Bertrauensmänner mußten nun auf Wunsch ihrer Kollegen beffer ergeht es ihm in anderen Bergrebieren. Man kann darum noch einmal mit dem Unternehmer verhandeln. Da die verstehen, daß die Leitung der christlichen Organisation schon vor Arbeiter, an ihren Bänken stehend, das Ergebnis der Ver- Monaten die Veröffentlichung der monatlichen Abrechnungen im handlungen abwarteten, wurde Herr Kuhnert nachgiebig und Verbandsorgan eingestellt hat. Dadurch ist es unmöglich gemacht, er willigte nun in die Entlassung des S. die Mitgliederbewegung auf Grund der bereinnahmten Beiträge zu fontrollieren. Hilft alles nichts, im Gewerkverein hat sich der Pleitegeier eingenistet und ist durch keine Täuschungsmanöver wieder zu verscheuchen. Und das ist gut so.
120 Aus der Partei. tis
Kommunalwahlen.
dem vom Ausschuß ein sozialdemokratischer Antrag auf Einsesung von 10 000 M. in den Voranschlag nebst entsprechenden Bestim mungen begutachtet worden war, begann in den gemeindlichen Kollegien die übliche Flichschusterei, wie man sie von den Nürnberger Rathausliberalen von jeher gewohnt ist. Man suchte die Sache von vornherein dadurch zu verekeln, daß man die Armenpflege einbezog, Wer den Dingen fern steht, ist leicht geneigt zu vermuten, deren Inanspruchnahme bei allen honetten Leuten etwas Andaß das Verlangen auf Entlassung des S. gestellt wurde, rüchiges an sich hat. Ohne sie können sich die Nürnberger Frei weil er nicht dem Deutschen Holzarbeiterverbande angehörte. sinnig- Liberalen überhaupt keine Einrichtung denken. Die Armen In Wirklichkeit spielt aber hierbei die Drganisationszugehörigpflege, in der ebenfalls die fatten Bürger überwiegen, gab ein keit durchaus keine Rolle. Waren doch z. B. die Arbeiter, merkwürdiges Gutachten ab: Die Sache gehe zu weit; jede Wohltat, deren Entlassung früher von Kuhnert gefordert worden war, die gewährt werde, wirke demoralisierend usw. Die Frage wurde Verbandsmitglieder. Die Berliner Holzarbeiter vernun im Magistrat endgültig verhandelt. Hierbei zeigten sich die langen von jedem Berufsangehörigen, gleichviel ob und welcher demokratie einen glänzenden Sieg. Es waren 20 Mandate von 52 3en Glorie. Die ursprünglich beantragten 10 000 M. schrumpften Die Stadtverordnetenwahlen in Mainz brachten der Sozial- freisinnigen und nationalliberalen Stadtväter wieder in ihrer ganOrganisation er angehört, die Benutzung des Arbeitsnachweiſes neu zu besetzen. Die Sozialdemokraten hatten fünf Sie zu ver- auf 4000 M. zusammen, die man gnädigst bewilligte; trotz des und sie gehen gegen jeden, der den Tarifvertrag in dieser teidigen. Gegen sie stand eine Verbindung von Zentrum, National- heftigen Widerstandes unserer Genossen, die auch die Bestimmung Hinsicht verlegt, mit rücksichtsloser Strenge vor. Die Arbeits- liberalen und Freisinnigen. In den Vororten Kastel , Kostheim nicht zu Fall bringen konnten, daß der Armenpflegschaftsrat die losigkeit im Berliner Holzgewerbe ist so groß, daß die Um- und Mombach siegte die Liste der Sozialdemokraten mit erheblicher Gesuche zu begutachten hat. Die allgemeinen Voraussetzungen der gehung des Arbeitsnachweises als Ver- Mehrheit. In der Stadt Mainz wurden bisher 7 Sozialdemokraten Unterstüßung wurden nun wie folgt festgesetzt: Mindestens einlegung der gemeinsamen Interessen angesehen mit 5709 gegen 4421 Stimmen des bürgerlichen Mischmaschs ge- jähriger Aufenthalt der Wöchnerin in Nürnberg vor der Entbindung. und dementsprechend gewertet wird. wählt. Im Stadtparlament werden nunmehr statt bisher 11 Sozial- Ebenso dürfen sie nicht aus einer anderen Kasse oder aus einer Stiftung Unterstüßung zu den Entbindungskosten erhalten. HauptDie Arbeitsvermittelung