Mr. 207.
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Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands.
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplatz, Nr. 1983.
Mittwoch, den 13. August 1913.
Militärdiktatur im Reichslande. beuten Fauſt zu Gemüte zu führen, erſchien als eine Was die e gäischen Inseln betrifft, so hat England durch
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Wucht des preußischen Kommißstiefels und die Kraft der von Einflußsphären im türkischen Reiche zum Gegenstand haben. patriotische Pflicht. Auch das aber ist der Ausfluß eines feine Stellung am Mittelmeer ein besonderes Interesse daran, Von einem Lothringer wird uns geschrieben: Systems, das die Soldateska just im Reichsland in einen daß teine der Inseln von einer der Großmächte in Anspruch geOnein! Die Männlein der„ Norddeutschen Allgemeinen schroffen Gegensatz zum Bürgerfum stellt und jeden Sanitäts- nommen oder behalten wird. Hierüber haben wir eine VerständiSeitung" brauchen nicht rasselnd ihre Dementiersprite in Be- gefreiten sich als Herren im eroberten Lande fühlen läßt. gung erzielt. Das Schicksal aller dieser Inseln, einschließlich derer, wegung zu sehen. Es handelt sich hier nicht um die Ent- Gerade die letzten Monate find an Beispielen dieses Systems die augenblicklich von Italien offupiert sind, interessiert alle hüllung eines finsteren Staatsstreichplanes, der die elfaße überreich gewesen, das einer Militärdiftatur so ähnlich sieht Großmächte und wird schließlich von ihnen entschieden. Reine der Großmächte wird eine der Inseln für sich be Lothringische Verfassung„ in Scherben schlagen" und die beiden wie ein faules Ei dem andern. Gaue mit Bajonetten regieren will, sondern um eine Militär- In Straßburg läßt der Kommandierende auf belebten halten. Die Frage, was geschehen würde, fing an kritisch zu diktatur, die zwar nicht auf dem Papier, aber in den Tat- öffentlichen Plägen, obwohl die Straße selbst nach Herrn werden, als die Türkei tie Ausführung der Bestimmungen des fachen längst existiert und der die bürgerliche Bevölkerung b. Jagow dem Verkehr und nicht artilleristischen Uebungen Vertrages von Lausanne auf unbestimmte Zeit hinauszögerte, und Elsaß - Lothringens schutzlos preisgegeben zu sein scheint. dient, Batterien in Parade an sich vorüberziehen und trabt die italienische Offupation daher unbestimmte Zeit fortdauerte. Was vor wenigen Tagen eine Kriegsgerichtsverhandlung mit feinen Ulanen besonders gern durch enge Gassen, so daß Italien ließ uns keinen Augenblick in Zweifel, daß es beabsichtige, in Metz von dieser brutalen Militärdiktatur aus Tageslicht sich die Bürger ängstlich an die Häuserwände drücken müssen. feinen Teil an dem Vertrag zu erfüllen, wenn die Türkei den Wir haben alles Vertrauen in den guten gebracht hat, stellt wirklich vieles schon Dagewesene bei weitem Derselbe General v. Deimling untersagt, als ihn eine ihren erfüllt habe. in den Schatten. Ein friedlicher Kaufmann, nicht einmal ein Preßtritit unangenehm berührt, seinem Korps, die" Straß- Glauben Italiens , und wissen, daß es die Türkei drängt, ihren Eingeborener, sondern ein Rheinländer, noch dazu Unter- burger Neue Zeitung" zu halten. In Mülhausen i. E. boy- Teil des Vertrages zu erfüllen, daher braucht uns die Frage des offizier der Landwehr, gerät eines Tages ohne sein Ver- fottieren die Offiziere ein Hotel, weil dort die Musik einmal unbestimmten Aufschubs gegenwärtig nicht zu beschäftigen. Was