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Zur Frage der Gründung von Produktivschläch tereien, über die mit der Zahlstelle Hamburg Unstimmigkeiten entstanden sind, verweist Redner auf den Beschluß des letzten Ge­wertschaftskongresses, wonach die Errichtung von Produktivgenossen­schaften vornehmlich Aufgabe der Konsumgenossenschaften sein muß. Grenzstreitigkeiten sind mit den Verbänden der Bau­Fabrikarbeiter und Handlungsgehilfen entstanden. In Leipzig hat es sich um die Verkäuferinnen des Konsumvereins, die in den Fleischereigeschäften tätig sind, gehandelt. Der Handlungsgehilfen­verband hat den Fleischerverband nicht als Tariffontrahent be­trachtet, doch ist die Sache in einer Sigung geschlichtet.

Die internationale Verbindung ist in gute Bahnen gelenkt, wie die Beschickung des Verbandstages beweist, denn außer der ausländischen Delegation sind noch schriftliche Begrüßungs­schreiben aus Holland , Amerika und der Schweiz eingelaufen. Zum

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Lefe und Diskutierklub Wilhelm Liebknecht ". Heute Mittwoch, abends 9 Uhr: Sizung im Lokal von Eichhorn, Danziger Str. 98. Gäste willkommen.

Briefkaften der Redaktion.

Die furistische Sprechstunde findet 2indenstraße 69, vorn vier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von bis Uhr abends, Sonnabends,

Einbildung vieler Fleischergesellen, daß jeder einmal selbständiger| бereinen eingenommen hat, läßt sich mit gutem Grunde bestreiten. Meister werden kann, dahin. Redner wünscht, daß in Zukunft Ausschlaggebend war soweit ein Rückblick das erkennen läßt die Statistik die größte Beachtung finden muß, damit dem veichs- für ihre Stellung die Erkenntnis, daß eine entscheidende Bedeutung statistischen Amt genaue Zahlen über den Umfang der Arbeits- für die Befreiung der Arbeiterklasse aus den Fesseln der Lohn­losigkeit eingesandt werden können. Im weiteren mendet er sich gegen die bombastischen Einladungen zur Versammlung, die in sklaverei den Konsumbereinen nicht zukommen kann. Gegenüber etlichen Zahlstellen Mode geworden sind. der Ueberschätzung der Konsumvereine im Emanzipationsfampf war eine Vorsicht, die leicht als Unterschäßung der Bedeutung der Kon- von 4% bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage sumvereine gedeutet werden kann, durchaus am Plaz. Die Kon- ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort jumvereine verschaffen dem fämpfenden Proletariat bessere und wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, verden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. billigere Lebensmittel und mancherlei sonstigen Nußen und sie P. 2. 20. Nur dann, wenn im Statut vorgesehen Guben 2. bilden eine treffliche Schule des Gemeinsinns und demokratischer Ihre Frage ist bereits im Briefkasten des Vorwärts" vom 9. April beant. Verwaltung, wirken also auf sozialistisches Denken und Fühlen ein. wortet und zwar dahin: Die Höhe der Invalidenrente läßt sich nicht be= Aber das ist erst möglich, wenn ein kämpfendes, klaffenbewußtes rechnen, da Sie die genaue Anzahl der Marken und auch nicht die Lohn­Proletariat vorhanden. Erst von da ab konnte die Genossenschafts - lassen, in der die Marken geleistet sind, mitgeteilt haben. Der Anspruch besteht für die Zeit nach Beendigung der 26 Wochen Krankheitsdauer. Die bewegung eine nicht unwichtige Stelle im Emanzipationskampf der Invalidenrente unterliegt der Beschlagnahme wegen Mietsforderungen nicht. E. K. Nein. Arbeiterklasse spielen. Louis. Wir rat en von Erhebung einer Privatklage R. S. 66. Ohne nähere Kenntnis des Inhalts nicht zu beant­ab. morten. In der Regel bleibt in solchen Fällen das Testament gültig. 2. Ja. Durch eigenhändige Niederschrift mit Drtsbezeichnung, Datum und Unter­schrift versehen. 23. 2. 1883. 1. Gewerbedeputation, Stralauer Straße 3/6. 2. Einfache Anmeldung unter Angabe der Höhe des Betriebs­fapitals und der Höhe des voraussichtlichen Reinverdienstes. 3. In Berlin nein. R. W. Mindestens die Hälfte des Krankengeldes. Antrag ist 9. 3. 3. Ein jezt an die Invalidenversicherungsanstalt zu richten. zu schließender Ehevertrag würde die Zahlungspflicht nicht beseitigen. Wenn jezt anzuschaffende Sachen mit Mittel Ihrer Tochter beschafft werden und diese auch als Käuferin auftritt, ist sie Eigentümerin der Sachen. Sie könnte alsdann für den Fall der Pfändung intervenieren. A. J. 99. Nein. P. Sch. 50. Falls F. J. 2. Es besteht eintägige Kündigungsfrist. sich nachweisen läßt, daß Sie bereits am Dienstag arbeitsunfähig frant waren, haben Sie auch für diesen Tag Krankengeld zu beanspruchen. 8. P. 2. Ja. 23. 23. 27/28. 1. Ja. 2. Das ist möglich. P. R. 104. 1. Für den Fall, daß ein Berlöbnis bestand und die Gegenseite das Ver töbnis ohne ausreichenden Grund gelöst hat oder die Lösung verschuldet hat, fann Rückgabe binnen Jahresfrist gefordert werden. 2. Ja. 3. Nach Ablauf der in der Aufforderung gesezten Frist, die beliebig bemessen sein fann. E. T. 19. An den Wirt. F. S. 51. Das erste Vierteljahr. Sch. 500. In zwei Jahren, die Verjährungsfrist beginnend mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist. Die Abzahlungen für die Nähmaschine sind nicht abzugsfähig. Falls Ein­tommen brer grau bei der Beranlagung mitberücfichtigt ist, können die Versicherungsbeiträge gekürzt werden. R. P. 35. Auch nach erfolgter Scheidung bleiben Sie für die Unterhaltskosten haftbar.