auf dem paritätischen Arbeits- demokraten deren mindestens 18 sitzen. Bei den Wahlen zum Stadtparlament in Vegesad bei bedingung ist Bedürftigkeit, die besonders dann als gegeben erachtet nachweise erfolgt, das sei hier nebenbei bemerkt, streng un- Bremen wurden neben fünf Bürgerlichen ein Sozialdemokrat ge- werden fann: a) bei verheirateten Wöchnerinnen, wenn der Gr= parteiisch; dafür bürgt schon der Umstand, daß die Vermitte- wählt. Dem Stadtparlament wird von nun an nur noch ein nährer der Familie erwerbsunfähig oder arbeitslos ist; b) bei lungstätigkeit von Angestellten sämtlicher am Vertrag be- Sozialdemokrat angehören, während vor einigen Jahren durch ledigen, verwitweten, geschiedenen oder getrennt lebenden Wöchneteiligten Organisationen ausgeübt wird. Nach dem Reglement einen Zufallsfjieg 10 Sozialdemokraten gewählt worden waren. rinnen, wenn sie eine solche Anzahl von Kindern haben, daß die ist es Aufgabe der Arbeitsvermittler, die gemeldeten Stellen Wegen der schlechten Wohnungsverhältnisse in Vegesack ziehen Ernährung der Familie durch die Behandlung der Kosten der bestmöglichst mit geeigneten Kräften zu beseßen. Natürlich immer mehr Arbeiter in die preußischen Nachbarorte. Dies erklärt Geburtshilfe erheblich beeinträchtigt würde. Die Unterstüßung muß von der Wöchnerin oder deren Ehemann in der Regel rechtzeitig werden bei gleicher Qualifikation die Bewerber bevorzugt, die den Mißerfolg der Sozialdemokraten. vor der Entbindung selbst nachgesucht werden. länger arbeitslos sind. Außerdem enthält das Regle ment auch weitere Bestimmungen, die es ermöglichen, berechtigte Sonderwünsche der Unternehmer hinsichtlich der Zuweisung bestimmter Personen zu entsprechen.
werden kann.
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Gerichts- Zeitung.
Der im Juni abgehaltene Arbeiterkongreß hat die einheitliche Gliederung der neuseeländischen Arbeiterbewegung in zwei selbständige, Aus dem Polizeikampf gegen die arbeitende Jugend. Der Fall, den die" Post" in so schauerlichen Farben als im Einvernehmen arbeitende Organisationen: den Vereinigten Gewertein typisches Beispiel für den Terrorismus der Arbeiter" beiden find nun mit eigenen Bureaus und Verwaltungsausschüssen völlig ungerechtfertigte schaftsverband und die Sozialdemokratische Partei , gebracht. Die Am Donnerstag wies das Oberverwaltungsgericht zwei gegen schildert, stellt sich in Wirklichkeit als der Fall eines tarif- ins Leben getreten. Ihr gemeinsames Organ ist der wöchentlich mit Klagen ab. Versammlungsauflösungen gerichtete brüchigen Unternehmers dar, der nur durch scharfe acht Seiten großen Formats erscheinende Maoriland Worker". Dort Der erste Fall betraf eine vom Arbeitersekretär Krüger in Maßnahmen zur Innehaltung seiner Vertragspflichten erzogen ist jetzt das Parteiprogramm erschienen. Es stellt an die Spige die Königsberg einberufene Versammlung für die arbeitende Jugend. sozialistische Grundforderung: Vergesellschaftung der Pro- In ihr referierte der Genosse Redakteur Marchionini über das duftions, Austausch- und Verkehrsmittel. Berlin und Umgegend. Das Gegenwarts- Thema:" Preußische Geschichte vor hundert Jahren". Als er lura programm fordert: Volles Frauenstimmrecht( statt des jezigen be- vor dem Schluß des Vortrages war und erwähnte, daß die von Tarifbewegung der Schoßschuhmacher. schränkten), Proporz, Vorschlags- und Verwerfungsrecht. Abberufungs- Friedrich Wilhelm III. versprochene Verfassung erst 1848 habe erDie Schoßschuhmacher setzten in einer am Donnerstag abge- recht gegen Gewählte.