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Leidensgeschichte der Juden in Deutschland ,

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Anstellung haben müßte.( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.)| Unterrichtsgegenständen teilgenommen, warum macht man Herr Cassel hätte alle Veranlassung, auf Grund der fie sondern dies morgen in der Debatte tun werde. Herr Hoffmann minderen Rechts und läßt sie nicht einmal bis zum Examen? So wird mich nicht dazu bestimmen können, in öffentlichen Angelegen tritt man bei uns heiten anders zu handeln, als es mir Ueberzeugung, Gewissen und die eine Schmach für Deutschland ist, nicht in ein Abhängigkeits Recht und Gesetz mit Füßen! Pflicht als Deutscher und Preuße gebieten. verhältnis vom Staate zu geraten.( Lachen des Abg. Caffel.) Mit In der Unterrichtskommission hat die Regierung solche Dinge Abg. Hoffmann: Jch habe Herrn Cassel nichts unterstellt, sondern diesem Lachen werden Sie bei Ihren Glaubensgenossen feinen Wider über den dissidentischen Moralunterricht erzählt, daß man glaubte, bewiesen, daß die Gleichstellung der Juden nicht durchgeführt hall finden. Ich tönnte Ihnen viele Briefe aus gläubigen in einem Regergericht des finstersten Mittelalters zu sein. Dabei ist und dazu bemerkt, daß, wo ich nicht als vollwertiger Mensch jüdischen Familien vorlesen, in denen sie schreiben, daß sie stehen in einem der fürchterlichen" Gesangbücher auch eine Anzahl geachtet werde, ich auch keine Unterstüßung annehme. Das hätte man mit dem Antrage Cassel nicht einverstanden sind, der feine Gleich unveränderter Kirchenlieder, und die anderen, dem Menschentum und mit Rücksicht auf die reichen Judengemeinden auch nicht nötig. Es berechtigung, sondern nur ein abhängiges Koftgängertum schaffe. der Natur gewidmeten können keine Religion verlegen. Wie fagte fällt mir gar nicht ein, Herrn Cassel von seiner vaterländischen Betätigung Der Kampf gegen die Jahrhunderte alte Knechtschaft und Unter der oberste Richter des Staates auf meine Frage, in welcher Religion abzuhalten, aber ich hasse in allen Dingen Ueberschwang und drückung der Juden wird nicht dadurch erreicht, daß der Sohn ich denn meine Kinder erziehen solle das ist Ihre Sache, in Aufdringlichkeit. Herr Eickhoff hat mir unterstellt, daß Offizier wird oder die Tochter einen Titel bekommt, mag der Vater einer der drei anerkannten!" Man hat aber jüdischen meine Ausführungen antisemitisch flängen, und Herr Mugdan hat auch noch so sehr für den Sohn den Beweis des rührseligen Religionslehrern verboten, Dissidentenkinder zu unterrichten. Wohin dazu Sehr richtig! gerufen. Herr Mugdan , Sie sind doch jenseits Patriotismus und für die Tochter den des talentvollen Komödianten wollen Sie damit? Sie treiben nur die Leute aus der Kirche heraus, von gut und böse und haben doch keinen Anlaß, den Antisemitismus erbringen.