bergische Regierung abgegeben. Bayern und Badenfrufen. Es ist ja noch nicht lange her, daß wir den temperament- fangler dazu beglüdwinien, daß es abgelehnt worden ist. find von vornherein ausgenommen. So sehen wir, daß sich hier vollen Ausbruch des Kronpringen erlebten; während der Rede des an ihn ein Telegramm zu fenden. Allerdings wurde hinzugefügt, wieder einmal eine preußische Eigenart auszubilden scheint, Herrn v. Heydebrand hier im Hause ericholl gerade an den Stellen, man wolle damit kein Mißtrauen gegen den Reichskanzler aus auf die das preußische Bolt wirklich nicht stolz zu sein braucht. Die gegen England gerichtet waren, aus der prinzlichen Loge demon sprechen( Große Heiterkeit) und das macht diese Unterlassung wieder ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Freilich hat das Straß- strativer Beifall. Nicht so in der Deffentlichkeit bemerkt, aber nicht wertlos. burger Gericht gesagt, der Soldat nehme seine Bestimmungen gewisser weniger unheilvoll waren die abenteuerlichen Pläne des maßen im Tornister mit nach Elsaß- Lothringen . Wenn das richtig Kronprinzen während des türkisch - italienischen Krieges. Endlich der sein soll, dann würde in Elsaß- Lothringen preußisches, bayerisches, Regiments befehl, wo die badisches und württembergisches Recht gelten, und das wäre dann für dieses Land ein Rüdfall in die schlimmsten Zeiten der Klein staaterei und des deutschen Absolutismns.( Sehr richtig! lints.) Selbst nach der Drder von 1820 hätte eine Bestrafung der Offiziere erfolgen müssen, denn auch nach dieser Drder darf nur eingeschritten werden bei inneren Unruben. Daß innere Unruhen aber nicht vorhanden sind, wenn ein paar Leute zusammenstehen, und selbst wenn sie pfeifen und schimpfen, darüber besteht kein Zweifel. Nach den eigenen Angaben des Oberst v. Neuter war es am 28. November auf den Straßen von Zabern ruhig. Trotzdem hat er.
auffahren lassen.
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Abg. Dr. Frank( fortfahrend):
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Was die Herren im Herren- und Abgeordnetenhause nicht sagen wollen, weil sie doch eine gewisse Rücksicht üben müssen, wurde gefagt bei den
Was wird nun der Reichskanzler tun, um die persönliche Freiheit der Staatsbürger zu schüßen? Die Vorgänge von Babern tönnen sich jederzeit in jedem Teile haben zwar erklärt, daß nach den dortigen Bestimmungen so etwas Deutschlands wiederholen. Süddeutsche Regierungen In Preußen aber besteht die Gefahr, nicht möglich sei. Bis jett daß an jedem Tage sich ähnliches wiederholt. Die der Reichskanzler tun will.
