beiterverbänden zur Verfügung stellen wird. Wir rechnen auf Ihre Mithilfe.
Mit vorzüglicher Hochachtung!
„ An die Wähler Italiens ! hätte. Zudem schien die neue Epoche der internationalen Die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben bewiesen, daß es Krisen, die Zuspikung des Marokkokonflikts und die die Volksmassen ergreifende Sorge um die Erhaltung des Friedens die eitel wäre, von den Regierungsparteien eine Linderung der Uebel Mehrere Arbeitgeber." Versöhnung der Gegensäße im Zeichen der nationalen Ein- zu erwarten, unter denen die gegenwärtige Gesellschaft leidet. Während gegenüber der Entwickelung der kapitalistischen Der Inhalt des Rundschreibens dokumentiert, daß die Wahl tracht zu begünstigen. Diese Auffassung fand nicht nur in den patriotischen Melodien der großen Presse eine scheinbare Be- 3ivilisation das sozialistische Streben nach einem Regime der Ge- christlich- nationaler Arbeitervertreter in die Krankenkassen vonstätigung, sondern auch in der Gemeinschaft, worin fich ein rechtigkeit und Gleichheit die letzte Hoffnung aller Ausgebeuteten nöten ist, damit die Interessen der Arbeitgeber in ansehnlicher Teil der Radikalen im Parlament mit den Bar- ist, hat in unserem Lande ein ruchloser Eroberungskrieg die mög- den Kassen gewahrt werden. Das ist deutlich und offenherzig geteien der Rechten zusammenfand, um die Wünsche der Armee - lichen Reformen und die Kulturfortschritte, die die Arbeiterschaft sprochen. Wohl faseln die christlich- nationalen Arbeiterorganioberen zu erfüllen. Unter Regierungen, die sich in ihren Pro- vor fünf Jahren gefordert hatte, den unerfättlichen Forderungen fationen in Versammlungen und in ihren Flugblättern von einer grammen und Reden zur antiklerikalen Republik bekannten, des Militarismus aufgeopfert. Der Krieg hat unser ganzes Wahrung der Intereffen der Arbeiter", aber die Unternehmer wurde durch öffentliche und vertrauliche Defrete der Einfluß nationales Leben verwüstet: in der Politik hat er dem Regime des wissen es besser. Nach ihnen müssen christlich- nationale Arbeiterdes Militarismus verstärkt, die Reform der Kriegsgerichte Säbels, der Dreiftigkeit der Polizei, dem Vordringen der Kirche vertreter gewählt werden, damit die Arbeitgeber bor in tinter Schublade eingesperrt und endlich die stolzeste Leistung die Türen geöffnet; in der Volkswirtschaft hat er die Lebensmittel- Schaden bewahrt bleiben. Die schlimmen Sozialdemodes Blocks auf militärpolitischem Gebiete, die zweijährige teuerung gesteigert, die Löhne verringert, die Arbeitslosigkeit ver- traten nehmen sich in den Krankenkassen zu sehr der Arbeiter an; Dienstzeit, gemäß dem Geheiß des obersten Kriegsrats ge- mehrt, den Handel gehemmt: überall hat er Schmerzen, Tränen das aber fann nur verhindert werden, wenn die Unternehmer sich und Opfer gesät. opfert. am Wahlkampfe gegen Sie„ Roten " aktiv beteiligen und so den christlich- nationalen Kandidaten zum Siege verhelfen.
