PERSPEKTIVE| FES ARGENTINIEN Fortschritte, Widersprüche, Stolpersteine 30 Jahre Demokratie in Argentinien ACHIM WACHENDORFER UND SVENJA BLANKE November 2013 n Argentinien heute: Die Demokratie ist, trotz institutioneller Schwäche und wirtschaftlicher Megakrisen, in den vergangenen 30 Jahren gewachsen, scheint gesichert und findet große Zustimmung im Lande. Jedoch ist die Qualität vieler Institutionen sehr niedrig. Zwischen Gesetz und Realität herrscht oft eine beachtliche Kluft. n Der Bruch mit demokratisch gewählten Regierungen und die Flucht in autoritäre Regime oder Militärdiktaturen waren vor 1983 die Norm. Die heutige weitgehende Verbannung der Militärs aus der Politik ist daher ein bedeutendes Novum. n Politisch dominiert wurden die 30 Jahre Demokratie vom Peronismus. Pragmatisch und ideologisch beliebig, gleichzeitig jedoch mit einem ausgeprägten Machtinstinkt ausgestattet, passte sich der Peronismus flexibel an die jeweiligen Umstände an. n Nach den Kongresswahlen vom 27. Oktober 2013 ist noch einmal deutlich geworden: Sowohl der Peronismus als auch die Tendenz zu personalisierter Politik mit viel Rhetorik und wenig Programm werden weiterhin für lange Zeit die bestimmenden Varianten der argentinischen Politik sein.
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Fortschritte, Widersprüche, Stolpersteine : 30 Jahre Demokratie in Argentinien
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