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Nach Besprechung der einzelnen Aenderungen, die in den neuen Sazungen enthalten sind, begründete er folgende Anträge dek Gauvorstandes an den außerordentlichen Parteitag:

Die Finanzierung der Bezirksverbände obliegt dem zu ständigen Gauvorstand und dem Landesvorstand, wie auch zur Bildung der Bezirksverbände ein gemeinsamer Beschluß der beiden genannten Vorstände notwendig ist."

" Der Gauvorstand wird ermächtigt, die nach Neuorgani­sation der Sozialdemokratie Bayerns sich für den Gau als not­wendig erweisenden Maßnahmen vorzubereiten und durchzu­führen."

scheiden zwischen Mitteln freien Verkehrs und denjenigen, die zum und gerichtlichen Verfolgungen im Agitationsbezirk. Apothekenmonopol gehören. Bei den ersteren sind die in Drogen- Das Recht zur Abhaltung von öffentlichen Versammlungen muß in handlungen üblichen Preise, bei den anderen besonders die Preise der Regel erst durch Klage oder Beschwerden erstritten werden. Ein festzusetzen, die für das Privatpublikum berechnet zu werden pflegen. ungefähres Bild von der Tätigkeit der Behörden geben folgende 5. Verträge mit Apotheken sind nur dann empfehlenswert, wenn Zahlen: In den beiden Berichtsjahren wurden allein für Strafen durch freie Vereinbarung Arzneibedingungen erzielt werden, die und Prozeßkosten 8170,17 Mart ausgegeben. Nicht mitgerechnet gegenüber den im Gesez vorgeschriebenen Preisnachläffen einen sind hier die Freiheitsstrafen, die aus diesen oder ähnlichen wirklichen Vorteil für die Krankenkassen bieten. 6. Die Krankenkassen Verfolgungen erkannt wurden. Dabei sind die Strafen für die im sollen unter teinen Umständen Verpflichtungen eingehen, den Gesamt- Bezirk erscheinende Volkswacht" auch nicht mitgerechnet. Die Ein­bedarf an Arzneimitteln nur aus Apotheken zu entnehmen. nahmen und Ausgaben der Bezirkskasse balancieren mit 66 901,90 Ueber das Mart. Durch Gründung eines Bezirksjugend- Ausschusses soll für Bereinigungs- und Bersammlungsrecht der Krankenkaffen die Jugendaufklärung mehr getan werden. Ebenso muß der Frauen- Diese Anträge wurden angenommen. Sie sollen dem Mangel bewegung trotz aller Fortschritte mehr Beachtung geschenkt werden. abhelfen, daß in den neuen Sagungen nicht deutlich genug zum sprach sodann Justizrat Dr. Maher- Frankenthal( Pfalz ). Er er- In der Aussprache waren sich alle Redner einig, daß der Frauen- Ausdrud komme, in welcher Weise sich die Geschäfte hinsichtlich örterte zunächst die Bedeutung des Koalitionsrechtes und der und Jugendbewegung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. der Bezirksverbände abwickeln sollen. Stoalitionsfreiheit für die Krankenkassen. Diese stünden den mehr ohner- Liegnit berichtete von guten Fortschritten der Be­oder minder mächtigen Verbänden der Aerzte, Zahnärzte, Bahn- wegung seit Gründung des Kopfblattes. Rösler- Breslau weist meindeprogramm", worüber Abg. Gentner- Begnik refe= Es folgte dann der Punkt: Das bayerische Ge= techniker, Apotheker, Angestellten gegenüber. Schon daraus erwachse auf den zeitweisen Mitgliederrüdgang in Breslau und im Land- rierte. Er besprach eingehend den kürzlich veröffentlichten Ent den Krankenkassen die harte, wirtschaftliche Notwendigkeit, sich zu- kreise Breslau hin. Die wirtschaftliche Krise ist schon größer als wurf eines neuen Gemeindeprogramms, der auf dem außerordent­sammen zu schließen. Die Notwendigkeit des ständigen Wechsel- mancher glaubt. In Breslau sind z. B. von 2400 im Bauberuf Be- lichen Parteitage beraten werden soll, und legte selbst noch eine verkehrs zwischen Behörden und Krankenkassen im Interesse der schäftigten schon jetzt über 1500 arbeitslos. Ausführung und Ausgestallung der sozialen Versicherung, die Er- Verhältnis ist auch in der ganzen Provinz. Die Debatte drehte Anträgen