die gegenwärtige Lage betrifft, so bestehen z tvei schulden in einer engen Straße von Meß zwischen zwei an- die Marseillaise gespielt hat. In Metz verbietet die Militäreinander vorbeimarschierende Militärabteilungen, die zum Teil verwaltung auf der Pulverinsel, einem Part, der eigentlich sehr ernste schwierige Fragen, nämlich die Entschei Was wegen Plazmangels auf dem Fahrdamm den Bürgersteig über- der Stadt gehört, den Besuchern aus dem Bürgertum jede dung über Thrazien und Mazedonien. schwemmen. Während er sich aus dem Gedränge heraus- Unterhaltung in französischer Sprache. In derselben Stadt Thrazien betrifft, so hat sich die türkische Regierung über den winden will, erhält er mit einem Rommißstiefel einen so springt, wie dieser Tage noch die Blätter zu berichten wußten, Frieden von London hinweggesetzt, der unter den Auspizien der fräftigen Fußtritt ins Gesäß, daß er zusammenknickt. Dieser ein Leutnantchen in einem Café auf, als eine Sängerin ein Mächte geschlossen wurde, und hat Thra zien und Atria= Rheinländer scheint nun doch nicht die rechte Ehrfurcht vor französisches Lied singt, und träht: Hier sind wir in Deutsch no pel besest. Was Thrazien und Adrianopel betrifft, so erdem Wesen des preußisch- deutschen Militärstaats besessen zu land, hier darf nur deutsch gesungen werden!" Und so mit hoben die Mächte Vorstellungen in Konstantinopel , daß die Linie Enos- Midia im großen und ganzen respektiert werden müsse. haben, denn statt sich bescheiden mit den erhaltenen Büffen Grazie weiter bis ins Unendliche! und Knüffen nach Hause zu trollen, wendet er sich, als ihn Diese liebliche Art, durch Militär zu germanisieren",| Dabei hatten sie jedoch jeden Punkt zu berücksichtigen, den die ein Soldat mit dem Buruf:„ Verfluchter Schangel, mach Dich gefällt natürlich gewissen alldeutschen Blättern über die Maßen Pforte als unerläßlich für die Verteidigung der Grenze erachtet. tweg!" abermals mit einem Tritt weiter befördert, an den die wohl. So brachte es die Straßburger Post" einmal im Ernst Eine gute Grenze fann auf der Grundlage des Friedens von Abteilung führenden Unteroffizier mit den Worten:„ Herr fertiges flingt allerdings wie ein, Simplicissimus"-Wik-, es flingt allerdings wie ein ,, Simplicissimus"-Witz, London geschaffen werden, aber der Besitz Thraziens und AdriaSergeant, Ihr Flügelmann hat mich getreten, ich bitte, feinen zu schreiben, die Errichtung einer Unteroffizierschule sei das nopels würde nach begründeter Auffassung im Frieden nur die Namen festzustellen!" Aber da tommt der Zivilist schön an. beste Mittel, die Forderung:„ Elsaß- Lothringen den Elsaß - Finanzen der Türkei noch mehr belasten und im Fall eines Krieges " Du Wades", brüllt der Sergeant, mach, daß Du weg- Lothringern!" zu erfüllen. Die Unteroffizierschule ist längst für sie eine dauernde Schwäche bedeuten. errichtet, und seit zweiundvierzig Jahren wird das Land nun Die Linie Enos- Midia wäre vielleicht nie zustande tommst, sonst schlage ich Dir ins Genic!" und schon haut er schon von Unteroffizieren, attiven und inattiven, regiert, aber gekommen, wen man nicht gewußt hätte, daß eine oder mehrere dem Verdugten eine Dhrfeige runter. Zwei Offiziere, die nun angegangen werden, nehmen für das Militär Partei und die undankbaren Elsässer und Lothringer sehen den Segen Großmächte interveniert haben würden, wenn im Kriege zwischen empfehlen dem Sergeanten, den Kaufmann zu arretieren, falls ber germanisierenden" Militärdiktatur