Nr. 249. 30. Jahrgang.
2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Mittwoch, 24. September 1913.
Gewerkschaftliches.
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Deutfches Reich.
Die parteiische Staatswerft.
gab ein Bild von der Lage der genannten Gruppe auf Grund einer Die Vergebung der Dachdeckerarbeiten tm Tetten Jahre aufgenommenen Statistit. Der Bericht bei der Baugenossenschaft ,, Paradies" umfaßt 25 Drte Deutschlands , und obgleich die Statistik in Bohnsdorf gab Veranlassung zu heftigen Auseinanderein vollständiges Ergebnis Die englischen Poftbeamten für den Streik. nicht zeitigte, geht doch fetzungen in der legten Versammlung des Zentralverbandes der daraus hervor, daß unter dieser Kategorie bon Ar- Dachdecker. Görniz gab, veranlaßt durch den später zurückLondon, 22. September. ( Eig. Ber.) Seit mehreren beitern und Arbeiterinnen ein furchtbares Elend Herricht. genommenen Vorwurf, er habe die Interessen der organisierten Jahren streben die englischen Postbeamten nach einer Ver- Sier zeigen fich die verheerenden Folgen der Heimarbeit im grellsten Dadbeder auf diefer Baustelle nicht genügend wahrgenommen, befferung ihrer materiellen Lage, die durch das Steigen der Lichte. Die Agitation in hier, wie in allen Heimarbeiter industrien, folgende Darstellung des Falles: Lebensmittelpreise sehr beeinträchtigt worden ist. Bisher die übrigen angeschlossenen Arbeitergruppen erhebliche Vorteile er in Bohnsdorf habe er erfahren, daß die Ausführung der Dachdecker. eine sehr schwierige. Während der Deutsche Holzarbeiterverband für Unmittelbar vor der Jnangriffnahme der Dachdeckerarbeiten berließen sie sich nur auf das Wohlwollen der Regierung, die tämpfen fonnte, trifft dies für die Schirmbranche nicht in arbeiten dem Dachdeckermeister Barenthien übertragen worden es auch nicht an Untersuchungskomitees fehlen ließ, ohne daß dem Maße zu. Insbesondere sind es die Schirmnäherinnen, ist. Weil nun Herr Barenthien mit zu den Arbeitgebern gehört, es den Postbeamten darum besser gegangen wäre. Endlich die unter schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen arbeiten welche im vergangenen Jahre beschlossen hatten, teinen Dachdecker ist diesen lange gefoppten Staatsbeamten der Geduldsfaden müſſen. 10-15 M. Verdienst in der Woche bei einer zu beschäftigen, welcher im Zentralverband organisiert ist und weil er gerissen. Sie haben eingesehen, daß sie mit ihrer bisherigen Arbeitszeit von 60 bis 110 Stunden ist keine Seltenheit. auch nach diesem Beschluß streng gehandelt hat, ging Görniz zu dem den Streik verdammenden Taktik nicht weiter kommen und Rechnet man noch 2–5 M. für Zutaten ab, so kann man sich vor Vorsitzenden Dorner der Baugenossenschaft" Paradies", um mit ihm haben sich mit großer Mehrheit für die Taktik des Streiks ſtellen, unter welch erbärmlichen Verhältnissen diese Arbeiterinnen über diese Dinge zu reden. Dorner fagte: Es sei wohl richtig, ausgesprochen. Anlaß zu diesem Beschluß gab der Bericht dahinbegetieren. Außerdem kommt noch hinzu, daß mehrere Stunden bag Barenthien die Arbeiten übertragen worden sind. Es sei mit Liefern und Warten auf Ware verloren gehen. dies aber auf Befürwortung eines Vorstandsmitgliedes der Ge eines Komitees, das sich mit den lauten Klagen der Post- mit Liefern und Warten auf Ware verloren gehen. beamten befassen und Vorschläge zur Abhilfe machen sollte. ferent Gestützt auf reichhaltiges Tatsachenmaterial fonnte der Re- nossenschaft geschehen, welches selbst Dachdecker sei. Dem Arbeiteine ebenso interessante wie ergreifende wie ergreifende Darstellung geber Barenthien sei auch vertraglich die Verpflichtung auf Die gemachten Vorschläge werden nun von den