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Nr. 2. 31. Jahrgang.
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Gewerkschaftliches.
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5 Proz. zu.
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Sonnabend, 3. Januar 1914.
blatt" wird die steigende Arbeitslosigkeit ihren Stempel Lieferungsvertrag und mit der Großeinlaufsgesellschaft 10 aufdrücken. Aller Voraussicht nach gehen wir einer neuen deutscher Konsumvereine in einem Vertragsverhältnis. Krisis, wenn auch vielleicht von kürzerer Dauer, entgegen. Wohl in Rücksicht hierauf waren hier die Lohn- und ArbeitsSo drückend ihre Wirkungen besonders in den Kreisen der bedingungen gegenüber den übrigen Schubfabriken auch einigermaßen Die deutschen Gewerkschaften im Jahre 1913. Arbeiter empfunden werden, so muß doch aufs tele ein erträglich. Es beſtand bis jetzt die 50 stündige wöchentliche Arbeitsund Schäftefabrikanten, dessen Mitglied die Firma ist, Das Correspondenzblatt" der Generalfommission der geschärft werden, daß in solchen kritischen Zeiten ein vor- zeit und wurden Ferien gewährt. Der Verband deutscher Schuh Gewerkschaften Deutschlands bringt, wie alljährlich, in Nr. 1 fichtig abgewogenes Vorgehen der Arbeiterorganisationen, bei hat vor vier Jahren die Firmeninhaber deswegen getadelt einen Rückblick auf das verflossene Wirtschaftsjahr. Nach dem Einmütigkeit auf allen Punkten der Kampfeslinie herr- und mit dem Ausschluß der Firmeninhaber aus dem Fabrifanteneiner Besprechung der wirtschaftspolitischen Zustände des schen muß, doppelt notwendig ist. Den wachsenden Anforde- verbande gedroht. Die Firma bat, von einem Ausschluß ab ahres 1913 und einer statistischen Darstellung über den Berungen größerer Kämpfe wird die Schaffung einer zentralen zusehen und versprach damals, bei dem nächsten Tarifabschluß den schäftigungsgrad wird die gewerkschaftliche Bilanz wie folgt Streifunterstützung durch den diesjährigen Gewerkschafts- begangenen Fehler" wieder gut zu machen. Die Firma hat denn schäftigungsgrad wird die gewerkschaftliche Bilanz wie folgt kongreß Rechnung tragen, so daß, wenn solche Kämpfe uns auch heuer den Tarifvertrag gekündigt und mutet uun ihrem gezogen: Die Gewerkschaften konnten sich den ungünstigen Wir- aufgezwungen werden, auch ihr Erfolg berbürgt werden kann. Berional eine fünfstündige wöchentliche Arbeitszeitverlängerung. Fortfall der jährlichen Ferien und Lohnreduzierungen von 8, 4 und Die am Silvesterabend noch unter Zuziehung des Lungen der Wirtschaftslage nicht ganz entziehen. Wenn auch So können wir auch der dunkelbewölkten Zukunft getrost ins Fortfall der jährlichen Ferien und Lohnreduzierungen von 8, 4 und die meisten Organisationen wader standgehalten haben, hat Auge schauen und alle Kräfte für die weitere Stärkung unserer Unternehmerverbandssekretärs aus Frankfurt gepflogenen Unterdoch eine Minderzahl mit teilweise recht erheblichen Mit Organisationen aufwenden, denn nur in diesem Zeichen handlungen scheiterten. Der Hauptvorsitzende des Zentralverbandes deutscher Schuhmacher Genosse Simon Nürnberg ließ die Herren gliederverlusten lämpfen müssen. Bon 49 Verbänden, deren werden wir siegen! nicht in Zweifel darüber, daß sich die Arbeiterschaft derartiger VerMitgliederzahlen für das dritte Quartal 1913 uns schlechterungen zu erwehren vissen wird, selbst wenn es zum Weißvorliegen, hatten 19 einen Rückgang von Mitgliedern zu bebluten kommen sollte. Es wird dringend ersucht, den Zuzug von flagen. Diese 49 Verbände( einschließlich der Landarbeiter Fabritschuhmachern und Stepperinnen nach München zu verhindern. und Hausangestellten) zählten am Ende des dritten Quartals 1912 2595 339 Mitglieder, dagegen am Schlusse des dritten Quartals 1913 nur 2575 663 Mitglieder. Der Rückgang beträgt 19 676 Mitglieder oder 675 Proz. Keine Angaben lagen von einem Verband mit 8517 Mitgliedern vor. Es ist nicht anzunehmen, daß das vierte Quartal des lezten Jahres günstigere Verhältnisse aufzuweisen hätte, so daß die Gesamtamitgliederziffer hinter der des Vorjahres, wenn auch nicht erheblich zurückgeblieben sein dürfte. Es wird die dringendste Aufgabe alle Gewerkschaftler in dem neuen, vor uns liegen
Berlin und Umgegend.
