Nr. 56. 31 Jahrgang.
Parteiangelegenheiten.
Billige und gute Theatervorstellung. Sonntag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, im Leffing- Theater
Schnizler: Professor Bernhardi. Das Stück ist der Berliner Arbeiterschaft warm zu empfehlen. Es gibt ein Bild von dem Leben in den Hofrats-, Minister- und Universitätstreifen Wiens, leuchtet hinein in die Kleinlichkeiten des nach außen so respektabel erscheinenden Lebens der Honoratioren. Die Karten tommen in folgenden Stellen zum Verkauf: Zigarrengeschäft Horsch, Engelufer 15.
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Vorwärts"-Spedition, Petersburger Platz 4.
Restauration Dieseler, Brunnenstr. 145.
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Troß der im Vergleich zum Alexanderplatz auffallenden Eintrittsgeldes bildet an sich kein Tatbestandsmerkmal der DeffentStille ist die Straße doch ziemlich belebt von Fußgängern, die lichkeit einer derartigen Veranstaltung. In demselben Sinne hat fich aus der Menschenmenge des Alexanderplates in diese auch das Kammergericht vom 22. April 1901 entschieden. Die Straße hinein absondern. Aber was für Gestalten erblicken Theatervereine sind in allen Fällen auf den durch die angezogenen wir hier! Einzeln, auch zu zweien und dreien fommen sie Entscheidungen bestimmten Personenfreis begrenzt. Daß die an Männer, zum Teil ärmlich, aber sauber, zum Teil Steuerbehörde auf Grund des Oberverwaltungsgerichtsurteils die auch zerlumpt und schmuzig gekleidet: Arbeitslose, darunter Veranstaltungen der Vereine als öffentlich betrachtet, ist auch innicht wenige Obdachlose, die sich nach der Wärmehalle in sofern ein rechtsirriger Standpunkt, als dieselben nur in dem geeinem der Stadtbahnbogen begeben. Fast alle mit gesenktem feßlich vorgeschriebenen Rahmen einer geschlossenen Gesellschaft Kopfe, still und scheu an der Mauer des Stadtbahnviaduktes stattfinden. Würde den Bereinen eine Oeffentlichkeit nachgewiesen entlang schleichend. Auf der anderen Straßenseite Frauen werden können, so würde die Existenz derselben in Frage gestellt und Mädchen; die meisten auffallend geputzt, mit wallenden und die Steuerbehörde erhielte von den Vereinen auch keine bunten Federn oder ungeheuren Pleureusen" auf den Hüten. Steuern. Bei Aufhören der Vereine würden aber noch Tausende In ihrer Kleidung sind auffallende Farben vorherrschend; von Gewerbetreibenden, welche im ständigen geschäftlichen Verkehr viele von ihnen tragen rote, blaue oder grüne Mäntel. Manche mit den Theatervereinen stehen, weniger steuerkräftig werden, weil gehen tief verschleiert; andere ohne Hut, mit bloßem Kopf, sie durch die Vernichtung der Vereine eine nicht unerhebliche Eindessen sorgfältige, aber auffallende Frisur seltsam absticht buße in ihren Einnahmen erleiden würden. Nach den Verhandlungen bei Einführung der Steuer wurde fadenscheinige Umschlagetuch, das ihre Blöße bedeckt. Nur sowohl in der Kommission wie im Plenum der Stadtverordneten wenige haben es unterlassen, ihre Gesichter zu schminken und versammlung darauf hingewiesen, daß die Vergnügungen des kleinen zu pudern, und noch weniger können es vermeiden, nach Mannes nicht getroffen werden sollen, sondern lediglich die Kinos, alter Gewohnheit fede, herausfordernde Blicke rechts und Varietés und die öffentlichen Rauchtheater, die Vereine aber, als links zu versenden. die Vergnügungsstätten der minder bemittelten Bevölkerung davon So trippeln fie- die Mehrzahl von ihnen auf hohen, ausgenommen bleiben. Demnach widerspricht das Vorgehen der spizen Absäzen- dahin, dem Polizeipräsidium zu, in deffen Steuerdeputation den seinerzeit von den Magistratsvertretern geweitgeöffnetem, düsterem Bortal sie eine nach der anderen ver- gebenen Zusicherungen, die zweifellos auch für einen erheblichen Teil der Stadtverordneten bei der Abstimmung ausschlaggebend schwinden: aur Sitte"!- gewesen find.
Bureau des 6. Wahlkreises, Gerichtstr. 71, von 9 bis 1 und gegen den schäbigen Ulster" oder gar gegen das ärmliche, 5 bis 7 Uhr.
