PERSPEKTIVE Die Eurasische Wirtschaftsunion Analysen und Perspektiven aus Belarus, Kasachstan und Russland FELIX HETT/ SUSANNE SZKOLA(HG.) Dezember 2014 n Am 1. Januar 2015 tritt das Abkommen über die Eurasische Wirtschaftsunion(EAWU) in Kraft. Damit ist die nächste Etappe eines seit 2007 von Belarus, Kasachstan und Russland verfolgten Integrationsprojektes erreicht, das sich in vielem ein Vorbild an der Europäischen Union nimmt. Die Publikation versammelt vier Perspektiven aus den drei Mitgliedsstaaten der EAWU, die in ihrer Gesamtheit den Blick schärfen für die Entwicklungstendenzen und Widersprüche des eurasischen Integrationsprozesses. n In der EAWU besteht ein Spannungsverhältnis zwischen Vertiefung und Erweiterung: Nach einer Reihe von fehlgeschlagenen Versuchen, den postsowjetischen Raum unter russischer Führung zu integrieren, stellt die EAWU den mit Abstand ernsthaftesten Ansatz dar. Die ökonomische Komponente droht aktuell aber unter die Räder einer schnellen Erweiterung im Zeichen der Geopolitik zu geraten. Damit würde die EAWU das Schicksal ihrer größtenteils nur auf dem Papier existenten Vorgänger erleiden. n In den nach Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl deutlich kleineren EAWU-Staaten Kasachstan und Belarus dominiert das ökonomische Kalkül. Beide Länder wollen wirtschaftliche Vorteile erlangen, aber keine Souveränität abgeben: Von russischer Seite vorgeschlagene Elemente einer politischen Integration wurden von Minsk und Astana zurückgewiesen.
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Die Eurasische Wirtschaftsunion : Analysen und Perspektiven aus Belarus, Kasachstan und Russland
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