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Aus der Frauenbewegung.

Vorwärts" Nr. 49. Donnerstag, den 19. Februar 1914.

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3. Internationale Konferenz sozialistischer rechts wäre das allgemein erweckende politische Interesse der seine Schriftführerin( Fräulein Emilie Steiner im Hamburg ), die Frauen, damit ein mächtiges Aufflammen des Klassenkampfes zwischen den einzelnen Gruppen vermittelt. Der demokratische Frauen und Arbeiterinnenorganisationen. und schließlich eine Beschleunigung des Sturzes der heutigen Charakter des neuen Bundes wird durch den Satzungsparagraphen unterstrichen: Die Mitgliedschaft verliert jede Vereinigung, die Im Auftrag der Vertreterinnen sozialistischer Frauen und Gesellschaftsordnung, ein Ziel, von allen Unterdrückten und gegen den Grundsatz des Bundes allgemeines, gleiches, geheimes Arbeiterinnenorganisationen all der Länder, die durch das Inter- Ausgebeuteten aufs innigste zu wünschen. und direktes Wahlrecht für die Frauen agitiert oder in deren nationale Sekretariat sozialistischer Frauen miteinander verbunden In diesem Sinne soll der Frauentag am 8. Mär 3 Mitgliederkreise solche Agitation besteht". Die Entwickelung des find, berufen die Unterzeichneten hiermit die die Frauen allerorten versammeln und auf die welthistorische Mitgliederbestandes wird ja zeigen, wie wenige bürgerliche Bedeutung der Forderung des weiblichen Bürgerrechts hin- Frauen in Deutschland so demokratisch denken. Die proleta weisen. Pflicht der arbeitenden Frauen ist es, diese Demon- rischen Frauen bedürfen keines neuen Bundes; ihre Organisation gibt ihnen einen viel festeren Rückhalt als es irgend ein Bund ſtration so imponierend zu gestalten, daß alles Philister- könnte, der nur einzelne proletarische Forderungen vertritt. gefpött vor ihrer Größe verstummt und daß auch das zag- fönnte, der nur einzelne proletarische Forderungen vertritt. hafteste Frauengemüt erfüllt wird mit Kampfesmut und mit froher Zuversicht auf den endlichen Sieg des großen Be­freiers Sozialismus.

Dritte Internationale Konferenz sozialistischer Frauen und Arbeiterinnenorganisationen

für den 21. und 22. August nach Wien ein. Die Konferenz wird Freitag, den 21. August, vormittags 9 Uhr, eröffnet. Das Tagungs­

Lokal wird noch bekanntgegeben.

Die provisorische Tagesordnung lautet:

1. Konstituierung der Konferenz

2. Bericht der internationalen Sekretärin..

3. Der Kampf um das Frauenwahlrecht.

4. Geseßlicher Schuh und soziale Fürsorge für Mutter und Kind.

5. Die Teuerung. 6. Verschiedenes.

Die Referentinnen werden auf Grund der Vorschläge der Or­ganisationen bestimmt, die international verbunden sind. Die sozialistischen Partei- und Frauenorganisationen wie alle auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Arbeiterinnenorgani­sationen werden dringend eingeladen, ihre Vertreterinnen oder

auch Vertreter zu dieser Konferenz zu entsenden.

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Reaktionäre Anschläge.

schränken oder untersagen.

Die Organisationen der einzelnen Länder bestimmen selbst den Modus, nach dem sie zu der Frauenkonferenz delegieren. Die straft werden. Zahl der Delegierten ist für keine Organisation beschränkt.

Entsprechend dem inneren oder auch dem organisatorischen Zusammenhang, in dem die proletarische Frauenbewegung mit der allgemeinen lassenbewußten Arbeiterbewegung aller Länder steht,

und Gewerkschaftsorganisationen bindend sind.

zu

zuwider­

oder

Ge=

Konservative Frauen.

