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Br. 90. 30. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Wle man ,, Geftändniffe" schafft und Morde ,, entdeckt.

In den letzten Tagen ist die Oeffentlichkeit mit Sensations. nachrichten überschüttet worden über die angebliche Entdeckung eines Mordes, der längere Zeit zurückliegen sollte. Es handelt sich um die Meldung, daß ein Dienstmädchen gestanden haben sollte, den Gymnasiasten Tiemann ermordet zu haben. Dieses angebliche Ge­ständnis hatte ein Detektiv Schwarz herbeigeschafft, der als Be­auftragter sich das Vertrauen des Dienstmädchens zu erschleichen mußte, sich mit ihr berlobte und die Ghe versprach. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß das Geständnis" fein ernstes sein fonnte und das wegen Mordes verhaftete Mädchen wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem sich die Behörde von der Grundlosigkeit der Unschuldigung überzeugt hatte. Wie dieser Detektiv Schwarz ge= arbeitet" hat, geht aus einer Schilderung hervor, die das Dienst­mädchen Elisabeth Heinrich einem Berichterstatter gegeben hat. Sie hat über die Affäre mitgeteilt:

Partei- Angelegenheiten.

Berband der Sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend.

Mittwoch, 16. April 1913.

in

burg ". Zugleich mit der Behörde geht der Vater des Dienstmädchens liegende Personen aufzunehmen, so daß sie vor dem Ueberfahren Heinrich gegen Schwarz vor. Er hat bereits Strafantrag gegen bewahrt werden. Diese Schutzvorrichtung hat sich auch im Betriebe Es sind ihn gestellt. Seine Kollegen sind mit dem Vorgehen des Detektivs der Großen Berliner Straßenbahngesellschaft bewährt. ebenfalls nicht einverstanden. Die Detektivinstitute haben schon zwar nur wenige Fälle, in denen die Vorrichtung in Wirksamkeit trat und ihre Schuldigkeit tat, aber, wenn es gilt, auch nur ein gegen die Art und Weise seines Borgehens Stellung genommen. Menschenleben zu retten, so verlohnt es sich wohl, alle Wagen mit einer solchen Sicherheitsvorrichtung auszurüsten. Auf Antrag der Gesellschaft haben die Aufsichtsbehörden, wie feineres gemeldet, sich den Apparat im Betriebe vorführen lassen. Jetzt hat der Polizeipräsident die allmähliche Ausrüstung jämt= licher Motorwagen der Großen Berliner Straßen­bahn mit Schuhvorrichtungen angeordnet: diesem Jahre sollen noch 300, in den nächsten Jahren je 600 Wagen damit versehen werden, so daß etwa nach drei Jahren der ganze Wagenpart( in Frage kommen rund 1750 Triebwagen) mit Schußvorrichtungen versehen sein wird. Was die städtischen Straßenbahnen anbetrifft, so haben auch diese zahlreiche Versuche in der fraglichen Nichtung gemacht; die von ihnen zuleßt probemeise benen, nur daß sie etwas schwerer als diese ist. Auch diese Vor­in Betrieb genommene Schußvorrichtung ähnelt der oben beschrie= richtung hat der Polizeipräsident endgültig geneh migt; fie foll jährlich an 25 Wagen angebracht werden, so daß auch hier die Ausrüstung aller Triebwagen einen Zeitraum von etwa drei Jahren in Anspruch nehmen wird. Damit ist endlich ein Problem gelöst worden, das länger als ein Jahr­zehnt den Aufsichtsbehörden, wie den Straßenbahntechnikern viel Kopfzerbrechen verursacht hat.

Das Sekretariat des Verbandes sowie das Sekretariat des Bezirksbildungsausschusses, das Jugendsekretariat und die Geschäftsstelle der Kinderschutzkommission befinden sich

Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Fernsprecher: Amt Moritplas Nr. 14 629. Briefe und Mitteilungen für den Verband der Wahl­vereine sind zu richten an

Theodor Fischer , Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Wert- und Geldsendungen an

Emil Bocske, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Briefe und Mitteilungen für den Bezirksbildungsaus an

Richard Seidel, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Die Adresse des Jugendsekretariats ist:

Richard Weimann, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Alle für die Kinderschuhkommission bestimmten Sendungen richte man an

Emil Boeske, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2. Die Adresse des Vorsitzenden des Verbandes ist: Eugen Ernst , Berlin W. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas Nr. 1863.