wissen wir nicht, was
Geschichte mit dem gebrochenen Herzen vorkommt; wo es heißt, es wäre fein höchftes Soldatenglüd, an der Spize feiner Husaren gegen den Feind zu reiten.( Große Er regung und Lärm rechts. Zuruf bei den Sozialdemokraten: Ruhe, Spiritus- Zentrale!) Präsident Kaempf: Sie dürfen keine Beleidigungen Ordensverleihung an den Oberst v. Reuter bat gegen den Kronprinzen aussprechen.( 3urufe bei den Sozialdemo- nicht gerade beruhigend gewirkt. Gerade in diesem Augenblick der fraten: Er zitiert ja lediglich!) außerordentlichen Erregung hätte der Reichskanzler, wenn sein Einfluß foweit reicht, diese Ordensverleihung verhindern müssen. ( Lebhaftes Sehr richtig!) Vielleicht sieht er aber gar nicht, was im ſcharfe Patronen austeilen und die Maschinengewehre wenn ich den Kronprinzen zitiere. Id) will nur feſtſtellen, ichlaflofen Rächten gesprochen. Wir bedauern dieſe Unruhe Ich kann mir nicht denken, daß eine Beleidigung darin liegt, Bolte borgeht. Er hat im preußischen abgeordnetenhaufe von seinen daß das höchste Soldatenglück, an der Spize eines Regiments in bei Nacht, aber wir fürchten, daß er das, was er nachts versäumt, ( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten, Pfuirufe.) Der Oberst sagt, die Schlacht zu reiten, für den größten Teil des deutschen Volles am Tage nachholt.( Schallende Heiterkeit.) Er hat im Herrendie Zivilverwaltung hätte gezögert. Die elfaz- lothringische Regie- das größte unglüd ist.( Lebhafte Zuftimmung bei den Sozial- hause über die Instruktion der Stimmen der eliäifischen Vertreter rung und fämtliche Zivilzeugen haben ausnahmslos erklärt, daß das demokraten.) Die Thronrede hat mit Genugtuung festgestellt, daß im Bundesrat Erklärungen abgegeben, die nicht stimmen, und nicht richtig ist. Aber selbst wenn Oberst v. Reuter der Meinung der Weltfriede gesichert ist, und zur gleichen Zeit schwärmt der fünftige er hat im preußischen Abgeordnetenhause versichert, daß er im Reiche war, daß die Zivilverwaltung ihre Pflicht nicht tat, ein einziges Staiser von dem höchsten Soldatenglüd. Der Reichskanzler muß das im Geiste des Preußentums regieren wolle. Mit Telephongespräch nach Strazburg hätte Hilfe gebracht.( Sehr richtig!) Verantwortlichkeitsgefühl der in Betracht kommenden Stellen schärfen, diesem Versprechen, mit dieser Bitte um gutes Wetter wird er aber Oberst v. Reuter wollte sich aber nicht beschweren, weil er es zum wenn solche Dinge sich ereignen. den Herren nicht genügen, die wollen mehr, die wollen, Konflitt treiben wollte.( Sehr richtig! links.) Gleichzeitig mit den Vorsiößen des Herrn v. Jagow und des daß er den Reichstag zum Teufel jagt. Bor Gericht hat er stola erklärt, er nähme alles auf sich. Kronprinzen wurde im Herrenhaus und im Ab- Herr v. Seydebrand bat uns in einem unvorsichtigen AugenWarum hat das Gericht ihn nicht gefragt, wer ihm den Be- geordnetenhaus vom Leder gezogen. Dort wurde getobt blid zugerufen: Machen Sie doch endlich Revolution! fehl zu seinem Verhalten gegeben hat.( Sehr gut! lints.) Das und geschimpft gegen die elsässische Verfassung, gegen die Befiz-( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wenn jemand eine Revolution Gericht hat angenommen, daß er in jedem Fall an sein Recht steuern im Reich, gegen die Reform des preußischen Wahlrechts, mit machen will, dann wird er sich den Zeitpunkt nicht von Herrn geglaubt hat. Dem ist entgegenzuhalten, daß er durch den Kreis- einem Wort, es wurde demonstriert für die Aufrechterhaltung der b. Heydebrand bittieren lassen.