter afte, der die zurzeit in den Mühlenbetrieben herrschenden Verhältnisse in erschöpfender Weise beleuchtete und an Hand der­felben zeigte, wie notwendig eine Regelung der Lohn- und Arbeits­bedingungen in diesem Betriebszweige ist. wirkung der Vertrauensleute eine Tarifvorlage ausarbeiten möge, Die Versammlung beschloß, daß die Gruppenleitung unter Mit­zu der dann eine weitere Versammlung Stellung nehmen werde. Es kommen für die Tarifbewegung sechs Mühlenbetriebe mit 350 Arbeitern in Betracht.

Deutsches Reich .

fabrik.

daß außer dem von der Ortsverwaltung vorliegenden Antrag zwei Zu Beginn der Diskussion teilt der Versammlungsleiter mit, andere vorliegen, die verlangen, daß Montag früh allen Meistern, bei denen gearbeitet wird, der Tarif zur Annahme vorzulegen ist, Diese Darstellung bestätigt ein Arzt, der Ostertag ver- und daß in allen denjenigen Betrieben, in denen eine Unter­bunden hat und die Ausschreitungen der Streikbrecher vom zeichnung nicht erfolgt ist, am Montag abend die Arbeit ein Fenster seiner Wohnung aus genau beobachtete. Die arbeits- gestellt wird. willigen Transportarbeiter, unter denen sich seit Freitag 50 aus Hamburg importierte Hingebrüder befinden, benehmen der Ortsverwaltung scharf kritisiert und der sofortige all­In der Diskussion wird von den meisten Rednern die Haltung Streit in der Pommerschen Eisengießerei und Maschinen­sich überhaupt provokatorisch. Bei jeder Gelegenheit drohen gemeine Streit verlangt. Als ein Diskussionsredner den Die Schloffer, Dreher, Schmiede, Stellmacher und Hilfsarbeiter sie mit dem Revolver, so daß die Polizei auf Grund von gegenteiligen Standpunkt vertritt, bemächtigt sich eines Teils der der beiden Schwesterbetriebe Bommersche Eisengießerei und Anzeigen durch die Streikleitung des Transportarbeiter- Versammlung solche Erregung, daß die Versammlung auf furze Zeit Maschinenfabrik" in Barth und in Stralsund haben die Arbeit verbandes schon in mehreren Fällen zur Entwaffnung der vertagt werden muß. Später wird die Diskussion fortgesetzt und eingestellt. Durch dein Betracht kommenden Organisationen war Streifbrecher schreiten mußte. schließlich durch einen Schlußantrag beendet. an die Direktionen das Ersuchen gestellt, einen Tarifvertrag mit einigen Verbesserungen des jezigen Arbeitsverhältnisses abzuschließen. Arbeiter die Forderungen auf die Einführung von Einstellungslöhnen Nachdem die Betriebsleitungen dies abgelehnt hatten, reduzierten die und Erhöhung der Stundenlöhne. Die beiden Direktionen zeigten aber auch jetzt so wenig Entgegenkommen, daß die Ablehnung dieser geringen Zugeständnisse gerechtfertigt erschien. In Barth sollten bon 30 Pfennige für un

Berlin und Umgegend.

Die Nohrleger und Helfer, die im Metallarbeiter- Verband or ganisiert sind, hielten am Sonntag eine Versammlung ab, die trotz des ungünstigen Zeitpunktes, als welcher der Umzugstermin zu bezeichnen ist, sehr gut besucht war. ante vont Deutschen Bau­arbeiter- Verbande gab in seinem einleitenden Referate zunächst ein großzügiges Bild von den gesamten Kämpfen, die in den letzten Jahrzchuten im Baugewerbe stattgefunden haben. Den vorzüg­lichen Vortrag ließ der Redner ausklingen in den Appell, daß der Arbeiter sich organisieren müsse und zwar einzig und allein in der 3eutralorganisation des Berufes.