Achtung, Buchbinder und Buchbindereiarbeiterinnen. Die Firma Rismet- Registratur". Rosentaler Straße 13, ist wegen tarif licher Differenzen gesperrt!
Das Personal ist entlassen worden, weil es die ihm nach Tarif zustehende Bezahlung der Feiertage beanspruchte. Bor Arbeitsannahme wird gewarnt. Berde niemand zum Streitbrecher. Die Ortsverwaltung.
Ausland.
den Buch
Der Kampf der österreichischen Buchdrucker. Nachdem jede Aussicht auf friedliche Beilegung des Konfliktes beseitigt schien, haben die österreichischen Buchdruckergehilfen ihre Forderungen den Prinzipalen einzeln übermittelt. Bis jetzt haben in ganz Desterreich 280 Offizinen diese Forderungen angenommen. In diesen Offizinen arbeiten 2800 Gehilfen und 500 Hilfsarbeiter zu den neuen Bedingungen. Was Niederösterreich Tarifbewegung in der Münchener Schuhinduftric. anlangt, so verzeichnen die Buchdrucker in Wien 63 TarifDer in der Münchener Schuhindustrie( Ringfabriken) bestehende annahmen, 8 in der Provinz. In Wien haben 1300 Ge den Jahre sein, darin wettzueifern, daß der Verlust so bald vierjährige Tarifvertrag ist am 31. Dezember abgelaufen. Die vom hilfen und 400 ilfsarbeiter die Vorteile dieser Abs als möglich wieder ausgeglichen wird. Uber die Lohn- und Tarifbewegungen lesen wir: Den Einigungsamte gemachten wiederholten Versuche zum Abschluß eines fchlüsse. Es war ein schweres Stück Arbeit, das durchzusetzen, es Höhepunkt der gewerkschaftlichen Vorgänge im Berichtsjahre Ihre Angebote sind geradezu ein Hohn auf die feit vier Jahren ein neuen Vertrages scheiterten an der Hartnäckigkeit der Unternehmer. ist aber gelungen troß dem Terrorismus der Unternehmer. Ein Wiener Druckereibefizer erzählte, daß die gabrikanten, bildeten die großen Lohn- und Tarifbewegungen. getretene Teuerung. Wurde den Herren in einer der Sizungen doch die feine Kunden find. ihm mitgeteilt hätten, daß sie ihm enn auch die Voraussage, daß das Jahr 1913 ein Kampfjahr nachgewiesen, daß die Durchschnittslöhne der weiblichen Arbeiter 8, alle Bestellungen und der in seiner Druderei oon außerordentlicher Bedeutung sein werde, sich nicht ganz 9 und 10,50 M., die der männlichen Arbeiter 16, 18 und 20 m. bes hergestellten Zeitschrift alle Anzeigen ent erfüllt hat, da es gelang, die umfangreichsten Bewegungen tragen, wobei in Betracht gezogen werden muß, daß München ein ziehen würden, wenn er den Gehilfentarif friedlich zum Abschluß zu bringen, so waren doch noch immer sehr teures Pflaster ist. Nur die best qualifiziertesten Ar- unterschreibe! Die Umstände, unter denen das geschah, hin große Kämpfe zu verzeichnen, vor allem im Malergewerbe, beiter bringen es in der besten Geschäftszeit auf 30 bis 34 M. machen es wahrscheinlich, daß die Aktion gegen einer Industriellenorganisation organisiert dessen Unternehmertum es darauf abgesehen hatte, die Ar- Die von den Unternehmern gemachten Angebote würden nur bruckereibefizer von eine Erhöhung der Löhne von 20 bis 40 Pfennig wurde. Das tun dieselben Herren, die sonst über den„ Terrorismus" beiterorganisationen weißbluten zu lassen, nicht minder auch in der Woche betragen, wobei noch zu bemerken ist, der Arbeiter zetern und das Prinzip verkünden, jeder Unternehmer in der Werftindustrie, wo das unbesonnene Vorgehen der Ar- daß die Fabrikanten, die vorzüglich zu rechnen verstehen, nur folle als Herr im eigenen Hause" die Arbeitsverhältnisse in seinem beiterschaft selbst schwere Organisationskonflikte nach