Der geschäftsführende Ausschuß.

D

Zweiter Wahlkreis. Heute( Mittwoch) nachmittag findet die zweite Kino- Vorstellung im Union Theater, Unions­brauerei, Hasenheide statt. Wir bitten um zahlreichen Besuch; zur Vorführung fommen naturwissenschaftliche, geographische und auch humoristische Bilder für jung und alt.

Charlottenburg . Die Versammlung der III. Gruppe findet am Freitag, den 18. April, abends 81% Uhr, im fleinen Saale des Bolls. hauses statt. Referent: Genosse Zietsch.

Verhaftung eines gefährlichen Einbrechers. Gestern gelang es der Kriminalpolizei, einen der gefährlichsten Berliner Einbrecher namens Hermann Dittmar, in der Verbrecher­

welt bekannter unter dem Spitznamen Graf Tattenbach", zu ver­haften. Seiner Verhaftung, die am Oranienburger Tor erfolgte, als er gerade mit zwei Komplizen auf dem Wege war, um, wie er nachher zynisch selbst zugab, wieder ein großes Ding zu drehen", setzte der Verbrecher heftigen Widerstand entgegen. Da­durch gelang es seinen beiden Gefährten, die Dittmar nicht kennen will, zu entkommen. Im Befiß des Dittmar befand sich außer einer scharf geladenen Pistole ein sehr reichhaltiges, gut gearbei­tetes Einbrecherwerkzeug. Graf Tattenbach" gehörte feinerzeit der berüchtigten Verbrecherkolonne Stirsch an, die lange Zeit hindurch der Schrecken Berlins war. Mit Vorliebe spielt Graf Tattenbach" immer den wilden Mann, und da er den Verrücktenschein" besitzt, wird er wohl auch diesmal wieder statt ins Zuchthaus in eine Irrenanstalt gebracht werden. Dort weiß er zwar immer wieber u entweichen; das letzte Mal gelang es ihm im Februar vorigen Jahres, mit einem Spießgefellen aus der Jrrenanstalt Herzberge auszubrechen. Ohne Zweifel hat er während dieser Zeit wieder eine Reihe schwerer Einbrüche verübt.