Die fest zugemauerte Tür. Am 11. bis 15. d. M. tagte die neu gegründete" Bereinigung konservativer Frauen" in Berlin unter dem Vorsitz eines Fräulein Berta v. Kröcher. Die Teil­nehmerinnen wurden von bewährten Parteimännern( v. Heyde= Mitglieder aller bürgerlichen Parteien haben im Reichstage brand, Dr. Hahn, Stockmann, Dr. v. Stegmann und Stein) einen Gesetzentwurf eingebracht, der dem Kampf gegen den in die konservative Weltanschauung eingeführt. Der Vertreter des Geburtenrüdgang dienen soll. Nach§ 1 kann der Bundesrat konservativen Parteivorstandes, Stockmann, paukte den Zuhörerinnen den Verkehr mit Gegenständen, die zur Beseitigung der Schwanger - strengen Gehorsam gegenüber der Parteileitung ein. Insbesondere fchaft oder zur Verhütung der Schwangerschaft bestimmt sind, bedürften die Damen nie etwas befürworten, was mit der Forderung Soweit der Bundesrat den des Frauenstimmrechts zusammenhängt und letzten Endes Verkehr mit einzelnen Gegenständen untersagt hat, ist deren dahin führen könnte. Die Vorsitzende beeilte sich, darauf zu er­Einfuhr verboten. Wer diesen Verboten klären, daß es nunmehr feststehe, daß jede Tür nach links inner­handelt, soll mit Geldstrafe bis 150 M. oder Haft be­Die Ver halb der Vereinigung" fest zugemauert sei. Die öffentliche Ankündigung einigung fonnte sich nicht besser selbst charakterisieren als durch Anpreifung von Mitteln zur Verhütung der Empfängnis dieses Wort: in der Tat, die konservativen Frauen vermauern sich oder Beseitigung der Schwangerschaft soll sogar mit fängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis gegen jeden frischen Zug der Entwickelung. Sie richten eine künft­au 1500 M. geahndet werden. liche Wand gegen die Forderungen, die durch das moderne tvirt­Gegen diesen Gesezentwurf tann faßt die Konferenz keine Beschlüsse, die für die allgemeinen Partei nicht scharf genug Protest erhoben werden. Die Einschränkung der schaftliche Leben geboten werden. Es ist nur die Frage, wieviel Frauen sich hinter diese Mauern verstecken und wie lange diese Anträge zur Tagesordnung sind spätestens bis 1. Juni an Geburten ist im wesentlichen, soweit die Arbeiterschaft in Frage Mauern standhalten werden. Die Aengstlichkeit, mit der man sich die internationale Sekretärin einzusenden, damit sie rechtzeitig kommt, den Eltern durch die wirtschaftliche Entwickelung aufgezwungen auf die vermauerte Tür beruft, ist nur ein Beweis mehr dafür, übersetzt und zur Kenntnis der korrespondierenden Organisationen worden. Die Frauenberufsarbeit hat zu einem Teile überhaupt die wie wenig man selbst ihrer Festigkeit traut. gebracht werden können. Die Berichte über den Stand der Fähigkeit der Empfängnis und der Austragung gesunder Kinder ver­sozialistischen Frauen- und Arbeiterinnenbewegung in den einzelnen ringert, zum andern ist es die Notlage der gering entlohnten Ar­Landfrauen- Versammlung. Zu den regelmäßigen Veranstal Ländern sind aus dem gleichen Grunde spätestens bis 15. Mai beiter, die den Eltern die Verringerung der Kinderzahl wünschenswert tungen der Landwirtschaftswochen gehört seit 1913 der Landfrauen­einzuschicken. machen muß. Die agrarische Bollwucher- und Liebesgabenpolitit, tag. Was darunter zu verstehen ist, erfieht man sofort daraus, Genossinnen in allen Ländern! Sorgt dafür, daß die Son der Widerstand der Unternehmer