nicht ein und werden der Türkei und den Verbündeten die Frage Konstantinopels und der Meerenge aufgeworfen worden wäre. Dann wäre die türkische er die Truppe weiter belästigen" sollte. So weit die Straßen- durch Experimente à la Deimling nur störrischer. fzene. Mit vieler Mühe wußte es der Mißhandelte zu enthüllt hat, ist nicht dazu angetan, die" gute Gesinnung" der Fall ist. Wenn es direkt oder indirekt den Großmächten zu danken Auch der Vorfall, den die Mezzer Kriegsgerichtsverhandlung Grenze vielleicht nicht so vorteilhaft ausgefallen, als es jetzt der erreichen, daß Verfahren eingeleitet wurde und Vor allem aber wird der neue ist, daß der Londoner Friete an der Linie Enos- Midia Halt hatte jetzt die" Genugtuung", den tretenden Musketier Einheimischen zu fördern. zu acht, den schlagenden Sergeanten zu fünf Tagen Gefängnis Herr Kriegsminister dem Reichstag im nächsten Winter darüber machte, so find die Mächte berechtigt, ihre Wünsche berurteilt zu sehen. Er tann sich aber Glück wünschen, mit Aufflärung zu geben haben, was er zu tun gedenkt, um in Konstantinopel bekanntzugeben und Rat zu erEritten, Schlägen und Beleidigungen billig davongekommen brutale Uebergriffe des Militärs gegen das Bürgertum von teilen, wenn es sich darum handelt, die türkische Grenze festzusehen. zu sein, denn er mußte von einem der als Zeugen ver- der Art des Meter Vorfalls zu vermeiden und insbesondere, Die britische Politik der Türkei gegenüber besteht darin, die türnommenen Soldaten hören, daß der Hauptmann sie wegen was mit dem an die Seitengewehre appellierenden schneidigen tische Herrschaft und ihre Unberleßlichkeit in ihrem asiatischen GeMangel an Schneid angeranzt hatte: sie hätten das Seiten- Hauptmann geschehen ist, denn im allgemeinen entspricht es biete und dem Gebiet jenseits der Linie Enos- Midia zu begewehr ziehen und den Zivilisten niederstechen sollen!!! wohl nicht den Rechtsbegriffen des 20. Jahrhunderts, daß, festigen und zu sichern. Diese Politik hängt aber von dem guten Dies der Tatbestand, der mit seinem ganzen Drum und wer zufällig in eine Truppenabteilung hineingerät, zusammen Willen der übrigen europäischen Mächte ab, England allein kann Dran an die Zeit vor Jena und Auerstädt erinnert, als fein gestochen wird, selbst wenn es sich„ nur“ um einen Zivilisten diese Politit nicht erfolgreich durchführen; denn viele andere Mächte Bürger vor dem brutalen Uebermut eines rohen Difiziertorps oder gar" nur" um einen„ Schangel" oder„ Wackes" handelt! haben auch ein Interesse an der asiatischen Türkei . Was geschehen fann, muß auf Grund allgemeiner Zustimmung geschehen. Der und einer ebenso rohen Soldatesta seines Lebens sicher war, und als eine Kabinettsorder des alten Frig den Offizieren gute Wille der Mächte kann aber nichts erreichen, wenn die Türkei ihren Rat betreffs Adrianopels und Thraziens nicht befolgt. In ausdrücklich das Prügeln der Bürger verbieten mußte, weil diesem Falle wäre jene Politik gesichert. Früher oder später, ſei es doch gar zu sehr überhand nahm. Aber es wäre falsch, es durch finanzielle Not oder durch die bewaffnete Intervention in diesem vor dem Meger Kriegsgericht abgehandelten Roheits- London , 12. Auguft. Heute nachmittag sprach Sir Edward einer oder mehrerer Mächte deren Rat verschmäht wurde, würde aft lediglich das Vergehen von ein paar Rüpeln zu sehen, Grey im Unterhaus über die Lage am Balkan und teilte unheil über die Türkei hereinbrechen, vor dem wir sie nicht schüßen