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ministeriellen Inseraten Aufforderung an gründlich abzurechnen mit den Kriegstreibern und Kriegsspeku­die Lieferanten gerichtete Schreiben.

Kriegsministerium. Ministerialabteilung.

Nr. 911/2. 13. Z. 1.

Berlin W. 66, den 23. Februar 1913. Leipziger Str. 5.

Wenn neuerdings nach den lehten Kammerverhandlungen wieder lanten, deren Praktiken soeben zum namenlosen Erstaunen und behauptet wird, die Schuld an der Verlängerung liege nur an Entsetzen des ahnungslosen deutschen Michels enthüllt worden sind. der Regierung, da diese nicht ihre Zustimmung zur Ueberweisung Angesichts dieser Enthüllungen berührt die Geschäftigkeit um dos politischen Wahlrechts an eine Kommissionsberatung geben so peinlicher, mit der die Firma Zeppelin jetzt den ebenfalls wolle, so ist das einfach ein Beharren auf der Idee des General­völlig erledigten Fall von Luneville wieder aufzuwärmen und streits als eines politischen Nötigungsmittels. Gana zu einer neuen Konfliktsquelle zu machen sucht. Denn das famose abgesehen von der Frage, ob eine solche Kommission ange. Die am 10. April erscheinende Sondernummer der Leipziger Luftgericht", das in Friedrichshafen auf Veranlassung des Grafen bracht oder auch nur möglich ist, bleibt die Tatsache be­Illustrierten Zeitung ist in entsprechend prächtiger Ausstattung Beppelin zusammentreten wird, und das fast völlig aus Ange­stehen, daß es im höchsten Maße verwerflich ist, mit ausschließlich der deutschen Wehrmacht gewidmet und wird mittellten und Interessenten der Firma Zeppelin besteht, ausschließlich der deutschen Wehrmacht gewidmet und wird mit soll nicht nur eine Ehrenrettung der Besabung des 3. 4 bringen 3wangsmitteln die Entscheidung beeinflussen zu wollen." Unterstützung des Kriegsministeriums in Berlin bearbeitet. Lüge und Frechheit! Lüge ist die Behauptung, Es wird im Intereffe der Vollkommenheit der Nummer als und den verhängnisvollen Ausflug über die Landesgrenze als un- nur eine Minderheit verlange das gleiche Wahlrecht. Hinter Es wird im Intereffe der Vollkommenheit der Nummer als abwendbares luftnautisches Fatum hinstellen, sondern auch noch der belgischen Wahlrechtsforderung steht genau wie hinter der dringend erwünscht bezeichnet, daß die für die Armeelieferungen nachträglich Kritik üben an dem Verhalten der französischen Be- preußischen die überwältigende Majorität und für die Landesverteidigung in Betracht kommenden Industrien hörden! Schon jetzt werden von Friedrichshafen aus Nachrichten der Bevölkerung, die nur durch ein infames Bahlunrecht an diese Gelegenheit benußen, die Entwickelung ihrer Betriebe, ihre in die Welt gesezt, in denen den französischen Behörden die der Durchsetzung ihres Willens gehindert wird. Ein Wahl­heutige Bedeutung und Leistungsfähigkeit in möglichst erschöp- schwersten Vorwürfe wegen ihres Verhaltens gemacht werden, in- unrecht, das die herrschende Minderheit nur durch das fender Weise zur Darstellung zu bringen. Die Ministerial- Abteilung des Kriegsministeriums ist bereit, sonderheit deshalb, weil sie sich nicht die Gelegenheit hätten ent- 3wangsmittel der bewaffneten Macht aufrechtzuerhalten im­gehen lassen, durch rücksichtslose Nachforschung hinter alle kon­struttiven Geheimnisse der Zeppeline zu kommen,

jebe gewünschte Auskunft zu erteilen.

An

den Verlag der Jllustrierten Zeitung

in Leipzig . Reudnikerstr. 1-7. Illustrierte Zeitung. Erscheint seit 1843. Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. Betrifft:

Wehrnummer der Leipziger

Hoffmann,

Major und Abteilungschef.

Leipzig , März 1913.

