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Die Regional- und Kommunalwahlen in Peru : extreme Fragmentierung der politischen Landschaft
Entstehung
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PERSPEKTIVE Die Regional- und Kommunalwahlen in Peru extreme Fragmentierung der politischen Landschaft ALFRED STOLL Oktober 2014 Die derzeit vorliegenden Teilergebnisse aus Peru bestätigen den bei Regional- und Kommunalwahlen sichtbaren Trend der letzten zwei Jahrzehnte: eine zunehmende Fragmentierung des politischen Spektrums, einen drastischen Bedeutungsverlust der auf nationaler Ebene registrierten Parteien und spiegelbildlich dazu die Dominanz re­gionaler und lokaler politischer Bewegungen und Wählervereinigungen. In zwölf der 25 Regionen(Departements) finden Ende November Stichwahlen statt, weil keine_r der Kandidat_innen den erforderlichen Stimmenanteil von mindestens 30 Prozent erreicht hat. Keine der traditionellen Parteien(Partido Aprista Peruano, Partido Popular Cristiano, Acción Popular) stellt bislang eine_n Regionalpräsident_in. Drei der in 13 Regionen feststehenden Regionalpräsidenten waren Kandidat_innen politischer Parteien und zehn gehören zu regionalen Bewegungen. Nur in vier der zwölf Regionen, in denen eine Stichwahl erforderlich ist, beteiligen sich Kandidat_innen politischer Parteien. Die Wahlen zum Amt des Oberbürgermeisters in Lima konnte Luis Castañeda von der Mitte-rechts-Partei»Partido Solidaridad Nacional« mit knapp 51 Prozent klar für sich entscheiden. An zweiter Stelle landete überraschend mit 17,7 Prozent En­rique Cornejo, Kandidat der»Partido Aprista Peruano«. Die Amtsinhaberin Susana ­Villarán belegte mit 10,6 Prozent als Kandidatin der lokalen politischen Gruppierung »Diálogo Vecinal« einen enttäuschenden dritten Platz.