- Recht auf Arbeit mit Mindestlohn und sechs- fämpft werden müssen, unterbrach der anwesende Kriminalschut baltenen Versammlung ihre Beratung des Tarifentwurfs fort. Als stündigem Arbeitstag. - Freiwilligkeit( ſtatt des Zwanges) der mann Barlow den Vortragenden und forderte alle Anwesenden auf, Grundforderungen kommen in Betracht: Lohnerhöhung, Bezahlung Unterstellung der Gewerkschaften unter das Schiedsamtsgefez. den Saal zu verlassen. Aus allgemeinen polizeilichen Gründen der Extraarbeit( Spezialwünsche der Kundschaft), Herstellung der Vertretung der Arbeiter in allen Verwaltungsräten der großen zur Verhinderung strafbarer Handlungen", bemerkte er dabei. Arbeit in Werkstätten statt im Heim des Arbeiters, statt einer öffentlichen Betriebe.- Bau von Handelsschiffen durch Im zweiten Fall, dessen Verhandlung mit dem ersten verbunden fünfjährigen eine zweijährige Tarifdauer. Was die Bezahlung den Staat. - Staatliche Kranken-, Unfall, Lebens-, Feuer- wurde, handelte es sich um folgendes: Am 20. April sollte wieder der Extraarbeit betrifft, so wurde diese Forderung schon 1909 von versicherung. - Altersrente von 32 Bfd. Sterl.( 654 M.) eine von Krüger einberufene Versammlung der arbeitenden Jugend einem Teil der Maßschuhmacher gefordert; nunmehr aber hat sich an alle Frauen von 50, Männer von 60 Jahren an nach 15jährigem stattfinden, wo Redakteur Martwald über das Thema:„ 17. März innerhalb der letzten Jahre die gesamte Gehilfenschaft zu der An- Aufenthalt im Lande. Ersatz des Militär zwanges durch frei- 1813 und 18. März 1848" referieren sollte. Sofort, nachdem Mark sicht durchgerungen, daß die Ertraarbeiten in Zukunft unbedingt willige Organisation mit demokratischen Einrichtungen, die nie in wald das Wort hatte, forderte der anwesende Polizeibeamte alle bezahlt werden müssen. Die Forderung auf Errichtung von Be- Lohntämpfen Verwendung finden darf. Jugendlichen unter 18 Jahren auf, das Lokal zu verlassen, da es triebswerkstätten ist schon aus hygienischen und sanitären Gründen eine politische Versammlung sei. zu verlangen. Auch wird der Arbeiter geschädigt durch das Liefern und Abholen der Arbeit, wobei oft mehrere Stunden verloren gehen, die am Abend wiedereingeholt werden müssen. Gefunde Arbeitsräume und geregelte Arbeitszeit sind darum nur zu erreichen, wenn der Arbeitgeber für helle, passende Räume zu sorgen hat. Ein Redner erklärte, daß es notwendig sei, im kommenden Tariffampfe die Werkstattfrage von der Lohnfrage zu trennen. llebrigens würden die meisten Geschäfte in absehbarer Zeit schon von selbst Werkstätten einrichten, denn die Maschinentechnik drängt dazu. Nur die allerfeinsten Geschäfte, deren Kundschaft Luxuspreise bezahlen, würden auch noch fernerhin die Heimarbeit behalten. Andere Redner traten dem entgegen und führten aus, daß die Werkstattfrage von der Lohnfrage nicht getrennt werden dürfe, jolle der Tarifkampf nicht geschädigt werden. Mit Bestimmtheit wurde ausgesprochen, daß nur eine zweijährige Vertragszeit in Betracht komme. Es wurde noch eine siebengliedrige Lohnkommission gewählt.
Die Beschlußfaffung über die Kündigung des Tarifs soll im Januar 1914 erfolgen.
tion die Sperre verhängt.
Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Eine haltlose Gendarmerieanzeige.
Dieses Ergebnis ist ein neuer Beweis dafür, wie ungeeignet manche Gendarmen zur Ueberwachung von politischen Bersamm lungen find.
Breßprozesse.
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Vergeblich waren die Beschwerden bis an den Oberpräsidenten. Bergeblich auch die Beweisführung des Rechtsanwalts Hugo Haase , Das daß die Auflösungen keinerlei Stütze in dem Gesez finden Oberverwaltungsgericht wies ohne Verkündigung von Gründen beide Klagen ab. Ein polizeilich bestellter Einbruch.