sich zog. jene Bofitionen erhöht haben, das ganze Jahr Betrieb regeln, wie es ihm beliebt! Größere Kämpfe waren auch in der Binnenschiffahrt, in der über entweder gar nicht oder nur sehr wenig gearbeitet wird. Mit welchen erpresserischen Mitteln die Blätter der Scharfmacher Krefelder Färberei, in der Stuttgarter Maschinenindustrie, als darauf die Organisationsvertreter nicht eingingen, stellten die arbeiten, zeigt aud) die„ Buchdruckerwehr", das Organ des Reichsin der Berliner Herrenkonfektion und im Stettiner Hafen zu Fabrikanten an sie die Zumutung, entweder den seitherigen Vertrag verbandes der österreichischen Buchdruckereibejizer. Dieses Blatt berzeichnen; sie endeten mit Ausnahme des Berliner Schneider- ohne weitere Erhöhung auf ein weiteres Jahr zu verlängern, oder idreibt über die Prinzipale, die die Forderungen der Gehilfen erftreifs und des großen Kampfes der Maler erfolglos. Darin aber einen vierjährigen Vertrag mit den von den Fabrikanten ge- füllen, ohne die Scharfmacher un Erlaubnis zu fragen: machten Zugeständnissen anzunehmen. Eine Versammlung der bezeigte sich wiederum die der Arbeiterschaft nachteilige Wirt teiligten Arbeiter und Arbeiterinnen beschloß in geheimer Abstimmung schaftslage, die den Erfolg ihrer Lohnfämpfe fast völlig in gegen zwei Stimmen, die beiden Vorschläge der Fabrikanten ab= Frage stellte. Freilich hatten auch die Arbeitgeber des Maler- zulehnen und in Würdigung der gegenwärtigen schlechten Stongewerbes mit ihrer großen Aussperrung kein Glück; sie be- junktur zunächst tariflos weiter zu arbeiten. Da die Fa zahlten ihr provokatorisches Drauflosgehen mit der Zer- britanten durchblicken ließen, daß sie in diesem Falle eventuell Splitterung ihrer Organisation. Die Tarifbewegungen im zu Abzügen greifen würden, ist es nicht ausgeschlossen, daß Bau- und Holzgewerbe sind erfolgreich für die Arbeiterschaft es schon in den nächsten Tagen zu einem Kampfe lommen wird. beendet worden. Ein großes Verdienst um die schiedliche Aus- In der größten Münchener Schuhfabrit Monachia( Gebrüder Regensteiner), die außerhalb des Münchener Fabrikantenrings steht. gleichung der Differenzen haben sich dabei die Herren Un haben am Silvesterabend sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen nach parteiischen erworben, denen der Dank der gesamten Be- Ablauf ihrer vertragsmäßigen Sündigung die Arbeit niedergelegt. teiligten wie auch der Deffentlichkeit gebührt. Die Schuhfabrik Monachia steht mit dem Konsumverein SendlingMünchen, der größten Konsumentenorganisation am Platze, in einem
Dem kommenden Jahr so schreibt das„ Correspondenz
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Kleines Feuilleton.
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Diese eingeschüchterten, augstschlotternden Renegaten werden wir in der nächsten Nummer der Buchdruckerwehr" veröffentlichen. Und hier sei vor allem eine Ansicht bekämpft, die in den Angstföpfen dieser Herren fpufen könnte. Es ist eine durchaus irrige Meinung, daß diese Firmen des Vorteils teilhaftig werden, den die anderen Prinzipale durch ihr zielsicheres Auftreten gewinnen, im Gegen teit, die gesamte Brinzipalität wird Mittel und Wege finden, die es diesen Firmen zum dauernden Bewußtsein bringen, was es heißt, im guten ehrlichen Kampfe feige die Reihen der Seinen zu verlassen, die Waffen wegzuwerfen, ängstlich zu paktieren und sich so selbst außerhalb der Prinzipalsorganisation zu stellen."