für die weiter niemand verantwortlich ist. Sicher ist der mit, daß die Botschaftervereinigung sich vertagt habe. berurteilte Musketier ein roher Patron ein roher Patron und der ver Sie fei zu dem Schlusse gekommen, daß sie ein Stadium urteilte Sergeant ähnelt in seinem ganzen Verkehrston und erreicht habe, in welchem eine Pause gerechtfertigt sei, und in der Wilde seiner Sitten auffallend jenen Zuhältern, die werte wieder zusammentreten, sobald es notwendig sei, und wenn Herr v. Heeringen in einem Atemzug mit den Sozial- es der einstimmige Wunsch der beteiligten Regierungen wäre. Die demofraten nennt, und vor deren Berührung er das Heer Vertagung der Botschaftervereinigung gebe keinen Grund für ir irdurch das Wirtshausverbot schützen will. Aber so wenig die gendwelche ungünstigen Schlüsse auf die Beziehungen der GroßBeugleutnants und Feuerwerker im Krupp- Prozeß, so wenig mächte zueinander. Grey sagte: Wir haben das Stadium erreicht, sind dieser Sergeant und Musketier mit ihren Handlungen in welchem das europäische Konzert so fest begründet ist, daß die als Einzelwesen zu betrachten, sondern samt und sonders sind bloße Tatsache der Bertagung der Botschaftervereinigung feinen fie stramme Vertreter eines mehr als strammen Systems. 3weifel an der Gesundheit und an dem Wohlbefinden des KonWenn die Herren von der Regierung bei den Debatten über zertes erregen wird. Greh erinnerte an Ursprung und Ziel der die Militärvorlage erstaunt und mit einem höhnischen Unter- Botschaftervereinigung und sagte: Ihre Hauptaufgabe war die, ton in der Stimme gefragt haben, was denn eigentlich unter den Mächten eine Verständigung über die albanische Militarismus sei, hier haben sie eine waschechte Probe von Frage und über die Inseln im Aegäischen Meere zu Militarismus. Daß ein Bürger, der in eine marschierende erzielen. Die Verständigung über beide Fragen ist erreicht. Was Militärkolonne hineingerät, mit Fußtritten begrüßt wird, daß Albanien angeht, so wird eine internationale Kontrollkomder Führer der Abteilung, statt einzuschreiten, mit Schimpfs mission eingesetzt, deren Hauptaufgabe es ist, den autonomen Staat worten und Ohrfeigen die Mißhandlung seiner Untergebenen mit einem Fürften an der Spike zu errichten, der von den Mächten verschärft, daß hinzukommende Offiziere unbesehen den Miß gewählt werden wird. handelten der Verhaftung für wert erachten, daß ein Haupt- Im weiteren Verlaufe der Sigung fragte Barran erſtens, mann erbost ist, weil die Soldaten nicht sofort mit Seiten- ob die Türkei den Mächten fürzlich freiwillig Vorschläge betreffs gewehrstichen den Eindringling zerfetzt haben, daß das der Verwaltungsreform in Armenien gemacht habe; zweitens, ob Striegsgericht lächerlich geringe Strafen auswirft, turz: daß England zu diesen Vorschlägen Stellung genommen habe; drittens, auf den verschiedenen Stufen der militärischen Hierarchie wieweit die Verhandlungen unter den Mächten im Hinblick auf die die Mizachtung gegen den, der" nur" ein Zivilist," nur" ein allgemeine Reform der asiatischen Türkei gediehen sind, und ob als Bürger ist, mehr oder minder deutlich zum Ausdruck kommt, Grundlage dieser Verhandlungen vereinbart worden ist, daß sie das ist Militarismus! Das ist ein Ausfluß jenes Systems, nicht die Errichtung von Einflußsphären zum Gegenstand haben, das wir bis aufs Messer bekämpfen. sondern der Türkei die gemeinsame Beihilfe aller Mächte sichern Dieser Fall hat aber noch eine ganz besondere Note. werden, um