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Inklusive Bildung in Baden-Württemberg : Inklusion ist das Ziel - wie gelingt die Umsetzung?
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Inklusion ist das Ziel wie gelingt die Umsetzung? Inklusive Bildung IN Baden-Württemberg Hintergrundpapier auf Grundlage der Erfahrungen mit der ‚Werkstatt Inklusion in Berlin 2014/2015 Baden-Württemberg hat sich auf den Weg gemacht, das Bil­dungssystem inklusiv zu gestalten. Damit reagiert die Landesre­gierung auf die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in Deutschland in Kraft ist. Aber wie lässt sich der Stand der Umsetzung bewerten, wie schätzen Politiker_innen, Eltern und Lehrer_innen die Maßnahmen ein, die Baden-Würt­temberg bislang initiiert hat und was sind die nächsten Schrit­te? Am 13. November 2015 lud die Friedrich-Ebert-Stiftung nach Mannheim ein, um diese Fragen zu diskutieren Videozusammenfassung der Veranstaltung Änderung des Schulgesetzes Der 21. Juli 2015 markiert eine Wende in der baden-würt­tembergischen Schulgeschichte: Mit der Änderung des Schulgesetzes ist inklusive Bildung nunmehr Teil der Schul­gesetzgebung. Die bislang bestehende und unter bestimm­ten Umständen anwendbare Sonderschulpflicht wurde abge­schafft und zieldifferenzierter Unterricht in der Sekundarstufe I ermöglicht. Mehr zur Schulgesetzänderung und den Voraussetzungen inklusiver Bildung im LänderheftInklusive Bildung in Baden-Württemberg Die rechtlichen Voraussetzungen für die Gestaltung eines in­klusiven Schulsystems sind getroffen. In den nächsten Jahren muss es nun um die praktische Einführung inklusiver Bildung an den Schulen gehen. Denn allein durch die Schaffung ge­setzlicher Rahmenvorgaben kann Inklusion nicht gelingen. Wie kommen wir vom Wollen zum Können?, ist, so der ba­den-württembergische Kultusminister Andreas Stoch, die ent­scheidende Frage, die es für die Umsetzung inklusiver Bildung in Baden-Württemberg zu beantworten gilt. Gute Beispiele als Wegweiser faktoren für inklusive Schulen sind. So etwa die Waldorfschule Emmendingen: Die in Baden-Württemberg einzige anerkannte integrative Schule arbeitet schon seit zwanzig Jahren inklusiv. Der Unterricht wird im Team aus Klassenlehrer_in und Heilpä­dagog_in oder Sonderpädagog_in zieldifferenziert und anhand von individuellen Förderplänen erteilt. Inklusion im Kindergarten: Reha Südwest Regenbogen gGmbH Inklusion in der Schule: Waldorfschule Emmendingen, Mörike Gemeinschaftsschule Aber auch staatliche Schulen haben sich in Baden-Württemberg der Aufgabe gestellt, inklusiv zu unterrichten. Die Mörike Ge­meinschaftsschule in Backnang legt besonderen Wert auf ein inklusives Angebot im Ganztag, der rhythmisiert aufgebaut ist. So wird individuelle Förderung und das Eingehen auf die Bedürf­nisse der Schüler_innen erleichtert. Die baden-württembergischen Schulen, die aufgrund der neu­en Schulgesetzgebung aufgefordert sind, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln, können sich an diesen guten Beispie­len orientieren. Um zu sehen, dass Inklusion gelingt, lohnt sich zudem ein Blick über die Ländergrenzen hinweg etwa in andere Bundesländer, die sich schon frühzeitig entschlossen haben, ein inklusives Bildungssystem zu gestalten, oder nach Südtirol. Seit den siebziger Jahren unterrichten italienische Schulen alle Kinder gemeinsam und Südtirol gilt als Pionier bei der inklusiven Bildung.Um Inklusion umsetzen zu können, müssen wir das herkömmliche Bild von Schule manchmal radi­kal verlassen, erklärt Dr. Josef Watschinger, Schuldirektor im Schulsprengel Welsberg. Dr. Josef Watschinger über die Strukturreform des italienischen Schulsystems und Gelingensbedingungen inklusiver Schule Baden-Württemberg steht bei der schulischen Inklusion noch am Anfang. Dennoch gibt es gute Beispiele inklusiver Bildung im Land, die zeigen, was Gelingensbedingungen und Erfolgs­1 /4