( Sehr gut! und Heiterkeit bei den amtmann ausdrücklich belehrt wurde, daß er die Rechtsbelehrung tonservativen Klassenherrschaft. Aber um das auszudrücken, hat Sozialdemokraten.) Alles, was von den Herren auf der Rechten aber zurüdgewiesen hat.( Hört! hört! links.) Sonst sind man eine ganz bestimmte historisch geprägte Form. Man sagt nicht gesprochen wurde von den schlappen Beamten, war nicht nur für die die Gerichte nicht so zimperlich. In dem Verfahren gegen die Ab- etwa: Auf in den Kampf für die konservative Herrschaft und die Reichslande gemünzt, sondern gilt auch für Sie, Herr Reich 3 geordneten einert und Borchardt hat das Gericht gesagt: Privilegien des Grundbesizes, man sagt vielmehr: Auf tanzler. Ich bin der Meinung, daß in furzer Zeit feine Bartei Auch wenn sie nur im Zweifel gewesen wären über ihre Befugnisse, in den Kampf zum Schutze der Kommando mehr Vertrauen zu dem Herrn Reichstanzler haben dürfte, und er hätten fie die Möglichkeit einer Rechtsverlegung annehmen gewalt des Königs! In Donaueschingen war angeordnet wird dastehen, verlaffen wie ein König Lear, und auch müssen, und darin bestehe ihre Schuld."( hört! hört! bei den worden, ein richtiges Gerichtsverfahren solle stattfinden. Dann tam die Cordelia Bassermann wird ihn verlassen.( Stürmische Sozialdemokraten.) Aber Oberst v. Neuter hat im guten Glauben das Urteil gegen Forstner, und nun sezte die militärische Kamarilla Heiterfeit im ganzen Hause.) gehandelt! An sich sind uns die Persönlichkeiten ziemlich gleich ein, und nachdem sie ihren Willen an die Stelle der Kommando- Wir sind mitten im Konflikt drin, und die Frage ist nur, wie gültig. Nur angesichts des förmlichen Kultus, der mit Reuter und gewalt gefekt hatte, rief fie: wir fämpfen für die Kommandogewalt! fich das Bürgertum in diefem Sonflitt verhalten wird. Es ist Forstner getrieben wird, muß hier festgestellt werden, daß zu einer Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) War etwa die Proklamation starter, als es selbst weiß, und es überschäßt die Bedeutung solchen Berherrlichung fein Grund vorliegt. Der Oberst hat zu des Herrn v. Heydebrand gegen den Kaiser im November 1908 auch der Konservativen. Die Konservativen hätten längst nicht mehr einem Unschuldigen, der bei ihm sein Recht suchen wollte, aber die ein Stampf für die Kommandogewalt? Als in jener Zeit eine ganz wirtschaftlich und politisch die Bedeutung, wenn das Bürgertum Müge nicht abnahm, gesagt:„ Du Lump, weißt Du nicht, unverfängliche Notiz in der Kölnischen Zeitung " erschien, wurde sie nicht stüßen würde.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) wie Du Dich vor einem preußischen Oberst zu be damit gedroht, daß der Geist der Unzufriedenheit auch in das Das Bürgertum glaubt immer noch, das häuflein da drüben wäre nehmen haft!" ( Lebhafte Zwischenrufe bei den Sozial Offiziertorps gedrungen fei. Was sollte denn damit gesagt noch die alte fonservative Partei mit ihrem sicheren Machtinstinkt und demokraten.) Das hat derselbe Mann gesagt, der der sein? Vielleicht ist der höchsten Stelle in Wahrheit gedient, wenn eisenharten Willen. Die Herrschaften da drüben find nervös gewor Meinung ist, e3 müsie Blut fließen, wenn einem gerade das Offizierforps daran gewöhnt wird, die gesetzlichen den.( Widerspruch rechts, Buruf: 3 wo!) Wie können Sie das 19 jährigen Leutnäntchen ein Wort nachgerufen wird, und der die Schranken innezuhalten.