Metallarbeiter- Verbandes auf, die dem Referenten Siering zu In der Diskussion traten auch Mitglieder des Allgemeinen stimmten und den Zeitpunkt herbeiwünschten, wo alle Rohrleger und Helfer wieder in einer Organisation ihre Interessen wahr nehmen werden.

Im Schlußwort präzisiert Genosse Mietz noch einmal den Standpunkt der Verwaltung und erklärt dann, daß die vorliegenden Anträge soweit sie sofortigen Eintritt in den Streif verlangen, nicht zur Abstimmung gebracht werden können. Das Verbandsstatut ver­langt bei Streitbeschlüssen die Anwesenheit von drei Viertel der in Frage fommenden Mitglieder und diese Zahl sei in der Versammlung Einstellungslöhne nicht annähernd vertreten. Außerdem ist zu Streitbeschlüssen die gelernte und 33 Pfennige für gelernte voll­Die Direktion in Genehmigung des Hauptvorstandes sowie eine Zweidrittel- Majorität jährige Arbeiter eingeführt werden. Stralsund lehnte Einstellungslöhne überhaupt erforderlich. a b. Lohnzulagen in Höhe von 2-3 Bf. gestanden beide Betriebe 8, in Barth sollten aber neben den alten und invaliden auch die minderwertigen Arbeiter von dieser Lohnzulage ausgeschlossen sein. Nach den Grundsäßen der Stralsunder Direktion wäre die Lohn­erhöhung überhaupt nur einer Minderheit zuteil geworden. Darauf Es wird ersucht, den fonnten sich die Arbeiter nicht einlassen. Zuzug von Metallarbeitern aller Branchen, sowie auch von Tischlern und Stellmachern nach Barth a. d. Ostsee und Stralsund

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Letzte Nachrichten.

