7.3 GROßBRITANNIEN Sozialpolitik Großbritannien ist ein Königreich und funktioniert als Demokratie. Die britische Sozialpolitik ist überwiegend liberal. Schon im 18. und 19. Jahrhundert waren die Politiker sich einig: Die Regierung mischt sich nicht ein. Lange Zeit sorgten nur die Kirche und private Geldgeber für die soziale Unterstützung von Armen. Im 20. Jahrhundert führten die Konservativen gemeinsam mit den Sozialisten eine bescheidene Sozialpolitik ein. Die wichtigsten Lebensrisiken(Krankheit, Arbeitslosigkeit) wurden vom Staat übernommen. Die Leistungen waren damals und sind heute noch gering: Menschen empfangen nicht viel Unterstützung. Einige Leistungen liegen in der Hand von Privatfrmen. In den 1990er Jahren wurde die Sozialpolitik in Großbritannien etwas verbessert. Doch in den letzten Jahren werden viele Maßnahmen von der konservativen Regierung wieder aufgehoben. Was macht der Staat? Die Sozialpolitik in Großbritannien ist nicht eindeutig. In manchen Bereichen gilt Verteilung nach Leistung, in anderen Bereichen Verteilung nach Bedarf. Der Staat prüft ausführlich, ob jemand wirklich Hilfe braucht. Viele Briten fnden diese Prüfung entwürdigend und peinlich. Die sozialen Unterschiede sind in Großbritannien groß und werden langsam größer. 78
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Einstieg in die Soziale Demokratie : Werte, die verbinden
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