gegen die Verbesserung der Lohn- und daß der Evangelische Verband zur Pflege der weiblichen Jugend" Im wesentlichen wurde für die Jung­die Tagung einberuft. ferenz gut beschickt wird und erfolgreich das Werk grundsätzlicher Aufklärung und praktischer Arbeit fortzusehen vermag, das die Arbeitsbedingungen zwingen große Kreise des Volkes, auf Kinder- frauenvereine Propaganda gemacht und als Hauptforge der Aus­Konferenzen zu Stuttgart und Kopenhagen begonnen haben. fegen zu verzichten. Die Sorge um die eigene Eristenz und die bildung die Seelenpflege" empfohlen. Für die Arbeiterfrauen Mit sozialdemokratischem Gruß Lebensmöglichkeit der erstgeborenen Nachkommen macht es den Eltern können diese Bestrebungen nur ein erneuter Anlaß sein, ihre oft zur Pflicht, die Kinderzahl einzuschränken. Auch die Sozial Töchter der freien Jugendbewegung zuzuführen. demokratie sieht in dem Geburtenrüdgang feine erfreuliche Erscheinung, aber fie muß es ablehnen, reaktionären Stampfmitteln zuzustimmen, die für die Arbeiterschaft nur eine Schikane bedeuten, ohne den Frauenemanzipation in Theorie und Praxis. In der letzten eigentlichen Ursachen gerecht zu werden. Erweiterte Fürsorge für Frauen- Rundschau des Berliner Tageblatts" teilt Hermann Mutter und Kind sei es unehelich oder nicht- fann für uns das Fernau( Paris ) mit, daß die Gewerkschaft der Buchdrucker in Was erwarten wir vom Frauenwahlrecht? einzige Mittel sein, um den Geburtenrüdgang einzudämmen. Aber hon fich fürzlich mit 300 gegen 26 Stimmen gegen die Zulassung Die Ablehnung der Frauenforderungen äußert sich nicht gerade hier verfagen die bürgerlichen Parteien. Statt dessen schlagen einer Frau als Mitglied ausgesprochen hat. Der Mann dieser fie Mittelchen vor, die das durch allerlei gefeßliche und polizeiliche Arbeiterin, der ebenfalls Buchdrucker ist, wurde mit 250 gegen mehr so schroff, wie dies früher der Fall war; man ist höf- allen umstellte Leben des Proletariers nur noch mehr einengen. 48 Stimmen ausgeschlossen, weil er sich weigerte, seine Frau vom licher geworden, wie die parlamentarischen Frauenwahlrechts- Den besigenden Klaffen, die zuerst die Geburteneinschränkung übten, Sektasten wieder ins Haus zu bannen. Aus dem Artikel geht!" debatten der letzten Jahre beweisen. Wenn jetzt Einvände wird es ein leichtes fein, die geplanten Gefeßzesparagraphen zu um nicht hervor, welcher Gruppe die Gewerkschaft" angehört. gegen das Frauenstimmrecht vorgebracht werden, so bewegen gehen. In der Praxis wird das neue Gefez nur einen neuen Aus- Ar sich fich bleibt der Vorgang, falls er fich wirklich sie sich meist in der Richtung, daß seine Zeit noch nicht ge- nahme zustand für das Proletariat schaffen. kommen, auch, daß es überflüssig wäre, weil es nur eine Ver­doppelung der Stimmenzahl sämtlicher Parteien bedeuten würde. Selbständige politische Ansichten traut man der Frau nicht zu, und so meint man vielfach, jede Wählerin würde blindlings wie dasjenige männliche Wesen stimmen, dem sie ihr Vertrauen oder ihre Liebe schenkt. Eine solche Beweis­ihr Vertrauen oder ihre Liebe schenkt. Eine solche Beweis­führung ist freilich schon ein Fortschritt gegen früher, wo man nicht genug vor der Zerstörung des Familienglücks warnen konnte, da politische und ehelich- häusliche Interessen nun ein­mal mit einander unvereinbar seien.