( Lebhafte Zustimmung links.) leugnen, wo Sie Ihre Nervosität doch schon dadurch beweisen, daß Ehre der Offiziere so hoch einschägt, daß er eine ganze Stadt unter Sie mich nicht einmal ruhig anhören tönnen!( Lachen rechts.) ein Schredensregiment segt. Ein solcher Mann hält sich für berech tigt, einen Bürger zu beleidigen und anzubrüllen.( Buruf bei den Präsident Dr. Kaempf: Sozialdemokraten: Größenwahn!) Einen Einjährigen, der Verhandlungen des wundervollen Preußentages. das Verbrechen begangen hatte, mehr zu studieren als der Herr Oberst( Heiterkeit.), nannte er Franzosentopf", nur weil er Er hat natürlich auch im Abgeordnetenhause getagt, nicht etwa im einige Semester in Paris studiert hatte. Eine sehr tattvolle Reichstag. Ueber den Reichstag wird vielleicht nächstens das Bemerkung eines Oberst in Elsaß !( Sehr richtig! links.) Und wie militärberbot berhängt werden, weil hier Gefahr für die hat sich Dberst v. Jagow über die Stüßen von Thron und Disziplin besteht.( Heiterfeit.) Ich weiß nicht, ob die Herren bei ihrer Altar, über die Behörden, die Richter und die Staatsanwälte aus- nächsten Tagung auch wieder im Abgeordnetenhause sein werden, gesprochen? Er hat ihnen denn sie bekommen schon Angst vor den Geistern, die sie riefen. Ihre Bahl wird immer fleiner, so daß fie das nächste Mal Sie überschreiten die Grenzen aber wesentlich.( Erneute Unruhe wahrscheinlich in einem Rommiffionszimmer des Reichstages Blaß bei den Sozialdemokraten.) oder doch Berleitung zum Meineid.( Buruf bei den Sozialdemokraten: haben werden. Ich würde empfehlen, ihnen zur Ver Oberst v. Reuters liegt ja ſehr nahe, daß man die beiden fügung zu stellen, in bem pie chiafilme Betfaliung gtHerren miteinander verwechselt.( Heiterfeit links.) macht worden ist. Dort hängt ein Bild des Freiherrn v. Stein Die Konservativen find unficber geworden. Sie sind auch längst Den Post beamten hat der Oberst nachgesagt, fie hätten mit der Inschrift: Ich habe nur ein Vaterland, das ist nicht mehr einig. Herr v. Oldenburg Januschau, dieser Briefe unterschlagen, während festgestellt ist, daß daran Deutschland ; ich bin nur ihm und nicht einem Teil davon von vielgenannte Staatsmann( Heiterkeit), ist unzufrieden mit den nichts ist, daß dies eine Berleumdung ist. Ferner hat er be- ganzem Herzen ergeben".( Lebhaftes Bravo!) Die Herren wollen tonservativen Vertretern hier im Hause. Sie sind ihm nicht genug hauptet, die vom Militär angezeigten Leute würden von der Staats- für Sitte und Ordnung fämpfen und als Erzieher des deutschen rüdsichtslos.( Heiterfeit links.) Wenn die Herren unter sich anwaltschaft doch nicht verfolgt. Die elsaß - lothringische Regierung Voltes wirken. Ihre Armee war nicht gerade imponierend, fie war nicht einmal einig sind, so sollte das für das Bürgertum ein Fingerzeig hat festgestellt, daß diese Behauptung unwahr ist, daß eine zusammengesetzt aus Generalen und Feldwebeln, während sein. Es schredt heute vor ernſten Stämpfen zurüd, weil es die einzige Anzeige vom Regiment eingelaufen ist. Die Soldaten fehlten. Für Zucht und Sitte wollen fie Niederlage noch nicht vergessen hat, die es vor 50 Jahren in der ( Hört! hört! links.) Der Mann, der so mit der Wahrheit umspringt, fämpfen und ihre Reden verraten eine so ungezügelte Roheit, daß Konfliktszeit erlitten hat. Aber geschichtliche Situationen wiederder wehrlose Gefangene derart behandelt, der die Ehre des Bürgers fie als Erzieher nicht auftreten dürfen. Es ist bolen sich nie ganz. Auch wenn jezt ein Bismard da wäre, nicht achtet, das ist Ihr( nach rechts) Held! Ich gönne Ihnen eine Ehre für den Reichstag, tönnte er die Entwickelung nicht mehr nach rüdwärts den Mann!