Kassenbericht

spricht Krause, Hauptkassierer. Er betont, daß durch die guten Kassenverhältnisse eine ganze Reihe von Aufgaben gelöst werden fennte. Wir berichteten auch im Vorbericht bereits über Ein- und Ausgaben. Krause rühmt die Opferwilligkeit der Mitglieder, die zum größten Teil statt des Grundbeitrages von 50 Pf. den erhöhten Beitrag von 60 Pf. bezahlen. Uebergehend zu den Anträgen, die zur Beitragsleistung gestellt sind, betont er, daß an eine Erhöhung des Grundbeitrages nicht zu denken sei, man könne höchstens einer Staffelung der Beiträge näher treten, um auch den ungelernten Arbeitskräften im Beruf die Erwerbung der Mitgliedschaft zu er leichtern. Im weiteren trat er für Pflege des Annoncenwesens im Fachorgan ein.

Für die Presse berichtete Hensel, Berlin . Danach ist die Auflage des Fachorgans, der Fleischer", von 4600 seit September 1912 auf regelmäßig 10 000 Eremplare gestiegen. Diese Entwick hung, sowie die Ausbreitung des Gesamtverbandes machen nun die Anstellung einer dritten Kraft, eines Redakteurs, notwendig und hat der Verbandstag darüber zu entscheiden. Für den Ausschuß berichtete Schermberger, Hamburg . Diese Ausführungen erstrecken sich nur auf ganz interne Angelegen heiten und haben deshalb für die Oeffentlichkeit kein Interesse. Die Verhandlungen werden auf Dienstag vertagt.

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Soziales.

Zur Konsumgenossenschaftsbewegung.