Restauration Paersch, Oldenburger Str. 10.
Preis des Plages 1,10 M. inkl. Zettel und Garderobe. Der Bezirks- Bildungsausschuß Groß- Berlin. Treptow - Baumschulenweg. Heute Donnerstag, abends 81, Uhr,
finden zwei öffentliche Kommunalwählerversammlungen statt, und zwar im Lokal zur Rennbahn, Elſenſtr. 115, und im Gesellschaftshaus, Baumschulenstr. 78. Eagesordnung: Die bevorstehenden Ge meindewahlen.
Morgen Freitag, abends 7 Uhr: Kuvertverbreitung von dem Bezirkslokal aus. Tegel . Am Donnerstag, den 26. Februar, abends 7 Uhr, sowie am Sonntag, den 1. März, vormittags 8 Uhr, von den bekannten Stellen aus wichtige Flugblattverbreitung.
Am Freitag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, öffentliche Rommunalwählerversammlung in Trapps Festfälen, Bahnhofstr. 1.
Referent: Stadtverordneter Karl Leid.
Mariendorf . Heute Donnerstag, 8, Uhr, Flugblattverbreitung bon den Bezirkslokalen aus. Freitag, den 27. Februar, findet bei Haat, Chauffeeftr. 48, eine öffentliche Wählerversammlung ftatt. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Gemeindewahl. Referent: Genoffe Bägel. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten.
Einige der durch das Fegefeuer einer eingehenden hoch notpeinlichen Leibesvisitation" geläuterten und für den Simmel der kapitalistischen freien Liebe" wieder auf einige Tage sanktionierten Huldinnen" verlassen, munter schwägend, das unheimliche rote Gebäude. Einer derselben wird von einem jungen Burschen, der, die Hände in den Taschen, vor der Wärmehalle steht und neugierig diesem eigenartigen Aufzuge der„ Demimonde" zuschaut, eine Frage zugerufen, die sich jedenfalls auf die Geschäftsergebnisse der vergangenen Woche bezieht. Die Antwort erfolgt mit großer Bungenfertigkeit und freischendem Gelächter, daß es weithin zu hören ist:„ Aba, Willem, det meeste doch, de Rittajutsbesiba in'n 3irkus Tenn
Faschingschnee.
Reinickendorf - Weft. Der Bildungsausschuß veranstaltet einen Bortragszyklus mit dem Thema Geschichte des Sozialismus". Der Buschen sind, denn ham wa doch imma ne Rommunismus im Altertum und im Mittelalter. Plato . Thomas fette Bochel" More u. a. Bom urchristlichen Kommunismus bis Thomas Münzer. Die Vorträge finden statt am Donnerstag, den 26. Februar, 12. März und 26. März bei C. Schröder, Eichbornsäle", EichbornStraße 60. Donnerstag, den 5. März und 19. März bei Hallmann, Scharnweberstr. 54. Beginn der Vorträge 8 Uhr. Die Partei genossen werden ersucht, möglichst vollzählig an diesen Vorträgen teilzunehmen.
( Um Alexanderplat und in der Dirdsenstraße.) esainge In majestätischer Gelassenheit schaut das eherne Riesenweib Berolina von ihrem hohen Bostament herab auf das einem riesigen Ameisenhaufen vergleichbare Gewimmel des Großstadtlebens. Sie schaut berab auf die vorüberflutenden Menschenmassen, die ihrer Arbeit und ihrem Erwerbe, zum Teil aber auch ihrem Bergnügen nachjagen und auf die unzähligen Fuhrwerke aller Art: elektrische Straßenbahnen, Autodroschten und Autobusse, Geschäfts-, Last- und Marktwagen, die den weiten Plaz und die in ihn einmündenden Straßen mit ihrer Betriebsamkeit erfüllen. Die Supenrufe der Autos und die Glockenzeichen der Straßenbahnen, das Peitschengeknall der Kutscher und das Geschrei aller möglichen Ausrufer, Beitungshändler und Blumen berkäuferinnen dringt ohne Unterlaß in wirrem Durch einander auf unser Gehör ein, zeitweise übertönt durch schrille Pfeifensignale der den Fuhrwerksverkehr den Fuhrwerksverkehr regulierenden Schußleute oder das weithinschallende Geräusch der über den eisernen Straßenviadukt ein- und ausfahrenden Stadtbahnzüge.