Bostangestellten ber Dafeinsbedingungen der Schirmproletarier entwerfen, erlegt worden, in Bohnsdorf nur organisierte Arbeiter zu beals eine Verspottung der gesamten Beamtenschaft angesehen. die fowohl Berlin wie δαξ übrige Reich umfaßte. ichäftigen. Zunächst sprach Görnig seine Verwunderung aus, daß Der Komiteebericht schlägt eine winzige Lohnaufbesserung Charakteristisch ist auch folgendes Vorkommnis: Bekanntlich verweisen der Vorstand der Genossenschaft es nicht für notwendig erachtet und daneben eine Verlängerung der Arbeitszeit für manche die Berliner Unternehmer aller Berufe gern auf die Löhne in der habe, fich mit der Organisationsleitung des Dachdeckerverbandes zu Beamtenkategorien vor. Ferner soll nach dem Bericht die Provinz, die es ihnen aus Stonturrenarüdsichten unmöglich machten, verständigen, um sich von dieser einige tariftreue und leistungsfähige Verteilung der Arbeit so geschehen, daß Arbeiten, die heute mit ihren Lohnfäßen hinaufzugeben. So auch die Berliner Schirm Firmen in Vorschlag bringen zu lassen. Weiter wies er darauf hin, daß bon besser bezahlten Angestellten verrichtet werden, anderen, fabrikanten. Nun batte vor zwei Jahren der Deutsche Holzarbeiter. Sie Bestimmung, nur organisierte Arbeiter" zu beschäftigen, von Herrn verband eine Agitationsbroschüre herausgegeben, die auch statistische Barenthien so verstanden werden kann, daß er auch seine schlechter bezahlten Postbeamten übertragen werden. Dadurch Angaben über Löhne usw. enthielt und im Reiche verteilt wurde. Dachdecker als organisiert betrachtet, obgleich sie alle in der gelben würde man mehr an Gehältern sparen, als man an den vor- Da erklärten nun z. B. die Unternehmer in Straßburg i. E. ihren Organisation find. Der Vorsitzende der Genossenschaft„ Paradies" geschlagenen Gehaltsaufbesserungen ausgeben würde. Der Arbeitern: wenn ihr dem Berband beitretet, so zahlen wir Euch von versprach, Herrn Barenthien ausdrücklich die Verpflichtung aufBericht hat unter den niederen wie den höheren Postbeamten nun an Berliner Breise! So stellt sich also in diesem Falle zuerlegen, nur Arbeiter zu beschäftigen, welche im 8entraldie höchste Enttäuschung hervorgerufen. Am 20. September das Märchen von der Konkurrenz in der Provinz dar. verband organisiert sind. Da sich im Augenblick nicht mehr tagte in Birmingham eine außerordentliche Generalversammließ, In der Diskussion wurden die Ausführungen des Referenten erreichen mußte man sich mit diesen Erklärungen lung des Verbandes der Postangestellten, die sich mit der Lage ergänzt, bezw. bestätigt. Es wurde hauptsächlich auf die Notwendig zufrieden geben. Nach kurzer Zeit stellte sich aber heraus, in Bohnsdorf die Hilfsarbeiter nicht organisiert sind befaßte. Nach langer Diskussion wurde folgende Vorstands feit hingewiesen, die Schirmnäherinnen zu organifieren. Das daß Sie hatten wohl resolution angenommen: fönne am besten geschehen, indem das Hauptgewicht auf Wertstuben- und trotzdem dort beschäftigt wurden. " Die Konferenz lehnt es ab, den Bericht des Komitees als bersammlungen gelegt werde. Dort fei es am ehesten möglich in versucht, in den Zentralverband der Dachdecker wieder aufDie Aufnahme lehnte Görnig aber ab, eine passende Antwort auf unsere gerechten und mäßigen Forde zuwirken. Es wurden auch Beispiele vorgebracht, die die Schirm- weil genügend organisierte Leistungsfähige Hilfsarbeiter auf dem organisatorischer Hinsicht erfolgreich auf die Berufsangehörigen ein- genommen zu werden. rungen anzuerkennen. Sie erklärt entschieden, daß keine Spie- fabrikanten im Lichte des Scharfmachertums zeigen. Wie schwer die Arbeitsnachweis lagen, welche zum Teil schon monatelang ohne lerei mit Pfennigen