( Sehr gut! links.) drehen. Die Freisprechungen sind erzielt worden durch eine plan- daß der giftigste haß und Angriff gegen uns gerichtet war. Präsident Dr. Kaempf: mäßige ege gegen Gefet und Recht, die von den( Lebhaftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es hat einen Konservativen und der Militärkamarilla ausging. An die Spige gewissen historischen Reiz, daß fast dieselben Angriffe mit genau den( Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Die Konfliktszeit gehört nicht zum Gegenstand der Interpellation. des Feldzuges stellte sich Herr selben Worten in den 50er Jahren gegen das preußische Abgeordnetenhaus gerichtet wurden. Damals wurde erklärt: das Unglück, Abg. Dr. Frank: die unitarische Gefahr, ruht im Abgeordnetenhaus, das alte ( Lachen links.) Er erklärte jede Bewegung eines Leutnauts für einen Preußen steckt in den ständischen Provinzen. Heute meinen die fich darum, Verfassungsrechte zu schützen und bei der Son Bei unserer und der fortschrittlichen Interpellation handelt es Att der Staatshoheit. Der alte Sag, daß der König nicht Unrecht Herren von der Kamarilla, daß diefes Abgeordnetenhaus die Grund- fliktszeit darum, daß das Bürgertum versucht hat, diesen tun fann, wird bon ihm erweitert zu dem Saße: Der Leutnant lage des alten Preußen sei. Die Herren haben sich auch heraus- Kampf leider vergeblich fann nicht unrecht tun.( Seiterkeit links.) Dieser Dr. jur. beruft sich genommen, sehr unvorsichtig, auf Einzelheiten einzugehen, und mit wenigen Strichen hervorheben, um das Gedächtnis des Bürgersiegreich durchzuführen. Das will ich auf Gefeße, die gar nicht eritieren.( beiterfeit links.) Er gefagt, die Anträge Erzberger , Scheidemann und Genofien sagt, wenn diese Geseze nicht existieren, müssen sie schleunigst ein- bei der Vorlage gegenüber der Kommandogewalt seien Untums aufzufrischen.( Sehr gut! links.) Die Lehren, die wir aus jener Zeit ziehen müssen, find die, daß geführt werden. Herr v. Jagow hat mit seiner Erklärung gegen verschämtheiten, wie man sie größer nicht denken fönne. Die der parlamentarische Kampf allein nicht genügt. Das erste Urteil über den Leutnant Forstner allerdings in ein anwesenden Herrn von der konservativen Fraktion hätten die Preußenschwebendes Verfahren eingegriffen und die„ Norddeutsche hat dann bündler doch belehren müssen, daß für einen nicht fleinen Teil dieser Er muß getragen sein von dem Willen einer großen ein ganz schüchternes Notizchen gebracht, daß über die Sache im Staats- anmaßenden Resolutionen auch die konservativen Proministerium geredet werden müsse. Das war aber auch alles, was geschah. tektoren des Preußenbundes gestimmt haben. Ich Dafür hat Herr v. Heydebrand im Abgeordnetenhause erklärt, mit bedauere, daß Mitglieder dieses Hauses, wenn auch von der rechten diesem tüchtigen Mann habe man noch großes vor.( Hört! Seite, dabei geblieben sind, als der Deutsche Reichstag in dieser hört! links.) Zweifellos ist Herr v. Jagow ein Mann von besonde- beschimpft wurde.( Lebhafte Zustimmung.) ren Fähigkeiten. Er ist ein Jurist, wie er alle hundert Jahre nur Auf die Einzelheiten, die dort gesagt wurden, will ich nicht eineinmal vorkommt( stürmische Heiterkeit) und ein Feldherr, der gehen, nicht auf die Angriffe gegen die Süddeutschen, wobei Herr noch nie geschlagen wurde und nie geichlagen werden konnte. Denu, v. Payer bei der Redensart mit dem Weingeist gemeint war. revolutionären Taten, wir hoffen nur von Ihnen, daß Sie den Mut wenn der Feind im Tiergarten bei den Demonstrationen In der Beziehung haben wir Deutsche uns alle nichts vorzuwerfen, haben, die Rechte, die Sie befizen, anzuwenden, daß Sie den Mut war, dann suchte er ihn draußen in Treptow.