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Mein Vater lernte im Januar durch den Polizeisergeanten Nest in einem Restaurant in Rummelsburg den Möbelfabrikan­ten" Schwarz aus Obersizto tennen. Nest erzählte meinem Vater, daß Schwarz sein Schulfreund und jetzt ein wohlhabender Mann sei, der sich geschäftlich in Rummelsburg aufhalte. Einige Tage schuß später erschien Schwarz bei meinem Vater, der Musiker ist, und bat ihn, ihm doch am nächsten Tage, an dem sein Geburtstag fei, ein Ständchen zu bringen. Bei dieser Gelegenheit lernte Schwarz mich und eine Freundin von mir fennen. Er war gleich außer­ordentlich lichenswürdig zu mir und lud mich und meine Freundin zu der Geburtstagsfeier ein. Wir leisteten der Ein­ladung Folge. Bei der Feier widmete sich Schwarz fast aus­schließlich mir, er sagte mir viele Liebenswürdigkeiten und er­zählte gelegentlich, daß er sich gern verheiraten wolle. Er habe in Obersizko eine große Möbelfabrit und könne es sich daher leisten, ein armes Mädchen, das ihm geficle, glücklich zu machen. Schwarz besuchte uns nun in den folgenden Tagen regelmäßig; vir machten gemeinsam Spaziergänge, und er erklärte mir, daß er mich sehr gern habe, und fragte mich, ob ich wohl seine Frau werden möchte. Ich fühlte mich durch diesen Antrag des reichen Heren sehr geschmeichelt; ich wußte, daß viele andere junge Mäd­chen in Rummelsburg mich um die Bekanntschaft beneideten, und daß sie ihm nachliefen. Schwarz sprach auch mit meinem Vater, der die Einwilligung zu einem Berlöbnis gab. Er lud mich nun oft ein und brachte mich mit vornehmen Herren zusammen. Wir waren häufig in dem Hotel Echegner, in dem Schwarz wohnte. Er perreiste dann des öfteren mehrere Tage, angeblich, um Ge­schäfte zu machen. Is er im März wiederkam, brachte er Ber­fobungsringe mit, und wir verlobten uns. Die Verlobung wurde Neukölln. Heute findet bei Bartsch, Hermannstr. 49, die Ver­groß im Schweizerhäuschen gefeiert. Ueberall, wohin ich fam, fammlung der Jugendfektion mit folgender Tagesordnung gratulierte man mir zu dem Glüd, das ich machen würde. Ein statt: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wir bitten die Zwei Wahrsagerinnen" wurden gestern dem Untersuchungs­Onkel von mir, der sich ärgerte, daß ich mich schon so schnell nach jungen Arbeiter und Arbeiterinnen, in dieser Versammlung zu errichter zugeführt. Es sind zwei Zigeunerinnen, eine 32 Jahre alte Diese Zusammen dem Tode meiner Mutter verlobt hatte, ertundigte sich in Ober- fcheinen und für guten Besuch zu agitieren. jizko nach dem Möbelfabrikanten" Schwarz und erhielt die Ants fünfte find speziell für die jungen Genossinnen und Genossen ein- Magdalena Stein und eine erit 14 Jahre alte Nanny Winter, die, wie die Mehrzahl der weiblichen Mitglieder ihres Stammes, wort, daß ein solcher in Oberfisto überhaupt nicht egiftiere. Bon gerichtet. unter dem Dedmantel einer Saufiererin die Dienstmädchen auf­Dieser Antwort machte er mir Mitteilung. Ich weinte sehr Friedenau . Die Generalversammlung des Wahlvereins findet fuchen, um Gelegenheit zu finden, ihre Wahrsagekunst anzupreisen. barüber und war sehr aufgeregt. Als Schwarz am nächsten Tage umständehalber nicht heute Mittwoch, den 16., sondern am Mittwoch, Die ältere von ihnen hatte bei einem Besuch eines Dienstmädchens zu uns tam, par ich still und sprach nicht mit ihm. Als ich ihm den 28. April statt. bor einiger Zeit plöblich deffen Hand ergriffen, ihm tief in die auf Befragen den Grund mitteilte, war er sehr aufgebracht und Leftow. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr: Außerordentliche Augen gesehen und ihm dann gesagt, daß es Liebeskummer habe. und ersuchte mich nochmals zu schreiben. Die Antwort, die ich Mitgliederversammlung des Wahlvereins im Lokal von Bonow. In Wirklichkeit war das Mädchen nur sehr eifersüchtig auf ihren nun erhielt, bestätigte, was er mir gesagt hatte. Inzwischen Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Funktionäre und Geliebten, doch glaubte es, daß die Zigeunerin dies sofort erkannt hatte er mir viele Geschente, eine goldene Uhr und Kette, einen Neuwahl derselben. Aufstellung von Wahlmännern in allen drei habe. Als diese ihm nun mitteilte, daß sie in der Lage wäre, cine twertvollen Ring, ein Bortemonnaie, einen Fächer und andere Bezirken. geheime Kraft auf den Geliebten auszuüben, so daß dieser ihr Geschente gemacht. Als Gegengeschenk erhielt er von mir ein Rudow , Sonntag, den 20. April, 5 Uhr nachmittags, bei stets treu sei und nie und nimmer verlassen werde, hatte sie das Rauchservice. Wir waren nun häufig abends im Hotel Schegenere. Balm: Generalversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Mädchen ganz in ihren Bann. Um den Geliebten an sich zu fesseln, und plauderten dort bis in die späte Nacht. Eines Abends ex- 1. Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. 2. Neuwahl der übergab fte der Zigeunerin ihre Schmudsachen, eine goldene he zählte er mir, er habe von einem Freunde einen Brief erhalten, mit Stette und eine wertvolle Brosche, fie ließ sich auch vom Ge­selben. 3. Abrechnen vom Lichtbildervortrag. 4. Geschäftliches. in dem dieser ihm mitteilte, daß ihm von der Familie Tiemann 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. liebten unter einem Vorwande dessen Uhr und Kette aushändigen, der Verdacht geäußert sei, ich sei an der Ermordung des Gynt­die sie dann am anderen Lage der jüngeren Zigeunerin aushän­najiasten Tiemann beteiligt. Ich sollte ihm doch die Wahrheit Köpenid. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet digte. Die Wahrsagerin" hatte dem Mädchen vorgegaukelt, daß jagen, zwischen Verlobten dürfe es kein Geheimnis geben, wenn heute Mittwoch, abends 8 Uhr, im Stadttheater( Inh. Otto) statt. fie mit diesen Schmucksachen am nächsten Neumondfest an einem ich wisse, wer den jungen Tiemann ermordet habe, solle ich es ihm Hohen- Schönhausen. Donnerstag, den 17. April, abends 7 Uhr: bestimmten Ort Gebete verrichten werde, die dann den Erfolg ruhig sagen. Ich erzählte ihm den wahren Sachverhalt und blieb Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen aus.-Freitag, den hätten, daß ihr Bräutigam in heißer Liebe für sie entbrennen dabei, daß ich nicht wisse, ob jemand und wer den jungen Mann 18. April, abends 8 Uhr: Deffentliche Volksversammlung. Tages- perbe. Wenn der Mond wieder größer würde, werde sie dann ermordet habe, Schwarz drang immer wieder darauf hin, daß ordnung: Die preußischen Landtagswahlen. Referent: Genosse Baul wiederkommen und die Schmudsachen zurücbringen. Der Mond ich es wisse und es ihm jagen müffe. Bei der Unterhaltung war Brühl . es schließlich drei Uhr nachts geworden. Ich ging nicht nach Hause, sondern gab seinem Drängen, bei ihm zu bleiben, nach. Er sagte, daß ich das ruhig tun könne, da wir ja doch in nächster Zeit verheiratet sein würden.