Der Protest des Generals Faurie fällt wie eine Bombe in diesen verlogenen Gottesfrieden. Die nationale dee hat nicht die konservativen und die demokratischen Offiziere geeint, sie war vielmehr der Schild, hinter dem die Allmacht des Klerifalismus in der Armee wieder aufgerichtet werden sollte. Man darf den Chefs der reaktionären Gruppe nicht das Geschick absprechen, mag ihnen auch die Zwiespältigkeit des bürgerlichen Republikanismus, die Empfänglichkeit des radikalen Kleinbürgertums für chauvinistische Demagogie und die Korruption und das Sensationsbedürfnis der großen Bresse zugute gekommen sein. Ein unverkennbar aus republikanischen Armeefreisen stammender Artikel der„ Sumanité" weist heute auf den ersten Souschef des Generalstabs ,, General de Curières de Castelnau als auf den eigentlichen Organisator der. reaktionären Umtriebe hin, der in den kleinen wie den großen Aktionen der Drahtzieher gewesen sei bei den Millerandschen Erlässen, der Einführung der Zapfenstreiche und der Wiedereinseßung Du Paty de Clams, wie bei der Durchsetzung der dreijährigen Dienstzeit.
Arbeiter! Parteigenossen!
Brandt klagt.
Der Bericht der Regierung zur Kammerauflösung berherrlicht das rechnerische Gleichgewicht des Staatsbudgets als Anzeichen nationalen Wohlstandes: trotzdem aber muß er die Verschärfung und Ausdehnung der sozialen Konflikte zugestehen, die traurige Der zur Disposition gestellte Bureauvorsteher der Essener Lage der öffentlichen Gesundheitspflege, das Anschwellen der jugendlichen Delinquenz, das Fortbestehen des Analphabetismus, die Firma Krupp , Marimilian Brandt, hat durch seinen Berteidiger, Rechtsanwalt. Dr. Löwenstein, gegen den früheren trostlose Lage der süditalienischen Landbevölkerung. Heute, wo es gilt, die Abgeordneten zu wählen, ist für die Berliner Generalvertreter der Firma Krupp , v. Megen, Wählerschaft der Moment gekommen, um gegenüber dieser Sach- wegen Beleidigung Strafantrag gestellt. Die Beleidigung soll lage ihren Willen fund zu tun. Die Erweiterung des Wahlrechts enthalten sein in dem von uns vor einigen Tagen veröffenthat den Einfluß des Volkes vervielfältigt, und die Wählerschaft lichten Interview über den bevorstehenden Krupp- Prozeß. muß sich dieses Einflusses bedienen, um ihre Rechte, ihre Freiheit, Die Arbeitslosigkeit. das eigene Leben und das ihrer Familien zu verteidigen. Sie Ueber den Umfang der Arbeitslosigkeit hat die Handelsmuß sich des Wahlrechts bedienen, um den Kandidaten ihre Stimme zu verweigern, deren Parteien den Staat und seine Einrichtungen fammer in Stuttgart , veranlaßt durch eine Anfrage der stüßen. Von allen Parteien hat nur die unsere den Kampf gegen staatlichen Zentralstelle für Gewerbe und Handel, Erhebungen anden Krieg, gegen den Militarismus, gegen die Reaktion und gegen gestellt. Das Ergebnis diefer Erhebungen faßt die Kammer dahin das Pfaffentum des heutigen politischen Regimes aufgenommen. zusammen, daß im Baugewerbe, in der Maschinenfabrikation, in der Ihren Kandidaten kommen die Stimmen der Wähler zu, bie unter Metall- und Holzverarbeitungsindustrie Arbeitslosigkeit in größerem Umfange zu beobachten ist, wenn auch ein Teil dieser Betriebe bisher Ob allerdings der neueste Vorstoß der Klerikalen beson- den heutigen Zuständen leiden. ders geschickt ist, scheint sehr fraglich. So zerrissen auch die noch nicht wesentlich von der sintenden Konjunktur in Mitleidenschaft radikale Zinke ist, die Schreckbilder des Klerifalismus in der Das Parlament ist das Hauptsächlichste Werkzeug der Herr- gezogen wurde. Eine weitere Berschärfung sei wahrschein Armee und der militärischen