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Aus aller Welt. Erandkatastrophen.
Die Feder sträubt sich...
Der Musketier Blei aus Gnefen, der von einem Sergeanten Dampferfahrten zur Baumblüte nach Werder wird, die Spree - fchwarz- blaue Block, der dieses für ländliche Verhältnisse unheil Sabel- Dampfichiffahrt- Gesellschaft Stern" am nächsten Sonntag volle Gejes" geschaffen hat. Auch die Nationalliberalen haben zu einem Schöffengerichtstermin nach Hannover transportiert worden veranstalten. Ab Berlin ( Weidendammer Brücke) fahren die Dampfer Geburtshilfe geleistet. Es ist also ein durch und durch„ nationales" war, entsprang feinem Transporteur im alten Justizgebäude.. In Wären nach den Vorschlägen der Sozialdemokratie die Gelle, wohin er geflüchtet war, founte er wieder verhaftet werden. um 8, 8.30 und 9 Uhr, von Station Bahnhof Bellevue( Café Berk. Gärtner ) 8.20, 8.50 und 9.20 von Charlottenburg ( Schloßbrüde) Krankenkassen organisiert worden, so würde wirkliche Selbstver: Auf dem Transport von Celle nach Hannover entsprang er aus 8.50, 9.20 und 9.50 und von Spandau ( Charlottenbrüde) 9.57, 10.27 waltung der Kaffenmitglieder, ausreichende Versorgung auch für bem Eilzuge. Der Zug hielt und Blei wurde mit schweren und 10.57 Uhr. Ron Potsdam nach Werder findet von vormittags die Landproletarier vorhanden sein und zwischen Aerzten und inneren Verlegungen aufgefunden und ins Garnisonlazarett 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr stündlicher Verkehr statt. An den Kassen Frieden bestehen. gebracht. darauf folgenden Wochentagen werden die Dampfer bis auf weiteres ebenfalls nach Werder ab Weidendammer Brüde um 9 Uhr und ab Bahnhof Bellevue 9.20, ab Charlottenburg 9.50 und ab Spandau Auf dem Hofe des Thorner Gerichtsgefängnisses wurde Freitag um 10.57 Uhr abgelassen. Von Potsdam ab findet wie am Sonntag früh der Raubmörder Josef Strasfiewicz, geboren am 30. Nobon 10-6 Uhr ein stündlicher Verkehr statt. An den Wochentagen bember 1890 zu Bienkowo, Kreis Kulm , hingerichtet. Etrasties werden auch für Schulkinder billige Fabrten für ganze Klassen nach wicz, der als mustetier der 7. Kompagnie des Infanterie- ReWerder zum Preise von 30 Pf. hin und zurüd eingerichtet. Auch Ein furchtbares Brandunglück, dem zahlreiche giments Nr. 61 fahnenflüchtig geworden war, hatte in auf der Oberspree und Havel werden am nächsten Sonntag billige von EinbruchsdiebFrühlings- Sonderfahrten veranstaltet. Ab Potsdam werden die Menschen zum Opfer fielen, hat sich Freitagvormittag verschiedenen Provinzen eine Reihe Schiffe täglich von 9-6 Uhr stündlich nach Werder verkehren. in New York zugetragen. In dem Erdgeschoß eines großen stählen, namentlich in Kirchen, verübt und zulegt im Auguſt Kleine Nachrichten. Aus dem Teltowkanal gelandet wurde Wohnhauses kam Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit vorigen Jahres in Althausen( Kreis Kulm) bei einem Einbruch den gestern vormittag die Zeiche eines unbekannten Mannes, die nach über die Treppe ausbreitete und den Bewohnern den Rettungs- Kätner Cirantowski und dessen Wirtschafterin Malinowsti ihrem Zustande nur erst ganz turze Zeit im Waffer gelegen hat. weg abschnitt. Von der Vorderseite des Gebäudes wie von erschlagen. Sie wurde nach der Halle in Brig gebracht. Der Tote ist etwa den Fenstern des benachbarten Mietshauses