die zugegebene Erhöhung der Kosten der Arbeitslosigkeit auch auf die Gruppe der Schirmmacher lastet, geht Beschäftigung waren. Als die Aufnahme vom Dachdeckerverband Lebenshaltung aus der Welt schaffen wird und betrachtet den Verfuch, die Arbeitszeit des Personals unter der Maske eines aus der Tatsache hervor, daß 6-8 Monate Beschäftigungslosigkeit verweigert wurde, versuchten die Leute sich in den TransportarbeiterNach ziemlich 14 Tagen Zugeſtändnisses zu vermehren, als eine Beleidigung der Intelli- machern, bie so lange ohne Arbeit sind, und eine Kinderschar haben, gelang es den Barenthienschen Hilfsarbeitern im Bauarbeiterverband teine Seltenheit ist. Es kommt vor, daß Frauen von Schirm- verband aufnehmen zu lassen. genz der Postangestellten. Sie fordert die Regierung auf, sofort Schritte zu tun, um die akute und gefährliche Lage zu regeln. ihren Hunger stillen. zum Bäcker gehen und alte Backwaren holen, mit denen die Familien Aufnahme zu finden. Nun waren für den Vorfizenden Dorner der Genossenschaft Paradies " die Arbeiter organisiert, während nach Später nahm die Generalversammlung dann mit 549 der Meinung von Görniß die Arbeiter, welche im Dachdeckergegen 175 Stimmen eine Resolution an, in der sich der Verband für die Taktik des Streits aussprach und so mit der König, Teltower Straße 47/48, stehen die Holzarbeiter feit dier gehören. Die Versammlung verurteilte die. Handlungsweise. des In der Gardinen- und Bortierenstangen Fabrik von August gewerbe beschäftigt werden, in den Zentralverband der Dachdecker Bergangenheit gründlich brach. Der Generalsekretär Stuart Bochen im Streit. Schon einige Wochen vorher entstanden Differenzen, Borfizenden der Arbeiterbaugenossenschaft Baradies". Hätte er führte zu dieser Resolution aus, daß nach seiner Ansicht die weil die Firma ben Arbeitern Abzüge auf tariflich festgelegte Afford mehr Energie entwickelt, dann wäre es wohl möglich geweſen, einige streiffeindliche Haltung des Verbandes an dem Komiteebericht pofitionen anbot, die für jeden in grage tommenden Arbeiter einen Silfsarbeiter vom Zentralverband in Arbeit bringen zu können. Not mit schuldig sei. Früher sei er gegen Streits gewesen, aber ohnausfall von 6-9 M. pro Woche bedeuten. und Elend sind leider unter den organisierten Arbeitern im DachUnd das, obgleich bedergewerbe im Uebermaße vorhanden. die Zeiten hätten sich geändert. Man müsse den Bostminister der Durchschnittslohn diefer Arbeiter nur 28 M. betrug. Trotz der wissen lassen, daß man nicht ewig mit sich spielen laffe und bei so niedrigem Verdienst, selbstverständlich sehr schlechten wirtschaftdaß man nicht unter allen Umständen den Kampf ablehne. lichen Lage, zeigten die Arbeiter das größte Entgegenkommen, indem Natürlich bedeutet dieser Beschluß nicht den unmittel- diese Zugeständnisse ab und beharrte auf Durchführung ihrer fie weitgehende Zugeständnisse machten. Die Firma lehnte aber baren Streit der englischen Postbeamten. Man hat nur eine horrenden Abzüge, Unter Bezug auf den erst im Januar Der Streit auf den Seeschiffswerften ist beendet. Die Arbeiter Waffe anerkannt, von der man in dem bevorstehenden Kampfe dieses Jahres mit der Firma abgefchloffenen Tarifvertrag haben auf Berlangen ihrer Organisationen bedingungslos die Arbeit Gebrauch zu machen gedenkt. verfuchte dann ein Vertreter des Deutschen Holzarbeiter Verbandes wieder aufgenommen. Die Werftgewaltigen aber lassen ihre Wut diefe Differenzen zu erledigen. Leider ohne Erfolg, da die Firmenan den Arbeitern aus. Eine größere Anzahl Arbeiter wird, nach inhaber fich weigerten, den Drganisationsvertreter zu empfangen. Die Lage der Schirmmacher und Schirmnäherinnen Die Firma liefert u. a. für