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Innovative Ansätze in der Beratung von Migrantinnen und Migranten mit Gründungsambitionen : Potenziale aus der akademischen Gründungslehre nutzen
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August 2013 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Innovative Ansätze in der Beratung von Migrantinnen und Migranten mit Gründungsambitionen Potenziale aus der akademischen Gründungslehre nutzen Jessica Di Bella 1 Neue Selbstständige in etablierten Strukturen Auf einen Blick Obwohl die Zahl der ethnischen Gründerinnen und Gründer im Vergleich zu Einheimischen seit Jahren überproportional ansteigt, scheinen die etablierten Angebote der öffentlichen Grün­dungsförderung nach wie vor kaum auf die neuen Selbstständigen ausgerichtet zu sein. Dabei kommen in der akademischen Gründungs­lehre an deutschen Universitäten und Hoch­schulen bereits seit mehreren Jahren neuartige Formate, Instrumente und Methoden zum Einsatz, welche das Potenzial bergen, auch der Gründungsberatung in Kammern, städtischen und staatlichen Einrichtungen neue Horizonte zu eröffnen und Personen mit(und ohne) Zuwande­rungsgeschichte effektiver bei einem erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit zu unterstützen. Die Zahl ausländischer Selbstständiger in Deutsch­land ist in den letzten zwölf Jahren um 77 Prozent gestiegen, fünfmal stärker als dies bei Personen deut­scher Herkunft der Fall war. 2 Doch nicht nur die Gründungsraten von Migrantinnen und Migranten, auch deren Schließungsraten liegen über denen ein­heimischer Selbstständiger. Über die Ursachen, die dieser Entwicklung zugrunde liegen, lässt sich nur spekulieren. Weder Charakteristika der Gründerper­sonen selbst, noch deren betriebliche Aspekte und Unternehmensstrategien haben sich eindeutig als ausschlaggebend für die im Schnitt höhere Liqui­dationsquote herausgestellt. Daher wird aktuell ver­mehrt das institutionelle Umfeld der ethnischen Unternehmerinnen und Unternehmer auf den Prüf­stand gestellt. Hier wird speziell die Frage aufge­worfen, ob sich die etablierten Strukturen in diesem unternehmerischen Ökosystem noch mit den Bedürfnissen einer sich wandelnden Zielgruppe de­cken. Denn obwohl die Leistungen öffentlicher Beratungsinstitutionen, wie etwa der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie der Gründungszentren, im Grunde den Personen mit