wurde zunächst der eine angenommen, der bezüglich der Das gleiche Reihe von Zusak- oder Abänderungsanträgen vor. Von diesen Teichterung der Einführung neuer Versicherungsgesetze, und sich in der Hauptsache um die Jugend- und Frauenfrage und um Bestimmung über die indirekten Gemeindesteuern folgende Fassung die Verbreitung der Kenntnis des sozialen Rechtes, die einige geschäftliche Angelegenheiten der Volkswacht" wegen Be- verlangt: Verbot der Erhebung von Steuern, welche die minder­Sammlung und Verwertung der Verwaltungserfahrungen der zahlung der Vereinsanzeigen. Angenommen wurde ein Antrag auf bemittelte Bevölkerung einseitig belasten oder den Verkehr hemmen. Rassenvorstände und Angestellten seien die weiteren Gründe der Schaffung von fliegenden Arbeiterfekretariaten, Reine Steuern auf Lebensmittel." Die anderen Anträge, denen Verbandsbildung. Der Redner wandte sich dann dagegen, daß die in den kleineren Städten und Dörfern an bestimmten Tagen der Gautag zustimmte, verlangen die Aufnahme folgender Forde­die einzelnen Verbände zum Schaden ihrer gemeinsamen Aufgaben Rechtsauskunft erteilen sollen. Das Statut der Bezirksleitung rungen in das Programm: Errichtung von distriktiven landwirt­einander bekämpfen und empfiehlt, unter den verschiedenen Kassen- wurde nach unwesentlichen Aenderungen angenommen. Die Bei­arten oder ihren Verbänden wieder Arbeitsgemeinschaften träge der Ortsvereine für den Bezirk wurden von 10 auf 15 Proz. ftellung des Wahlrechts der Invaliden, die nicht mehr mit Steuer schaftlichen Schiedsgerichten nach Art der Gewerbegerichte. Sicher­zu bilden, wie sie zurzeit unter den fünf großen Reichsverbänden der Mitgliederbeiträge erhöht. Die Bezirksleitung wurde wieder veranlagt sind. Aufforstung bezw. Kultivierung von Gemeinde­in bezug auf die Arztfrage bestehe. In seinen Leitsägen faßte er gewählt. diesen Gedanken mit folgenden Worten zusammen: ranten= zu billigen Preisen und auf lange Fristen. Unterstübung aller Be­ödland. Arrondierung desselben. Verpachtung von Gemeindeland tassen Deutschlands vereinigt Euch, schließt Euch den strebungen zur Verbesserung der Bodenkultur und Hebung der Bestehenden Drts-, Kreis-, Landes- und Reichsverbänden an, gründet unter Euch wieder Arbeitsgemeinschaften, sprecht miteinander nicht die Lebensmittelerzeugung." Sprache der Gehässigkeit oder politischen Unduldsamkeit und vergeßt nicht, daß Euch große Interessen gemeinsam sind. Bei dieser Ge­Tegenheit kam der Redner auch auf den Ende 1911 gegründeten Gesamtverband Deutscher Krankenkassen zu sprechen, nach dessen Programm alle bürgerlichen Parteien und Richtungen auf dem Gebiete der Krankenhilfe gemeinsam wirken sollten. So wenig wie die Krankenkassen ausschließlich sozialistischen, ebensowenig dürften sie ausschließlich bürgerlichen Richtungen angehören. Im Hauptverbande Deutscher Drtskrankenkassen, den man in den Reihen der Gegner als sozialdemokratisch kennzeichne, wirkten alle Richtungen, auch eine große Zahl Bürger­licher, zusammen. Das Koalitionsrecht der Krankenkassen könne aber nnr mit der Koalitionsfreiheit gedeihen. Die Behörden sollten endlich die vielfach kleinlichen und aus politischen. Vorurteilen entspringenden Hemmungen der Vereinigungs­und Versammlungsfreiheit einstellen. Es sei doch ein widerspruch volles Verhalten, wenn man auf der einen Seite die Verbände zu Beratungen in den obersten Reichs- und Landesbehörden einlade, weil man sie dazu nötig habe, damit also ihre Berechtigung und Zweckmäßigkeit anerkenne, dabei ihnen auch auferlege, die Kosten der Abordnungen selber zu tragen, auf der anderen Seite aber schon wieder Rechtsauslegungen ausflügle, die die Verwendung von Kassenmitteln für die Zwecke des Zusammenschlusses beschränken sollen. Die Behörden sollten auch gegenüber den unteren Verbänden