Vorherrschaft haben ihre Wirkung schaft der Bourgeoisie. Wenn wir unsere politischen Vertreter ich. Im ganzen sei aber die Arbeitslosigkeit bisher noch nicht in noch nicht verloren. Das hat man beim Zwischenfall Du Paty in die Parlamente entsenden, so geschieht es nicht, um mit der dem Maße aufgetreten, daß Grund zu Beunruhigungen für den de Clam und bei der unvorsichtigen Intervention des Generals Klasse zusammenzuarbeiten, die von der Ausbeutung der Arbeit kommenden Winter vorhanden wäre. Als geeignetes Mittel zur Bau in der Debatte über die zweijährige Dienstzeit gesehen. lebt, sondern um angesichts der ganzen Nation die Interessen und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit empfiehlt die Kammer die möglichst Selbstverständlich wird sich die Regierung auf den Stand- Forderungen des Proletariats zu vertreten. Deshalb legen unsere beschleunigte Vornahme der etatsmäßig vorgesehenen Bauten, ins punkt des nationalen Interesses an der Ertüchtigung der Kandidaten Euch nicht ein Programm illusorischer und winziger befondere von Straßen, Eisenbahnbauten usw. Wieviele Hundert Armee und der unbedingten Disziplin stellen. Indes ist sie Reformen vor; wir versprechen nicht, wie die tonftitutionelle tausende von Arbeitern müssen erst der Verzweiflung überantwortet gerade in der Militärdebatte am ungünstigsten daran, nament Opposition, eine Altersrente von 30 Cents täglich, aber wir be- fein, bis nach Auffassung der Handelskammer Grund zur Beunruhigung lich auch infolge der durch das Dreijahrgesetz bewirkten Des- tonen die Notwendigkeit eines systematischen und ununterbrochenen gegeben ist. Auf dem Stuttgarter Rathause interpellierten unsere Ge organisation der Landesverteidigung. Vielleicht aber liegt den Kampfes, auch innerhalb des Parlaments, gegen die Rüstungen, Klerikalen gar nicht so viel daran, das Ministerium Bar- gegen die Bollschranken, gegen die parasitären Kasten in Staat thon zu halten, das sich mit der Linken in der Schulfrage und Kirche, für die Expropriation durch Abgaben, für die Erweite ganz gern mit einer gemäßigt antiklerikalen Lösung abfinden möchte. Graf de Mun hat unlängst drohend genug die Rech- rung der proletarischen Rechte, für das allgemeine Wahlrecht der nung für die Wahl Poincarés und die Durchsetzung der Milifärvorlage präsentiert. Fällt das Ministerium über die Affäre der militärischen Maßregelungen, so bleibt noch immer sehr ungewiß, ob der Linken die Konsolidierung einer Regierungsmehrheit möglich ist und es könnte sein, daß die neue Krifenepoche den von den Reaktionären erhofften endgültigen Bruch in der bürgerlichen Zinken herbeiführt und die fortgeschrittenen Radikalen in den kommenden Wahlen zu einer hoffnungslosen Minoritätspartei macht. Der radikale Parteitag in Bau wird zeigen, welcher politischer Energien die bürgerliche Demokratie noch fähig ist, welche Kraft revolutionärer Tradition und entschlossenen Fortschritts auf der Bahn moderner Reformen ihr innewohnt.
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Der radikale Parteitag.
Männer und Frauen.
In diesem Sinne fordert Euch die sozialistische Partei auf, den heutigen Wahlkampf im Zeichen der großen Jbeale durch auführen, die die moderne Arbeiterschaft beleben: Guer Verdienst wird es sein, wenn die Ergebnisse diefer Wahlen eine neue ruhmbolle Seite in der Geschichte des internationalen Sozialismus bejeichnen werden, zeichnen werden.
Der Parteivorstand. Agnini. Bacci. Balabanoff. Cagnoni. Della Seta Fioritto. Mastracchi. Musalti. Mussolini . Ratti. Smorti. Vella. Serbini. Costantini Saffari.
Politifche Ueberficht.
Zum Hamburger Wahlfieg.
noffen aufs nene, welche Schritte von der Stadtverwaltung gegen die drohende Arbeitslosigkeit unternommen worden seien. Der Oberberaten und die städtischen Aemter feien angewiesen worden, die gebürgermeister antwortete kurz angebunden, darüber sei früher schon planten Bauten möglichst rasch auszuführen. Als unsere Genossen auf diese Antwort näher eingehen wollten, beschlossen die Vertreter aller bürgerlichen Parteien, feine weitere Debatte zuzulassen.
Das Münchener Gemeindekollegium beschäftigte sich am Donnerstag mit einem fozialdemokratischen Antrag über die Einführung einer Atbeitslosenversicherung. Es wurde beschlossen, den Magistrat um baldige Vorlage einis Sagungsentwurfs für eine gemeindliche Arbeitslofeuversicherung zu ersuchen. Weiter wurde be schlossen, der Etatskommission den Antrag zu überweisen, 150000 m. für die Arbeitslosenfürsorge in den Haushaltsplan für das Jahr 1914 einzusetzen.
In Brandenburg a.. stellte die sozialdemokratische Stadts verordnetenfraktion, die bei 45 Stadtverordneten die gesamte dritte Abteilung besetzt, an die Stadtverordnetenversammlung und an den Ueber die Mehrheit von 9131 Stimmen, mit der unser Magistrat den Antrag auf Durchführung städtischer Maßnahmen zur Genosse Stolten nach dem jezt ermittelten genaueren Resultat Regelung der Arbeitslosenfürsorge: durch Einführung des Genter Baris, 18. Oft. Der gegenwärtig in Bau tagende Kongreß über fünf Gegenkandidaten( Fortschrittler, Nationalliberal, Systems und durch eine Eingabe an die Reichsregierung der Radikalen Partei nahm auf Antrag des Deputierten Ronservativ, Antisemit und Pole) gesiegt hat, kann die Gegner und den Reichstag, fich dem Verlangen nach einer reichsund ehemaligen Unterstaatssekretärs Malvy einstimmig einen auch der Umstand nicht trösten, daß die Sozialdemokratie rund gefeglichen Arbeitslosenversicherung anzuschließen. Auf Antrag des Beschlußantrag an, in dem es heißt: In der Erwägung, daß 3000 Stimmen weniger als 1912 erhalten hat, denn auch die Stadtverordnetenvorstehers wurde in Anbetracht der Wichtigkeit der erstens der Ministerpräsident und Unterrichtsminister Barthou bürgerlichen Parteien haben Stimmenrückgang zu verzeichnen, Anträge zu deren Beratung eine siebengliedrige Kommission einjüngst einen Erlaß über die Schulbücher herausgegeben hat, der vor allem die Fortschrittler, die fast 2000 Stimmen weniger gefegt, der auch zwei fozialdemokratische Stadtverordnete angehören. die Aufsicht über die staatlichen Schulen der römi- erhielten als 1912.
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schen Geistlichkeit preisgibt, und daß zweitens die Mehr als doppelt so viel wie die Bürgerlichen Dynamitbomben am Zentrumsturm. Teilnahme der Kriegsschiffe an einer religiösen Feier eine Ver- zusammengenommen, hat unser Kandidat an Stimmen auf Auf dem Zentrumsparteitag für den Regierungsbezirk Koblenz egung des Trennungsgefeßes darstellt, fordert der Kongreß unter sich vereinigt. Unter den 40 Bezirken des ersten Hamburger einer der schwärzesten Bezirke im Reiche sind sorgenvolle ist auch nicht einer, wo Stolten nicht Reden gehalten worden. Die gedrückte Stimmung läßt sich selbst Hinweis auf die bereits früher gefaßten Beschlüsse die radikalen Mit- Wahltreises Mehrheit erzielt überwältigende Mehrheit hat. glieder im gegenwärtigen Rabinett auf, a wischen ihrem Verbie Das ist aus dem wenigen erkennen, was die„ Kölnische Volkszeitung" bleiben im Ministerium und ihrer Zugehörigkeit um so höher anzuschlagen, als zum 1. Oftober etwa( Nr. 889) aus den vertraulichen Verhandlungen zu berichten für 4000 Wähler des Kreises ihre Wohnung gewechselt und gut befindet. Reichstags- und Landtagsabgeordneter Marg nahm 3ur Partei zu wählen. Ferner wurde auf Antrag des Deputierten Buysson eben- größtenteils den Wahlkreis verlassen haben. Viele von ihnen, sich die„ Quertreiber" aufs Korn: falls einstimmig der folgende gegen den Präsidenten hauptsächlich Arbeiter, haben, nicht wählen dürfen, obwohl sie Poincaré gerichtete Antrag angenommen: Der Kongreß lenkt in der Liste standen, weil die Zentralwahlkommission unter die Aufmerksamkeit der Mitglieder der Partei auf alle Kundgebun- Berufung auf den Buchstaben des Wahlreglements das Wahlgen und alle Gelüfte einer persönlichen Politit, die das recht als erloschen betrachtet, wenn der Wähler am Tage der Anjehen der parlamentarischen Einrichtungen zu verringern und Wahl nicht mehr im Kreise wohnt. Zieht man weiter in die rückschrittlichen Bestrebungen gegen die freidenkerischen, demo- Betracht, daß bei Nachwahlen auch in Arbeiterfreisen feine so fratischen und sozialistischen Errungenschaften der republikanischen rege Wahlbeteiligung aufzubieten ist wie bei Hauptwahlen, Partei zu begünstigen drohen. und daß infolge des verunglückten Werftarbeiterstreiks eine Schließlich stimmte der Kongreß den von seinem Ausschusse tiefgehende Verdrossenheit sich gerade in den bestorganisierten für auswärtige Angelegenheiten eingebrachten Reso- Arbeiterschichten bemerkbar macht, von der auch das ParteiTutionen bei, in denen unter anderem gegen die geplanten leben nicht unberührt bleibt, so muß gesagt werden, daß fremden Anleihen und gegen die geheimen Verdieser Wahlfieg so gut ausgefallen ist, wie er unter der Unträge protestiert wird und jenen Parlamentariern, die sich gunst der angeführten Umstände nur ausfallen konnte. zur französisch- deutschen Verständigungskonferenz nach Bern be= geben haben, die Zustimmung und die Glückwünsche der Partei aus. gesprochen werden.
Kapitalistische Helfer der chriftlich- nationalen Arbeiterbewegung.
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Höhere Konfusion! Wie die Unternehmer den christlichen Gewerkschaftlern bei Pau, 18. Oktober. Im Hinblick auf den gestern angenommenen Wahlen zu Hilfe eilen, darüber gibt ein Rundschreiben Auskunft, Antrag des Deputierten Bouhssou, in welchem einige eine Anspielung das anläßlich der bevorstehenden Krankenkassenwahlen in Mülauf Poincaré sahen, hat der Kongreß heute, um jede Zwei- heim a. Ruhr von Unternehmern an Unternehmer versandt wordeutigkeit zu vermeiden, einen Antrag angenommen, in dem er den ist. Dieses Rundschreiben hat folgenden Wortlaut: feine fonftitutionelle Royalität beteuert und die Person des Präsidenten der Republik über die Parteikämpfe stellt. Als Boubijou plötzlich hinzu kam, protestierte er gegen den Beschluß, indem er erklärte, er habe Achtung vor dem Staatsoberhaupt, aber dieses dürfe nicht aus seiner Rolle fallen. Es entwickelte fich bald darauf eine lärmende Debatte; schließlich erklärte der Kongreß sowohl den gestrigen wie den heutigen Beschluß für ungültig und überwies die Anträge an eine Nommission.
Das Wahlmanifeſt
der italienischen Sozialdemokratie.
Der Vorstand der sozialistischen Partei hat zu den Barlamentswahlen vom 26. Oktober den folgenden Aufruf verbreitet:
Die Wahlen für die Ortsfrankenkasse finden am 28. Oftober dieses Jahres statt und mit Rücksicht auf die zur Einführung gekommene Verhältniswahl ist es möglich, die Herrschaft der Sozialdemokratie, also eine einseitige Parteiherrschaft, zu brechen, wenn sämtliche Arbeitgeber die bei der Wahl beteiligten nationalen Arbeiterber= bände insofern wirksam unterstüben, als sie diesen die Namen und Wohnung der bei ihnen beschäftigten und bei der Ortskrankenkasse angemeldeten, über 21 Jahre alten Arbeiter und Arbeiterinnen angeben.
„ Er bezeichnete es als schwere Gefahr für die Partei, daß bon gewisser Seite systematisch das Vertrauen zum Zentrum Er und zu seinen Führern zu untergraben versucht werde. wies schlagend nach, daß dieses in unverantwortlicher Weise von den Quertreiberblättern Katholisches Deutschland"," Desterreichs katholisches Sonntagsblatt" und" Petrusblätter" geschehe. Recht und Pflicht der Führer sei es, diefes für die Partei berhängnisvolle Treiben mit allem Nachdruck zurückzuweisen. Seben die bezeichneten Blätter ihr Treiben fort, dann sind wir am Anfang vom Ende; die Verantwortung tragen die, welche solche Dynamitbomben am Zentrumsturm legen."
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Dabei hat Bischof Korum von Trier erst vor wenigen Wochen die Betrusblätter" öffentlich belobt. Es muß bedenklich mit dem Katholizismus des Zentrumsabgeordneten Marg aussehen, wenn er seinen Bischof in so nahe Berbindung mit Dynamitbomben" bringt.
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Der Parteisekretär Dr. Jörg wußte von einer anderen Gefahr zu berichten:
Aus manchen Gemeinden wird von einem Anwachsen der sozialdemokratischen Gemeindevertreter berichtet.... Die Landtagswahlen hatten zumeist eine geringe Beteiligung. Aus einigen Landorten wurde über ein starkes Anwachsen der sozialdemofratischen Stimmen berichtet. Arbeiter, die sich als gut katholisch bezeichnen, gehören den sozialdemokratischen Gewerkschaften an und wählen rot. Es sei ihnen gesagt worden, den christlichen Gewerkschaften dürften Katholiken nicht angehören, das jei kirch lich verboten, während die Zugehörigkeit zu den freien" e- werkschaften nirgends verboten sei."
Auch diese Vorwürfe richten sich gegen Herrn Korum.
Die Grubenherren kommandieren zur Wahl. Man kennt die schweren Anklagen der Nationalliberalen über unerhörte Wahltyrannei der konservativen Junker in Oftelbien. Es wäre aber sehr verfehlt, daraus zu schließen, in nationallibe Eine große Zahl Arbeitgeber hat in richtiger Er- ralen Kreisen sei Wahltyrannei und ungehörige Wahlbeeinflussung Wie die nationalliberalen Grubenherren in fenntnis der Wahrung seiner eigenen Inter- überhaupt verpönt essen dies bereits besorgt und bitten wir auch Sie, die bei- Westfalen ihre Herrschaft in den Gemeinden zu erhalten wissen, folgenden Listen nebst Bescheinigungen ausgefüllt möglichst um- zeigt folgende Bekanntmachung, die auf der nur zur bekannten gehend an Herrn Gerbereibesizer Julius Kleinert, Mülheim Dortmunder Zeche Radbod" prangte:" Am 10. Oktober 1913 findet ( Ruhr), Rüdertstraße, unter Benußung des beiliegenden Frei- in der Wirtschaft des Herrn Westhof- Ermelinghofen die Neuwahl fuverts gelangen lassen zu wollen, der sie den nationalen Ar- von Gemeindevertretern für die zweite Abteilung statt, und zwar