ihre asiatischen Besitzungen zu schüßen und eine gute Die Schimpftitulaturen, die Sergeant und Musketier dem Regierung einzurichten. Grey antwortete auf die erste Frage Kaufmann an den Stopf geworfen haben, Schangel" und bejahend, was die zweite und die dritte Frage betreffe, so sei die Wackes", find Worte aus dem reichen Sprachschatz der preußi- Lage die, daß die Vertreter der sechs Großmächte in Sonstantinopel schen Eroberer, die nur auf Eingeborene in Elsaß- Lothringen in eine Erörterung der Grundzüge für die Reform eingetreten sind, angewendet werden, Daß sie hier fielen, zeigt, wie sehr sich aber er könne in einem so frühen Stadium der Beratung noch ber tretende Musketier und der ohrfeigende Sergeant der teine Mitteilung über die Art des Entwurfes machen. Er könne germanisatorischen Rolle ihres Tuns bewußt waren. Sie nur sagen, daß das Biel aller Mächte genau in den letzten Worten hielten den Zivilisten für einen Eingeborenen, und dem die der Anfrage beschrieben ist, daß sie nämlich nicht die Errichtung
Die neue Balkanfituation.
Grey über die Balkanlage.
fönnten.
wenn überhaupt eine Einmischung der Mächte Was den Frieden von Bukarest betrifft, so glauben wir, stattfinden sollte, es nur ein Minimum von Einmischung fein würde. Der Frieben sollte als rechtsträftig be. trachtet werden, abgesehen von etwaigen Modifikationen in fein würde. Der Frieben sollte als rechtsträftig bebesonderen Buntten, die bestimmte Mächte zu machen wünschen, deren Interessen stärker in Frage kämen als unsere eigenen. Niemand bestreitet das Recht irgendeiner Großmacht, Punkte hervor deren Interessen stärker in Frage lämen als unsere eigenen. Niemand bestreitet das Recht irgendeiner Großmacht, Puntte hervor zuheben, die nach ihrer Ueberzeugung modifiziert, d. H. einer Erörterung unterzogen werden müßten. Aber man muß sich vergegenschlüge, möglicherweise andere Mächte die Revision anderer Puntte wärtigen, daß, wenn eine Macht die Revision eines Punttes vorschlüge, möglicherweise andere Mächte die Revision anderer Punite schlagen, wenn die betreffende Macht nicht bereit wäre, ihren Willen vorschlagen würden. Es wäre zwecklos, Modifikationen vorzudurch Anwendung von Gewalt durchzusetzen. Wir sind bereit, aller Entscheidungen zuzustimmen, die die Zustimmung der Großmächte nen vorzuschlagen. Man ist hier der Meinung, die findet. Wir selbst beabsichtigen nicht, Modifitatio= als auch was Mazedonien betrifft, die bestehende Lage zu prüfen, Mächte eine gewisse Zeit brauchen werden, um sowohl, was Thrazien die durch die türkische Wiederbesetzung von Adrianopel und den Frieden von Bukarest entstanden ist, bevor sie sich endgültig entscheiden, welche Forderungen sie zu erheben und welche Schritte sie zu unternehmen wünschen. Wir sollten im Interesse des allgemeinen Friedens auch weiterhin so eng wie möglich mit den anderen Mächten zusammenarbeiten.
Baltanberbündeten dürfen nicht darauf rechnen, daß, wenn auch die Sir Edward Greh schloß: Ich glaube, sowohl die Türkei wie die Mächte sich während der letzten Monate einer gewaltsamen Interbention enthalten haben, unter allen Umständen keine Großmacht intervenieren werde, wenn sie entsprechend provoziert ist. Noch eine Abschüttelung der österreichischen Revisionsheter. Köln , 12. Auguft. Die Kölnische Zeitung " meldet aus Berlin : Nach Budapest sollen aus Berlin Melbungen gelangt sein, wonach in Berliner amtlichen Kreisen der
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