Eine neue winterliche Ueberraschung gab es gestern morgen. Straßen, Bläße und Hausdächer waren mit einer Schneedede überzogen. In der Nacht zu Mittwoch hatte, nachdem Dienstagabend unfreundliches, faltes Regenwetter geherrscht, ein Schneefall eingesezt, der bald Winterlandschaften hervorzauberte. Lange sollte die Herrlichkeit in Berlin jedoch nicht dauern. Der weiße Schnee schmolz gar zu bald und mußte dem üblichen Matsch weichen. Leider sollten infolge der entstehenden Glätte mehrere Unfälle herbeigeführt werden, daß Passanten ausglitten, zu Fall famen und sich Verstauchungen und Quetschungen zuzogen. Unfälle schwererer Natur find glücklicherweise nicht vorgekommen.
Die Ausführungen des Referenfen fanden großen Beifall und äußerten sich sämtliche Diskussionsredner in demselben Sinne, daß man die Angelegenheit bis zu den höchsten Instanzen durchkämpfen müßte. Die folgende darauf eingebrachte Resolution fand einstimmige Annahme:
" Die von den Korporationen: Verband der Privat- Theaterbereine Deutschlands E. V., Deutscher Arbeiter- Theaterbund und der Vereinigung der Theatervereine Groß- Berlin E. V. eingeladenen, heute in den Musikersälen versammelten Vertreter von Hunderten von Berliner Theatervereinen protestieren ganz entschieden gegen das Vorgehen der Berliner Steuerbehörde.
Die Forderung, daß die Theatervereine Lustbarkeitssteuer zahlen sollen, widerspricht dem Willen der Stadtverordnetenmehrheit, die mit dieser Steuer die Bildungs- und Unterhaltungsbereine der Reichshauptstadt nicht treffen wollten.
Wie schon in der Eingabe der Korporationen an die Steuerdeputation hervorgehoben ist, kann unter keinen Umständen zugegeben werden, daß die Theatervereine öffentliche Aufführungen veranstalten, und daß daher eine Steuerpflicht vorliegt. Die Theatervereine Berlins werden aufgefordert, jede weitere Maßnahme der Steuerdeputation der von den Verbänden ge= bildeten Kommission( zu Händen des Herrn Karl Rettschlag, Berlin NO. 55, Greifswalder Straße 216) mitzuteilen.
Die Verbände find gewillt, diese Maßnahmen mit allen Mitteln bis zu den höchsten Instanzen zu bekämpfen."
Bom Dache gestürzt.
Ein schwerer Unglüdsfall ereignete fich gestern vormittag im Hause Neuenburger Straße 10. Dort war ein Schornsteinfeger auf dem Dache bei der Arbeit, als er plöglich infolge der Glätte ab Die Etatberatung der Stadtverordnetenversammlung er- stürzte und mit schweren inneren fowie äußerlichen Verletzungen auf folgt in der heutigen Sigung. Nachdem in voriger Woche der dem Hofe liegen blieb. Er wurde mittels Automobile der FeuerKämmerer feine Etatrede gehalten hat, werden heute die wehr nach dem Urbankrankenhaus gefahren. Redner der einzelnen Fraktionen das Wort nehmen. Außer Großfener in der Panoramastraße. dem Etat stehen auch noch eine Anzahl anderer wichtiger Ein überaus gefährlicher Brand tam gestern nachmittag gegen Vorlagen auf der Tagesordnung.