Jalustrierten Zeitung. Das deutsche Kriegsministerium bezeichnet es in der ein­Tiegenden Stundgebung als dringend erwünscht, daß die für die Armeelieferungen und für die Landesverteidigung in Betracht kommenden Industrien die Entwickelung ihrer Betriebe, ihre heutige Bedeutung und Leistungsfähigkeit in der Wehrnummer erschöpfend schildern. Wir laden Sie infolgedessen ein, sich mit einem gut ausgestatteten Beitrag über Ihre Beziehungen zu Heer und Landesverteidigung zu beteiligen. Die Aufnahme müßten Sie bezahlen; die künstlerische und literarische Aus­stattung wird von uns fostenlos beraten. Die mit vielen Bunidrucken prächtig ausgestattete Wehr­nummer wird bei dem deutschen Volke einen tiefen Eindruck machen und im Auslande ein enormes Aufsehen wachrufen; ist sie doch mit dem deutschen Kriegsministerium, das für den glän­zenden redaktionellen Teil u. a. bislang unveröffentlichten Ma­terial zur Verfügung stellte, gemeinsam bearbeitet, und erscheint sie doch ferner in jenen Tagen, in welchen die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf die Beratungen des Reichstages über die neue Militärvorlage gerichtet ist.

Da die Wehrnummer bereits am 10. April cr. erscheint, so könnte die Aufnahme Ihres Beitrages nur bei umgehender An­meldung erfolgen. Wir bitten Sie daher um poftwendende Mit­teilung, ob Ihnen eine persönliche Besprechung genehm ist. Hochachtungsvoll

Geschäftsstelle der Illustrierten Zeitung.

Einliegend: Rundgebung. Postkarte. Der Herr Kriegsminister hat in den letzten Reichstags­fizungen verschiedentlich mit großer Emphase das korrekte Geschäftsverfahren des Kriegsministeriums betont. Wir ge­statten uns, an ihn die bescheidene Anfrage zu richten, ob er auch das Redigieren von Reklamenummern illustrierter Beitungen und das Annoncenaquirieren als zur korrekten Amtstätigkeit seines Ministeriums gehörend betrachtet!

Wir erheben nochmals energischen Protest gegen diesen neuen Versuch einer schamlosen chauvinistischen

Heze!

stande ist.

Frechheit ist es, wenn das Regierungsblatt die gran­diose, aufopferungsvolle, heroische und trots aller Provokation so völlig ruhige Manifestation des belgischen Proletariats eine verbrecherische zu nennen wagt. Nein, ein Verbrechen haben jene herrschenden, klerikalen Terroristen begangen, die das belgische Volk zur Anwendung dieses Mittels ge­zwungen haben.

Warum blieb denn der Luftfreuzer 3. 4" nicht auf deutschem Gebiet? Warum wartete man, wenn man ihn nicht zu steuern verstand, nicht günstigeres Wetter ab? Warum überflog man fran­zösische Festungen und Truppenpläte? Wenn man aller gebotenen Aber wer fann auch von den offiziösen Skribenten Ber­Vorsicht zum Trotz die abenteuerlichste Fahrt unternahm, hat man ständnis verlangen für den herrlichen dealismus, für die auch keine Ursache, über die Folgen zu zetern. Haben die fran- bewunderungswürdige Disziplin, für die opferbereite Ent­zösischen luftmilitaristischen Kreise die günstige Gelegenheit zur schlossenheit, die der Niesenstreif offenbart hat. Spricht doch Austundschaftung der Geschäftsgeheimnisse der Armeelieferungs- aus dem Wutanfall des Regierungsblatts nur die Angst firma Zeppelin benutzt, so haben sie nur getan, was ihnen das der preußischen Reaktion, das belgische Beispiel Interesse ihres Landes zu gebieten schien. Es ist geradezu fönnte auch in dem Lande der Dreiflaffenschm a ch Iächerlich, wenn die Firma Zeppelin jo tut, als sei ihr Luft- die Wahlreform, die die Thronrede vergeblich ver­fahrzeug als deutsches Privateigentum" genau zu respektieren ge- sprochen hat, zur wichtigsten und dringendsten Nein: die unfreiwillige Aufgabe der Gegenwart machen. wesen wie anderes Privateigentum. völkerrechtswidriger Spionage, und es war noch ein Blatt der Regierung durch Einmischung in die inne­Beppelinexpedition stand dringend st unter dem Verdacht Einen unerhörten Uebergriff aber begeht das Att internationaler Liebenswürdigkeit, daß das verdächtige Fahr- ren Angelegenheiten eines auswärtigen Staates. zeug jo rajch wieder freigegeben wurde! Der Uebergriff ist um so frasser, als die Einsetzung der Ver­werden: Die Firma Zeppelin hat zu allerlebt Ursache, noch inter- und Sozialdemokraten, nicht nur die der belgischen Bürger­Im übrigen muß auch das einmal rücksichtslos ausgesprochen fassungsfommission nicht nur eine Forderung der Liberalen nationalen Krakeel zu verursachen. Haben doch ihre geschäftlichen meister ist, sondern vom Ministerpräsidenten selbst schon so und politischen Agenten mit ihren aufschneiderischen Verherrlichun- gut wie zugesagt worden war wohl auf den Wunsch gen des Gefechtswertes der Luftkreuzer" wahrhaftig nicht wenig des belgischen Königs hin und nur von der klerikalen zur Zuspihung der Beziehungen zu Frankreich und England und Majorität unter Führung Woestes bisher verhindert worden zum Einbringen so ungeheuerlicher Luftforderungen beigetragen, ist. Der Haß gegen das gleiche Wahlrecht hat hier das Ne­wie fie in der abenteuerlichen Wehrvorlage enthalten find. Beppelin gierungsorgan gegen die elementarsten bölferrechtlichen hat seinerzeit die 6,2 Millionenspende erhalten, so daß er es wirklich flichten blind gemacht. nicht nötig hätte, das Reklamegeschäft der hebenden Prozent­patrioten mitzumachen. Wenn er und seine Berater durch aller­hand Gründungsmanöper, beispielsweise an der Delag, es fertig gebracht haben, ihr Unternehmen über Erwarten bald in erneute finanzielle Schwierigkeiten zu bringen, so sollte man wenigstens den Geschäftstrick à la Dillingen verschmähen, durch fünstlich entfachten Chauvinismus und künstliche Rüstungssteige­rung ein Ertrageschäft zu machen!