Am 18. Oktober fand im Kreise Hanau eine Reihe Protestversammlungen gegen den Völkerschlachtrummel in Leipzig statt. In Rüdigheim sprach Genosse Redakteur Hammer- Frankfurt über das Thema:" Die geschichtliche Wahrheit des Jahres 1813". Der überwachende Gendarmeriewachtmeister verfaßte einen m Versammlungsbericht an seine vorgesetzte Behörde, in dem er zum Der ehemalige Kriminalschuhmann Voß und der frühere KonAusdrud brachte, daß das Referat angelegt gewefen fei, das Bolt torist Erich Hesse standen gestern bor ber zweiten Straflammer gegen das herrschende Hohenzollernhaus aufzuwiegeln. Auch habe des Landgerichts II als Angeflagie. Die Antlage gegen Heffe der Referent in beleidigenden Aeußerungen gegen Mitglieder lautete auf schweren Diebstahl im straffchärfenden Rückfall, die des Hohenzollernhauses ergangen. Nun wurde ein hochnotpeinliches Verfahren wegen Majestätsbeleidigung gegen den Genossen Hammer gegen Boß auf Körperverletzung mittelst gefährlichen Werkzeugs, eingeleitet, mit dem Erfolg, daß der Erste Staatsanwalt in Hanau mit der Folge, daß der Verletzte in dauerndes Siechtum verfiel. dem Beschuldigten mitteilt: Die Verhandlung entrollte folgende Tragikomödie. Ein ge " Das gegen Sie wegen Majestätsbeleidigung eingeleitete wisser Pontowski, der wiederholt wegen Diebstahls bestraft worden Ermittelungsverfahren habe ich eingestellt. Lehmann." ist, hat der Kriminalpolizei Spigeldienste geleistet. Er hat für Boz gearbeitet". Anfang September sagte Boß ihm:„ Wir wollen einmal ein Ding in meiner Wohnung machen, wir wollen einen Aus dem Fleischergewerbe. Der Zentralverband der Fleischer, Einbruch fingieren, es flappt sehr gut, da meine Frau verreist ist. Berlin , sandte an den Fleischermeister Garbisch, Berlin , Bringen Sie einen Mann mit und brechen Sie bei mir ein, ich Lange Straße 57, einen Tarifvertrag. Der Tarif fordert zwölfftündige tägliche Arbeitszeit, 50 Pf. UeberstundenBier Prozesse hatte unser Solinger Parteiblatt, die„ Ber - werde zu Hause bleiben." Der Gentleman Ponkowski erhielt eine bezahlung, 13 M. Minimallohn pro Woche und Anerkennung des gische Arbeiterſtimme", in den letzten Tagen vor der Elberfelder Mark Draufgeld. Vereinbart war, Boß solle den angeblichen Einfostenlosen Arbeitsnachweises. Herr Garbisch lehnt diese Straffammer und vor dem Solinger Schöffengericht zu bestehen. brecher packen und dann seine Heldentat seiner Behörde melden, gana minimalen Forderungen rundweg ab. Es ist anwalt so wenig, daß er in der Verhandlung gegen den verantwortDer Rekrutenabschiedsartikel vom 29. September gefiel dem Staats- um gebührend belobt zu werden. auch kein Wunder, wenn man erfährt, daß Garbisch jahrelang lichen Redakteur, Genossen Merkel, wegen Verächtlichmachung Angeklagten Hesse zu, bei einem angeblichen Rentier, dessen Räum Pontowski bereitete nun die Komödie vor. Er redete dem Führer der gelben Brüderschaftler war. Nur ist es nicht zu verstehen, daß diese Herren, wenn sie Meister werden, mit von Staatseinrichtungen eine Gefängnisstrafe von einem Monatlichkeiten er ausbaldowert habe, mit ihm zusammen einzubrechen. beantragte. Die Straffammer erkannte auf eine Geldstrafe von Die Sache ging programmäßig vor sich. Ponkowski hatte insofern der organisierten Arbeiterschaft ihr Geschäft machen wollen. Ueber die Firma Garbisch hat die Organisa- 100.