Ein Vorteil ist es dagegen, daß der Entwurf der Behörde die Mög- schen Nuthenen, die Höllenmaschine in Debreczin find wahre während Minister die Mißtrauensvofen der Parlamente lichkeit gibt, vorzuschreiben, daß der Unternehmer dem weiblichen Flammenzeichen; mit dem Schreckensregiment der magyari- lachend abschütteln dürfen, ist nur wieder einmal ein Zeichen Personal einen festen Lohn zahlen muß und die Entrichtung von fchen Oligarchie sind die zentrifugalen Kräfte, die nun auch und Symptom unserer Zeit und unserer preußisch- deutschen irgendwelchen Abgaben nicht fordern darf. Das Verbot des Han- in Ungarn wach werden, nicht zu bannen. Das schlimmste Zustände! delns mit Absynth wird damit begründet, daß durch den Genuß ist freilich die erschreckliche Unzulänglichkeit, des Regierens in Herr v. Schorlemer galt eine zeitlang sogar als Günstling dieses Getränkes schwere Gesundheitsschädigungen eintreten. beiden Ländern: man denkt nur noch an den Augenblick, und des Kaisers und als Anwärter auf den Reichskanzlersiz. Durch Soweit sich die Borchristen, gegen die kinematographi- von einer die Entwickelung überschauenden Einsicht ist nichts seine reaktionären Taten, sein Wettern gegen das Koalitions fchen Unternehmungen wenden, wird in der Begründung zu bemerken. Ueber das ganze Staatswesen breitet sich eine recht der Arbeiter und seine famose Erklärung der Fleischnot bargelegt, daß manche dieser Veranstaltungen auf die Jugend wahre Hoffnungslosigkeit, die alles niederzwingt und gegen( die Arbeiterfrauen verstünden nicht Gemüse zu kochen) hatte ebenso vergiftend einwirken, wie die Schmutz- und Schundliteratur. die fein Elan, keine Kampffreudigkeit aufkommt. Das Ge- er sich das reaktionäre Wohlwollen ja auch redlich verdient. Die Begründung ist so unschlüssig und so dehnbar, daß man die fühl, in einem Sumpf zu leben, der alles Lebendige in seinen Er war deshalb auch der Mann der Junker, während das Befürchtung nicht von der Hand weisen kann, daß schließlich die Schlamm zieht, übermannt nun jedermann in diesem Staate. Bentrum trok seiner katholischen Konfession weniger von ihm Polizeibehörde das neue Gesetz noch dazu verwenden würde, um erbaut war und wegen seiner Ostmarkenpolitik sogar in ziem Die Obstruktion. Tinematographische Vorführungen zu unterbrüden, die im Interlich heftige Kollision mit ihm geriet. Aber nicht Gunst oder Wien , 5. März. Das Abgeordnetenhaus ist heute ungunst einer Partei sollen ja den Sturz des Mannes veresse der freien Jugendbewegung veranstaltet werden. wieder zusammengetreten. Vor dem Uebergang zur Tagesordnung ursacht haben, der noch in legter Zeit ernstlich zum Stattergriffen die Abgeordneten Kramarez und Stanek das Wort halter von Elsaß- Lothringen in Aussicht genommen war, sonund gaben eine Darstellung der Ausgleichsberhandlungen. dern Vorgänge durchaus privater und privatester Natur. Der Präsident entzog beiden nach wiederholten Aufforderungen, Das Wolffsche Depeschenbureau hat zwar die Blättereinen Antrag zu stellen, unter dem ärm ihrer Parteigenoffen nachricht über die Erschütterung der Stellung des Landwirtschließlich das Wort. Auch dem nächsten Redner Bara( tschechisch schaftsministers als völlig„ frei erfunden" erklärt, allein auf radikal) wurde das Wort entzogen, wobei die Tschechen Meldungen von dieser Stelle ist nachgerade wirklich nichts großen Lärm machten, indem sie mit den Pultdeckeln flopften. mehr zu geben. Das christlichsoziale Bolk" des Lizentiaten Der Präsident unterbrach darauf die Situng. Mumm, die„ Germania " und die„ Tägliche Rundschau", die es besser wissen wollen, dürften wohl triftige Gründe für ihre Behauptung haben.