Trotzdem gelingt es den Gehilfen, immer mehr Tarifaner fennungen durchzufeßen. Es ist schon eine schöne Liste von Prin zipalen, die die Gehilfenforderungen angenommen haben, vorhanden.
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Notizen.
Pellagra. Bei einem zweiten Verfuchsaffen trat ebenfalls schwere, I Größe und Würde ging auch von den Darstellern aus. Parsifa typische Bellagraertranfung auf. Die wichtigen Untersuchungen, von wurde durch Paul Hansen glaubhaft in der Erscheinung des fünddenen wertvolle neue Aufschlüsse über die Bellagra zu erhoffen sind, haften Toren" gegeben. Gesanglich stand der Künstler weit höher haben jedenfalls schon bewiesen, daß die Pellagra durch ein Virus, denn je. Manchmal nur war sein Gebärdenspiel übertrieben. einen Mikroorganismus Ein Denkmal Robespierres. In der Pariser Vorstadtgemeinde von Berkefeld- Filtern hindurchgeht. übertragen wird, das durch die Boren Eine großartige Leistung, sowohl in gesanglicher wie darstelleSie fonte rischer Hinsicht gab Melanie Sturt als Kundry. Saint- Quen, die von einer sozialistischen Mehrheit verwaltet wird, sehr wohl bor Wagners Forderungen, an die Vertreterin ist dem Unbestechlichen der großen Revolution ein Standbild geMufil. diefer bysterisch hypnotischen Gestalt mit Ehren bestehen. weiht worden. Das von dem jungen Bildhauer Broquet ge- Wagners Parsifal im Deutschen Opernhause. Julius Noether war im letzten Moment für den erkrankten schaffene Werk stellt Robespierre in der trozigen, stolzen Haltung Stun hat sich der Tempel des heiligen Grai auf den Opernbühnen Berner Engel als Amfortas eingesprungen, und er löste seine Aufdar, in der er am 9. Thermidor der ihn umbeulenden Meute der der Welt erschlossen. In heißem Bemühen rang Wagner im Barfifal gabe vortrefflich, allerdings mit einem Aufwand an Kraft der Berschwörer die Stirn bot. Das zwei Meter hohe Denkmal ist vor um die Erschaffung des Alkunstwerks, und was er ſauf, zeigt seine Stimme, die doch schwerlich ein Sterbenstranker übrig haben sollte. läufig in Gips entworfen und wird bald in Bronze ausgeführt künstlerischen Kräfte mit all ihren Mitteln in höchster Bewegung. Eduard Schüller ( Klingfor), Ernst Lebmann( Titurel), Robert werden. Bei der Enthüllung sprachen u. a. die sozialistischen Depu- Parsifal ist das malerischste aller Musikdramen. Die Tableaus darin Blaz( Gurnemanz), Richard Rübsamen( zweiter Gralsritter), tierten Rouanet, ein ausgezeichneter Kenner der Revolutionsgeschichte, gehören zu den schönsten, die menschliche Phantasie jemals erdacht ferner die beiden Gruppen der sechs singenden Blumenmädchen und Sembat. Sembat fagte unter anderem: hat. Nur ein Musiker konnte diese Dichtung schreiben, diese Szenen leisteten durchgehend Gutes, desgleichen endlich die Chöre im Grals" Berehren wir nicht mit geschlossenen Augen! Aber erneuern wir und Effekte erfinden, und nur ein Dichter fonnte sie in eine Wufit tempel. In diesen Tempelchören wie in den Chören der Blumenmädchen freudig diese große Erinnerung! Das Licht, das wir schauen, wird ſegen, die, allenfalls mit Ausnahme des Starfreitagszaubers und des stehen wir recht eigentlich den Kirchen- und Opernhören der Zukunft uns helfen, besser unseren Weg zu überblicken und Irrtümer zu Chors der Blumenmädchen ohne die empfindlichsten Schädigungen gegenüber. Nicht genug, daß darin die Schönheiten des Ensemblebermeiden. Er wollte die Herrschaft der Tugend auf Erden nicht ihrem Rahmen entriffen werden können. Der Zahl gesangs gewahrt sind, erkennen wir gleichzeitig Wagners Jdeal, das errichten. Das war zuviel gefordert. Aber sind wir nicht gar zu der Tafte nach( 4347) stellt Barsifal, nächst Rheingold, das nur feine Wiederholung von Worten und fein sinnloses