1 Uhr in der Panoramastraße 2 am Bahnhof Alexander Platz zum Neue Automobilverbindung Wedding- Zentrum- Gör- Ausbruch. Das Feuer hatte seinen Herd im ersten Stock des Querliger Bahnhof. Eine Automobilverbindung zwischen dem gebäudes in den Lagerräumen der Wollwarenfabrit von Louis Norden, dem Zentrum und dem Südosten von Berlin richtet Fürstenthal( Inhaber Adolf Rosenwald). Als der erste Löschzug die Allgemeine Omnibus- Aktiengesellschaft am Sonnabend, eintraf, hatten die Flammen schon das gesamte Lager der Firma den 28. Februar, ein. Sie verbindet den Wedding mit dem erfaßt und in wenigen Augenbliden war der enge Hof des Nettelbedplay, dem Rosentaler Tor, dem Alexanderplat, dem Grundstüds in undurchdringlichen Qualm gehüllt. Unter den Moribplat, dem Oranienplatz und dem Görliger Bahnhof. zahlreichen Mietern des großen Edhauses entstand große Die neue Verbindung kommt dadurch zustande, daß die Auto- Aufregung, da der erstidende Rauch bald auch in die mobillinie 24 Görlizer Bahnhof- Brunnenstraße nach dem Wohnungen eindrang. Der leitende Brandoffizier zog daher durch Wedding verlängert wird. Sie wird weitergeführt durch die die Nachmeldung Mittelfeuer" noch weitere Löschzüge zur UnterBrunnen-, Volta-, Hussiten -, Wiesen-, Hoch- und Gericht- stüßung heran. An den Fenstern nach der Straße zeigten sich Bom Turm des Rathauses bört man dumpf straße, über den Nettelbedplay, die Reinickendorfer , Scherer-, mehrere gefährdete Personen, die um Hilfe riefen. Es drohte eine dröhnend die Schläge der Turmuhr, in welche fich gleichzeitig Mar-, Utrechter, Malplaquet- und Seestraße bis zur Ecke der Banik auszubrechen. In der Panoramastraße wurden sofort zwei das harmonische Geläute vom hohen, schlanken Turm der Müllerstraße. mechanische Leitern errichtet, über die hinweg Feuerwehrmänner in Georgenkirche mischt. Das Zifferblatt der Rathausubr die Wohnungen einstiegen, um die geängstigten Leute zu be zeigt 10 Uhr an. Theatervereine und Luftbarkeitssteuer. ruhigen und von übereilten Schritten zurüdzuhalten. Von den Riesenhafte Geschäfts- und Warenhäuser, bis Vor einigen Wochen ergingen an die Theatervereine von der Sappeuren wurden zwölf Personen, Erwachsene und Kinder, über die unter das Dach mit den Erzeugnissen der Kunstfertigkeit und Steuerdeputation des Magistrats Aufforderungen, Material zu Haupttreppe in Sicherheit gebracht. Verlegungen hat niemand erdes Gewerbefleißes angefüllt, mit glänzenden Auslagen, liefern, um diese zur Luftbarkeitssteuer heranziehen zu fönnen. litten. Gleichzeitig traten mehrere Dampf- und Motorsprisen in deren geschmackvolle und prächtige Deforationen von einem Infolgedessen traten die drei Korporationen: Verband der Privat Tätigkeit, die sechs Schlauchleitungen speisten. Der Löschangriff erzahlreichen, allerdings weniger fauflustigen als neugierigen Theatervereine Deutschlands E. V., Deutscher Arbeiter- Theater folgte von den Treppen des Vorderhauses und von Hakenleit ern Bublikum bewundert werden, dazu die gewaltige, düstere bund und die Vereinigung der Theatervereine Groß- Berlin E. V. aus, die im Hof in die Fenster eingehakt wurden. Während geHalle des Bahnhofes Alexanderplat " und einige zusammen, sandten eine ausführlich begründete Dentschrift an waltige Wassermengen in die brennenden Lagerräume des ersten trop der noch frühen Tageszeit recht lebhaft frequentierte die Steuerdeputation, Magistrat und die Fraktionen der Stadtver- Stodes geschleudert wurden, schlugen andere Mannschaften fast in Restaurants geben dem Platz sein besonderes Gepräge. ordneten und beriefen am Montag, den 23. Februar nach den allen Etagen die Flurfenster ein, um für den Abzug des Auf jeden Fall bietet sich hier, nicht nur dem Fremden, Musikerfälen, Kaiser- Wilhelm- Straße 31, eine öffentliche Protest Qualms zu forgen. Der enge Hof war durch die Rauchwolken der Berlin zum ersten Male sieht, sondern auch dem Ein- versammlung ein, welche von weit über 800 Personen besucht und derart verfinstert, daß die Feuerwehr Magnesiumfackeln anheimischen, der das auf diese Gegend konzentrierte Geschäfts- ein großer Teil der Besucher wegen Ueberfüllung umkehren mußten. zünden mußte. Das Feuer durchschlug auch die Decke des zweiten und Verkehrsleben aufmerksam betrachtet, ein imposantes Der von den Korporationen bestellte Réferent Freter gab eine Stocks im Quergebäude