Soll der Entwurf Gesetz werden, so muß er gründlich umgearbeitet werden; vor allen Dingen ist es absolut untunlich, die Befugnisse der Polizeibehörde noch weiter zu vermehren, ganz abgesehen davon, daß der Zwed, den das neue Gefeß berfolgt, am besten dadurch erreicht würde, daß man die Voltsaufklärung fördert und die soziale Lage der Schichten, die ausgebeutet werden,
hebt.
Politische Uebersicht.
Die Ostmarkenzulagen.
Nach den Schreckensszenen bei der namentlichen Abftimmung berebbte die Debatte wieder in Einzelfragen und Einzelwünschen.
Morgen fommt das Postscheckgesetz dran.
Abgeordnetenhaus.
Herr v. Schorlemer fann um so geruhiger seine Ministerpension verzehren, als er mit irdischen Glücksgütern reichlich gesegnet ist und aus seinen Weinernten allein jährlich mehrere hunderttausend Mark löst.
Kasernentragödien.
Zwei Mann erhängt. Einer davongelaufen.
„ Das Soldatenleben läßt wenig freie Zeit. Wenn dieser schrecklich viele Appell in Kleidersachen nicht wäre, dann ginge es noch. Das nimmt alle freie Zeit weg, immer puben und flicken. Fußdienst haben wir wenig, höchstens nachmittags ein bis zwei Stunden; sonst immer Stalldienst. Morgens haben wir immer Reiten; das macht auch nicht so viel Spaß, wie man wohl denkt. Wir sind auch schon mehrmals ausgeritten nach einem größeren Uebungsplatz. Wenn man dann bei dem Regenwetter wieder zurückommt, hängt einem auch der Dreck bis oben auf dem Rücken.
Bei uns ist bis jebt einer ausgerüdt und zwei haben sich das Leben genommen.( Innerhalb zwei Monaten! Red.)
So schlimm ist es aber eigentlich nicht, daß man solche Sachen zu machen braucht.
lebers Essen kann ich auch gerade nicht flagen, und wenn es mir mal zu arg wird, dent' ich höchstens, blast mir auf den Kopf; ich meine aber nicht das Essen."
Am Donnerstag soll das Abgeordnetenhaus wieder zufamnnentreten, nachdem es im Juni entfernt werden mußte, um dem§ 14 Play zu machen. Aber die Aussichten, mit denen Aus dem Reichstag , 5. Februar. Ein Beweis für die Frühjahrstagung eröffnet wird, sind die denbar schlech- die Nichtachtung, mit der die Reichsregierung das Reichstesten: im Hintergrunde lauert die Obstruktion und allen parlament behandelt, ist die Tatsache, daß die DitmarkenErnstes wird bereits von der Auflösung des arbeitsun zulagen für Postbeamte, die berüchtigte Storruptionsprämie Zu der von uns im Montagsblatt des„ Vorwärts" gebrachten fähigen Hauses geredet. Kein Mensch könnte zwar sagen, im Nationalitätenkampf, vom Reichstag 1912 und 1913 geheimnisvollen Angelegenheit des getöteten Rekruten Emmel uth was mit der Auflösung an der Krankheit, die ja außerhalb gestrichen wurden und gleichwohl wieder im Etat für 1914 vom Dragonerregiment Nr. 9 in Metz kann das„ Bochumer Boltsdes Parlaments ihren Siz hat, geändert werden könnte; aber erschienen. Zwar wurden sie in der Budgetkommission blatt" noch folgendes berichten: die Regierung, die auflöst, denkt dabei weniger ans Parla- fchon ausgemerzt, aber unermüdlich, zäh und zudringlich wie ment als an sich. Sie kommt scheinbar aus der Sackgasse, sie sind, suchen die Hakatisten sie mit Anträgen in der Etats- Zu der Angelegenheit des Rekruten Heinrich Emmeluth und so lange das neue Haus nicht da ist, bleibt sie im Amte. Lesung im Plenum wieder herzustellen. Vergebliches Bemühen! aus Gerthe geht uns noch ein