Genosse Paul Göhre hat in einer 55 Seiten starken Broschüre Die Genossenschaftsbewegung der deutschen Arbeiterklasse"( Verlag Kaden u. Cie., Dresden , Preis 50 Pf.) eine kurze gemeinverständ­liche Darstellung der Geschichte der Arbeiter- Genossenschaftsbewe­gung und der Beziehungen der Genossenschaftsbewegung zur Ge­wertschaft und zur Sozialdemokratie herausgegeben. Die material. reiche Schrift führt uns bis zu dem Stand und dem Charakter der Bewegung im Jahre 1912.

Der Verfasser hebt bei der historischen Wertung der Schulze­Delitzschen Vereine und ihrer Bekämpfung durch Lassalle hervor, das erste durchaus gegensätzliche Verhältnis zwischen Sozialdemo­fratic und Konjumvereinen sei darauf zurückzuführen, daß zu Lassalles Zeiten die Hauptaufgabe war, die Arbeiter zu einem eigenen Alaffenbewußtsein und zum Willen zu erziehen, sich als felbständige Klasse von den anderen abzusondern. Es sei zur Er­eaching diejes höheren weds erforderlich gewesen, die Arbeiter­klasse unter allen Umständen, selbst auf Kosten der nächsten Zukunft der Konsumvereinsbewegung, aus der Bevormundung und der Um­armung durch die deutsche Fortschrittspartei zu befreien, die bei der Propagierung des Konsumvereinsgedankens allerlei parteipolitische Hintergedanken und Interessenabsichten gehabt hat. Kurz und Inapp ist damit allerdings ohne Hervorheben der Beschlüsse der Internationale 1866 und 1867- das Verhalten der Partei zur Schulze- Delitzschen Konsumvereinsbewegung in ihrer großen Ten­denz geschildert. Ob in der Tat in den 60er Jahren bis hinein in die 90er Jahre die Partei eine feindliche Stellung zu den Konsum=

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Es ist daher kein Zufall, daß innerhalb der Konsumvereins­bewegung eine Auseinandersetzung zwischen Bürgertum und Ar­beitern kommen mußte. Die darauf hindrängenden Tendenzen sind in der kurzen, knappen Schilderung deutlich zu erkennen, die der Verfasser über die Gründung und Entwicklung der Konsum­vereine insbesondere seit Anfang der 80er Jahre gibt. Den Schluß stein der Auseinandersetzung bildete die Kreuznacher Tagung 1902, der Tag von Kreuznach ", schreibt Göhre mit Recht, ist zu einem hohen Glückstag für die Konjumvereine geworden. Ueberall seit­dem ein überraschend stolzes Aufblühen, ja geradezu ein urwüchsig gesundes Vorwärtsdrängen auf allen Gebieten, über die sich die rajtlose Tätigkeit der Bereine erstreckt!"

Die heutigen Arbeiterfonsumgenossenschaften spricht Göhre als proletarisch, demokratisch und sozialistisch an und führt das des Näheren aus. Ueber die durchaus demokratische Verfassung schreibt er:

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R. 2. 11.

O. 2. 14. Daß der 30. April mitten in die Woche fällt, ist unerheb lich. Ob Sie sonst noch Ansprüche haben, läßt Ihr Schreiben nicht erkennen. A. K. 6. Der Ehemann ist alsdann zur Zahlung geseglich verpflichtet. Witterungsübersicht vom 29. April 1913.

Stationen

Better

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Temp. n. G.

5° C.= 4° N.

Stationen

Barometer

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Wind

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Bindstärke

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Temp. n. G.