Der Name des schwäbischen Grafen hatte bisher einen guten Klang. Möge er sich hüten, die Oeffentlichkeit zu nötigen, seinen Namen in einem Atemzug mit gewissen Prozentpatrioten nennen zu müssen!

Politifche Ueberlicht.

Berlin , den 20. April.

Das böse Gewissen. Eine besonders giftige Notiz bringt die Nordd. Allg. 8tg." über den belgischen Generalstreik. Das Blatt der unter der Diktatur der preußischen Junter stehenden Regie­

Kaltwafferstrahl nach Friedrichshafen. rung schimpft also los:

Die Affäre bon Nancy ist nun trotz des wüsten Lärms unserer Heh- und Prozentpatrioten offiziell beigelegt. Frankreich hat nicht gezögert, Deutschland jede Genugtuung zu geben für den Erzeß chauvinistischer Rowdys, die der zivilisatorischen Ehre Frankreichs so schwere Unehre gemacht hatten. Damit sollte nun aber auch die Affäre beendet sein, und die Hüter der deutschen National­ehre hätten tausendfach begründetere Ursache, nun erst zumal

Wochenfilm.

... Diewei! des Menschen Fürrecht Lachen ist. Rabelais .

" Der Generalstreit in Belgien lastet nun schon fast eine Woche auf dem Lande und schädigt gleichermaßen die Arbeitnehmer wie die Arbeitgeber. Gewaltige wirtschaftliche Werte werden Tag für Tag vernichtet, weil eine Minderheit der Bevölkerung darin den besten Zwang zur Durchsetzung einer politischen Forderung sieht. Es ist nicht nur eine törichte, sondern auch eine verbrecherische Demonstration, die sich da austobt, und deren Ende noch nicht abzusehen ist.

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Vergeblich.

Soll man sich wirklich erst noch mit den Ableugnungs­versuchen der Firma Krupp beschäftigen, mit den Helfers. helferdiensten, die ihnen die schmutzige, von den Rüstungsinter­effenten ausgehaltene Scharfmacherpresse zu leisten versucht? Hört man es doch aus dem verlegenen Stammeln der Erklärungen, die Krupp verschickt, deutlich heraus, daß sie nichts zu sagen wissen. Ihr Berliner Agent Brandt war natürlich nur ein untergeordneter Unterbeamter ohne Mittel, er fonnte also gar nicht bestechen, sein Gehalt erlaubte es nicht. Und Herr v. Dewiß, der hohe Beamte, in dessen Schränken die Geheimberichte beschlagnahmt wurden, ist natürlich völlig unbeteiligt. Merkwürdig ist nur eines: Warum sagt die Firma nicht, daß fie teine Geheimberichte besessen hat, daß keine Beschlagnahme stattgefunden hat? Zweifelt jemand, daß, wenn sie diese einzig entscheidende Erklärung ab­geben fönnte, fie diese nicht längst abgegeben hätte? Und was ihre Genossen Liebknecht leistet, das ist doch wahrlich nicht erst der Er­Breßmeute, dieses Kruppzeug, sich an Beschimpfungen unseres wähnung wert.