faft alle Warenhäuser, so besonders dem Tem po zu urteilen, in dem die Wiedereinstellung erfolgt, keine lautete das Thema einer vom Deutschen Holzarbeiter- Berbande ein- Bortierenstangen, die mit der Schuhmarte König- Stangen" berfür Wertheim , Jandorf und Lieb Gardinen- und Arbeit erhalten. Viele Werftarbeiter suchen in dieser Situation den Unterberufenen Versammlung, in der Mar König referierte. Redner fehen sind. nehmerarbeit snachweis der Eisenindustriellen nicht wieder auf, Hoflieferantentitel oder Orden. Dazu hat man die allgemeine| Weg in seinen und seines Freundes Magen gefunden hat." Ja, ja, Achtung, ist Vorstandsmitglied im Verein zur Bekämpfung sie waren doch noch nicht schlau genug. Wenn Ihr es auch mal der Unfittlichkeit und gefeierter Damenredner im Krieger- probieren wollt, liebe Freunde, seid noch schlauer! Der Sumpf. Die Stadt Breslau scheint sich in dem Anlauf, berein und nebenbei hat man ein warmes Ja, ja; blo mit Moral gefüttert fann auch ein ländlicher Absteige mit dem sie sich unter der Protektion des Kronprinzen in die öffent- hinter der Maste des ehrenfesten Bürgers verhehlt, heimlich an linksum", während„ rechtsum" kommandiert ist. quartier, 100 man all die Lüstchen, bie man öffentlich fatholischer Diensta ote nicht werden; sonst macht er am Ende doch liche Aufmerksamkeit gefeßt hat, überſtürzen zu wollen. Zuerst tam halbwüchsige Mädels los wird. Der Breslauer Skandal zeigt nur, der imponierende Aufmarsch der Kriegervereine, die gegen eine zu wie verfault und greisenhaft dieses Bürgertum ist, das für die nehmen. hohe Auffaffung der Freiheitstriege mit Erfolg protestierten und eine höchsten Güter der Nation einzustehen borgibt. Literarische Kompetenz zeigten, der höchstens noch die des Langfuhrer Domäne ist der Stammtisch, wo das Gespräch zwischen Bismard Seine geistige Obersts gleichkommt. Dann erklärte Wilhelm II. unwiderleglich die Jahrhunderthalle als eines der gelungensten Bauwerke unserer Zeit, ein Raiſereinzug und ein Privatborbell mit Minderjährigen. Und dorfplaß wird am Mittwoch, den 1. Oktober, mit der burlesken und Mitosch hin und her schwankt, und seine Gefühlshöhepunkte find Theater hranit. Das Theater am Nollen. indem er an ihr vorübermarschierte, ohne sie eines Blides zu mit diesem Bürgertum sollte man nicht aufräumen können? würdigen. Und jetzt jetzt sucht die ehrgeizige Hauptstadt Operette in zwei Aften Die Heimkehr des Odysseus" Schlesiens auch noch im Standal der Reichshauptstadt den Rang ab- Die Moral mit dem angehängten Schinken. Peter Winnens von Karl Ettlinger und Eridi Moz, Mufit aus Werken von Offenbach zulaufen. Die neueste Breslauer Affäre darf nicht als Jahr Wer will unter die Soldaten?" hat den maßgebenden Stellen" zusammengestellt und bearbeitet von Leopold Schmidt, eröffnet. hundertfeier betrachtet werden. Sie ist eine durchaus private An- so wenig gefallen, daß sie schleunigste Konfistation angeordnet haben. Direktor Dr. Altmann wurde von der Literarischen Gesellschaft in gelegenheit wohlfituierter Bürgerkreise und trägt keinen offiziellen um so mehr werden die„ Rekrutenbriefe" bei eben diesen Stellen Dresden eingeladen, mit dem Anſemble des Kleinen Theaters Charakter. Antlang finden, die der Bäuerliche Dienstbote", Drgan des Vereins am 31. Oktober eine Aufführung von Franz& Dülbergs Drama Ein Zahnarzt, zwei Bersicherungsbeamte, ein Konzertmeister, ein für katholische ländliche Dienstboten, Bayern r. d. Nh., feinen Lesern Korallentettlin" zu veranstalten. Badeanstaltsbefizer, ein Magistratsbote, ein früherer Student mit auf den Weg gibt. Herr Pfarrer St. in G., ihr Verfaffer, weiß, - Eine Telephonverbindung auf der Flugfieht man da nicht einen