( Erneute Heiter der Süden liebt den Wein und das Bier, der Norden den Schnaps. zum Siege haben. Die Herren, da drüben, holen ihre Rechtsnitel feit.) Herr v. Jagow ist ein so großer Stratege, daß er fomman-( Große Heiterfeit.) Und wenn ein Nationalgetränt gewählt werden aus dem Schutt der Vergangenheit. Wir holen unser dierender General in Elsaß- Lothringen werden könnte, und seine foll, so wird der größte Teil doch wohl den jüddeutschen Bein Recht und unsere Straft aus dem Boden der Gegenwart. Wir, die juristischen und Verwaltungsfähigkeiten prädestinieren ihn zum vorziehen.( Heiterfeit.) Ernster ist, daß ein Oberlehrer Krause gemischte Gesellschaft, die sich Reichstag nennt, die Statthalter. Dann könnten diese Aemter miteinander ver- geheißen.( Heiterfeit) sich als Wortführer des Herrn v. Jagow Rotte, hinter der Millionen und Abermillionen bunden werden, und Herr v. Jagow ist der gegebene Dit gegen die Beamten gebärden konnte, die sich organisieren wollen, ft e ben, wir sind die wahren und wirklichen Schmiede der deutschen tator für Elsaß Lothringen und darüber hinaus die gewerkichaftliche Neigungen haben. Den Gipfel erreichte Zukunft.( Lebhafter, wiederholter Beifall bei den Sozialdemokraten.)
direkt Meineid vorgeworfen
Dr. jur. v. Jagow.
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für das Deutsche Reich. ( Stürmische Heiterkeit links.) der General , der über die Leistungen der Bayern bei
Ich muß bitten, zur Sache zu sprechen.( Unruhe bei den So zialdemokraten.) Abg. Dr. Frank( fortfahrend): Jch spreche darüber, wie die Parteien des Hauses sich zum Gegenstand der Interpellation stellen. Das muß der Präsident überhört haben. Präsident Dr. Kaempf:
Abg. Dr. Frank:
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Volksmehrheit draußen.
Das aber ist nach unserer Ueberzeugung heute der Fall. ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wir sind der Meinung, daß viele Millionen es heute mit uns als eine brennende Schmach empfinden, daß sie industriell und kaufmännisch zwar Be wundernswertes leisten, dabeim aber politisch entmündigt sein sollen.( Sehr richtig! links.) Wir erwarten von Ihnen feine
Auf Herrn v. Jagow trifft das Wort eines berühmten österreichischen Orleans sprach. Ich will über den Herrn fein Wort verlieren, da Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg( sehr erregt): Juristen zu: Er ist zu nichts und zu allem fähig! ich annehme, daß von berufener Seite hier, wo wirklich einmal die Ich muß sofort Verwahrung einlegen gegen die Worte, ( Stürmische minutenlange Heiterfeit.) Zudem stellte er sich unter Ehre der Armee verlegt wird. ein Wort gesagt werden die der Vorredner mit Bezug auf den deutschen Kronprinzen das Protektorat Sr. Kaiserl. Hoheit des Kronprinzen. wird( Lebhaftes Sehr richtig!), wenn ich auch nicht verlange, daß gebraucht hat.( Lautes Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Diese Maschinengewehre gegen den Preußenbund auf- Worte atmen den ganzen Haß der Sozialdemokratie Der hat ja an den Mann, der die ganze Aktion dirigiert hat, an gefahren werden. Nur eine Bemerkung will ich machen; der General gegen jeden soldatischen Geist.