Berliner Nachrichten.

Schont die Anpflanzungen!

wurde auch größer, aber die Zigeunerin ließ sich nicht wieder sehen. Das Mädchen offenbarte sich jest ihrem Geliebten, der ihm riet, den Vorfall der Polizei mitzuteilen und die Zigeunerinnen fofort festnehmen zu lassen, wenn sie ihm einmal begegnen sollten. Als die Leichtgläubige diese nun gestern sah, ließ sie sie auch sofort abführen.

h in der Brunowstr. 40. Dort stürzte der Maler Dietrich aus Ein Unfall ereignete sich gestern nachmittag zivischen 4 und Reinickendorf , der uns gemachten Mitteilungen aufolge Arbeits­willigendienste bei der Firma Holzapfel perrichtete, von einem Gerüst der Hoffassade aus dem ersten Stod herunter. Der Ver­unglüdte erfitt einen Beckenbruch sowie Mustelblutungen und mußte in das Reinickendorfer Kreiskrankenhaus eingeliefert werben. Allem Anschein nach hat der Berunglückte noch nicht viel auf Gerüste gearbeitet.

Am nächsten Tage setzte er das Gespräch über den angeblichen Als Kandidaten der Sozialdemokratie für den vierten Mord fort. Er drang sehr in mich, ich müßte ihm jest sagen, Potsdamer Landtagswahlbezirk sind auf über­over der Täter jei, und drohte mir schließlich damit, daß er, einstimmenden Beschluß der Streistonferenz beider Reichstags- 5 falls ich es nicht fagte, die Verlobung aufheben und die wahlkreise Ober- und Niederbarnim die Genossen Otto Aufhebung in der Zeitung belannt machen mürbe. Da ich davor Angst hatte und befürchtete, er würde Braun, Adolf Hofer und Konrad Haenisch aufgestellt tatsächlich seine Drohung in die Tat umfeßen, er fand ich bie worden. Geschichte von dem angeblichen Mörder Schulz, der den jungen Tiemann nach einem Streit ermordet haben sollte. Ich gab an, daß der Schulz in der Berliner Straße wohnte. Nun Sekt, da die wärmere Jahreszeit die Jugend wieder mehr diffierte mit Swara einen Brief an Schulz, ins Freie lodt, sieht man, besonders in den öffentlichen Barf den ich, obgleich die Adresse ja falsch war, nicht zurüderhielt. Den anlagen, alltäglich fröhliche Kinderscharen spielen und sich Brief hat Schwarz behalten und als Beweismaterial, wie ich jest tummeln. So sehr den Kindern das frohe Austoben zu gönnen erfahren habe, gegen mich ausgenupt. Am Montag voriger Woche ist, so bedauerlich erscheint es, daß hierbei den Blumenbeeten Holte mich Schwarz zum Spazierengehen ab; unterwegs hielt uns ein Mann an, der mich fragte, ob ich Fräulein Heinrich sei und und den Sträuchern durchaus nicht die nötige Schonung zuteil mir dann mitteilte, ich solle noch am selben Tage als Zeugin ver- wird. Zweige und Heste werden mutwillig abgerissen, Blumen nommen werden. Wir gingen aufs Gericht und in Gegentoart zertreten und manche Bilanze somit in ihrem Wachstum zer des Amtsrichters, des Bürgermeisters und Schwarz' habe ich die stört. Die kleinen Missetäter ahnen wohl nur selten, wieviel Erzählung wiederholt. Ich habe das nur getan, wei! Schwarz hinter mir stand, und weil ich be fürchtete, ich tönnte ihn, falls ich die Wahrheit jagte, verlieren. In der Nacht tam ich dann nach ruhiger Ueberlegung zu dem Entschluß, das falsche Geständnis zu wider­rufen, und das habe ich denn auch am nächsten Morgen getan, Ich weiß weder, ob jemand den jungen Tiemann ermordet hat, noch tenne ich den vermeintlichen Täter.

Es wird berichtet, daß das Mädchen einen glaubwürdigen Gin­brud gemacht habe, was sich ja auch bedt mit dem, den die Behörden erhalten haben.

Schaden sie einmal den Pflanzen und Sträuchern zufügen und welche Stosten und menschliche Weihe andererseits die Anlagen erfordern. Um dagegen einigermaßen mit Erfolg zu wirken, hat die städtische Schuldeputation die Leiter der Schulen an­gewiefen, die Kinder nicht nur eindringlich vor jeder mut­willigen und vorsätzlichen Schädigung zu warnen, sondern Verständnis und Liebe für die Pflanzenwelt und die Schönheit der Natur in ihnen zu wecken. Naturunterricht, Schulausflüge und nicht zuletzt Anleitung zur Blumenpflege find gegebene Gelegenheiten, in den Kinderherzen die Liebe und das Ver­ständnis für jede Pflanze und somit die Liebe zur Natur au

Schutzvorrichtung an Straßenbahnwagen.

Silflos aufgefunden wurde gestern nachmittag auf dem Nikolai­firchplatz ein Wann von etwa 40 Jahren, dessen Persönlichkeit sich nicht feststellen ließ. Er wurde besinnungslos nach dem Kranken­hause am Friedrichshain gebracht. Der Unbekannte, seinem Aeußeren nach ein Arbeiter, hat schwarzes Haar und Vollbart und trug einen schwarzen Ueberzieher, einen dunklen Jackettanzug, schwarze Schuhe und einen schwarzen, steifen Hut.

Ein mutmaßlicher Kindesmord beschäftigt die Kriminalpolizei. Jm Wassertorbeden des Luisenstädtischen Sanals fand gestern nach­mittag ein Abschöpfer ein Patet, das die Leiche eines neugeborenen Sinaben enthielt. Er übergab den Fund der Sevierpolizei, die ihn nach dem Schauhause bringen ließ. Die kleine Leiche war in Beitungspapier eingehüllt, das Paket mit Bindfaden verschnürt. Feuer in einem Tapetenlager. Gestern vormittag gegen 9% thr brach in der Lüßowstr. 40 in dem Lagerfeller der Tapeten­handlung von Haube u. Hasché ein Brand aus, der in furzer Zeit einen größeren Bosten Tapeten erfaßte und eine starke Berqual­mung herbeigeführt hatte. Die Feuerwehr war mit dem 12. Buge bald zur Stelle und ging mit einer Schlauchleitung gegen die Flammen por, Es dauerte aber geraume Zeit, che das Feuer unterdrückt werden konnte. Ein erheblicher Teil des Lagerfellers ist ausgebrannt, so daß der Schaden beträchtlich ist. Eine Bea