Die anständigen Menschen denken anders. So schreibt der fortschrittliche Abgeordnete eyn, sehr im Gegensatz zu dem un­glaublichen, von seinen eigenen Parteigenossen verurteilten Ver­halten seines Kollegen Braband im Reichstage, in der Bossischen éeitung":

" Ich bezweifle auch, ob irgend jemand im hohen Hause aus den gestrigen Ausführungen des Kriegsministers hat schließen fönnen, er wisse das, was er nach den positiven Angaben des Herrn Liebknecht über den Verrat von Geheimnissen, über die Tätigkeit des Herrn v. Dewiß tatsächlich gewußt hat; nein,

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man dente: ein Duz­

in den Cafés und lauern, bis sie harmlose deutsche Geschäftsreisende gung erklärt hat. Majestät bleibt Majestät, ganz gleich ob im in Rudeln überfallen und massafrieren können, denn nur dem Amt, ob emeritiert! G3 ist ja das von Gottes Gnaden, das die kühnen Widerstand der Vertreter des Germanentums mit Regen- Majestät ausmacht und dieses von Gottes Gnaden kann nicht aus­schirmen ist es zu danken, daß sie nicht in Stücke zerrissen auf gelöscht werden, wenn eine Pöbelhorde den Inhaber von Gottes dem Bahnsteig liegen blieben. Gnade auf ein Schiff padt und wegschwimmen läßt. Daß ein Daß aber diese Vertreter des Germanentums Sachsen waren, preußisches Gericht das nicht einzusehen vermag, ist für alle wahren macht die Angelegenheit zu einem nicht wieder gutzumachenden Patrioten ein tief betrübendes Zeichen der Zeit. Wir verstehen die Familie 6. Jago w nicht mehr. Der eine Bruch des Völkerrechts. Man bedenke: Sachsen ! Nach der Statistit Aber in Recklinghausen erst ol o! o! Dort ist ein Berg­ist, nachdem er sich seinerzeit in Moabit durchaus nicht so senti- der friedlichste Völkerstamm der reisigen deutschen Nation! Sachsen , mann zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er mental gezeigt hat, plöblich ein Muster aller Sentimentalitäten deren angeborene Gemietlichkeit noch gemildert ist durch den Genuß einem Lehrer nachgerufen hat: Gulenburg! Das ist, gerade heraus geworden und befiehlt unter Mißachtung des Spruches:" Stomm des weltbekannten Kaffees! Und solche Sachsen wagt aufgescheuchter gesagt, ein Justizmord! Gewiß, Seine Durchlaucht auf Liebenberg den Frauen zart entgegen!" eine Sicherung der Sutnadelspitze, welscher Pöbelwahn zu attackieren, zu injurieren, zu blessieren! waren vielleicht manchmal ein wenig zu scharmant, wie das Hoch­wo doch seine Schuhleute ihre weit gefährlichere Säbelspite un- Die Nöte der Scham würde uns ins Gesicht steigen, wenn Rot geborenen in ihrer Leutseligkeit leicht widerfährt, gegen Schiffer­geschütt tragen dürfen wenigstens wenn's mal irgendwie los- nicht eine zu anrüchige Farbe wäre. Was völlischen Wesens ist, knechte und ähnliche Leute niederer Herkunft, vielleicht waren geht! Und der andere erst?!! Ja hat der Herr Staatssekretär was völkisch empfindet, was böltisch aussieht sogar, muß verlangen, Durchlaucht auch vor Gericht in Gedanken mit so hochwichtigen des Auswärtigen Amtes denn jedes Gefühl für nationale Ehre angesichts dieser wilden Frebeltaten, daß Frankreich mit Krieg Staatsaffären beschäftigt, daß ihre Aussagen nicht ganz genau verloren, daß er nicht fühlt, was siebenundsechzig Millionen Deut- überzogen, Paris ( mit Ausnahme des Moulin Rouge, bitte!) dem der unter Plebejern üblichen Wahrheit entsprachen, aber ein Schul­scher stürmisch von ihm heischen. Schon sind acht Tage seit den Erdboden gleich gemacht, Nanzig annektiert und Raymond Poincaré meister, ein Steißtrommler hat sich unter allen Umständen aufs unerhörten Vergewaltigungen des Deutschtums in Nancy verstrichen im Triumphzug durch Sachsen geführt wird. Aber Jagow scheint höchste geehrt und geschmeichelt zu fühlen, wenn er mit einem und noch immer nicht ist die Kriegserklärung erfolgt, noch immer ganz Blaublütigen, einem Gulenburg zu schlafen. stehen die deutschen Bataillone diesseits der Grenze, noch immer Da macht uns Herr v. Bethmann Hollweg erheblich freund des Kaisers! verglichen