Im Auftrag:

Klara Zetkin , Wilhelmshöhe , Post Degerloch bei Stuttgart . Internationale Sekretärin.

Luise Bieb, Berlin , Adelheid Popp , Wien , Anna Boschet, Wien , Mitglieder des vorbereitenden Komitees.

Frauenbildung.

Die Frau in der Gewerkschaft.

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abgespielt hat, bedauerlich. Die Redaktion der Rundschau ( Frau Anna Plothow ) knüpft daran aber folgende Bemerkung: " In Deutschland liegt die Sache nicht viel anders. Auch hier wehrt Die Mädchen brauchen nichts zu lernen. In Köln tagte eine fich. die Deutsche Buchdruckerberufsgenossenschaft Versammlung von Vertretern wirtschaftlicher Körper- gegen Aufnahme von Frauen." Bürgerliche Leserinnen, die mit fchaften aus ganz Rheinland und Westfalen zur gemeinsamen Organisationsverhältnissen nicht vertraut sind, könnten daraus Beratung über das Pflicht fortbildungsschulwesen. schließen, daß Arbeiter( Buchdruder) sich gegen die Aufnahme von Nach längerer Erörterung über die Frage wurde folgender Be- Frauen wehrten. Nun ist aber die Berufsgenossenschaft" bekannt­schlußantrag angenommen:" Aus Anlaß der von der Ver- lich eine Organisation von Unternehmern zur Durchführung waltung der Stadt Köln beabsichtigten Ausdehnung des Fort- der Unfallversicherung. Sollte die Redaktion aber den Verband bildungsschulzwangs auf gewerbliche weibliche Arbeiter beschließt die Versammlung, daß eine Ausdehnung dieses Unter- deutscher Buchdrucker meinen, so trifft diese Kritik völlig daneben. richts für weibliche gewerbliche Arbeiter unter allen Um- Die freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter machen grundsätzlich aus, daß Gemeinden und Behörden von einer weiteren Ausbildung In der Gewerkschaft der Buchdrucker ist nur deshalb keine Frau ständen abzulehnen sei. Weiter spricht sie die Forderung keinen Unterschied in der Aufnahme von Männern und Frauen. des Pflichtfortbildungsunterrichts für ungelernte gewerbliche organisiert, weil es Buchdruckerinnen so gut wie gar nicht gibt. Arbeiter überall da absehen, wo die Gefahr einer Beeinträchtigung So viel wir wissen, hat auch noch nie eine Frau die Auf­von Handel und Industrie zu befürchten ist." nahme in diesen Verband beantragt. Dagegen besteht ein Ver­Auf allen Kanzeln und in der bürgerlichen Presse lamentiert band der Buchdruckereihilfsarbeiter, der sich aus dem man über das angeblich schlechte Betragen und die geringen Kennt­nisse der jungen Arbeiterinnen. Hier aber spricht sich eine be- Verein der Arbeiterinnen an Buchdruckschnellpressen" entvidelt fie nur Hausmutter wäre, schon um den Staat zur Schaffung jungen Proletarierinnen aus und möchte am liebsten auch den glieder die der männlichen, und eine Frau steht an der Spize des deutende Interessentengruppe gegen die Fortbildung der hat. In diesem Verband übertrifft die Zahl der weiblichen Mit­von Einrichtungen zu veranlassen, die es ihr erleichtern, jugendlichen männlichen Arbeitskräften den Fortbildungsschulunter- Verbandes. Mutter zu sein. Bedarf sie nicht auch des Wahlrechts als richt rauben. Die Beeinträchtigung von Handel und Industrie"

Not und Drang der Gegenwart beginnen neue Erkennt nis zu zeitigen. Ein Zehnmillionen- Heer erwerbstätiger Frauen Frauen, die arbeiten müssen, um nicht zu hungern - ist ein lebendiger Protest gegen das altfränkisch anmutende Kaiserwort, daß die Aufgabe der Frau nicht in dem Erreichen von vermeintlichen Rechten liege, in denen sie es den Männern gleich tun kann, sondern in der stillen Arbeit im Hause und in der Familie." Diese Rechte, von denen der Kaiser so geringschäßig sprach, braucht die Frau, selbst wenn

einer sozialen Anerkennung des wichtigen und verant- erlaubt es nicht; deutlicher: höher als die Voltsbildung steht für Lohnverhältnisse und Arbeitsvermittelung in der Damenkonfektion.