versuchten die 40 Jahre alt und trug eine grüne Joppe, ein dunkles Jadett und Feuerwehrleute auf Leitern ihre Rettungsarbeit, wobei sich dunkle Hofen. Etwaige Mitteilungen zur Feststellung der Perfön- ergreifende Szenen abspielten. Bisher sind zehn Leichen lichkeit nimmt der Amtsvorsteher von Briz entgegen. In der gefunden, von denen sechs so verkohlt sind, daß man erichossen Gastwirtschaft hat sich der 20 Jahre alte die Persönlichkeiten nicht feststellen konnte. Friseur Mar Damrow, der bei seinen Eltern in der Hochstraße wohnte. Als Uriache wird ein Liebesverhältnis angegeben, dem sich die Eltern der Braut widersetzten. Durch die Unvorsichtigkeit spielender Kinder entstand in Auf der Straße vom Tode ereilt wurde gestern ein unbekannter der ungarischen Ortschaft Atya ein gefährlicher Brand. Mann, dessen Persönlichkeit nicht festgestellt werden konnte. Er 61 Wohnhäuser sowie zahlreiche Wirtschaftsgebäude Da muß es also schon toll zugegangen fein, aber gewiß nur wurde in bewußtlofem Zustande von einem Schußmann auf dem wurden ein Raub der Flammen. 3wei Personen im Interesse von Religion, Ordnung und Sitte, denn für diese Fordenbed- Platz aufgefunden und nach der Rettungswache in der Da viele heilige Dreieinigkeit streiten ja alle ordentlichen und getreuen Stadt Barichauer Straße gebracht. Hier verstarb er jedoch kurz nach der fanden in den Flammen ihren Tod. Einlieferung, anscheinend an Herzfrämpfen. Der Tote ift etwa 45 Haustiere und große Vorräte an Getreide vernichtet worden väter. bis 50 Jahre alt und 1,60 Meter groß. hat schwarzes, graumeliertes sind, ist der Schaden sehr bedeutend. Haar, ebensolchen Schnurr- und Spizbart und trug einen schwarzen Die Eisenbahndirektion München teilt mit: Der Durchgangs Baletot, einen blauen Anzug, eine bunte Beste und einen schwarzen, In der belgischen Stadt Verviers brach in der Nacht güterzug 1787 ist zwischen Steinach und Ermeghofen auf steifen Hut. Seinem Aeußeren nach hat er dem Arbeiterstande angehört. Auf der Straße vom Tode überrascht wurde der in den zum Freitag in einem von mehreren Familien bewohnten der Linie Treuchtlingen- Würzburg mit der Lokomotive und etwa vierziger Jahren stehende Fahrradhändler Dito Hartwig aus Frank Hause Feuer aus, bei dem zwei Kinder den Tod zehn Wagen entgleist. Der zu gleicher Zeit auf dem NachbarDrei andere Personen gleis im Gefäll entgegenkommende Durchgangsgüterzug 1752 turde furt a. D., der sich geschäftlich in Berlin aufhielt. Als er von einer durch Erstickung fanden. Beforgung mit seinem Rade den Alexanderplatz passierte, fiel er wurden halb erstidt ins Krankenhaus gebracht. dadurch mit der Lokomotive und etwa zehn Wagen gleichfalls plöglich um. Auf der Unfallstation in der Keibelstraße fonnte nur zur Entgleisung gebracht. Die beiden Lokomotivder Tod festgestellt werden. führer und ein Heizer wurden schwer verbrüht, Drei französische Touristen, die am Dienstag im Festungs- zwei Zugführer leicht verlegt. Der andere Heizer wurde auf der gelände von Neubreisach photographische Aufnahmen Lokomotive eingeklemmt und ist wahrscheinlich tot. Die Ure gemacht hatten, waren von einem Wallmeister festgenommen worden. fache des Unglüds ist noch nicht festgestellt. Die Platten usw. wurden beschlagnahmt und die drei Personen ins Gerichtsgefängnis zu Solmar übergeführt, wo sie sich zurzeit noch befinden.