untereinanderanspruchslos geworden? Er war ehrgeizig, aber sein vornehmer, 3905 Tatte hat, die kürzeste Partitur Wagnerscher Werke dar. Kaum mengen des Textes gestattet, sondern verlangt, daß jedes Mitglied Hoher Ehrgeiz opferte den Ruhm der Persönlichkeit dem Triumphe ein anderes aber fommt ihm gleich an Reichtum der Motive( 37), des Chors ein selbständiger Schauspieler sein soll. der Jdee. Er war ein Enthusiast. Und ach, wie welft der Enthusias die in steter Wiederholung erflingen; und kaum ein anderes hat eine Das Publikum stand im Banne der schönen Aufführung, die, mus in unserer Zeit dahin! Die Strife von heute ist im Grunde so ganz nach Innen fonzentrierte Handlung aufzuweisen, die aller zwei Baufen von je 20 und 40 Minuten miteingerechnet, fast sechs die des Enthusiasmus. Der Enthusiasmus ist etwas so Koitbares, daß man ihm seine Ausschweifungen verzeihen muß. Er dings auch ungewöhnliche Geduldproben vom Hörer erbeischt, selbst Stunden lang dauerte. Es hielt natürlich geduldig aus. Daß aber rig Robespierre so weit fort, daß er die verfolgte, die nicht an das dann noch, wenn er sich mit einer fünf- bis sechsstündigen Dauer der Barjifal Repertoireoper werden könnte, darf troß dieser Probe der Vorstellung vertragen lernt. bezweifelt werden. Und es ist ja auch nicht einmal zu wünschen. höchste Wesen glaubten. Vermeiden wir so viel als möglich solche ek. Unduldsamkeit und verfolgen wir die nicht, die an dieses Wejen all ihrem Schaffen ein ernstes Bemühen um die Kunst geoffenbart. Die Leitung des Charlottenburger Opernhauses hat bisher in glauben! Aber bewahren wir Robespierre eine lebendige Erkenntlichkeit dafür, daß er den ganzen Wert der sittlichen Kräfte und die In einer Aufführung des Parsifal zeigt sie sich auf dem gleichen Wege. Bei der Inszenierung ist man in zweierlei Dingen von der tägliche Notwendigkeit eines hohen, strahlenden Jdeals empfand!" - Das Millionenbild. Jm Kaiser Friedrich. Die Duldsamkeit, die Genoffe Sembat hier predigte, hat den Bayreuther Tradition abgewichen. In dem Maße, wie sich der Gegnern der Revolution auch diesmal gefehlt. Die hämischen Glossen Kunstgeschmack seit Jahren zu seinem Besseren entwickelt hat, waren Museum ist jetzt das Bild des altflandrischen Maiers aus dem mancher bürgerlichen Blätter zeigen, daß der egoistische Haß der auch die Dekorationen von allem abgelebten Theaterzauber" freizu- 15. Jahrhundert Hugo van der Goes aufgestellt, das von den balten. Wagners Zauberfchloß und garten waren Jdealbilder von geldbedürftigen Mönchen des spanischen Klosters Monforge für eine Mächtigen heute nicht milder ist als die doktrinäre Strenge überwältigender Bracht. Sie hatten aber selbst Wagners Erben nicht million erworben und erst nach lleberwindung langwieriger des alten Revolutionärs und, vom schlechten Gewissen mit dem Das Bild stellt eine Schreckbild neuer Revolution beunruhigt, heute weniger denn je daran denkt, zu entwaffnen. Beleuchtungskunst. Alles trug den Stempel des Feenhaften, große Bedeutung: als Wert der Menschenmalerei, die sich aus der Fortschritte der Bellagraforschung. Dem amerikanischen Arzte llebernatürlichen. Hiervon hat man sich im Deutschen Opernhause Abhängigkeit von mönchisch- pathetischem Empfinden befreit und in Dr. William H. Harris, der die Bellagraforschung zu seinem Sonder ferngehalten. Gewiß, die durch zwei Idealbäume mit leicht be- der Natur ihr höchstes Vorbild erkennen und erwählen lernt. gebiete gemacht hat, ist es neuerdings gelungen, die furchtbare Krants wegiem Gerante dargestellte Begetation entbehrte auch wie dort des Theaterchronit. Außer den weiteren drei Parsifal , heit der italienischen Proletarier auf Affen zu überpflanzen. Er Pflanzengrüns; aber