neutral bleiben.

Sodann wurde nach einem Referat des Reichstagsabgeordneten Genossen Bauer über die Deckung der Militärborlage folgende Resolution einstimmig angenommen. " Der am 17. August 1913 in Breslau stattgefundene Partei­tag des Agitationsbezirks Breslau erklärt sich mit der Haltung unserer Reichstagsfraktion bei der Wehrvor= lage und deren Dedung einverstanden und ersucht die Delegierten des Bezirks, auf dem deutschen Parteitage in diesem Sinne zustimmen."

Damit waren die Arbeiten des Parteitages erledigt, der vor Eintritt in die Tagesordnung das Andenken August Bebels durch Erheben von den Pläzen ehrte.

Gautag der Sozialdemokratie Mordbayerns.

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der nordbayerischen Parteiorganisationen zu ihrem achten Gautag In Nürnberg waren am 16. und 17. August die Vertreter versammelt. Die Tagung wurde eingeleitet mit einer Ehrung unseres toten August Bebel. Im Geschäftsbericht behandelte Gau­sekretär Vogel zunächst die Kapitel Agitation und Orga­nisation; er konnte darauf hinweisen, daß in Nordbayern die Organisation keinen Rückgang oder Stillstand zu verzeichnen hat, sondern einen wenn auch gegen frühere Perioden zurückbleibenden Fortschritt feststellen kann. Die Mitgliederzahl im Gau , der die drei fränkischen Regierungsbezirke und die Oberpfalz mit Aus­Hierauf gibt der Redner eine Darstellung der Grundlagen des nahme des Wahlkreises Regensburg umfaßt, ist in der Be­Vereinigungs- und Versammlungsrechts der Krankenkassen. Er weist richtsperiode( 1% Jahre) um 4728 gestiegen und zählt jeht 45 100, insbesondere unter Zurückweisung der entgegengesetzten Meinungen darunter 3791 Frauen. Nachdem Redner die Krise, die einen nach, daß die Verwendung von Kassenmitteln für die Teilnahme der größeren Fortschritt verhindert hat, und verschiedene andere Fragen Krankenkassen an ihren Kassenvereinigungen nicht an die Zustim- besprochen, wies er auch auf die in Aussicht stehenden verschärften mung der obersten Verwaltungsbehörden der Einzelstaaten gebunden Kämpfe mit dem Liberalismus hin, dem der Ausgang der letzten ist. Der Redner wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die Wahlen Angst und Schrecken eingejagt hat und der nun eine eifrige Verordnung des badischen Ministeriums des Innern vom 9. Juli 1913, Tätigkeit entfaltet, um seine bedrohte Position zu retten. Die Er­die für den Besuch von Versammlungen den Versicherten gefahrungen mit dem oberfränkischen Liberalismus müssen zu ringere Vergütung und eine niedrigere Wagentlasse gewähre äußerster Vorsicht gegenüber der immer mehr überhand nehmenden als den Arbeitgebern.( Hört! hört!) Der Referent empfiehlt 1. die Vorliebe zur Kompromisselei mahnen, wenn wir nicht wollen, daß Bildung von Versammlungskassen, in die die Mitglieder der Vor- unsere eigenen Anhänger irre werden an der Partei. Redner stände und Ausschüsse ihre sagungsmäßigen Vergütungen freiwillig fonnte weiter auf einen schönen Erfolg der Agitationstätigkeit bei ganz oder teilweise einwerfen, und 2. die Uebernahme der Kosten den letzten Wahlen hinweisen. Fünf nordbayerische Wahlkreise der Abordnungen zu den Verbandsversammlungen auf den Verband wurden neu erobert, die Landtagsmandate von 9 auf 13 vermehrt, selber, der dann höhere Beiträge erheben soll. in 151 Gemeindevertretungen sißen zurzeit 523 Genossen. Gausekretär Walther berichtete über Kommunales, Presse und Kaffe.