und richtete dort erheblichen Schaden an. Bild großstädtischen Lebens und Treibens, aber auch groß- übersichtliche Darstellung der Sachlage und führte u. a. aus, daß für Auch die Treppen des rechten Seitenflügels wurden vom Feuer erstädtischen Wirkens und Schaffens. die Theatervereine keine gesetzliche Verpflichtung besteht, der Steuer- griffen und zwischen dem ersten und zweiten Stock ist das Treppendeputation Material zur event. Erhebung der Steuer zu geben. Die geländer vollständig verbrannt. Die Hiße ist so stark, daß das Steuerbehörde zieht ein ergangenes Oberlandesgerichtsurteil an, Mauerwerk in großem Umfange abbrödelte. Die Brandstelle war welches für die Vereine den Begriff der Oeffentlichkeit fonstruiert, von einer großen Menschenmenge umlagert, die von einem Schutzwenn zu den Vergnügungen derselben auch Freunde und Bekannte mannsaufgebot in Ordnung gehalten wurde. Ueber die Ursache des Zutritt haben und ein Verkauf von Eintrittskarten stattfindet. Feuers ist nichts ermittelt. Diese Auffassung der Steuerdeputation, daß hierin ein Begriff der Jagow und die Schuhleute. Oeffentlichkeit vorliegt, erscheint aber mit Rücksicht auf die bisDie Vereinigung Berliner Schußmänner hat nach dem Verbot herige Rechtsprechung der bei den höchsten Instangen, des Oberverwaltungsgerichts und des Kammergerichts, rechtsirrig. Das durch den Polizeipräsidenten v. Jagow zwar zu bestebex aufgehört, Rechts, in einer langen Reihe von Stadtbahnbogen, ein Oberverwaltungsgericht hat z. B. in einer Entscheidung, die aller- doch haben die Begründer und deren Freunde kein Mittel unver Sie folgen großes, von zechfrohen Besuchern angefülltes Bier- und Wein- dings bereits vom 24. September 1888 datiert, ausgeführt, daß die sucht gelassen, um doch noch zum Ziele zu gelangen. dem Beispiel der Berliner Feuerwehrmänner, die schließlich nach restaurant: 3 um Prälaten!" Nicht schlecht gewählt, Einführung und das Mitbringen von Gästen gestattet ist und daß langem Ringen die Genehmigung zur Organisation erhalten haben. der Name! Die hohen, frommen Herrn Kirchenhirten wußten unter Gästen solche Personen verstanden werden, die in irgend- Der Syndikus der Feuerwehrmänner hat es auch übernommen, die ia einen guten Tropfen und einen dementsprechenden welchen persönlichen Beziehungen zu den sie einführenden Vereins- Rechte der verbotenen Schußmannsvereinigung wahrzunehmen. Er " Happen- Pappen" zu allen Zeiten aufs beste zu würdigen. mitgliedern stehen. Denselben Standpunkt nimmt auch ein hat zunächst wegen des Jagowichen Verbots eine Beschwerde an den Minister des Innern gerichtet. Diese Beschwerde ist jet Drüben auf der anderen Seite der Straße noch ein vor- Ministerialerlaß des preußischen Ministers des Innern ein. nehmeres, aber intimeres Weinlokal. Weiterhin zieht das im Bezüglich der Frage der Erhebung des Eintrittsgeldes läßt sich ohne jede nähere Begründung zurüdgewiesen echt preußischen Geheimratsstil" erbaute Polizeipräsidium das Oberverwaltungsgericht in einer Entscheidung vom 13. No worden. In den nächsten Tagen wollen die Vertrauensmänner mit ihrem Rechtsbeistand die weiteren Schritte beraten, um die Beunsere Blicke auf sich. Das Hauptportal des unfäglich lang bember 1903 aus, in der gesagt ist, daß eine Polizeiverordnung, gründung der Vereinigung, von der sie trotz der Maßregelungen weiligen Ziegelsteinbaues ist flantiert von zwei runden Ed- welche die von einem Verein oder einer Gesellschaft getroffene Ver- nicht abzugehen gedenken, durchzuseßen. türmen, deren Turmdächer eine auffallende Aehnlichkeit mit anstaltung als eine öffentliche erklärt, wenn vor oder in den den Bickelhauben der vor dem Gebäude umberstebenden Räumen bzw. an den Eingängen oder in der Nähe derselben Als Kriminalbeamter der Mordkommiffion" hat ein Gauner Eintrittsgeld erhoben wird, rechtsungültig ift. Die Erhebung des einer barmlojen Frau in der Oberberger Straße einen nicht gans
Aber der Alexanderplatz ist wenig geeignet, um fich dort stillen und mehr oder minder tiefsinnigen Betrach tungen hinzugeben. Sehen wir uns daher einmal diese am Viadukt der Stadtbahn sich entlang ziehende, stille Straße ein wenig näher an.
Die Dircksenstraße!
Wenn irgendwo, dann kann man hier von dieser Straße, besonders in ihrer Beziehung zum Alexanderplat, sagen, daß die Gegensäße dicht beinander wohnen.
Scoutmänner baben.