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Kundenpartizipation in Zeiten der Digitalisierung : Risiken und Chancen für Verbraucher_innen und Beschäftigung : Stellungnahme des Französischen Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrats (CESE) zu einem Bericht von Martine Derobert
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FES PARIS Kundenpartizipation in Zeiten der Digitalisierung Risiken und Chancen für Verbraucher_innen und Beschäftigung STELLUNGNAHME DES FRANZÖSISCHEN WIRTSCHAFTS-, SOZIAL­UND UMWELTRATS(CESE) ZU EINEM BERICHT VON MARTINE DEROBERT Dezember 2016 „„ Durch die Digitalisierung der Arbeitsabläufe und die Plattform-Wirtschaft hat sich die Kundenpartizipation, also die Beteiligung der Verbraucher_innen an der Herstellung der Güter und Dienstleistungen, die sie konsumieren, mehr und mehr durchgesetzt. Neue Formen des Konsums und neue Geschäftsmodelle entwickeln sich und ziehen nachhaltige Veränderungen des Wirtschaftsgefüges und der Gesellschaft nach sich. „„ Auf wirtschaftlicher Ebene vermischen sich die Auswirkungen der Kundenpartizipa­tion mit denen der Digitalisierung. Das kann die Entwicklung eines dynamischen digi­talen Wirtschaftszweigs zur Folge haben, aber auch Wettbewerbsverzerrungen nach sich ziehen und neue Formen von Steuer- und Sozialdumping fördern. Zugleich kann die Übertragung gewisser Aufgaben auf Verbraucher_innen auch negative Folgen für die Arbeitnehmer haben: Kundenpartizipation läuft auf geringere Beschäftigung der Arbeitnehmer hinaus. „„ Im sozialen Bereich stellen Kundenpartizipation und neue Beschäftigungsformen der Plattform-Wirtschaft die Frage nach der Tragfähigkeit der Mechanismen, denen soziale Sicherung, Solidarität und Umverteilung des erwirtschafteten Wohlstands zugrunde liegen. Wenn technischer Fortschritt dazu tendiert, menschliche Beziehun­gen zu ersetzen, führt die Verbreitung digitaler Objekte und Verfahren insbesondere im öffentlichen Dienst zu neuen Formen von Ausgrenzung und Ungleichheit. „„ Auf ökologischer Ebene fördert die partizipative Wirtschaft neue Konsumformen, die mehr auf den Gebrauch als auf den Besitz abzielen, deren Umweltbilanz jedoch vom Verhalten der Verbraucher_innen und vom ökologischen Fußabdruck der ver­wendeten Technologien abhängt.