- egen Beleidigung zweier Aerzte hatten sich der frühere Bech, als der von Woh ihm übergebene Dietrich abbrach. Er bes Verantwortliche der„ Arbeiterstimme", Genosse Christmann, Die Fleischermeister Rohloff, Naunynstraße 8, August und der Expedient, Genosse Wüsthof, zu verantworten. Der gab sich nun nach dem Hof und fletterte dann mit Unterstügung von Jonos, Greifswalder Straße 225, Grüstel u. Bröhmer, Sohn des Genossen Wüsthof war zum Strüppel geworden, was auf Voß durchs Fenster. Boß verduftete dann, Hesse tam mit Hilfe Fruchtstraße 28, Miersch, Soloniestraße 38, Knopf, Solberger staatsanwaltschaftliche Mitteilung vorlag, daß gegen die beiden vereinbarten Plan sollte nun Pontowsti einen Schuß mit einem eine falsche ärztliche Behandlung zurüdgeführt wird. Obgleich die von Bonkowski hinein und begann zusammenzupacken. Nach dem Straße 12, und Otte, Lichtenberg , Scharnweberstraße 6/7, haben neuerdings mit dem Zentralverband der Fleischer den Tarif Aerzte ein Strafverfahren schwebe, verurteilte die Straffammer Revolver abgeben, schleunigst durch das Fenster entfliehen und beibe Angeklagte zu je 100 M. Geldstrafe. Weiter soll Genoffe Voß sollte dann Hesse festnehmen und verhauen. Bonkowski ſpielte vertrag abgeschlossen. Die Ortsverwaltung des Fleischerverbandes. Christmann die Leichlinger Freiwillige Feuerwehr beleidigt haben. Unfer Parteiblatt hatte kritisiert, daß bei einem Brande allerhand feine Rolle nach Vereinbarung. Voß aber rief dem Hesse zu, Herr Fouragehändler J. Steiling schreibt uns:„ Die Angabe in Löschgeräte nicht zur Stelle oder mangelhaft vorhanden waren. Da Hände hoch und schoß auf dem forteilenden Hesse mehrere Schüsse Nr. 306 Jhres Blattes, daß ich mit dem Fuhrwerksbefizer Schmiedigen die Mängel aber nicht der Freiwilligen, sondern einer Betriebs- ab, so daß mehrere Kugeln quer durch den Körper gingen. Hesse bei dem Streitbrecheragenten Keiling, Schulzendorfer Str. 18, ge- feuerwehr zur Last zu legen sind, erkannte das Schöffengericht auf wurde am Maybachufer schwer verletzt aufgefunden und nach dem wesen sei, ist unzutreffend. Ich habe niemals mit Keiling ber- 100 M. Geldstrafe.-Ferner war der Geschäftsführer des Solinger Urbanfrankenhaus gebracht. Dort wurde er operiert. Er gab handelt, war auch niemals bei Reiling und fenne ihn überhaupt lokalistischen Industrieverbandes, Witte, zum Kadi gelaufen, weil ohne weiteres den Einbruchsdiebstahl bei Voß zu. Ponkowski, den nicht." Witte in der Arbeiterstimme" als Querulant und Stänker be- er als seinen Stomplicen angegeben hatte, wurde dann geraume zeichnet worden war. Diese Charakterisierung soll Genoffe Christ- Beit später vernommen und flärte den Sachverhalt auf. mann mit 30 M. Strafe fühnen. Boß hatte inzwischen am 10. September, am Tage nach dem Artikel der Zittauer Volkszeitung" genannt worden. Im öffent. in der voraufgegangenen Nacht fingierten Einbruch, der Behörde Die größte chriftliche Gewerkschaft hat im Saarrebier abge- lichen Interesse leitete die Staatsanwaltschaft in Baußen gegen den mitgeteilt, von zwei Einbrechern sei in der voraufgegangenen Nacht wirtschaftet. Vor einigen Jahren zählte der Gewerkverein christ- berantwortlichen Redakteur unseres Zittauer Parteiblattes, Ge- in seiner Wohnung, Lachmannstr. 2, eingebrochen; er sei durch licher Bergarbeiter in Saarabien rund 20 000 Mitglieder, im Jahre nossen Schnettler, ein Strafverfahren ein, das mit der Ver- ein Geräusch wach geworden, habe auf die Einbrecher losge= Man tann nunmehr die schossen und nehme an, einer der Einbrecher sei getroffen worden. 1911 ging es schon rapide bergab, und im Jahre 1912 waren nur urteilung zu 50 M. Geldstrafe endete. noch 7-8000 Mitglieder vorhanden. Dann wurde die bekannte Preisfrage aufwerfen, wie ein Streifbrecher ftraflos bezeichnet Bonkowski erzählte nun gestern als Zeuge, noch am 10. SepLohnbewegungskomödie inszeniert, die für einige Wochen die Zahl werden darf. tember fei Boß zu ihm gekommen und habe ihm gesagt: ich habe der Mitglieder auf zirka 15 000 erhöhte. Als die Bewegung beendet auf Hesse geschossen und ihn verwundet, Du mußt sofort verduften, war, die faarabischen Bergarbeiter infolge der Haltung der christ- Jm Monat November d. J. sind gegen Redakteure der am besten nach Hamburg . Voß gab ihm 7 M. Reisegeld, Ponkowski