Soziales.
Aerztestreik in agrarischen Gefilden.
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Unter Spionageverdacht.
In den ländlichen Areisen Pr.- Holland und Mohrungen lehnen feit dem 1. April die Aerzte der Landfrankenkassen die Behandlung ab. Darüber find die Junker entfeßt; fie fönnen so etwas nicht fassen. Der erste wirkliche Streit in ihren Gefilden. Wie soll das enden! Denn schließlich könnten die Landarbeiter Gerichtsverhandlungen und der Gefangenenverpflegung. das nachmachen, und was dann? Deshalb zittern die Junker freilich, das Wohl der franken Bandarbeiterfamilien fümmert sie wenig. Am liebsten hätten die ostelbischen Agrarier überhaupt feine gejeßliche Krankenfürsorge eingeführt. Doch ihr eigenes Wohl und vor allem ihre Machtstellung ist in Frage gestellt, wenn die Landarbeiter dem Beispiel der Aerzte folgen.
Wäre es nicht praktisch, international das System der Austauschspione einzuführen? Man spart dann die Kosten der
Allerlei aus der Ferienkolonie.
Großes Aufsehen erregt in Schweidnih die auf Veranlassung der Militärbehörde verfügte Verhaftung des Feldwebels Fabig vom 10. Grenadierregiment. Fabig soll Gelder, die er zum Ausgleich von Rechnungen aus der Kompagniekasse erhielt, für
In der agrarischen Ostpreußischen Zeitung" ergreift ein Junker namens v. Reichel- Tergen das Wort und jammert, daß es einen Notstand, wie ihn jebt die Kreise Pr.- Holland und sich verwendet haben. Mohrungen erlebten, noch nie gegeben habe und hoffentlich nie wieder geben werde. Er führt aus, daß die Regierung sofort um Hilfe angerufen worden ist. Doch die hat versagt. Der Bertreter des Regierungspräsidenten hat erflärt, daß ihm eine Einwirkung auf die Aerzte in bezug auf Behandlung nicht zuftehe. Diefelbe Regierung foußte recht schneidig gegen die Allgemeine Orisfrantentasse in Königsberg vorzugehen, als die Aerzte hier streiften. Der Kasse wurden die Bedingungen einfach biktiert, die das Oberversicherungsamt mit den Herzten vereinbart hatte. Gegen die Landtrantentassen vorzugehen, dazu scheint der preußischen Regierung offenbar der nötige Echneid zu fehlen.
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Der Musketier Gfiba vom 22. Infanterieregiment in Gleiwik, der in der Nacht zum Freitag am Pulverschuppen Bosten stand, war in voller Ausrüstung fahnenflüchtig gelverden. Zunächst glaubte man, er sei von russischen Spionen zu diesem Schritt beredet worden. Nachdem vier Kompagnien zu seiner Ermittelung die Umgebung durchstreift hatten, fand man heute nachmittag im sogenannten Labander Walde die Leiche des Soldaten. Wie der Befund ergab, hatte er sich in selbst mörderischer Absicht erschossen. Ueber das Motiv zu der traurigen Tat ist noch nichts bekannt geworden.
Ein richtiggehender Sauherdenton" scheint in Parlament des märkischen Städtchens Fiddichow zu herrschen. Der Fiddichower Lokal- Anzeiger" schreibt nämlich: Ueber die am Mittwoch abgehaltene Stadtverordnetenfißung find wir leider nicht in der Lage zu berichten, da in dieser ein solcher Ton herrschte, daß im eigenen Interesse der Stadtverordnetenversammlung eine öffentliche Berichterstattung beffer unterbleibt."
Ein Schweineigel.