sie wirkte gleichwohl duftig und berückend. Vorstellungen des Deutschen Opernhauses" vom 14., 18. und ging dabei von der Annahme aus, die Bellagra werde durch einen Die Blumenmädchen hingegen, angetan mit schleierhaften Gewändern, 20. Januar, die schnell so gut wie ausverkauft waren, finden noch Mikroorganismus hervorgerufen, und zwar durch einen außerordent muteten wie ein föstlicher Frühling an in ihren freien, mehr dem vier Vorstellungen im Januar statt: am Donnerstag, den 22., lich kleinen, der selbst durch einen Berkefeld- Filter hindurchgeht. Bei Auge des Beschauers von heute wohltuenden Tanzbewegungen. Die Sonnabend, den 24., Sonntag, den 25. und Donnerstag, den feinen Versuchen hat er, wie die„ Klinisch- Therapeutische Wochen Wandeldekorationen fielen weg. Die ganze Inszenierung suchte mit Sonnabend, den 24., Sonntag, den 25. und Donnerstag, den 29. Januar. Der Billettverkauf beginnt am Dienstag, den schrift" berichtet, Berkefeld- Filtrate des Krankheitsgiftes verwendet, Glüd den Sinn der Handlung wiederzuspiegeln. Das Sauberschloß 6. Januar. die aus Drganen( Haut, Darm, Zentralnervensystem) an Bellagra zeigte einfach stilisiertes Gemäuer; der Gralstempel war pruntlos Kunst chronit. August Made zeigt auf der 21. Ausertranfter Menschen gewonnen waren. Diese Filtrate wurden den gehalten. Nur das Gold der Säulen stach etwas heraus. Bei der Verfuchstieren unter die Haut, in Venen oder in den Kopf einge Blumenaue vermochte die Felspartie im rechtsseitigen Vordergrunde stellung Der Sturm Potsdamer Str. 134a zum ersten Male fprizt. Das Bellagragift, das dem ersten Versuchsaffen, einem nicht recht zu überzeugen. Auch die Bäume des Zauberwaldes kollektiv seine Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Ferner sind Rhejus- Affen, einverleibt wurde, stammte von einem Falle schwerer schienen in ihrer nadten Geradestämmigkeit etwas zu sehr stilifiert zu neue futuristische und kubistische Gemälde ausgestellt. Bellagra mit tödlichem Verlaufe. Nach mehreren Monaten ent- fein. Was die Farbe der Rittergewänder anbelangt, so hatte Wagner fich ftellung ist täglich von 10 bis 6 Uhr und Sonntags von 11 bis 2 Uhr widelten sich bei dem Affen unregelmäßig- dunkle Hautflede an erst für blaue und rote, dann für rote und weiße entschieden. geöffnet. verschiedenen Stellen, das Tier magerte ab und ging schließlich unter Hier waren sie durchweg weiß mit blauem Besaz. Das entsprach- Sargflaschen. Der giftwarnende Totenkopf auf geden Erscheinungen der Pellagra zugrunde. Die Leichenöffnung ergab entschieden der Zeit wie der Würde der Gralsritter besser. freugten Beinknochen schützt bekanntlich keineswegs vor Vergiftungen außerordentliche Abmagerung, unregelmäßige Pigmentflecke an der Schön war das Bild des rot erglühenden Kelches. Ein gleicher durch Flaschenverwechselung. Der Gesundheitsrat in Washington Haut und Entzündungserscheinungen im Dünndarm, und die mikro Schimmer ergoß sich über die Gruppe der ringsum Knieenden, und ist auf der Suche nach einem besser sichernden Mittel jezt bei dem ftopische Untersuchung der betroffenen Hautstellen ergab die voll die in strahlendem Weiß fich langjam herniedersenkende Taube er- Borichlage angelangt, Gifte fortan nur in Flaschen von Sargform ständige lebereinstimmung mit der Hauterkrankung bei menschlicher höhte den Eindruck des Feierlichen, Erhabenen . zu verkaufen.
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mehr genügt. Und so präsentierte sich denn der Bayreuther Bauber- Hinderungen aus dem Lande gelassen wurde. garten von 1911 als ein wahres Wunder der Dekorations- und Anbetung der Könige" dar und hat geschichtlich und malkünstlerisch
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Die Auss