Redner empfiehlt zum Schluß den Mitgliedern eindringlich, den Siering nahm als zweiter Redner das Wort und wies auf da vorgehen, wo es im Interesse der Sache geboten ist. Antrag der Verwaltung anzunehmen. Die Verwaltung wird überall Sře Zersplitterung im Berliner Rohrlegergewerbe hin sowie auf die Die Abstimmung über den Ortsverwaltungsantrag ergibt nach Folgen dieser Dezentralisation. Im übrigen zeigte Redner, daß die Tariffrage der Rohrleger ganz und gar abhängig sei von dem, Meinung des Bureaus eine Mehrheit für diesen Antrag, während Von einer was im Baugewerbe vorgeht. Darum nehme der Deutsche Metall- andere Teilnehmer dies Resultat für zweifelhaft halten. arbeiter- Verband in bezug auf die Tarifbewegung der Wiesenthaler Zettelabstimmung muß Abstand genommen werden, da gleich nach der vorerst eine abwartende Stellung ein. Der Deutsche Metallarbeiter- ersten Abstimmung ein Teil der Anwesenden die Versammlung ver- fernzuhalten. Verband läßt sich angesichts der ganzen Situation von dem Bestreben lassen hat. Schließlich gelangt unter großer Erregung ein Antrag Jeiten, die bedauerliche Zerflüftung innerhalb der Rohrleger Berlins des Genossen Mie B zur Annahme, der die Verwaltung beauftragt, nicht noch mehr zu verschärfen. Wenn der Deutsche Metallarbeiter so bald als angängig eine weitere Versammlung einzuberufen, zu Verband aber auch zurzeit Gewehr bei Fuß stehe, so sei es aber der alle Mitglieder einzuladen sind. Den Unternehmern im Maler­Die Beratung des englischen Flottenetats. doch seine Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Berliner Rohrleger in London , 31. März, Unterhaus. Die Beratung über den der Tariffrage nicht geschädigt werden. Der Metallarbeiter- Verband gewerbe sollte der Verlauf der Versammlung zeigen, wie sehr sich Ichne den Gedanken ab, wenn der Vertrag mit dem Allgemeinen die Scharfmacher in ihren Reihen geirrt haben, wenn sie glaubten, lottenetat wurde heute fortgesetzt. Gegenüber der Auffassung Keir Hardics, der erklärt hatte, die Admiralität habe gefunden, daß die Metallarbeiter Verbande nicht zustande komme, nun die Situation durch die angedrohte und teilweise durchgeführte Aussperrung für sich auszunüßen. Im Gegenteil erwarte der Deutsche Metall- die Gehilfen einzuschüchtern. Mit Genugtuung wurde in der Ver- Durchführung des englischen Flottenprogramms bei der Ueber­arbeiter- Verband, daß die Arbeitgeber die weitgehendsten Zuge- fammlung fonstatiert, daß sich in den Reihen der Ausgesperrten lastung der Schiffswerften unmöglich sei, und der Vorschlag Chur­ständnisse machen werden. Sie sollen keinen Nuzen haben von dem feine Streifbrecher gefunden haben und daß sie noch so geschlossen chills nichts weiter sei, als ein Winkelzug, um mit den Rückständen Gegenjak, der zwischen beiden Verbänden besteht. wie am ersten Tage stehen. Die im Kampf befindlichen Maler im Flottenbau aufarbeiten zu können, betonte Churchill , daß sie sind im Gegenteil bereit brängen nicht zur Beendigung des Kampfes unter allen Umständen; die Verzögerung auf den Schiffswerften den Kräfteüberschutz wenn es sein muß den Kampf( Margins of Strength) auf den die Admiralität hinarbeite, nicht sie sind im Gegenteil bereit- wenn es sein muß merflich berühren würde. Wenn diese Verzögerung eine solche auf breitester Basis zu führen. Wirkung haben würde, so würde es möglich sein, Leute Zur Tarifbewegung der Böttcher. von anderen Arbeitsgebieten hinzuzunehmen, jedoch würden die Zur Aussperrung im Malergewerbe. Der Verband der Böttcher, Weintiifer und Hilfsarbeiter( Filiale Kosten dafür unter den bestehenden Umständen nicht gerechtfertigt Zu lebhaften Auseinandersetzungen fam es am Sonntag in Berlin ) hatte am Sonntag eine außerordentliche Mitgliederversamm- sein. Die Verzögerung der Werften berühre