wichtiges Dokument zu. Ein Und das ist den österreichischen Regierungen, wie sie sich, Aber ehe zwei namentliche Abstimmungen der trockene Freund des Toten schickt uns einen an ihn gerichteten Brief vom unterstit von dem hohen Alter des Kaisers, herausgebildet politische Chronist verweist hier auf die Schilderung der 28. November 1913, der ein psychologisches Beweisstück bildet zur haben, heute die Hauptsache. Schreckensszenen an der Spitze der Berliner Nachrichten Beurteilung der Frage nach der Todesursache. Wir teilen aus dem Das Unheil fommt diesmal, wie schon oft, von Böhmen alle Hoffnungen der eingeschworenen Polenfresser zuschanden Briefe unter Weglaffung der für unsere Frage nebensächlichen her. Dort ist, wie man vielleicht noch weiß, das verfassungs- gemacht, tobt der Kampf der Wagen und Gesänge um die Mitteilungen über familiäre Verhältnisse die entscheidende Stelle mäßige Leben seit Jahren verschüttet. Der Landtag war Ostmarkenzulagen. Der Junker West arv, der„ gelernte" mit: von seiner Geburt her obstruiert, und zwar so gründlich Junker Mertin und der Nationalliberale Schlee redeten obstruiert, daß er es in den fünf Jahren seines Bestehens den„ nationalen" Parteien wie einem franken Gaule gütlich nicht einmal zur Konstituierung brachte. Die Finanznöte des Landes wurden schließlich so arg, daß sich die Regierung zu und beschworen sie, die ganz unpolitischen" Vorlagen doch zum Eingreifen entschließen mußte: fie löste den Landtag im der ein lebhaftes Tirailleurgefecht nicht nur gegen die Hafazu bewilligen, aber die Genoffen Noske und Ledebour , Sommer des vorigen Jahres auf, beseitigte den gewählten der ein lebhaftes Tirailleurgefecht nicht nur gegen die Hakaautonomen Ban besausschuß und setzte das Land gleichsam tisten, sondern auch gegen den Präsidenten Paasche führte, unter Sequester, indem die Verwaltung in die Hände, einer machten ihnen einen Strich durch die Rechnung, indem sie den bon der Regierung aus Beamten der Statthalterei gebildeten politischen Charakter dieser Prämien dartaten. Verwaltungskommission übertragen wurde, der, um die ärgsten Finanzschroulitäten zu beseitigen, namhafte Steuererhöhungen bewilligt wurden. Inzwischen wurden die Verfuche fortgesetzt, zwischen den hadernden Nationen einen Ausgleich zustande zu bringen, der die Wiederaufrichtung des Landtags ermöglicht hätte. Diese Versuche wurden um so dringender, als die Tschechen, die die Beseitigung der auto - Der Weiterberatung des Handelsetats ging am Donnerstag nomen Landesverwaltung als eine schwere Demütigung im Abgeordnetenhause die Erledigung des Gefeßentwurfs über die Die zwei hervorgehobenen Säße sind äußerst kennzeichnend. empfinden, als eine Depossedierung ihres glorreichen Erweiterung des Stadtkreises Dortmund voran. Der Dienst in dieser Eskadron ist so schwer, daß Gmmeluth, der Königreichs" erklärt hatten, ohne böhmischen Landtag werde Einem konservativen Antrage, der zwei wichtige Landgemeinden eben erit etwa zwei Monate im Dienst ist, schon von drei es feinen Reichs pat geben; eben infolge ihrer Obstruktion von der Gingemeindung ausgeschlossen wissen wollte, widersprach mann berichten tann, die das Leben nicht mehr gegen das Bugdetprovisorium mußte das Parlament im nicht nur der Regierungsvertreter, sondern auch eine Reihe von ertragen fonnten. Einer