( Unruhe bei den Liberalen.) Bebauerlich ist, daß in der die von ihnen schließlich keinen Pfennig mehr erhalten wird. So zu fürchten, mich aber schüßt mein Kampf gegen den Kommission eine Anregung von konservativer Seite, die Treptower fördern Sie selbst die Trennung von Schule und Kultus, von Kirche Antisemitismus davor, als Antisemit verdächtigt zu Sternwarte mit 15 000 9. zu unterstützen, abgelehnt worden ist. und Staat. werden. Daß Herr Cassel nach Ueberzeugung. Gewissen und Pflicht Für die Erhöhung der Pfarrergehälter waren 13 Millionen da, Die Festlegung des Osterfestes wird aus praktischen Dingen handelt, haben wir schon sehr oft gehört, ist aber eine Selbstverständ­für die Treptower Sternwarte nicht 15 000 Mark! Wenn Direktor kommen ebenso wie man aus praktischen Gründen dem Kapital lichkeit! Archenhold am Lauf der Sterne die Schönheit und Schneidig zuliebe die Erlösungslehre mißbraucht und katholische Feiertage feit des Parademariches zeigen oder am Sternenbild die auf die Sonntage verlegt hat. Machen Sie, was Sie wollen, den Kunst beweisen fönnte, wie in Preußen Orden zu erlangen Bölterfrühling werden Sie nicht aufhalten!( Lebhafter Beifall bei den find, er hätte die Unterstützung sicher bekommen.( Heiterkeit.) Sozialdemokraten. - Lachen rechts und im Zentrum.) Sie( zum Zentrum) fagen, daß nicht mit rauher Hand in die zarten Abg. Dr. Kaufmann( 3.) flagt über Schwierigkeiten, die den religiösen Dinge eingegriffen werden soll. Mit Worten sind Sie ja Drdensschulen gemacht werden. In Berlin ist Telephonistinnen für die Freiheit der Diffidenten, aber an den Taten dafür fehlte es der Aufenthalt in einem fatholischen Heim untersagt worden! Die und Sie haben durch Abwesenheit eines Ihrer Leute in der Unterrichts- von vielen Seiten verlangte Festlegung des Osterfestes scheitert an tommission den Dissidentenkinderantrag zu Fall gebracht sowie Rußland . beim Wahlrecht, wo Jhre 33 Leute in den Reichstag mußten, während Abg. Dr. Lohmann( natl.) beklagt es, daß nach dem allgemeinen nur vier davon Reichstagsmitglieder waren. Biel schlimmer werden Landrecht Prozesse um bauliche Ausführungen in firchlichen Ge­die Diffidenten drangfaliert als nach Ihrer Behauptung die Katholiken. bäuden nicht geführt werden dürfen, ehe die Aufsichtsbehörde es ge­Jn Görlig wurde ein akademisch gebildeter Jugendlehrer stattet hat. Häfeler an der Freireligiösen Gemeinde als Morallehrer angestellt, Abg. Dr. Bredt( frt.) fordert Erhöhung der Beihilfen für aber der Unterrichtsschein wurde ihm entzogen, weil leistungsunfähige Kirchengemeinden. ein Gotteslästerungsprozeß- der schon zwei Monate bocher Abg. Eickhoff( Vp.): Herr Hoffmann unterstellte dem Ab­durch entgültige Freisprechung des Reichsgerichts erledigt geordneten Cassel, daß dieser die Gleichberechtigung der Juden bor dem Reichsgericht schwebe! Er hatte nur bereits eingeführt sehe; indessen hat doch Abg. Cassel immer in gefagt, daß er die Bibel. für ein Menschenwert hält! schärfster Weise die Regierung wegen der Verjagung der Gleich­Selbst die Christliche Freiheit " tabelt die fleinliche Schifanierung berechtigung angegriffen. Herr Hoffmann sagt, daß deutsche Juden dieses Mannes. Damit schaden Sie sich ja nur! Erst hat man ihm nicht deutsche Patrioten sein dürfen. Das sagen die Antisemiten den Schein entzogen, nachdem er beweist, daß die Voraussetzung auch! Bemerkenswert find die Anregungen Professor Wilhelm dazu falsch war, erklärt die königliche Regierung: Der Unterrichts- Försters über die Festlegung des Osterfestes. Ist dem schein wird nicht erteilt... weil er nicht erteilt wird! Das ist Minister bekannt, daß der Widerstand des Heiligen Stuhls gegen Ihre Freiheit. Es wird nicht besser werden, ehe nicht Kitche und diese Maßregel schwächer geworden ist? Staat von einander getrennt werden.