( Erneutes Lachen bei den Sozial den General v. Deimling und den Oberst Reuter, tele- b. Stracht schloß mit den Worten:" Wenn die Preußen tommen, demokraten; Bravo ! rechts.) Der Vorredner hat behauptet, daß der graphiert. Ich weiß nicht, wie der Tert der Tepesche war, ob er friegen alle Courage." Der weitere Verlauf hat gezeigt, daß man deutsche Kronpring in intimer Freundschaft mit Berächtern der Ber wirklich gelautet hat:" Immer feste drauf und Bravo!" auch umgefehrt sagen kann:„ Wenn die Bayern tommen, faffung und mit Staatsstreichhezern steht.( Sehr richtig! bei den Ich weiß auch nicht, ob der Kronprinz die Depeichen selbst verfaßt verlieren manche Preußen die Courage.( Große Seiterkeit Sozialdemokraten.) Das ist ein unerhörter Vorwurf, den hat. Der Stil ist derart, daß sie würdig wären, von Herrn und Sehr gut!) Wenn Sie nach Reichsfeinden fuchen wollen, finden Sie sie ich mit aller Entschiedenheit hiermit zurückweise.( Lebhaftes Bravo! v. Oldenburg Januschau verfaßt zu sein.( Große Heiterfeit.) Im Preußenbund. Ein Superintendent sprach seine Freude rechts und bei den Nationalliberalen; Lachen bei den Sozial Von diesen Vepeichen gilt, was der Reichsfanzler mit llurecht von darüber aus, daß der 18. Januar 1871 im Kalender der Kreuz- 3tg." demokraten.) Beschlüssen des Reichstage gefagt hat, daß sie staatsrechtlich gestrichen sei. Es muß der nationalliberalen Partei doch etwas unAbg. Dr. v. Liszt ( Vp.) ohne jede Bedeutung sind. Aber politisch find fie un heil- angenehm sein, wenn ſie ſieht, daß Anhänger von ihr Arm in Arm begründet die fortschrittliche Interpellation. Zurückweisen müssen wir boll und geradezu unerträglich.( Lebhafte Zustimmung links.) mit dem Preußenbund gegen den 18. Januar 1871 marichieren. Die Ausführungen des Abg. Frant, uns jei jetzt nach der Be Unheilvoll und unerträglich, nicht für die innere Politit. Da sind Schließlich prach Röitde seine Freude aus über das Zustande willigung der großen Heeresvorlage mit dieser Entwickelung der wir vielmehr dem Kronprinzen Dank schuldig, denn Hundert- kommen des Bundes. Er sagte aber auch, vor allem sei gegen die Dinge ganz recht geschehen. Wir haben die Heeresvorlage be tausende werden durch diese Kundgebungen aufgerüttelt Madt des Goldes zu kämpfen. Von dieser Macht ist auch der willigt, weil sie notwendig war, nicht um Dank zu ernten. Unser ihrer Gleichgültigkeit, Hunderttausende fagen Breußenbund nicht ganz frei. Der Vorsigende der Versammlung sich, wenn der zukünftige deutsche Kaiser so intim steht mit des Preußenbundes hat einmal in einer Versammlung von Industriellen Standpunkt hat sich durch die Straßburger Freisprüche in feiner Weise geändert. Wenn wir nach dem reinen Parteistandpunkt den Verächtern der Verfassung und den Staatsstreichhezern, dann erklärt: Die Nationalliberalen haben wir am Zügel, denn wir handeln würden, würden wir uns über die Verhandlungen des ist es notwendig, daß das deutsche Volt seine Geschicke selbst in die geben ihnen das Geld.( Lebhaftes hört! hört!) Die VerHand nimmt.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten, außer- fammlung, die gegen die Macht des Goldes fämpfen will, hat alfo Preußenbundes freuen. Aber wir empfinden ordentlich erregte Zurufe rechts.) Bräfident Kaempf bittet den zum Borfizenden einen Mann, der verkündet: Wer das Geld hat, tiefften Schmerz Redner, sich zu mäßigen, sonst müsse er ihn eventuell zur Ordnung hat die Ueberzeugung. Unter diesen Umständen muß ich den Reichs
aus
über diese Wiederaufrichtung einer neuen Mainlinie und über die schweren