wird. Dem Schulmeister gebühren nicht freift Herr Oertel, Sprengbomben herabwerfend, mit einem größere Freude. Er hat im Reichstag gegen die Angriffe so eines zwei Monate Gefängnis und fünfundzwanzig hinten drauf, peil Doppeldecker um die Türme von Notre Dame ! Jagow, schläfst Du? jüdischen Sozialdemokraten auf S. M. scharf Stellung genommen er nicht sofort die Hacken zusammen genommen, die Hände an die Eine unerhörtere Beschimpfung alles dessen, was irgend schwarz- und betont, daß wir die finsteren Mächte des Unglaubens" einfach Hosennaht gelegt und mit einem dreimaligen Hurra für die un­weiß- rot angestrichen ist, als in Nanch läßt sich überhaupt nicht nicht dulden können. Die Herren Sozzen irren sich wie gewöhnlich, verdiente Ehrung quittiert hat. Aber die Zeit ist eben aus den vorstellen. Ueberhaupt, was heißt Nanch? Nanzig, Nanzig , Ranzig wenn sie das auf sich beziehen. Finstere Mächte des Unglaubens" Fugen! heißt die Stadt, deutscher Boden ist es eigentlich, auf dem das richtet sich natürlich gegen Cassel und Genossen, denn Glaube an Das sieht man auch daran, daß die Prinzessin Luise von Koburg Deutschtum angespien worden ist, deutscher Boden, den man 1871 den Talmund= Aberglauben Unglauben! Nichts einfacher als eben aus ihrem vierundvierzigsten Prozeß, den irgend ein Frike den †††-Welschen nur aus Gnade und Barmherzigkeit gelassen bas! Und es war höchste Zeit, daß Bethmann diesen Herrschaften von Gläubiger gegen fie angestrengt hat, als zweite Siegerin her hat. Das fällt dreifach schwer für die Beurteilung der Affäre die Stirn geboten hat, die da glauben, mit einem Gang in die vorgegangen. Man dente sich: eine Prinzessin, eine Königstochter, ins Gewicht. Nicolaikirche sei es abgetan. Ent oder weder! Ein Drittes gilt ist so bescheiden, sich mit zwölf Sonnenschirmen für die lumpige Das macht noch nicht Ebenso ist es ein erschwerender Umstand, daß es Studenten hier nicht! Und wir haben gar keine Lust, uns unser schönes Summe von 2850 Frank zu begnügen. waren, die mit dem Schlachtruf: Sauerkrautesser! hinter den Ver- völlisches Blut durch diese finsteren schwarzgelodten Mächte des 250 Frank für jeden Schirm! und läßt außerdem den Schirm­tretern des Germanentums hergezogen sind. Die Mächte des Um- Unglaubens versauen zu lassen. trauter in dem beglückenden Bewußtsein, daß er der Gläubiger sturzes erstreben auch in Deutschland eine Politisierung des Studen- Um so mehr müssen wir uns auf die Hinterbeine feßen als einer Königstochter fein darf. Dieser Prolet aber geht hin und ten. Wohin das führt, zeigt der Nanziger Fall. Wir loben uns, täglich Dinge vorkommen, die geeignet sind, den Gutgesinnten einen flagt. Und das haben schon dreiundvierzig Proleten vor ihm getan angesichts dieser zügellosen Ausschreitungen französischer Akade- geradezu panischen Schrecken einzujagen. Da sind in Frankfurt und werden sicher noch dreiundvierzig nach ihm tun. Freches Ge­mifer, den biederen deutschen Studiosus Spund, der seinen Maß- am Main einem Sudelfrißen von sozialdemokratischen Redakteur findel! Welch ein Unterschied zwischen der Königstochter im frug und sein Deutschtum hochhält und mit den alten Germanen wegen Beleidigung der erhabenen Person S. M. vier Monate Ge- Märchen und dieser Königstochter, der bald zum fünfzigsten Male eins ist, die immer noch eins tranfen. Sein ganzer politischer fängnis aufgebrummt worden. Bravo! Bravissimo! Da capol- wegen des Jubiläums mit einem Blumenstrauß! der Gerichts. Ehrgeiz erstreckt sich darauf, daß gut eingeschenkt ist. Aber diesen Aber jedes royalistische Gemüt muß sich aufs tiefste über die An- vollzieher schüchtern errötend naht. Was für Zeiten! Was für Zeitenl leichten Franzosen geht natürlich der Begriff der Bettschwere nicht maßung erregen, mit der das Gericht den Vergleich S. M. mit ein. Sie figen, bei Buderwasser und Limonade, bis früh um Fünfe der leider davongejagten portugiesischen Majestät für eine Beleidi­

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Der tonservative Auguft.