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Die Tochter eines früheren Reichstagsabgeordneten, eines Diffi­denten, hat während ihrer ganzen Schulzeit am evangelischen Unter­richt teilgenommen; sie wollte Lehrerin werben. Man hat sie aber an ber Seminartlasie nicht teilnehmen Iassen; ja, Herr Minister, wo steht das in unserem Gesetz, in unserer Verfassung? Sie taun nicht Lehrerin werden ohne Absolvierung der 4. Seminarklasse. Das Mädchen hat vorschriftsmäßig an allen

Die

Kultusminister v. Trott zu Solz bemerkt, daß man alles das, was der Vorredner über die Festlegung des Osterfestes gesagt habe, ja schon aus den Zeitungen fenne.( Sehr richtig! rechts.) Försterschen Anregungen find erwägenswert, die Hoffnung auf Er reichung des erstrebten Biels ist feineswegs unberechtigt.

Die Weiterberatung wird vertagt.

Abg. Caffel( Vp.) bemerkt persönlich, daß er auf die Anzapfung Hoffmauns nicht in einer persönlichen Bemerkung eingehen könne,

Abg. Cassel( Vp.) erklärt, morgen nachweisen zu wollen, daß sein Antrag feine Bettelei sei. Nicht Hoffmannsche Schmähungen ( Rufe bei den Sozialdemokraten: Schmähungen?), sondern das Urteil der Allgemeinheit ist mir maßgebend.) Präsident Graf Schwerin : Haben Sie einem Mitgliede des Hauses Schmähungen vorwerfen wollen? Abg. Caffel: Wie soll ich sonst Beschuldigungen bezeichnen, die der Unterlagen entbehren?

Caffel nicht zur Ordnung zu rufen, seine Ausführungen fönnen ja Abg. Hoffmann: Trotz dieser Unterstreichung bitte ich Herrn doch gegen die meinigen nicht aufkommen, denn ich habe einfach fachlich auseinandergefeßt, daß man von einem, der einen als gleichberechtigt nicht anerkennt, teine Unterſtügung annehmen kann! Donnerstag 11 Uhr: Weiterberatung. Schluß 4 Uhr.

Stationen

Witterungsübersicht vom 2. April 1913.

Barometer

fland mm

Wind

Windstärke

Better

Temp. n. T.

5°.= 4° 92.

Stationen

Barometer

stand mm

richtang

Wind

Windstärke

3 bededt

8 Haparanda 762 S

Better

2 Nebel

764 SW 764NM

2 bedeckt

3 bededt

9 Betersburg 765 SD 8 Scilly 76023

heiter 3mollig

766

wolfig

767

768 SS

2molten!

Swinembe. 763 N Berlin Hamburg Frantf. a. München Bien

2 Dunst 7 Aberdeen 758 Still

3Regen 4 Paris 2bedeckt 9

764 BS Wetterprognose für Donnerstag, den 3. April 1913.

Temp. n. G.

5° C= 4° R.

11747

Troden und vielfach heiter, kühlere Nacht, am Tage etwas wärmer bei mäßigen südlichen Winden.

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Todes- Anzeigen

Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis

Am 1. April verstarb unser Genoffe, der Bigarrenmacher

Albert Bolduan ( Stargarder Str. 64, Bezirk 564a). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 2 Uhr, bon der Halle des Gethsemane- Kirch hofes in Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 226/17 Der Vorstand.

Zentralverband der Schuhmacher

Deutschlands .

Ortsverwaltung Berlin . Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Kollege

Fritz Kajewski

verstorben ist.

am

Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 3, Uhr vom Trauerhause, Prenzlauer Allee 34, nach dem Georgen- Kirchhof in Weißensee , Röldestraße, statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand.

Deutscher Metallarbeiter- Verhand

Verwaltungsstelle Berlin.

Den Kollegen, zur Nachricht, daß unfer Mitglied, der Kernmacher

Danksagung.

Für die überaus herzliche Teil­nahme bei der Bestattung meines lieben Mannes sage ich allen Teil nehmern, Bekannten, und Ber­

Adolf Tragmann wandten, insbesondere dem Borstand

Giff Ziner Straße 61 am 31. D. Vts, an Lungenleiden gestorben ist.

Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 3. April, nach mittags, Uhr, von der Leichen balle deß Simeons- Kirchhofes in Marienborf aus statt. Rege Beteiligung erwartet 115/15 Die Ortsverwaltung.

Hiermit die traurige Nachricht, bag me he liebe Frau

Ernestine Welz

geb. Alisch nach langem Leiden verstorben ist. Un stille Teilnahme bittet Josef Welz, Weidenweg 28. Du Beerdigung findet am Frei­tag, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle in Friedrichsfelde aus ftatt.

2366

File die zahlreichen Beweise herz­Fher Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes Gustav Dröse age ich allen Freunden und Be­Innten, insbesondere seinen Kollegen am. Neubau Stochstr. 6/7 meinen berzlichsten Dant. 2286

Witwe Dröse, Niederbarnimstraße 19.

des 4. Wahlkreises und Herrn Teste für die trostreichen Worte an seiner Bahre meinen herzlichen Dank.

Ww. Martha Kerzel und Kinder.

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Am 1. April verstarb unser Parteigenoffe, der Restaurateur Hermann Bohm/ ( Biethenstr. 11, 19. Begirl) Ehre seinem Andenken Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. April, nahm. 3 Uhr, von der Leichenhalle, des alten Neuköllner Friedhofe& in Brit, Nudower Straße aus statt. Der Borst aub.

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