PERSPEKTIVE| FES WIEN Multipolar oder multilateral? Sicherheitsordnungen 2.0 zur Auswahl: Wiener Kongress, Jalta, Helsinki REINHARD KRUMM Februar 2018 n Die europäische Sicherheitsordnung ist unvollendet Die Hoffnungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges auf einen nachhaltigen Frieden haben sich nicht erfüllt. Zwar wurde die Teilung des Kontinents stückweise beendet. Aber eben nicht ganz. Die Teilung Europas ist nun weiter ostwärts zu beobachten, exemplarisch an den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit russischer Beteiligung. n Der Rückgriff in die Geschichte hilft nicht Eine Rückbesinnung auf einst friedensbringende Ordnungen ist in Mode gekommen unter Expert_innen und Politiker_innen. Zur Standortbestimmung und zum Vergleich hilfreich, zur Schaffung des Friedens in unruhigen Zeiten jedoch nicht. Aufgrund vieler Staaten und einer daraus resultierenden komplexen Interessenlage sind neue Wege zu gehen. n Das Ziel ist eine normenbasierte Friedensordnung Eine wie auch immer geartete Ordnung für den europäischen Frieden muss auf vereinbarten Normen basieren, auf verbindlichem internationalem Recht und nicht auf der Macht des Stärkeren. Dafür steht die EU: multilateral statt multipolar. n Die OSZE sollte als Chance genutzt werden Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa(OSZE) ist unter dem neuen Generalsekretär Thomas Greminger ambitioniert. Als besonderen Erfolg verbucht der Schweizer Spitzendiplomat den»Strukturierten Dialog«, der zu einer Wiederbelebung der konventionellen Rüstungskontrolle führen soll.
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Multipolar oder multilateral? : Sicherheitsordnungen 2.0 zur Auswahl: Wiener Kongress, Jalta, Helsinki
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