So gäbe es auch nach der Reichsversicherungsordnung Wege, behördlichen Polizeigeist gegenüber den Krankenkassen zu be­fämpfen. Deren Organe hätten ehrenamtlich Großes für die Ent­wickelung der Krankenversicherung , der stärksten Säule deutscher Bolkswohlfahrt, geleistet und leisteten gerade jezt zusammen mit den Behörden für die Einführung des neuen Rechtes eine Riesenarbeit. ( Sehr richtig!) Wir wollen, schloß der Redner, keinen Dank und feine Anerkennung, wir wollen aber als Lohn ein freies Koalitionsrecht.

Bezirksparteitag

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bisherige Gauleitung wiedergewählt war, wurde der Gautag ges Damit waren die Verhandlungen erledigt. Nachdem noch die schlossen.

Dentscher Schriftgießer- Kongreh.

Hamburg , den 18. Auguft.

Vom 18. August ab tagt im Hamburger Gewerkschaftshause der 5. Deutsche Schriftgießerkongreß. Er ist von etwa 40 Teil­nehmern besucht. Vom deutschen Buchdruckerverband, dem die Schriftgießer angeschlossen sind, ist Döblin erschienen.

Nach einigen herzlichen Begrüßungsreden und der Ehrung des verstorbenen Zentraltassierers Voigt und des Genoffen August Bebel wurden Schneider- Berlin und Kuhnert Hamburg in die Leitung des Kongresses gewählt.

Den

Bericht über die Tätigkeit der Zentralkommission erstattet darauf Flaschmann- Berlin . Bei den beiden Tarif= revisionen in den letzten sechs Jahren sind leider die Wünsche der Schriftgießer nur ungenügend befriedigt worden. Die Forderung des Mindestlohnes von 30 M., die der Leipziger Kongreß aufge­stellt hatte, konnte nicht vollkommen durchgeführt werden, da in Leipzig , Frankfurt , Offenbach und Stuttgart besondere Abmachun gen über die Entlohnungen der eben ausgelernten Gehilfen be= stehen. Die Einführung von Sehmaschinen hat den Beruf schwer geschädigt und nicht nur in Deutschland , sondern auch in den übrigen europäischen Ländern. Die Zentralfommission ist bestrebt gewesen, die Gehilfen, die auf diese Weise aus dem Beruf gedrängt wurden, als Maschinenseher umzulernen und hat ihnen Unterstützungen gezahlt. Das hat aber außerordentlich hohe Ausgaben verursacht. In der Berichtszeit ist es öfters zu Differenzen mit den Unter­nehmern gekommen, die im allgemeinen eine befriedigende Lösung fanden. Das Verhältnis zum Vorstand des Buchdruckerverbandes war sehr gut.