wortungsvollen Mutterdienstes, den sie in langen schmerzens- den Kapitalisten der Profit.

worden. Es ist dies das erstemal, daß türkischen Frauen Gelegen­heit zu höherem Unterricht gegeben wird. Bis jetzt war es nur einzelnen Frauen aus der türkischen Aristokratie durch kostspieligen Privatunterricht möglich, eine europäische Bildung zu erreichen. Jekt wird der Kreis erweitert. Die türkischen Frauen zeigen denn auch ein reges Interesse an den Kursen. Die erste Vor­lesung wurde von rund 250 Frauen besucht. Frauenstimmrecht.

hatte

und entsagungsreichen Jahren der Gesellschaft leistet? Und Frauenstudium in der Türkei . Erfreuliches ist auf dem Ge­nun erst die erwerbstätige Mutter! Was tut die Gesellschaft, biete der türkischen Frauenbewegung zu verzeichnen. An der Die Bedingungen, zu denen Arbeiterinnen beschäftigt werden, um die vielgeplagte Frau des 20. Jahrhunderts von ihrer Konftantinopeler Universität sind Vorlesungen für Frauen eröffnet sind ganz allgemein teine glänzenden. Besonders traurige aber immer schwerer werdenden Bürde zu entlasten? Hat sie ihr bestehen für die vielen Tausende von Arbeiterinnen, die in der den Achtstundentag gegeben? Schafft sie ihr billige, gesunde, Damenkonfektion beschäftigt sind. Das Elend, das hier anzu geräumige Wohnungen mit zeitgemäßen, arbeitsparenden treffen ist, hat vor Jahren einmal weite Kreise der Bevölkerung in Einrichtungen? Tut fie etwas Durchgreifendes, um die Aufregung verfekt, allerdings nur für kurze Zeit. Der Streit der Berliner Mäntelnäherinnen im Jahre 1896 und die durch ihn Jugend vor Verwilderung und Verwahrlosung zu schützen? bekanntgewordenen Zustände in der Beschäftigung und Entlohnung Haben wir eine Arbeitslosenfürsorge, die in der Zeit der der Arbeiterinnen erweckte das Interesse auch eines Teils des immer mehr um sich greifenden Krise auch nur das ärgste Bürgertums. Trotzdem ging der Streif verloren. Die Arbeite= Elend von der Arbeiterfamilie abwendet? Braucht sie, die rinnen waren nämlich nicht genügend organisiert. Auch die wirtschaftlich schwächer ist, als der Mann, das Wahlrecht nicht, wenigen Zugeständnisse, die in Einzelfällen gemacht waren, wurden Straßendemonstration in Holland . Da die Regierung die aus diesem Grunde nicht gehalten. um die wütenden Vorstöße des Unternehmertums gegen das Absicht hat, das allgemeine Männerwahlrecht einzuführǝn, aber Seitdem sind 18 Jahre verflossen und in den Arbeitsbedingun­Roalitionsrecht abzutvehren? Von den großen Fragen der nur die Möglichkeit des Frauenwahlrechts zu eröffnen( aller- gen anderer Berufe sind erhebliche Verbesserungen eingetreten. äußeren Politik gar nicht zu reden, die die steuerzahlende dings unter der Bedingung, daß eine eventuelle Beschränkung in der Damenkonfettion aber liegen die Verhältnisse heute noch Frau heute nicht minder angehen, wie den Mann. Stets des Frauenwahlrechts nicht nach dem Maßstabe des Besizes genau so wie zurzeit des Streits der Mäntelnäherinnen, sie sind hat es sich gezeigt, daß die Gesetzgebung nur eingreift, wenn mahlrecht in Amsterdam eine Demonstration für die Gleichstellung stande wird heute vielfach noch weniger bezahlt, als damals erfolgen dürfe), der bürgerliche Verein für Frauen sogar noch schlechter geworden. Für die Herstellung der Gegen­hinter einer Forderung große Massen von Wählern stehen. der Geschlechter veranstaltet. Während sich früher der Verein immer üblich war. Die politisch rechtlose Frau aber ist das Stiefkind