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Nach der durch das Genossenschaftsgesez festgelegten Ver­fassung ist in jedem Konsumverein die Generalversammlung der Mitglieder die oberste Instanz. Sie wählt Aufsichtsrat und Vor­stand, in kleineren Vereinen auch die Angestellten der Betriebe bis herab zur letzten Verkäuferin; in größeren Vereinen besorgen das, aber als ihre Bevollmächtigte, Vorstand und Aufsichtsrat, oder auch nur ersterer allein. Demokratisch bestimmt ist auch das Arbeits­verhältnis in den Vereinen. Da die Angestellten( bis auf die minderjährigen Verkäuferinnen) selbstverständlich stets Mitglieder des Vereins sind, entsteht der interessante Zustand, daß sie, mit den übrigen Mitgliedern zusammen freilich, in den jährlichen General­bersammlungen über die Anstellung respektive Wiederwahl ihrer eigenen Vorgesezten mit entscheiden. Das ergibt, um so mehr da diese genau wie sie derselben Klasse, eben der Arbeiterklasse ent­stammen, ein gegenseitiges Verhältnis bei der Arbeit, das grund­säglich von demjenigen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen Hamburg in Privatbetrieben verschieden ist. Dort fast unbedingte Subordi nation( wer nicht pariert, der fliegt!), hier mehr kameradschaft liches Hand in Hand arbeiten( alle sind untereinander Genossen"). Selbstverständlich herrscht auch in fonsumgenossenschaftlichen Be­trieben Disziplin; aber es ist eine solche, die mehr auf Einsicht in den Zusammenhang des Betriebs, als wie auf wirtschaftlichem 3wang beruht. Selbstverständlich gibt es auch hier Vorgesetzte und Untergebene. Aber nur so lange der Betrieb geht; danach tritt jo­fort wieder die Gleichordnung an die Stelle. Und auch diese Tat- der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau sache wirkt in das Arbeitsverhältnis hinüber: es wird kaum je barsch befohlen, fast stets kameradschaftlich angeordnet. und jeder Teil trägt dabei die ihm zugemessene Verantwortung."

Swinemde. 766 SSD 2 heiter

Berlin

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Wien

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764 DSD Dunit

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Haparanda 770 N

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wolfig 8 1wolfen! 16

woltenl 17 Betersburg 773 Still 2 heiter 19 Scilly 759 Dunst 15 Aberdeen 761 Still 2 wolfen! 15 Paris 764 ND 766 OND 1 wolfen! 14 Wetterprognose für Mittwoch, den 30. April 1913. Borwiegend heiter und sehr warm, bei meist schwachen südöstlichen Binden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst troden. Berliner Wetterbureau.

Nach Anführung der auf dem Parteitage zu Magdeburg und auf dem internationalen Sozialistenkongreß zu Kopen hagen gefaßten Beschlüsse ruft der Verfasser die Parteigenossen und Genossinen zum Eintritt in die Konsumvereine auf, um dort jenen sozialistischen Geist zur Geltung zu bringen, der auch für" die Konsumvereine schon bisher ein starkes Mittel ihres Fortschritts war und es verstärkt in Zukunft werden kann und muß."

Das Buch können wir zur Lektüre und Propaganda für die Es informiert in Konsumgenossenschaften dringend empfehlen. Kürze über den Werdegang der Konsumvereine und über ihr Ber­hältnis zur Partei.

Wasserstand Memel , Tilsit Bregel, Insterburg Oder, Ratibor Weichsel , Thorn Strossen Frankfurt Barthe, Scrimm Landsberg Ne ze, Bordamm Elbe, Leitmerig

"

Wasserstands- Nachrichten

am icit 28. 4. 27. 4.

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476

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cm³) 21

Wasserstand Saale , Grochlik

28. 4. 27. 4.

cm cm¹)

197<-17 366+8 205 212

Havel , Spandau )

114-2 44

Rathenow )

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Spree, Spremberg )

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0

Beeskow

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197

+17

23efer, Münden

172

214 4-18

Minden

260

89+7

Rhein , Marimiliansau

33

-5

Kaub

248-3

2

4-2

Köln

-127

Nedar, Heilbronn

274-10 92+12

159-10

Main , Hanau

156

3

-6

Mosel, Trier

Fall.

Dresden Barby Magdeburg 134

1)+ bedeutet Wuchs,

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2) Unterpegel.

Stille

Gegr. 1867

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