lichen Organisation sich als die Betrogenen betrachten mußten, berließen aufs neue Tausende die Fahne des Gewerkvereins. Dieser deutschen Arbeiterpresse wieder eine stattliche Anzahl Urteile gefällt berduftete nach Hamburg . Dort erhielt er noch 20 M. nachgeschickt worden. Soweit bekannt geworden, wurden innerhalb dieser 25 und wurden ihm ferner 50 m. versprochen. Ponkowski wurde in suchte nun durch eine Knappschaftsreformbewegung noch zu retten, was zu retten war. Er stellte eine Reihe Verbesserungsanträge Werktage in 15 Prozessen die Urteile gesprochen. Das Rejul- Hamburg der Boden heiß. Er wollte nach Antwerpen und von und legte sie der Knappschaftsgeneralversammlung am 15. Novem tat ist folgendes: Dreimal fah man sich veranlaßt, freizusprechen, bort nach Amerika und ersuchte schriftlich um Geld. Da das Geld ber 1913 vor. Da erlebte der Gewerkverein das blamable Schau- in den weiteren 12 Fällen wurde erkannt auf insgesamt sieben zu spät abgesendet wurde, wanderte er zu Fuß nach Berlin , tam spiel, daß von seinen 80 Knappschaftsvertretern 24 die Forderungen Monate Gefängnis- und 1585 Mart Geldstrafel hier nach einer fünftägigen Fußwanderung an. Hier ersuchte er ber Organisation im Stich ließen und mithalfen, das Knappschafts- voraufgegangenen Monat Ottober wurden 16 Prozeßurteile gezählt, ben Voß, ihn in der Wohnung seiner Schwester au sprechen. Voi tatut auungunsten der Bergarbeiter zu verschlech mit einer Freisprechung, sieben Monaten und 8 Wochen Gefängnistern. Das hat den Gewerkverein vollends in Migkredit bei den und 2790 Mart Geldstrafe. Und im November des Jahres 1912 fam dem Wunsche nach. Bei der Unterredung erklärte Voß:„ Sie Bergleuten gebracht. Er bemüht sich zwar, die Einberufung einer waren es 14 Prozesse, wobei es sich um drei Freisprechungen, vier haben mir oben einen Strick gedreht und werden mich wohl rausschmeißen. Das beste ist: wir spielen Theater, indem ich Sie selbst neuen Generalversammlung von der Knappschaftsverwaltung und Wochen Gefängnis- und 1075 Mart Geldstrafe handelte. verhafte. Sie bekommen höchstens ein halbes Jahr und, wenn Sie ber Bergbehörde zu erflehen, er droht ferner, die in der Generalrauskommen, bekommen Sie von mir 2000 M. Dem Zeugen er bersammlung abtrünnig gewordenen Weltesten aus der Organisation auszuschließen, desgleichen die Aeltesten, die künftig die Knappschien diese Gage afzeptabel. Er willigte in die neue Stomödie. schaftsforderungen nicht genügend vertreten. Aber alles hilft nichts. Die Verhaftungsszene sollte auf den sogenannten Laufe Die Herrlichkeit des Gewerkvereins im Saarrebier ist zu Ende. Er soll dort nach vorliegenden Mitteilungen nur noch 2-3000 22 it= Das Gemeindekollegium Nürnbergs hat Anfang dieses Jahres part"( Courbièreplatz) vor sich gehen. Da erschien denn auch Voß, glieder haben. Daß der Kampf des Bischofs Korum von Trier einen sozialdemokratischen Antrag angenommen, der Frage der pacte Ponkowski ganz nach Verabredung, Ponkowski widersezte negen den Gewerkverein zu der gewaltigen Mitgliederflucht bei- Unentgeltlichkeit der Geburtshilfe näherzutreten und zu diesem sich scheinbar, Voz rief Schuhleute hinzu, diese fesselten Bonnetragen hat, sei nur nebenbei bemerkt. So ist der Gewerkverein 3wed Erhebungen über die Einrichtungen und Kosten in verschie. fosti und führten ihn ab. Der ganze Zwed der Komödie sei, im Saarrebier zu völliger Bedeutungslosigkeit herabgefunken. Nicht denen Städten zu pflegen. Nach Abschluß der Erhebungen und nach wie Pontowski bekundete und mehrere Beugenaussagen glaubhaft
Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter im Saarrevier.
„ Rausreißer" und" Auchkollege" war ein Arbeiter in einem
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Bom Straffonto der Parteipreffe.
Soziales.
Schwangerenfürforge.