In der Debatte über den Bericht wurde von verschiedenen Seiten darüber geklagt, daß die Zentralfommission zu wenig An­regung gegeben habe. Vor der Tarifrevision hätte eine Konferenz veranstaltet werden sollen. Als sich im Norden die Krise bemerkbar machte, hätten die übrigen Städte unterrichtet werden sollen, damit sie danach ihre Maßregeln treffen konnten. Es wurde folgender Beschluß gefaßt:

" Die Zentralfommission ist gehalten, in bestimmten Zeitab­schnitten einzelnen Gießstädten Bericht über etwa eingegangene Fragen beruflicher oder organisatorischer Natur zu übermitteln und zur Diskussion zu stellen."

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Es folgte eine lange, anregende Diskussion, in der den Aeuße­rungen Vogels über die Kompromißpolitik insbesondere von den oberfränkischen Delegierten, aber auch von verschiedenen anderen Seiten zugestimmt wurde. Panzer- Bayreuth berichtete, daß, nachdem das dortige Parteiblatt das berüchtigte Schreiben der Liberalen, durch das sich diese an die Unternehmer verkauften, ber­statistischen Bericht über. die Berufsverhältnisse öffentlicht hatte, ein beispielloser Kampf eingesetzt hat. Die libe- gab dann Reinte Berlin . Die Zahl der Verbandsmitglieder Die morgige legte Versammlung des diesjährigen Drts- rale Presse hebt heftig gegen die Arbeiter bei ihren Lohnkämpfen, stieg von 1187 auf 1337. Während in der Zeit von 1901 bis 1907 frankenkassentages wird sich mit inneren Angelegenheiten be- um sich für die finanzielle Unterstützung des Liberalismus durch die Zahl der Lehrlinge start zurüdging, ist sie in der Zwischenzeit schäftigen. die Kapitalisten erkenntlich zu zeigen, ferner wurde u. a. auch ver- wieder auf 199 gestiegen. Von den Hilfsarbeitern ist nur ein Teil sucht, die Geschäftsleute zu einem Inseratenboykott gegen unser dem Buchdruckerverband angeschlossen. Die übrigen gehören den Barteiorgan zu veranlassen. Der Kampf überträgt sich auch auf lokalen Schriftgießervereinen und anderen Verbänden an. die Gemeinde und äußert sich u. a. auch durch verschärftes Vor- Zahl der Maschinen hat sich stark vermehrt. Die Zahl der Komplett­gehen gegen sozialdemokratische Flugblattverteiler, gegen die man maschinen stieg von 562 im Jahre 1900 auf 862 im Jahre 1913. für den Agitationsbezirk Breslau . unberechtigte Strafverfahren einleitet. Mit einem solchen Libe- Dementsprechend ist auch die Zunahme der übrigen Maschinen. Es ralismus könne man in feiner Weise mehr pattieren. Seidel- steht aber ein Drittel der Maschinen still. Besonders gering ist die Am Sonntag fand im Gewerkschaftshause zu Breslau der Hof teilte mit, daß auch in Hof gegen unsere Flugblattverteiler Beschäftigung in Berlin , das jetzt unter großer Arbeitslosigkeit leidet. Bezirksparteitag für den Agitationsbezirk Breslau statt, zu dem die Parteisekretäre einen Keil in die Gewerkschaftsbewegung zu daß 1909 und 1913 Jahre mit großer Arbeitslosigkeit waren, borgegangen wird. Jest suchen die neuangestellten liberalen Die Erhebungen, die alle zwei Jahre veranstaltet werden, ergaben, Wahlkreise Breslau- Ost und West, Breslau ( Land)-Neumarkt , Lieg - treiben, indem sie herumreisen und sich bemühen, sogenannte vater- während 1911 verhältnismäßig gute Beschäftigung zeigte. Der niz- Goldberg- Haynau, Glogau , Guhrau- Steinau- Wohlau, Militsch- ländische Arbeitervereine zu gründen. Blächer- Aschaffenburg Referent hofft, daß sich nach Beendigung des Krieges die Ausfuhr Folgender Antrag wird nach kurzer Nimptsch, Neustadt, Falkenberg- Grottfau und Neiße gehören. Ver- bemerkte, daß die Kompromißpolitik auch in Aschaffenburg üble an Schriften wieder hebt. Geißler Hof stellte fest, daß die Hofer Debatte angenommen: Alle zwei Jahre ist im Anschluß an die treten waren die einzelnen Ortsvereine durch 47 Delegierte, dar- olgen gezeigt habe. unter 5 Frauen. Anwesend waren außerdem 12 Kreisvertrauens- Genossen sich schon dahin entschieden haben, daß sie feinem Kom- Statistik der Schriftgießer eine solche über die Lohn- und Arbeits­männer, von der Bezirksleitung die Genossen Löbe, Neukirch, Schütz promiß mehr zustimmen werden. Hoffentlich werde für ganz bedingungen sowie über die Organisationszugehörigkeit der übrigen und die Genoffin Lawatsch, die Parteisekretäre Scholich, Müller, Bayern dafür gesorgt, daß solche Hirschauerstückchen nicht mehr in Schriftgießereien und Meffinglinien- Abteilungen Beschäftigten Srowig, Hermann und die Genoffin Wulff. Als Gäste wohnten den vorkommen. Soldmann- Schweinfurt stellte fest, daß die Kom- aufzunehmen." Verhandlungen bei Reichstagsabgeordneter Genosse Bauer, 7 Reichs- promiffelei mit den Liberalen auch in Zentrumsdomänen sich als Von den einzelnen Orten werden tagskandidaten, die Bezirkssekretäre Hörsing- Beuthen, Hartwig- nicht rätlich erwiesen habe; Kompromiffe sollten nur im Falle der Situationsberichte über die Tarifrevision, Bromberg und für den Landarbeiterverband Gauleiter Größner. äußersten Notwendigkeit abgeschlossen werden. Der gedruckt vorliegende Geschäftsbericht, der die Zeit vom Nach Beendigung der Diskussion wurde ein Antrag des Gau- Umwälzungen durch die modernen Maschinen hingewiesen, durch Lohnbewegungen usw. vorgetragen. Es wird dabei besonders auf 1. März 1911 bis 31. März 1913 einschließt, wurde vom Bezirks- borstandes angenommen, wonach der bestehende Wahlfonds in die eine recht unbeständige Arbeit hervorgerufen wird. Besonders sekretär Genossen Scholich noch mündlich ergänzt. Aus allen Wahl- einen Kommunalfonds umgewandelt werden soll. Die Partei- erregt war die Debatte über eine neue Doppelgießmaschine, die die freisen ist ein erfreuliches Vorwärtsschreiten zu melden, das sich genossen sind verpflichtet, durch stärkeren Markenverschleiß und Arbeitskraft des Gießers aufs höchste in Anspruch nimmt und seine aber in der Hauptsache nur auf die erste Sälfte der zwei- freiwillige Zuwendungen den Fonds zu stärken. Aus dem Fonds Berantwortung außerordentlich steigert. Es wurde betont, daß vor jährigen Berichtsperiode erstreckt. Die Zahl der selbständigen Orts- können an die Sektionen der sozialdemokratischen Vereine nach allem für genügende Bedienungsmannschaft an dieser Maschine vereine stieg von 27 auf 37, die der Mitglieder von 17 260 auf Aufbrauch der eigenen Mittel Zuwendungen, über die der Gau­19 610, darunter 2941 weibliche. Die Zahl der Abonnenten auf die borstand entscheidet, zur Entschädigung für kommunale Tätigkeit gesorgt werden muß. Außerdem soll an diesen Maschinen möglichst Parteipreffe erhöhte sich von 26 946 auf 30 