in keiner Weise den einer von der Filiale Berlin des Verbandes der lung bei Boeker in der Weberstraße mit der Tagesordnung: Maler, Anstreicher usw. nach dem großen Saal des Bericht der Lohnkommission über die stattgefundenen Beginn und die Ausführung von Neubauten; es würde, wenn not­Maler, Anstreicher usw. nach dem großen Saal des Verhandlungen mit der Arbeitgeber- Tarifkommission und den beiden wendig, möglich sein, während dieses Jahres mit dem Bau von Etablissements Neue Welt einberufenen Mitgliederversammlung Faßfabriken. der Berliner Maler. Es galt, zu der durch die Aussperrung hervor. Klapius erstattete den Bericht: Es sei je zweimal verbier oder fünf Schlachtschiffen zu beginnen, abgesehen gerufenen Situation Stellung zu nehmen. Grregte Unterhaltungen handelt worden mit der Tarifkommission der Innung und mit den von den jährlichen fünf und dem der malahischen Staaten, also ließen schon vor Beginn der Versammlung erkennen, daß ein Teil beiden in Betracht kommenden Faßfabriken( Bereinige Faß- insgesamt von zehn oder elf, die innerhalb von vierund­Direktor Lieven, zwanzig bis dreißig Monaten fertiggestellt werden könnten, ohne der Anwesenden der Ansicht huldigte, die Aussperrung müsse mit fabriten, Abteilung Berlin , einem allgemeinen Streit beantwortet werden. Aus den Dis- und Fabrik von Werl ). Resultat sei folgendes: daß der Bau von fünf Schlachtschiffen aufgehalten werde, die in An der Arbeitszeit sei nichts geändert worden. Es solle also die England für fremde Regierungen fertiggestellt würden. Es wäre kussionen, die in verschiedenen Gruppen gepflogen wurden, war zu Arbeitszeit 9 Stunden betragen, mit der Maßgabe, daß sie für ersehen, daß die Anhänger eines allgemeinen Streiks der Berliner die Woche 53 Stunden betrage, aber 54 Stunden berechnet würden. auch keine Schwierigkeit bei der Bemannung der Schiffe vorhanden, Verwaltung des Verbandes mangelnde Aktivität zum Vorwurf Eine Erhöhung des Stundenlohnes von 65 Pf. auf 70 Pf. wurde noch würde eine Schwierigkeit wegen des Geldes bestehen. Es machten. zugestanden, während 75 Bf. gefordert worden waren. Die zweite würde auch nicht notwendig sein, eine Anleihe aufzunehmen oder Die Richtigkeit dieser Beobachtung zeigte sich sofort, als Staffelung für größere Arbeiten ist von der Faßfabrit cine neue Steuer aufzuerlegen, da das Geld, das während der Genosse Mick als Vorsitzender fein einleitendes von Werl anerkannt worden, auch von Lieven( Vereinigte lezten drei Jahre für die Berringerung der Staatsschuld verwendet Referat begann, das sich die Versammelten jedoch, nachdem sich die Faß fabriken Berlin ), jedoch in anderer Modifikation. Es worden sei, einen weit höheren Betrag erreiche, als irgendein Miez ging des wurde somit für größere Arbeiten der Stundenlohn auf 80 Pf. feft- Summe, die für die erwähnten Bauten notwendig wäre. erfte Aufregung gelegt hatte, in Ruhe anhörten. gefeßt. Wenn man die Einzelzugeständnisse berücksichtigt, dann näheren auf den Verlauf des Kampfes ein und erklärte, daß die beträgt bei Werl das Zugeständnis pro Kopf und Woche 1,70 W. Verwaltung auch heute noch voll und ganz für die eingeschlagene bis 8 M, Durchschnittlich beträgt bei Werl das Zugeständnis Taftit eintrete. Der Unternehmerverband hat ohne irgend einen 7 Proz. Der Tarif soll hier drei Jahre dauern. Die neuen Lohn­stichhaltigen Grund den Schiedsspruch des Einigungsamtes abgelehnt, jäge sollen bei Werl mit dem 31. März in Rechnung fommen. Mit was selbst von den Unparteiischen, die bei dem Schiedsspruch mit getvirkt haben, in der Zeitschrift Das Einigungsamt" behauptet werde. Nach Meinung des Redners war der Grund zur Aussperrung lediglich in der Furcht vor der immer größer werdenden Macht des Malerverbandes zu suchen. Man hielt es für notwendig, einen