ist fahnenflüchtig geworden und Januar heimgejajidt werden. Die Versuche sind aber auf der Rebnern aus dem Hause, darunter Genosse Hue, der unsere macht sich damit möglicherweise für ſein ganzes Leben unglücklich. ganzen Linie gescheitert. Die Regierung Stürgfh hatte sich grundsäßliche Stellung zur Eingemeindungsfrage darlegte und hinreißen lassen, in den Vorlagen, die sie den Unterhändlern unter spezieller Bezugnahme auf die Dortmunder Verhältnisse ben Bei Mann aber haber rabital ein Ende gemacht uns selbstmord durch Erhängen berübt.. als Material" junterbreitete, dem tschechischen Standpunkt Bechenherren zu Leibe rückte. In Wahrnehmung der Interessen Die Oeffentlichkeit hat von den drei Fällen, die Heinrich Emme nach der Zweisprachigkeit in ganz Böhmen mehr als nötig der Arbeiterschaft verlangte unser Redner Maßnahmen dagegen, luth in dem Briefe erwähnt, anscheinend nichts erfahren. Es wäre entgegenzufommen wohl deshalb, um die Tschechen von daß das Baugelände den Zechenbesikern zur Gerichtung von Werks- aber bringend notwendig, bei der Eskadron einmal nach dem Rechten der Obstruktion abzubringen; dadurch hat sie aber wieder kolonien überlassen wird. Wie unangenehm die Ausführungen den Furor der Deutschen gewedt, die nun am legten Sonntag des Sozialdemokraten den Sachwaltern des Grubentapitals waren, 3 ſehen. Bisher scheint man den Vorgängen, obwohl sie doch in Prag das Verhandeln auf der Grundlage dieser Vorlagen bewiesen die Zwischenbemerkungen der Abgg. Dr. Cremer( natl.) dienstlich den Vorgesetzten bekannt geworden sein müffen, nicht allzu viel Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Die rasche Wiederholung rundweg abgelehnt haben. Hierbei hat die Gereiztheit der und Snupe( natl.), die zu verstehen gaben, daß die Zechenherren, solcher Dramen läßt wenigstens auf sehr mangelhafte Beaufsich= deutschböhmischen Wähler infolge des unfruchtbaren fünf- da sie die meisten Steuern zahlen, auch das selbstverständliche jährigen Obstruktionsfrieges natürlich Anteil; auch spielen Recht haben, ihre Herrschaft in der Gemeinde in rücksichtsloser die Eifersüchtele len zwischen den deutschbürgerlichen Parteien Weise auszuüben. Der Gesezentwurf gelangte schließlich unter mit, denen es allen an Ernst und Verantwortlichkeitsgefühl Ablehnung der konservativen Anträge in aveiter und dritter fehlt, und die alle nur daran denken, vor den Wählern als die Lesung unverändert zur Annahme. Radikaleren" dazustehen. Wie sehr diese Parteien des deut- Die hierauf fortgesette Generaldebatte schen Bürgertums von Demagogie verseucht sind, offenbart Sandels- und Gewerbeverwaltung bewegte sich in fich auch in ihrer geradezu frankhaften Wut gegen die So- den hergebrachten Gleisen. Die Herren Dr. Pieper( 3.), zialdemokratie; während die tschechisch- bürgerlichen Parteien Dr. Schroeder Kassel( natl.) und Krause- Waldenburg( ft.) die Beiziehung der Sozialdemokraten zu den Ausgleichsver- überboten fich förmlich in Mittelstandsretterei. Wäre dem Handhandlungen geradeaus forderten, machten die Deutschbürger- wert mit schönen Redensarten geholfen, dann hätte es heute noch „ Auf ehrengerichtlichem Wege soll wegen eines lichen aus dem Fernhalten der deutschen Sozialdemokraten goldenen Boden. Schade nur, daß die Taten dieser scheinbar dem weitampfes nur dann gegen Offiziere