ganzen Stammtisch beieinander fizen von was fich für einen Soldaten ziemt. Heldenmut. Die Kriegsmaschine. Der amerikanische Jugenieur H. M. Turner hat einen Yauter Leuten, die wissen, was sie sind? Lauter Staatsstüßen, die geschichte ist voll heldenmütiger Taten. In der Schlacht bei Vion- Aviophon" konstruiert, der die dunch den Lärm der Motoren und ficher wie die Rohrspaßen über Hauptmanns Festipiel und die daraus ville, am 16. Auguſt 1870, stürmten 1000 Reiter, ben sicheren Tod Propeller veranlaßten Schwierigkeiten der Verständigung zwischen resultierende Verlegung ihrer edelsten Gefühle schimpften. Wie groß vor Augen, in die französischen Reihen. Als zum Sammeln ge- Flieger, Bassagier oder Beobachter überwindet. Der Flugzeugführer und würdig mögen sie unter ihren nationalliberalen Barteifreunden blasen wurde durch den einzigen Trompeter, der noch am Leben trägt stets den Hörer am Ohr, der Passagier hat ihn neben sich dagesessen sein! Leider hatten sie aber auch noch andere Gefühle und war, gab seine Trompete einen markerschütternden Ton: sie hängen. deren Ausübung hat schon mindestens zwei von ihnen zu einem war von Kugeln durchlöchert. Nur 100 Reiter fanden sich Kunstchronit. Heinrich Reifenow, der Erbauer wohlgezielten Schuß vors Hirn veranlaßt, während die anderen ein, die übrigen waren gefallen. Das war selbenmut und des Festspielhauses der Jaques- Dalcroze - Schule in Hellerau bei borerst wohlgeborgen, hinter Schloß und Riegel figen. Die wohl apferfeit. Mut und Tapferkeit werden durch die militärischen Dresden , ist als Dozent an die Wiener Stunstgewerbeschule berufen fituierten Staatsstüßen fanden nämlich ein besonderes Vergnügen im uebungen gefördert, aber die Wurzeln dieser Manneszucht müssen worden. Umgang mit fleinen Schulmädchen, so zwischen 12 und 15 Jahren, beim Soldaten im festen Gottvertrauen liegen." Neben Helden Nummer der„ Umschau", Wochenschrift für die Fortschritte der Wie man Atome sichtbar macht. In der neuesten und diese Kinderliebe hat ihnen jezt den Hals gebrochen. mut und Gottvertrauen aber auch Gehorsam. Das ist sogar am Wir wollen es anderen überlassen, diesen bürgerlichen Sumpf Ende noch wichtiger nach jeder Richtung hin abzusuchen und die besonderen Arten des zivilistische Dienstverhältnis. von wegen der Rückwirkung auf das Wissenschaft und Technik( Frankfurt a. M.), veröffentlicht Professor Gehorsam muß sein. Also fein Grich Regener einen Artikel, wonach es C. T. R. Wilson gelungen Geschlechtsverkehrs festzustellen. Uns interessiert eine ganz andere, linksum", wenn„ rechtsum" kommandiert wird, wie es" daheim oft ist, den ganzen Weg, den ein Atom beim Zerfall von Radium durchdie soziale Seite der Sache, die wertvolles Material für die Be- gefchieht.( Leider!)" Widerrede gibt es nicht. Da heißt es einfach: fliegt, sichtbar zu machen und zu photographieren. Aus den Aufurteilung der inneren Gesundheit dieses ferndeutschen Bürgertums" Zu Befehl" und gehorchen... Das ist oft schwer für den nach nahmen ersieht man ganz deutlich, wie von einem winzigen Raliefert, das monarchiſch und loyal bis auf die Knochen ist. Wenn Freiheit strebenden Menschen, aber es muß sein, weil Soldaten- und diumforn nach allen Seiten fleine Maffenteilchen strahlenförmig in Berlin eine Standalgeschichte auffommt, so sind in den aller- Christenpflicht." Endlich aber auch: Gute Führung!