Gegen den Detektin Schwarz, der in der Sache Tiemann eine anrühmliche Rolle spielte, hat jetzt die Behörde wegen Anmaßung wecken. eines öffentlichen Amtes ein Strafverfahren eingeleitet. Schwarz zeigte, als er in Rummelsburg in Pommern seine Nachforschungen In der Frage der Schußvorrichtung an Straßenbahnwagen ist triebsstörung tritt bei der Firma nicht ein. Grit gegen 11 1hr begann, der Orisbehörde eine obale Blechmarke bor , bie nur bie nunmehr die Entscheibung gefallen. Wie bekannt, hat die Große fonnte die Behr wieder abrücken. lleber die Urface des Feuers Aufschrift Detektiv- Berlin" trug. Die Behörde begnügte sich Berliner Strakenbahn feit Jahren Versuche mit verschiedenen ließen sich bestimmte Feststellungen noch nicht machen, doch wird damit und glaubte in Schwarz einen Berliner Polizeibeamten vor Systemas anstellen laffen, shne daß es gelingen wollte, ein Schuß angenommen, daß irgend etwas explodiert ist. Man börte nämlich fich zu haben. Diese Beamten aber müffen, wenn sie außerhalb des vorrichtung, die sich im Betriebe bewährte, au finden. Sängere einen beftigen Sinall und durch den zuftbrud wurden die Schau Bandespolizeibezirts Berlin tätig sind, sich den zuständigen Behörden geit wurde der amerikanische Fender" geprobi, ber aber wieber fenster der Tapetenhandlung aus dem Rahmen gelöst. durch ein mit dem Dienstsiegel ihrer vorgesekten Behörde verfchenes holt versagte, indem vor dem Wagen liegende Bersonen nicht in, Das neue Berliner Aquarium geht nunmehr rüftig seiner Schriftstüd ausweisen. In Rummelsburg hat man das Schwarz sondern unter das Fangnes gerieten und dabei mehr oder weniger Vollendung entgegen. Die Faffade am Kurfürstendamm neben dem nicht abverlangt. Man stellte ihm lediglich auf die Blechmarke hin verlebt wurden. Auch die in Dresden und München , Hamburg Elefantentor des Zoologischen Gartens ist nahezu fertig gepubt den Polizeisergeanten zur Verfügung, der dann auch im Auftrage und anderen Städten eingeführten Apparate erwiesen sich im Groß- und je weiter die Gerüste täglich fortgenommen werden, um so des Detektivs wiederholt Ermittelungen für ihn angestellt hat. Auch berliner Straßenverkehr als unzureichende, und so griff die Ver mehr tritt der ungemein reizvolle und cigenartige Bau, der seine waltung schließlich zu einem neuen System, das sich in Wien und Bestimmung schon äußerlich durch die Oberlichtanlagen wie den nach der angeblichen Aufklärung des Verbrechens" hielt Schwarz London bewährt haben soll. Das System besteht im wesentlichen plastischen Schmuck mit allerlei Getier und Korallenumfassungen bie Täuschung aufrecht, auch in der öffentlichen Entlebungsanzeige aus einer Auffangborrichtung mit vorberer Taftleiste, welche beim verrät, heraus. Die volle Wirkung nach außen wird indessen erst in dem Rummelsburger Blatte: Paul Schwarz, Detektiv, Zu Anstoßen an einen Gegenstand selbständig herabfällt. Die Vor- zutage treten, sobald die Saurier" fertig sind, welche der be­ändigkeit am töniglichen Polizeipräsidium, Berlin - Charlotten richtung hat den Zwed, vor dem fahrenden Wagen gehende oder kannte Spezialfenner und Kunstmaler Heinrich Harder entwarf:

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