355. Gewerkschaftlich gewährt werden. Der Antrag ist dadurch veranlaßt, daß in fleine- nur in festem Rohn gearbeitet werden. organisiert waren dagegen 50 507. Die Zahl der sozialdemokra- ren Städten und in Landgemeinden es oft schwer hält, geeignete tischen Reichstagswähler stieg seit der Wahl von 1907( 64 947) auf Vertreter zu finden, die wirtschaftlich unabhängig sind. 89 682 im Jahre 1912. Die sozialdemokratischen Gemeinde- und Weiter wurde ein Antarg Lichtenfels - Kronach angenommen, Stadtverteter vermehrte sich von 137 auf 154. Abonnenten der der die Gaukasse mit den Kosten für die Familienunterstüßung der Landesanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Arbeiterjugend wurden rund 1000 gezählt; nicht mitgerechnet sind der vom Gau Nordbayern auf die Parteischule entsandten Genossen hierbei die zum Teil sehr starken Jugendgruppen von einigen Ge- belastet. Bafferstand werkschaften. Bei der Reichstagswahl wurden 1750 000 Flug- Ueber die Neuorganisation in Bayern referierte blätter und 443 000 Landboten berteilt. Die Kosten der ganzen Gausekretär Bogel. Seit Schaffung der bestehenden Organi- Memel, Silfit Wahl betrugen 66 053,67 M., wobon 35 000 M. aus eigenen Mitteln fation auf dem Würzburger Barteitage 1898 haben sich ständig Bregel, Insterburg aufgebracht wurden. Mitgliederversammlungen fanden in der zwei- die Anträge wiederholt, die eine Aenderung bezweckten. Auf dem eisel, Thorn Dder, Natibor jährigen Berichtsperiode 1054, öffentliche Voltsversammlungen 822 legten Parteitag in Landshut lagen Anträge von München vor, die statt. An Flugschriften wurden außer der Reichstagswahl noch auf eine Berlegung der Gaue in Bezirksverbände und Abführung verbreitet: 712 790 Flugblätter, 229 000 Landboten, 45 000 Broschü- aller Mittel an den Landesvorstand hinausgingen; die Bezirks­ren und 150 000 Volkskalender. Die mehrfach einberufenen Ge- verbände sollten durch letzteren finanziert werden. Ein Beschluß meindevertreter- Sibungen waren durchweg gut besucht, unter wurde nicht gefaßt, dagegen wurde eine Kommission beauftragt, anderem auch von einigen bürgerlichen Gemeindevertretern. Die gemeinsam mit dem Landesvorstand Vorschläge auszuarbeiten und Bildungsbestrebungen sind durch den Bezirks- Bildungsausschuß dem Anfang Oftober in Nürnberg stattfindenden außerordentlichen zentralisiert; durch Veranstaltung von Vortragskursen durch Wan- Parteitag zu unterbreiten. Die Vorlage ist inzwischen veröffent­derrebner des Zentralbildungsausschusses wurde ihnen Rechnung licht worden und zeigt, daß wesentliche Aenderungen nicht vorge­getragen, Ein Kapitel für sich bildet das der polizeilichen schlagen werden.

Wafferstands- Nachrichten

1++

am feit

9

18. 8. 17. 8. Bafferstand cm cm³) 218+12 Saale , Grochlik 170+88 avel, Spandau 327-35 Rathenow 590+323 Spree, Spremberg ) 110 187-10 Beestow 186

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Rhein , Marimiliansau 496

-32+4 -21+23 -103+20

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Köln

258 339

Nedar, Heilbronn 63

69

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Main , Hanau

58

0

Mosel, Trier

119 37

Fall.) Unterpegel

Stroffen Frankfurt Barthe, Schrimm Nee, Bordamm Elbe, Leitmeriz

Dresden Barby Magdeburg

)+ bedeutet Buchs,