eingeschritten von den Ausgleichskonferenzen geradezu eine Kabinettsfrage! Sandwerk so freundlich. gegenüberstehenden Herren mit ihren werden, wenn der eine oder der andere der Beteiligten bei dem ( Stebenbei bemerkt, haben die Separatisten der Einladung Worten nicht in Einklang zu bringen sind. Wenn man durch Anlaß oder dem Austrag der entstandenen Privatstreitigkeit gegen entsprochen, obwohl die deutschen Sozialdemokraten danach eine verkehrte Wirtschaftspolitik dem schon sowieso schwer um die Standesehre gefehlt hat. Dies muß insbesondere in dem nicht eingeladen wurden: ein neuer Beweis ihrer Auffassun- seine Eristenz ringenden Handwerk nicht nur die Lebenshaltung, immerhin möglichen Falle geschehen, wenn ein Offizier in frevelgen bon proletarischer Solidarität!) Jedenfalls steht die sondern auch die Produktionskosten verteuert, dann wird man mit hafter Weise einem Kameraden ohne jede Veranlassung eine schwere Sachlage so, daß der Ausgleich in immer weitere Ferne rüdt, einer Regelung des Berdingungswesens u. dgl. auch nichts aus- Beleidigung zugefügt haben sollte. Denn einen Offizier, welcher daß man heute nicht einmal an Verhandlungen über den richten. Besonders tat sich der Redner der Nationalliberalen her- imftande ist, die Ehre eines Kameraden in frebelhafter Ausgleich denken kann! Nun kommt das Parlament wieder vor, der zur Abwechslung wieder einmal einen erhöhten Schubweise zu verlegen, werde ich ebensowenig in meinem Heere dulden, zusammen und kann wieder sofort vor dem Dilemma stehen: ber Arbeitswilligen forderte und sich gegen einen weiteren wie einen Offizier, der seine Ehre nicht zu wahren weiß." ohne Landtag fein Reichsrat! Vielleicht würde aus diesem Ausbau der Sozialpolitit, vor allem gegen die EinStatt jeden Offizier, der die Ehre eines Kameraden in frebelDilemma ein Wechsel der Regierung den Ausweg weisenführung einer Arbeitslosenversicherung, aussprach. hafter Weise angreift, kurzerhand für fatisfaktionsunfähig zu er dies um so mehr, als die Regierung Stürgth total aufgels ob die Nationalliberalen es noch nötig hätten, ihrer arbeiter- flären und sofort vor das Ehrengericht stellen zu laffen, erlaubt braucht ist, im ganzen Barlament nicht einen rechtschaffenen feindlichen Gesinnung bei jeder Gelegenheit Ausdruck zu verleihen. Die Stabinettsorder also noch ein Duell und schafft auf diese Weise Anhänger hat und schon längst mit ihrem Wiz zu Ende ist. Aus der Erwiderung des Ministers ist nur die Erklärung zu Aber daß er ein Hindernis sei, fällt dem Grafen Stürgkh erwähnen, daß der zweite Teil des Gesetzes zur Sicherung der eine Gelegenheit, bei der der frebelhaft in seiner Ehre Angegriffene nicht ein, und von der Krone ist ein Eingreifen, wie es vor- Bauforderungen erst nach einer Reform des ersten Teils eingeführt von seinem Beleidiger auch noch totgeschossen oder schwerverwundet werden kann. Daran hat auch die vielgerühmte Kabinettsorder mals geschah, als ein stüßiges Kabinett zu beseitigen war, werden soll. nicht mehr zu ertvarten. So steht man den Dingen einfach vom 1. Januar 1897, von der behauptet wurde, sie bekämpfe die wehrlos gegenüber. Duelle wirksam, nichts geändert.
zum Etat der
Nachdem Abg. Wenke( Bp.) den reaktionären Handwerferforderungen in einigen Punkten entgegengetreten war, wurde die Beratung auf Freitag vertagt.