der Gesetz- ziemlich feindlich gegen das allgemeine Wahlrecht verhielt, hat er Dabei ist in keinem Beruf eine so unterschiedliche und will­gebung. jetzt die Konsequenzen aus der bevorstehenden Einführung des all- türliche Bezahlung anzutreffen, als sie hier geübt wird. Diese So ist das Wahlrecht für die Frau ein unentbehrliches gemeinen Männerwahlrechts gezogen und agitiert auch für das all- Art der Entlohnung war denn auch mit Veranlassung, daß, 1911 Mittel, um die Gesellschaft auf der Bahn der Reformen vor- gemeine Frauenwahlrecht. Unter diesen Umständen konnte uniere die Arbeiter und Arbeiterinnen der Damenkonfektion gemeinsam wärts zu treiben. Die Frau kann sich nicht begnügen mit Partei auch ihre frühere ablehnende Stellung gegen diesen bürger- mit den Zwischenmeistern in eine Lohnbewegung eintraten. Auch dem minimalen indirekten Einfluß, den sie hier und da viel- lichen Berein ändern und nahm an der Demonstration teil. Bum diesmal mußte die Bewegung abgebrochen werden, ohne daß der erstenmal sah Amsterdam eine nur aus Frauen bestehende 3wed erreicht war, in der Hauptsache, weil die verbündeten leicht auf das politische Leben ausübt, nicht mit den dürftigen Straßendemonstration. Mit ihren 1500 Teilnehmerinnen Zwischenmeister die versprochene Treue nicht gehalten hatten.. Abschlagszahlungen des Wahlrechts für die Krankenkassen, machte sie einen starten Eindruck. In dem nachfolgenden Waffen- Jebt wird wieder versucht, die wenigen Erfolge des Vorgehens die Angestelltenversicherung, die Rentenausschüsse usw., womit meeting, an dem auch unsere Genoffen in großer Zahi reilnahmen, zunichte zu machen und die Organization ist dagegen machtlos, weil man sie beschwichtigen will. Sie fordert das volle Bürger- sprach im Namen unserer Partei Genoffe Wibant unter starkem bie Mehrzahl der in der Damenkonfektion beschäftigten Arbeite recht: das allgemeine, gleiche, direkte und geheime aftive und Beifall. meist Heimarbeiterinnen ihr nicht angeschlossen sind. passive Wahlrecht für alle Staatsbürger vom vollendeten Deutscher Frauenstimmrechtsbund. Die reaktionären Bestre- Die Arbeiterinnen dieser Branche stehen in ihrer Mehrzahl 20. Lebensjahr an für sämtliche gesetzgebenden und Ver- bungen im Deutschen Verband für Frauenstimmrecht" haben be- heute noch den Unternehmern und Zwischenmeistern als einzelne waltungstörperschaften. Sie ist sich bewußt, dem Volks- kanntlich dazu geführt, daß eine große Zahl von Mitgliedern, gegenüber. Dadurch aber ist die Herabseßung der Akkordpreise erst darunter ganze Ortsgruppen, aus dem Verband ausgeschieden sind. möglich gewesen und daher konnte auch der Wüllkür in der Ent­ganzen wertvolle Dienste leisten zu können, wenn sich ihre Die Stimmrechtsvereine, die unter allen Umständen die Forderung lohnung und Beschäftigung bisher kein Einhalt geboten werden. weibliche Eigenart auf vielen heute brach liegenden Gebieten des Reichstagswahlrechts für Frauen erheben, haben sich nun fürz- und die organisierten Arbeiter sehen ruhig zu, wie fich ihre Frauen der Gesetzgebung schöpferisch auswirken kann. Aber das ist lich zu einem Deutschen Stimmrechtsbund" zusammengetan. Der und Töchter in der heutigen Zeit der allgemeinen Teuerung für Zukunftsmufit. Die unmittelbare Wirkung des Frauenwahl- Zusammenschluß ist recht lose; einen Vorstand gibt es nicht, mur weniger Geld abmühen und in einer Zeit, wo überall Verkürzung

rinnen

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