„ Einer fortgeschleudert werden, und zwar die stärkeren in gerader Linie, meinen Fällen die„ obersten Zehntausend" daran beteiligt, diejenigen, ehrenhaften Führung muß jeder Soldat sich befleißigen. Blant wie während die schwächeren, die sich ihren Beg gewissermaßen erst welche absolut nichts zu tun haben und, um ihrem hohlen Dasein fein Schwert sei sein Charakter... Durch ehrenhafte Führung sei suchen müssen, eine frummlinige Bahn bilden. etwas Aehnliches wie Inhalt zu geben, solche Orgien er jeder seinen Kameraden ein Vorbild", u. s. f. Mehr Objett als Subjett. Der Freifinns- Engel, finnen, wie sie in zahlreichen Berliner Prozessen nicht sehr wohlriechend auftauchten. Schön gesagt, nicht wahr? Welcher preußische Unteroffizier könnte literarischer Rayon- Chef im Hause Mofie, pfählt in einem Artikel Oberschicht, dieser Salat von degeneriertem Adel, schieberhaft boten", die diese guten Ratschläge enthält, zur Massenverbreitung und hinter den Kulissen ihn so sehr erfüllte, hatte er doch Stunden, in In der Provinz fehlt diese verderbte der Versuchung widerstehen, die Nummer des Bäuerlichen Dienst über den theaterflüchtigen Felix Hollaender folgenden Satz an: Selbst in seinen besten Theaterjahren, als das bunte Spiel bor erworbenem Reichtum und allem fähigen Dirnentum. empfehlen! Aber wir warnen dringend! Nicht nur im Schafspela, benen er aussprach, daß diese Welt ihm mehr Objekt als Subjekt... Dafür ist aber ein Bürgertum da, das es an Stagnation mit jedem auch in der Soutane geht der Wolf umher. Sumpf aufnimmt. Die Geschäfte gehen so ihren altgewohnten Trott Ländlichen Dienstboten" enthält nämlich noch einen anderen Aufsatz sei." Stann Friz Engel, dem der Zeitgeist- Ramich noch Zeit genug Besagte Nummer des weiter, man hat Zeit, einen Früh- und einen Dämmerschoppen zu zur Ermunterung junger Rekruten. Und aus ihm spricht- leider! zu allerhand Ulf übrig läßt, uns diesen Gegensatz von Objekt und machen, das schwere Breslauer Bier macht Hirn und Bauch ichwer eine ganz andere Moral. und träge, man fit in der dumpfen, ungelüfteten Behaglichkeit des darin ihren Heldenmut und ihre vorbildliche Führung in nicht mehr Hans und Jakob, ihre Helden, beweisen Subjekt nicht erklären? Aber, bitte, nicht in Versen Bourgeois- Stumpfsinns zusammen, und in dieser satten, geistlosen mehr und nicht weniger, als daß fie im Manöver einen Schinten Proletenlied. Atmosphäre entstehen dann die geilen Lüste, die Früchte der Faulheit, flauen. Und der Verfasser ist ihnen deshalb gar nicht böse. Nein, und eines Tages ist der Skandal da. man hört ordentlich, wie er sich ins Fäustchen lacht, wenn der bestohlene Da ist dann mit einem Male wieder bewiesen, was das Kirchen- Bauer schimpft und poltert und der Unteroffizier angeblich nach dem Laufen dieser angesehenen Bürger und ihr alkoholischer Hurrapatrio- geraubten Gute sucht; man spürt ordentlich seinen Aerger, wenn durch tismus wert ist. Alles Produkte stumpfer Gehirne, die mit einen dummen Zufall das Versteck die Trommel Inbrunst all das festhalten, was keinen Gedanken verlangt. Die wird. Unrecht Gut gedeihet nicht", sagt er zwar am Schluß. Aber Opposition erfordert Beweglichkeit, raschen Geist, Verzicht auf das schließlich schadets nichts, wenn man mal die Probe macht, ob es Warmfizen hinterm Ofen. Die Loyalität aber fann man sich be- nicht doch am Ende gedeiht. Heute noch schimpft Jakob, wenn er quem ins Maul schmieren lassen und trägt am Ende noch einen von der Sache erzählt, darüber, daß der saftige Schinken nicht den
Kleines feuilleton.
zu
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doch entdeckt
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Der Herr Staatsanwalt aber wirds hoffentlich nicht übel
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Notizen.
Bald Knurr ich wie ein wildes Tier, Bald schau ich auf ins Licht;
So findet mancher was an mir, Und mancher wieder nicht.
Doch trott ich weiter meinen Trott, Db auch die Füße wund;
Ich such noch immer meinen Gott, Doch müde wie ein Hund.