Erledigt?
Die Sachlage verschärft sich noch, weil der Reichsrat wieder einmal den Militarismus roboten soll: es soll eine namhafte Kontingentserhöhung beschlossen werden, man braucht die Ermächtigung zu einer Anleihe von einer halben Wie eine Reihe von Blättern, die gute oder gar unfehlMilliarde, da durch die Rüstungen während des Balfantrieges bare Informationen zu haben behaupten, übereinstimmend die Kassen bis zur Neige ausgeschöpft sind, und schließlich versichern, soll der preußische Landwirtschaftssollen dreihundert Millionen für strategische Bahnen in Bos nien bewilligt werden. Das alles ist freilich ohne Reichsrat nicht zu machen; wenn es aber mit dem Reichsrat auch nicht geht? Ueberhaupt ist die gesamte Situation des Habsburger reichs unsäglich düster. Die Möglichkeit kriegerischer Vermidelungen, nach mehreren Fronten, hängt wie eine schwere Gewitterwolfe über dem gequälten und zerrissenen Reich. Troß der äußerlichen Ruhe ist der ganze Süden innerlich im Abfall begriffen. Der Hochberratsprozeß gegen die ungari
tigung schließen.
Wo liegt die Schuld?
Das dumme Zivilbolt hat sich darüber entrüftet, daß vor einigen Tagen in Meß der Leutnant Haage im Duell von dem Verführer seiner Frau totgeschossen wurde. Es meinte, das Ehrengericht, dem beide Teile unterstanden, hätte den Zweikampf verhindern sollen. Da ist es interessant, zu erfahren, welche Regel die noch jetzt gültige Stabinettsorder vom 2. Mai 1874 für solche und ähnliche Fälle aufstellte. Sie schrieb u. a. vor:
8
Für das Meter Duell ist also in erster Linie die Kabinettorder vom 2. Mai 1874 verantwortlich, die auch zu den militärischen Reliquien gehört, auf die man absolut nicht verzichten will.
Verbrecherpolitik.
Die Rüstungsheber mimen stets nationale Begeisterung. Sie minister Freiherr von Schorlemer- Rieser haben keine größere Sorge als die, das Vaterland in der Wehrplöblich in Ungnade gefallen sein, so daß sein Rücktritt bevor- fähigkeit überlegen zu machen. So behaupten die patentierten stehe. Es wird dabei angedeutet, daß die Ursache zu dem Patrioten, die Erbpächter der Vaterlandsliebe. Das hindert sie Verlust der kaiserlichen Gunst mit der Politik absolut nichts aber nicht im mindesten, den anderen Staaten( die für sie Erbzu tun habe, also auf persönlichem Gebiet liege. Was und andere Feinde sind) die besten Kanonen, Banzerplatten, Ge eigentlich dahinter steckt, wird in der Presse schwerlich mitgeschosse und sonstige Kriegsmaterialien zu liefern. Häufig sogar teilt werden, wenn darüber auch in den parlamentarischen billiger, als sie das Vaterland bekommt. Dadurch werden Staaten, Couloirs genug geflatscht wird. Aber persönliche Dinge die angeblich immer auf der Lauer liegen, um Deutschland zu übergehen schließlich auch die Deffentlichkeit nichts an. Daß sie fallen, in ihrer Wehrfähigkeit gestärkt. Das bedeutet naturgemäß troßdem bei uns einem Minister das Genick brechen können, eine relative Schwächung der Kriegstüchtigkeit Deutschlands . Und