Nach Verübung zahlreicher sittlicher Verfehlungen ist der Professor Meresatomski von der Universität in Kafan flüchtig geworden. Wie erst jetzt befannt wird, hat der Professor sich seit Jahren an Kindern und minderwertigen Mädchen vergangen. Seine Schuld liegt am Tage, da der Polizei das Tagebuch des Professors in die Hände gefallen ist, in dem er systematisch über feine Taten und Opfer Buch geführt hat; ebenso fanden sich zahlreiche kompromittierende Photographien. Mereschkowski hat sich zusammen mit seiner zwölfjährigen Pflegetochter, die ebenfalls zu seinen Opfern gehört, ins Ausland geflüchtet.
Kleine Notizen.
Er wurde
Bergmannstod. Auf einer Zeche in Bövinghaus( Westfalen) wurde am Freitagmorgen der Bergmann Schmis von herein brechenden Gesteinsmaffen verschüttet. später von Rettungsmannschaften erst i dt aufgefunden. Schmitz hinterläßt eine Witwe und mehrere unmündige Kinder.
Attentat eines Geisteskranken. In New York feuerte am Freitag ein alter Mann, der anscheinend geistestrant ist, einen Schuß ab, der an dem Bürgermeister Mitchel und dem Bolizeifommissar Woods nahe borbeiging und einen Synditus namens Folt erheblich verlebte. Der Attentäter wurde verhaftet. Man vermutet, daß er Woods hat töten wollen.
Jugendveranstaltungen.
Die Junter der Kreise Pr.- Holland und Mohrungen haben fich nach Berlin gemandt, und Herr v. Reichel- Tergen meint, daß die Regierung, die sich mit peinlichster Genauigkeit und oft damit Im Stadtteil Halbendorf in Glas gerieten des Nachts vor verbundenen Härten um die sanitären Verhältnisse der Güter dem Bauerschen Gasthause eine Anzahl Soldaten in Streit, der und Dörfer bekümmere, auch im imftande sein sollte, dieſem noch in eine größere Schlägerei ausartete, die im Gasthause fortgesetzt nie dagewesenen Zustande zu steuern. Wenn ein Gesez wie das wurde. Hierbei wurden alle 53 Fensterscheiben des Hauses, Stranfenfassengeſeh mit seinen 371 Paragraphen in die Welt gejezt sowie Biergläfer, Flaschen und Mobiliar zerbeide. Abmarsch 2 Uhr vom Wilhelmsplay. Abends 18 Uhr: Musitaliſche werde, dann dürfe man wohl verlangen, daß es so vorbereitet fei, daß seine Durchführung fofort möglich sei. Hier scheinen trümmert. Drei Soldaten wurden verlegt; einer aber die Vorbereitungen vergessen worden zu sein. Der berant- erlitt einen Beinbruch, einem zweiten wurde die Pulsader zerschnitten. wortliche Redakteur dieses für ländliche Verhältnisse unheilvollen Alle drei wurden ins Lazarett geschafft. Außerdem wurde eine Menge Gefehes müsse aber Antwort geben fönnen auf die Frage, wie unbeteiligter in Mitleidenschaft gezogen. Eine Untersuchung dem hier bestehenden Rotstande sofort abzuhelfen fei. ist eingeleitet worden.
Der verantwortliche Redakteur" ist in diesem Falle der
Unterhaltung.
Lichterfelde . Sonntag, den 19. April, nachmittags 4 Uhr: Unter haltungsabend im neuen Vereinslokal.
Neukölln. Sonntag, den 19. April: Banderung nach SandhausenTegel- Bittenau. Fahrt mit Linie 28. Treffpunkt um 7 Uhr: Steimmet, Ede Hermannstraße. Fahrgeld 30 f. Für die großen Pfingſtwanders fahrten find Einzeichnungen in die Teilnehmerligen baldigst vorzunehmen.
Was
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gefchätzten Kunden
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Um Verwechslungen zu vermeiden achte man genau auf die alte Stiller- Firma!
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Jerusalemer Straße 32-35
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Oranien- Straße 161 Gr.Frankfurterstr.123 Chaussee- Str. 114-115 Schöneb., Hauptstr. 146 Neukölln, Bergstr. 25 Charl, Wilmersdorferstr.45
25-27 28-30
31-35
36-38
39-40
750 825
450 550 625