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Politische Bildung in der Schule - ein Statusbericht : Ergebnisse einer bundesweiten Befragung der Kultusministerien
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Valerie Lange Politische Bildung in der Schule ein Statusbericht Ergebnisse einer bundesweiten Befragung der Kultusministerien Rechtspopulistische und demokratiefeindliche Strö­mungen haben in den letzten Jahren in Deutsch­land breiteren Zuspruch erfahren. Der Einzug der AfD in die Parlamente von Bund und Ländern mar­kiert einen Paradigmenwechsel in der politischen Landschaft. Der Bundesverfassungsschutz warnt im aktuellen Verfassungsschutzbericht vor einem An­stieg politisch motivierter Gewalttaten von links und rechts und vor einer wachsenden Anzahl an Salafist_innen und Reichsbürger_innen. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung stehen wir nicht hilflos gegenüber; politische Bildung ist ein wirksames Mittel gegen demokratiefeindliche Ten­denzen. Vor allem die schulische politische Bildung hat inner- und außerhalb des Unterrichts die Chan­ce, zur Ausbildung einer gemeinsamen, tragfähigen demokratischen Wertebasis beizutragen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat in einer Befra­gung aller 16 Kultusministerien den aktuellen Stand der politischen Bildung in Deutschland er­hoben. Deutlich wird: Der großen Bedeutung, die der politischen Bildung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine stabile Demokratie zu­geschrieben wird, wird die aktuelle Stellung politi­scher Bildung im Schulalltag nicht gerecht. Was ist politische Bildung? In einer Demokratie gehört es zu den Bildungsauf­gaben der Schule, alle Menschen zur Teilnahme am öffentlichen Leben zu befähigen. Durch politische Bildung fördert die Schule bei jungen Menschen die Fähigkeit, sich in der modernen Wirtschaft und Ge­sellschaft angemessen zu orientieren, auf einer demo­kratischen Grundlage politische Fragen und Probleme kompetent zu beurteilen und sich in öffentlichen An­gelegenheiten zu engagieren. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur stets neu zu schaffenden Demo­kratiefähigkeit junger Menschen. Zusammenfassend lässt sich diese Zielperspektive politischer Bildung als Entwicklung politischer Mündigkeit bezeichnen. (GPJE 2004: 9) politische Jugend- und Erwachsenenbildung in ihrem Entwurf zu nationalen Bildungsstandards für das Un­terrichtsfach Politische Bildung dessen Ziele. Und auch in den Schulgesetzen aller Länder ist die Heranbildung der Schüler_innen zu mündigen Bürger_innen als ein Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule benannt. Zur Erreichung dieser Zielsetzung ist die schulische und außerschulische politische Bildung dem Beutelsba­cher Konsens und damit drei Grundsätzen verpflichtet: 1. Überwältigungsverbot: Politische Bildner_innen dürfen ihre Schüler_innen nicht mit der eigenen Meinung ‚überwältigen, sie indoktrinieren. Viel­mehr müssen die Schüler_innen befähigt werden, sich selbst ein eigenes Urteil zu bilden. So definiert die Gesellschaft für Politikdidaktik und