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Aderlag vorzunehmen,

Das

dem Tarifabschluß mit Werl auf dieser Grundlage hat sich die in Betracht tommende Filiale Spandau einverstanden erklärt.

Churchill fuhr fort: wenn wir solche Schrittte nicht unter­nehmen, so geschicht es nicht deshalb, weil sie nicht möglich sind, sondern weil sie nicht nötig sind. Die Annahme, daß wir Schwierig­heiten hätten, unser Programm auszuführen, und daß der auf­richtige freundschaftliche Vorschlag, den ich gemacht habe, bloß ein Aniff fci, um unsere Schwäche zu verhehlen oder geheim einen Bei den Vereinigten Faßfabriten Berlin liegt die Vorsprung zu gewinnen, ist ebenso unbegründet, wie unwürdig. Sache etwas anders. Direktor Lieben hat durchaus nicht in bezug( Beifall.) Er hoffe, es würde verstanden werden, daß keine auf den Grundstundenlohn über 68 Pf. hinausgehen wollen. Nach Schwierigkeit vorhanden sei, sowohl englische Schiffe schneller zu vielem Verhandeln erklärte er sich zur Zahlung von 70 Bf. bereit, um die Kassen des Verbandes wenn aber nur unter der Bedingung, daß der Tarif auf fünf Jahre bauen, wenn es nötig sein sollte, als auch den Bau dreier kana­möglich zu sprengen und so die verhaßte Organisation zu gilt. Für den Fall soll nach drei Jahren eine weitere Erhöhung discher Schiffe abzuschließen, die jetzt in Kanada erwogen würden. schwächen. Doch die Herren haben mit ihrer Aussperrungs- von 1 oder 2 Pf. pro Stunde eintreten. Auch sollen dann für be­Die österreichische Flottendemonstration. taftif ein jämmerliches Fiasko erlitten. Ein großer Teil stimmte Arbeiten, für die jetzt gewisse Prozentzuschläge zugestanden der Unternehmer hat sich an der Aussperrung überhaupt nicht be- sind, weitere Prozentzuschläge nach drei Jahren eintreten. teiligt, sind doch im ganzen mur 20-25 Proz. der Beteiligten aus- Montagearbeiten sollen im Tarif 80 Pf. pro Stunde nach dem Zu gesperrt worden, und von denen, die anfänglich mitmachten, finden geständnis Lievens festgesetzt werden, wozu selbstverständlich die tagtäglich eine Anzahl Unternehmer den Weg zur Gehilfenorgani- Montage- Ertrazuschläge kommen. Bei einer Umrechnung der zu geftändnisse der Vereinigten Faßfabriken Berlin würde auch fation, um den Tarif zu unterzeichnen. Die Zahl der Ausgesperrten hier, wie bei Werl , die Bewilligung durchschnittlich 7 Prozent be nimmt infolgedessen ständig ab. Bisher ist es den Unternehmern tragen. nicht gelungen, unsere Organisation zu schwächen. Durch ihre Die Jnnungsvertretung hat sich bisher die Sache sehr famose" Aussperrung haben die Meister im Gegenteil nur erreicht, leicht gemacht. Nach längerer Verhandlung habe sie als Stunden­daß ihre Organisation nur noch ein Scheingebilde ist. Wie verlautet, lohn 70 Pf. zugestanden und für die Bierfaßbranche einen Afford­foll von vielen Mitgliedern der Internehmerorganisation eine Neuzuschlag von 5 Prozent angeboten. Alle übrigen Forderungen bezüglich wahl oder mindestens eine Ergänzung des Vorstandes verlangt der Packfaßbranche, der Hilfsarbeiter usw. habe die Junung bisher werden. Es soll beabsichtigt sein, die Scharfmacher in den Reihen abgelehnt. Mit der Dauer von drei Jahren würde man seitens der Innung einverstanden sein. Aber die Verhandlungen mit des Vorstandes durch besonnenere Elemente zu ersetzen. In einer Anzahl der Innung sind noch nicht abgeflossen. Die Innung von Drten haben die Meister über die Köpfe ihrer Organisation hinweg möchte die endgültige Verhandlung noch aufschieben, weil der Leiter Sondertarife abgeschlossen, die mehr Zugeständnisse gewähren als ihrer Tariffommission auf Reisen sei. der von den Unternehmern abgelehnte Schiedsspruch. Außerdem Es entspann sich eine ausgedehnte und recht lebhafte Diskussion, Verantw. Redatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Injeratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsanstalt

Für Bola, 31. März.( W. T. B.) Wie verlautet, hat heute um 13 Uhr morgens das in Cattaro verjammelte öfter­reichische Geschwader den Befehl zum Auslaufen er­halten. Das Geschwader lag abends etwa 20 Kilometer vor Es besteht aus den Schlachtschiffen Erzherzog Franz Ferdinand "," Briny" und Radetzky", dem Banzer­freuzer St. Georg", dem Kreuzer Admiral Spaun", mehreren Torpedobooten und Torpedobootszerstörern

Antivari .

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Die Maffenvergiftungen im Solinger Bezirk. Solingen , 31 März.( P. C. ) Die Massenbergiftungen imt Solinger Bezirt haben geradezu katastrophalen Charakter ange­nommen. Bis zum späten Abend konnten ungefähr 88 Erkran fungen festgestellt werden. Bei 20 Erkrankten besteht unmittelbare Lebensgefahr. Die Polizei haf sämtliche Geschäfte des Mezgers Hegemann geschloßen und das dort vorgefundene Fleisch beschlag. nabmt. Drei Personen find bis heute bereits gestorben. Baul Singer& Co, Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl