Beides aber find getrennte Fragen; die Lösung der einen hängt nicht ab von der Lösung der anderen.
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Zur Warnung. Für die Antwerpener Weltausstellung| antragte in der zweiten Instanz eine Geldstraje von 150 M. werden in Provinzialblättern Arbeiter gesucht, die sich an einen Das Urtheil lautete auf 100 M. Geldstrafe. Unternehmer, Namens Schubert, wenden sollen. Dieser schließt Vom Elend auf der Straße. Der„ Voffischen Zeitung" dann mit den Arbeitern einen Vertrag dahin ab, daß sie sich zu dritten Straftammer am Landgericht II. Auf der Anklagebank Ein häßliches Sittenbild entrollte sich heute vor der wird geschrieben:" Die Einrichtung des Afyls und der Wärme- einem bestimmten Tage verpflichten, die Reifeloften aber selbst standen ein Mädchen und zehn Knaben, von denen nur einer hallen wirkt bei der jegigen falten Witterung überaus fegens bestreiten. Als Unterpfand nahm Schubert je 7,50 M. entgegen. ba3 14. Lebensjahr, die übrigen sammt dem Mädchen kaum das reich, ein großer Uebelstand aber ist, daß das Asyl bereits Noch vor Eintritt des Termins, an dem fich die Arbeiter bei Morgens 6 Uhr gefchloffen, die Wärmehallen erst um 8 Uhr ihm melden sollen, verläßt er seinen Aufenthaltsort, und die An- ftrafmündige Alter von 12 Jahren überschritten hatten. Sämuntgeöffnet werden. Es sind so die bedauernswerthen Personen, geworbenen haben das Nachsehen. liche Angeflagte wohnen in Charlottenburg bei ihren Eltern. die von beiden Einrichtungen Gebrauch machen, zwei volle Die 12jährige Johanne George fiand an der Spitze. Sie, die so Stunden und gerade des Morgens, wo die Kälte am empfind- Die Namen von Milch- und Butterfälschern werden klein und unentwickelt ist, daß man sie für ein achtjähriges Kind lichsten wirft, auf die Straße gesetzt. Die natürliche Folge ist, vom Polizeipräsidium veröffentlicht. Die diesbezügliche Bekannthalten fönnte, ist die Verführerin der Knaben geworden und hat daß sie irgendwo ein Unterkommen fuchen, und so strömen fie machung lautet: Auf Grund des Ministerial Erlasses vom sich für Geld, allerdings nur für Pfennige und Nickel, die Knaben verkauft. Die Verhandlung find gegen 61/2 Uhr in hellen Haufen es mares heute reichlich 28. September 1893 wird im Interesse des Milch konsumirenden an 500 Personen- in die in der Nähe der Wärmehallen belegenen Publikums zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei dem Ausschluß der Deffentlichkeit statt, doch wurde öffentlich verRäume des Bahnhofs Alexanderplat, um dort bis 8 Uhr Schuß Milchhändler Gustav Drafe, Reichenbergerstr. 122, dem Milch fündet, daß außer bei einem der Angeklagten bei allen übrigen gegen die Kälte zu suchen. Es ist wahrhaft jämmerlich, zu sehen, händler Albert Engel, Franiectiitr. 14, dem Milchhändler Karl eine thatsächliche Feststellung im Sinne der Anflage getroffen wie die hungernden, meistens faum nothdürftig bekleideten Gestalten Faude, Stallschreiberstr. 5, dem Molkereibefizer Friedrich Grunste, worden sei, daß aber nicht angenommen werden konnte, daß den sich in die Ecken und Winkel des Bahnhofes drängen, wie sie sich Müllerstr. 132, dem Milchhändler Karl Jonas, Manteuffelstr. 92, Kindern bereits die zur Erkenntniß der Strafbarkeit der Handum die Heizkasten der Dampfheizung fammeln, um die erstarrten der Milchhändlerin Luise Meyer, Gräfestr. 30, dem Milchhändler lung erforderliche Einsicht zuzutrauen sei. Das Mädchen wurde Glieder( es waren heute allein elf Personen, die ich ohne Karl Nölte, Wilhelmshavenerstr. 14, dem Milchhändler Hermann einer Besserungsanstalt überwiesen, bezüglich der Knaben nahm jede Fußbekleidung fah) aufzuwärmen. Es widerstrebt Randt, Rolbergerstr. 14, der Milchhändlerin Henriette Schody, der Gerichtshof an, daß dieselben fortan im Elternhause bie dem menschlichen Gefühl der Beamten, die dem reisenden Weinstr. 1, dem Milchhändler Karl Schwarz in Werneuchen , dem nöthige Zucht finden würden, weshalb von der sonst gebotenen Publikum Play schaffen und es vor dem Bedrängen durch die Milchhändler Wilhelm Steinberg, hier, Wittstockerstr. 6 wohn Bwvangserziehung abgesehen wurde. oft Baffermannschen Gestalten( sic) schützen müssen, die armen haft, hierselbst wiederholt Milch entnommen worden ist, welche Wesen hinaus in die Kälte zu treiben. Würde das Asyl eine nicht der Bestimmung in§ 1 der Polizeiverordnung vom 6. Juli halbe Stunde später geschlossen, die Wärmehallen eine Stunde 1887 entsprach. früher geöffnet werden, so wäre dem Uebel gesteuert."
Es ist bezeichnend für die Anschauungsweise dieses Ord nungsmannes, daß er bei dem Tadel des auch schon von uns gerigten Zustandes gleich an die schonungsbedürftigen Nerven des Philisterpublikums denkt, das durch den Anblick solch grauenhasten Elends gar zu leicht aus seiner Behaglichkeit unsanft aufgescheucht werden könnte. Also, öffnet die Wärmehallen früher aus Mitleid für das reisende Publikum, dem durch den Anblick Bassermannscher Gestalten gar leicht der Appetit zum Früh
stück verdorben werden könnte!
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berichtet.
Versammlungen.
Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen hielt am 30. Dezember Herr Dr. Joel einen Vortrag über das Thema:„ Die moderne Naturanschauung und unsere Zeit". Nach dem Vortrage wurde der geschäftliche Theil der Tagesordnung erledigt. Unter Verschiedenem" machte der Vorsigende bekannt, daß am Sonnabend, den 13. Januar, Abends 9 Uhr, eine Generalversammlung im Vereinslokal, Alte Jakobstr. 83, stattfindet. Auch Nichtmitglieder haben zu dieser Versammlung freien Zutritt.
Vortrag des Herrn Karl Griebel aus Baden- Baden über ,, Nerventrantheiten und deren naturgemäße Heilung'. Hierauf: Beschließende Bersammlung des Dit- Bezirks.
Berein der Malchinißten und Heizer Berlins . Sonntag, den 7. Januar, Nachmittags 5 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Freie Vereinigung der Sureau- Angestellten Berline. Umgegend. fammenfein mit Tanz. Entree 10 f.
Gonntag, den 7. Januar, bei Stein, Rosenthalerfir. 38: Gemüthliches Bei
Wegen Feilhaltens von Margarine als Naturbutter wird der Kaufmann Hermann Beister, hier, Falkensteinstr. 37 wohnSämmtliche ge haft, zur Kenntniß des Publikums gebracht. nannten Personen sind mehrfach bestraft worden. Vor Erschöpfung und halb erstarrt ohnmächtig umgesunken fand man am Freitag Morgen auf dem Gesundbrunnen in der neunten Stunde ein blutjunges Mädchen, das auf der Suche nach Arbeit sich nach Berlin begeben wollte. Sie war aber nur bis zur Badstraße gekommen, als sie die Kräfte verließen. Mit einem unterdrückten Wehlaut brach die Aermste zusammen und Glänzendes Elend pflegt man, und gewöhnlich nicht mit wurde von mitleidigen Passanten zu dem zunächst wohnenden Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten hielt Unrecht, die Existenz der darstellenden Künstler zu nennen, Heilgehilfen gebracht, der vorerst die Ohnmächtige ins Leben welche, bedeckt mit Schminke und Flitterkram, dem Laienauge zurückrief. Was weiter aus der Wermsten geworden, wird nicht am 3. Januar eine Versammlung ab, in welchem der Vorsitzende Astor einen Rückblick auf das verflossene Jahr gab. Er erbezaubernd und beneidenswerth erscheinen, indessen sich unter wähnte besonders, welche Anstrengungen der Verein gemacht hat, diesem äußeren schillernden Tand gar oftmals das graue Glend Was frag ich viel nach Geld und Gut, muß eine Frau um die Lage der Kollegen zu heben. So ist in der Dragoner verbirgt. Inwieweit dies auch bei den Künstlern eines unserer G. in der Kulmstraße gedacht haben, als sie an die Aufbewahrung straße 49 ein Bureau errichtet, das sehr frequentirt wird. Die glänzendsten und pruntendsten Institute, dem Zirkus Renz", zu ihrer Werthpapiere ging. Sie schnitt am 15. v. M. Koupons dort einlaufenden Stellen sind aber zum großen Theile derart, trifft, entzieht sich unserer Kenntniß, so viel aber wissen wir, ab und legte die Papiere mit den Talons zusammengerolit in daß sie selbst den bescheidensten Ansprüchen nicht genügen. Außer daß das eigentliche Arbeitspersonal von diesem glänzenden eine Sophaecke, deckte ein Schlummertissen darüber und dachte den Berufskollegen melden sich andere Arbeiter in großer Bahl, Elende ein Liedchen zu singen weiß. Wer die prunkenden und erst am Freitag wieder an ihre Schäße. Jetzt aber waren sie um dort beschäftigt zu werden. Der Vorstand wird in berückenden Ausstattungs- Pantomimen betrachtet, der denkt wohl fort und nicht wiederzufinden. Das Sopha ist in der Zwischen nächster Zeit ein Regulativ für eine Arbeitslosen- Versicherung faum an das glänzende Glend der Statisten und Figurantinnen, zeit ausgeklopft worden, und bei dieser Gelegenheit scheinen die ausarbeiten. Ebenso soll die Stadt um Ueberlassung von Schulwelche pro Vorstellung mit 1 M. bis 1,50 m. bezahlt werden. Papiere abhanden gekommen zu sein. Darunter befindet sich ein räumen und einer petuniären Beihilfe angegangen werden. BeEs mag diefe Tage" der üblichen Entlohnung dier Art 4prozentiges preußisches Konsol Nr. 377 155 über 2000 m., sechs züglich der Berufsstatistik haben einige Kollegen in nächster Zeit Arbeiter an Runstinstituten entsprechen; immerhin ist aber ebensolche über je 300 m. und verschiedene 3/ 2prozentige Berliner eine Konferenz mit dem Unterstaatssekretär v. Rottenburg . Das in Erwägung zu ziehen, daß der Zirkusdienst ein an Stadtobligationen von 1878 über 1000, bezw. 500 m. Resultat der Wahl zur Ortstasse, welches in später Nachtstunde ftrengender, intensiverer und ausgedehnterer, die Behandlung eine der Sphäre des Zirkus angepaßte iit. Troydem diese Arbeit Zu dem mit Brandstiftung verbundenen Einbruch in noch bekannt gegeben wurde, erregte lebhafte Befriedigung; durchaus nichts Verlockendes bietet, ist das Angebot hierfür ein der Oranienstraße 23a wird berichtet, daß es der Kriminalpolizei haben wir auch bei dieser Wahl noch keinen vollständigen Sieg die Nachfrage weit übersteigenbes. Ueberaus schlecht gestellt sind gelungen ist, einen der Thäter in der Perfon des Schreibers 8u verzeichnen, so ist derselbe doch bei einer nächsten Wahl sicher auch die Hilfsgarderobieren. Diefelben haben eine höchst ver- Wisonski festzunehmen, der trotz seiner 21 Jahre schon sechs Mal zu erwarten. Der Verband der Barbiere hielt am 4. Januar eine antwortliche Stellung, müssen die Garderobe verausgaben, wieder wegen Diebstahls und zwei Mal wegen Hehlerei bestraft ist. einsammeln und abliefern, den Künstlerinnen beim Anlegen der Das Eis des Müggelsees hatte gestern bereits eine Stärke Mitgliederversammlung ab, in der Dr. Weil über den ChariteeGarderobe behilflich sein, kleine Reparaturen machen, überall von 7-8 3oll erreicht und es findet infolgedessen heute die Boykott referirte. Der Vortragende kritisirte in eingehender Hand anlegen, rennen, springen, in den dumpfen, fensterlofen, polizeiliche Abnahme der Gisbahn auf demselben statt. Die Weise die Uebelstände in dem erwähnten Juftitut und legte schlecht ventilirten Garderoben, die unter den aufsteigenden Sigen Freigabe des Müggelfees für den Schlittschuh- und Segelschlitten dann des näheren die Forderungen dar, die die Arbeiter: des Publikums belegen find, sich aufhalten, und erhalten als Sport dürfte bereits heute, Sonntag erfolgen. Bereits eröffnet Sanitätskommission zur Beseitigung dieser Mißstände gestellt Entlohnung pro Abend 60 Pf. Daß der Begriff Abend" ein mit dem heutigen Tage ist die Riesen Eisbahn von Plötzensee hat. In der Diskussion gaben mehrere Redner ihre eignen sehr dehnbarer ist, fällt hier besonders erschwerend ins Gewicht. nach Eaatwinkel; auf dem Tegeler See weist das Eis eine Stärte traurigen Erlebnisse aus dieser Anstalt zum Besten. Ebenfalls gering befoldet sind diejenigen Arbeiter, welche irgend von 6-9 3oll auf. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Montag, den einen bestimmten Dienst versehen, einen gewissermaßen festen 8. Januar 1894, Diesdenerstraße 45: Generalversammlung. Tagesordnung: Posten belleiden. belleiden. Zu den Die Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten Salbjahres Berichte. Wahl der Vereinsbeamten. Statutenänderung. Bervorkommenden unbestimmten Arbeiten, die im Betriebe unausbleiblich sind, von Dr. A. Blaschko ist mit dem 1. Januar nach Köpnickerschiedenes. werden, Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( Bureau: itraße 68 verlegt worden. Sprechstunden sind: für Kaisen solzmarttftr. 67.) Montag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr, im Restaurant wie uns aus unterrichteter Quelle versichert wird, Soldaten trante( Mitglieder von freien Hilfskassen und Ort3. Bodenburg , Kommandantenstr. 10-11. Vorstands- Sigung und Aufnahme verwendet, und zwar Mannschaften Des Aweiten Garde- Regiments. Wir wissen nicht, ob dies aus taisen mit freier Arztwahl) von 12-1, für Unbenener Mitglieder. Berliner Naturheilverein 2. Morgen, Montag, den 8. Januar, Patriotismus geschieht oder ob die Bezahlung für diese Arbeiten mittelte von 1-2, Sonntags( nur für Kassenkrant e) abends sy uhr, im Restaurant ,, Belvedere ", Stralauer Brücke: Dffentlicher eine solche ist, daß troß der herrschenden Arbeitsnoth fich feine von 11-12. zivilen" Arbeiter zur Uebernahme dieser Arbeit bereit finden. In Anbetracht des ganzen Charakters des Inftituts erscheint indessen die erstere Annahme als die wahrscheinlichere. Troßdem Gerichts- 3Beitung. ist Renz" im höchsten Grade populär, ob mit Recht oder Unrecht diese Frage möge ein Jeder selbst entscheiden möglich, Nochmals der Eisenbahnkoupee- Thürschluß. In Nr. 216 daß diefe Anregung genügt, den von uns in Frage gezogenen des Vorwärts" erschien unter der Verantwortlichkeit des Angestellten eine etwas bessere Entlohnung als bisher zu ver- Redakteurs Wilhelm Schröder ein Aufruf an die Arbeiter schaffen. Berlins. In diesem wurde kundgegeben, daß die Verwaltung der Stadt- und Ringbahn beabsichtige, Dienstverrichtungen, welche ihre Angestellten bisher verrichtet haben und diesen oblagen, nämlich das Schließen der Koupeethüren beim Ein- und Aus: steigen aus den Bahnzügen, dem Publikum aufzuhalsen und Vergnügungs- Vereinshanin". Sonntag, den 7. Januar, Nachm. hieran die Aufforderung an die Arbeiter gestellt, die Wagens 5% Uhr, Alexandrinenfir. 32, bei Dietrich: Gesellschaftsabend Gäste sehr willtommen. Dienstag, den 9. Januar, Abends 8% Uhr, bet Meyer, Görlizerthüren nicht zu schließen. Wegen dieses Aufrufes war ftraße 62: Außerordentliche General- Verfammlung. gegen Echröder Auflage wegen groben Unfugs erhoben worden, Vergnügungs- Verein Italia". Sonntag, den 7. Januar, Abends doch wurde er in erster Instanz freigesprochen. Gegen die Eutur, im Restaurant„ Roland", Elsafferstraße 26, 1 Treppe. Fidelitas. fcheidung legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein und ver Entree fret. langte von der 8. Straffammer Verurtheilung zu 6 Wochen Haft total, Kaiserstr. 11. Um 6 Uhr: Sigung mit Damen. Um 6 Uhr: Fidelitas. Theater Verein Unikum". Sonntag, den 7. Januar, im Bereinswegen groben Unfugs mit der Begründung, daß schon vor Er scheinen des Artikels unter den die Stadt- und Ringbahn benußenden Arbeitern das falsche Gerücht verbreitet war, daß die Eisenbahnverwaltung einen Theil der Beamten, welche den An die Menschlichkeit der Omnibus und Pferdebahn- Dienst an den Koupeethüren zu verrichten hatten, entlassen habe. direktionen wendet sich ein Mitarbeiter unseres Blattes, indem Infolge dessen wären seitens der Fahrgäste die Babnegzesse Schuhmacher uns an Euch mit der erniten Mahnung, uns in unserem An die Arbeiter Deutschlands ! Wiederum wenden wir eingetreten, die das die Eisenbahn benugende Publikum in hohem Zum Mitleid angeregt wird man gegenwärtig durch den Grade beunruhigten. Nach dem Erscheinen des inkriminirten schweren Stampie, den uns der Kapitalismus aufgedrängt hat, nicht zu Anblick der in den öffentlichen Fuhrbetrieben beschäftißten Leute Artikels mußte eine Steigerung der Erzesse auf der Bahn be verlassen. Die Lage des Streits ist int ganzen günftig zu nennen. und namentlich der Kutscher und Schaffner beim Pferdebahn- fürchtet werden und hierin läge der verübte grobe Unfug. Der Den größten Theil unserer Forderungen haben die Fabrikanten und Omnibusverkehr. Das Gesicht der Leute ist aufgedunsen von Bertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, beantragte bewilligt, aber wir werden nicht eher nachlaffen, bis auf der der Kälte, die Gliedmaßen, besonders die Finger find steif und die Freisprechung, indem er ausführte: Für die Erzesse, welche ganzen Linie der Sieg unser ist. Daß unsere Forderungen nicht schwer beweglich und doch muß der Dienst nicht selten sechszehn angeblich vor dem Erscheinen des Artikels zu Tage getreten u boch sind, beweist, daß diefelben von einigen Fabrikanten soStunden lang und darüber ununterbrochen gethan werden. sind, tann der Angeklagte nicht verantwortlich gemacht fort ohne Streit bewilligt wurden. Jedes noch so geringe Versehen, das den Schaffner beim VerNachdem in vier Fabriken der Streit schon vier Wochen theilen der Billets pasfirt, wenn er mit den frosterstarrten mit dem Artikel. Derselbe habe nur den Zweck, die Arbeiter zu gedauert hatte, find auch die Arbeiter der Schuhfabrik von Fingern nicht mehr die Stärke des Papiers richtig fühlt und belehren, daß sie nicht Aufgaben beim Eisenbahntransport zu Fürstenheim u. Ko. in den Streik getrieben worden. statt eines Fahrscheins deren zwei giebt, rächt sich an seinem erfüllen haben, für welche die Bahnverwaltung und nicht das anlaffung dazu war, der Fabrikant bot einem Theil seiner ArGeldbeutel. Die Paufen an den Endstationen der Fahrtouren Publikum zu forgen habe. Eine grobe Verlegung der äußern beiter einen Abzug von 25 bis 40 pCt. an. Wie auf einen können die Leute nur in den Schankwirthschaften verbringen; aber Ordnung durch Belästigung enthalte der Artikel nach feiner Schlag haben sämmtliche Arbeiter, 70 an der Zahl, die Arbeit um den durchfälteten Körper am Ofen erwärmen zu dürfen, Richtung. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des niedergelegt, und in fünf Minuten war die Fabrik leer. muß irgend etwas verzehrt werden; das Billigste bleibt da echtsanwalts Freudenthal an und sprach den An- Arbeiter der Fürstenheim'schen Fabrit, die zentral organisirt gewöhnlich der Schnaps, deffen Wirkungen unter den Einflusse geklagten fret. find, haben sich mit den übrigen Streifenden, die der Lokalder Kälte später stärker hervortreten, als bei normaler Temperatur. organisation angehören, verbunden und stehen nun geschlossen Der Dienst der Schußleute und des Wilitärs wird solchen außer- Eine Prügelei unter Ordnungsmännern beschäftigte zusammen. gewöhnlichen Temperaturverhältnissen, wie den gegenwärtigen, geitern die neunte Berufungs - Straftammer des Landgerichts I . Die Haltung der Streifenden ist eine musterhafte. Troß der besonders angepast, nur bei den Gesellschaften, die aus ihren in einer Septembernacht des vorigen Jahres fam eine Gesell- geringen Unterstüßung beweisen dieselben einen bewunderungsPrivilegien für den Großstadtverkehr so bedeutenden Nutzen schaft mehr oder weniger betrunkener Studenten aus der Kneipe. würdigen Opfermuth. ziehen, findet eine Rücksichtnahme auf ihre Bediensteten nicht an der Marschalls- Brücke begegnete ihnen eine Anzahl Personen, Genossen und Kollegen allerorts! statt. Es fehlt nicht an Arbeitskräften, um bei dieser Kälte und von denen eine, ein Bantbeamter, des Guten ebenfalls zu viel geZwar ist es leicht, selbst für feine Ueberzeugung zu ent vorübergehend den Dienst der Leute abzukürzen. Wollten aber than zu haben schien. Einer der Studenten, ein Mediziner, be- behren, aber schwer ist es, Frau und Kinder hungern zu sehen. die Verkehrsinstitute hier den Einwand der Undurchführbarkeit gab sich zu dem anscheinend Kranten und bot seine Hilfe Die Zahl der Ausgesperrten beträgt jetzt ca. 200. Darunter find einer so vorübergehenden Einrichtung machen, so müßten sie als Arzt an. Der Bankbeamte durchschaute den Hohn, viele verheirathet, deren Familien durch den Uebermuth der jedenfalls ihren Zeuten eine besondere Entschädigung für die er gab eine entsprechende Antwort, es tam zu einem Wortwechsel Kapitalisten dem Hunger preisgegeben worden. Genossen und übermäßigen Anstrengungen im Dienste während solcher Frost- und bald schlugen die Parteien mit Fäusten und Stöcken auf Kollegen, an Euch liegt es nun, uns und die Unfern nicht unterperioden wie der gegenwärtigen gewähren. einander los. Der Kriminalbeamte Müller, der gehen zu lassen. Wenn es auch schwer fällt, bei der jetzigen Mitleid der Direttoren mit ihren Unterbeamten! Rennt der allerdings zu der Partei der Nicht- Studenten gehörte, fich fchlechten Geschäftskonjunktur noch etwas abzustoßen, so werden feine Pappenheimer schlecht. Natürlich giebt es Arbeitshungrige aber an der Schlägerei nicht betheiligie, fam dabei am schlimmsten wir doch, wenn jeder seine Schuldigkeit thut, ausharren können, genug auf der Welt, aber diese haben Dant der göttlichen Welt weg. Er erhielt von dem Studenten Tessendorf einen so wuch- und es wird großen und fleinen Ausbeutern wohl verleidet ordnung erst in Funktion zu treten, wenn die Arbeitenden durch tigen Hieb mit einem Stock über den Kopf, daß er zu Boden werden, uns später wieder in solch frivoler Weise engegenzutreten. übermäßige Ausnutung so weit zu Grunde gerichtet sind, daß sant. Er hatte eine sieben Zentimeter lange Wunde erhalten, die Darum helft so gut ihr fönnt, wir werden es nicht verderen Beschäftigung für den Unternehmer nicht mehr profitabel ihn für längere Zeit dienstunfähig machte. Das Schöffengericht geffen. ist. Dann wird, um ein altes Gleichniß zu gebrauchen, die auß hatte den Studenten Tessendorf wegen schwerer Körperverlegung Gelder und Zuschriften sind von jetzt an zu richten an gepreßte Zitrone fortgeworfen und eine neue zum billigen Preise zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt. Der Staatsanwalt Richard Temmler, Restr. Bock, Berlin NO., Gollnowstr. 11. herangeholt. hielt diese Strafe für zu milde, er legte Berufung ein und be, Das Streitfomitee,
Ein neuer Fahrkartenschwindel ist in Bunzlau entdeckt worden. Ob man wieder durch verkleidete Polizeifommiffare schlechtbezahlte Schaffner in die Falle gelockt hat, um dann die der Versuchung Unterlegenen als ganz gemeine Kerls vor den Strajrichter bringen zu können?
Wie rentabel das Metier der armen gequälten Kapitaliften heute noch ist, wird durch die Thatsache illustrirt, daß ein Herr F. Kosterlitz sein vor sieben Jahren am hiesigen Plaze begründetes Roftümgeschäft für weit über 100 000 m.( genauere Angabe fehlt) vor kurzem verkauft und sich zur Ruhe gesetzt hat. Der arme Teufel von Kapitalist hat sich außerdem in den paar Jahren einige Villen vom Munde abgespart.
er schreibt:
Dieselben werden.
ständen in feinem
Zusammenhange
Vergnügungs- Verein Einigkeit". Sonntag, den 7. Januar, Nachmittags 5 Uhr: Sihung im„ Englischen Hof", Neue Roßstraße 8. Nachher: Vergnügungs- Verein Heitere Gesellschaft". Sonntag, den 7. d. M.,
Fidelitas.
abends 6 Uhr, bei Ballacz, Raupachitr. 6: Fidelitas.
Vergnügungs- lub„ Eichenlaub". Sonntag, den 7. Januar, Nachm. Generalversammlung. Nachher Fidelitas.
uhr, in Reſtaurant Albert, Landsbergerstraße 82( rechtes Vereinszimmer):
Soziale Leberücht.
Die Ver