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Privatschulen in Deutschland: Vorschläge zur Steuerung und Finanzierung : ein Debattenbeitrag auf Grundlage einer Fachkonferenz des Netzwerk Bildung
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Burkhard Jungkamp und Valerie Lange Privatschulen in Deutschland: Vorschläge zur Steuerung und Finanzierung Ein Debattenbeitrag auf Grundlage eineR Fachkonferenz des Netzwerk Bildung Fast 10 Prozent der Schüler_innen in Deutschland be­sucht mittlerweile eine Schule in freier Trägerschaft ein nicht zu vernachlässigender Anteil, mit dem sich die Frage nach der staatlichen Verantwortung für die Qualitätssicherung in Privatschulen sowie für ihr Ver­hältnis zu öffentlichen Schulen neu stellt. Das Netz­werk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutierte am 14. Mai 2018 mit Vertreter_innen öffentlicher und privater Schulen, aus Wissenschaft und Politik über Privatschulen und soziale Selektivität, Kompetenz­entwicklung und Finanzierung. Privatschulen, die unbekannten Wesen dem Bundesverband der Freien Alternativschulen zu­sammengeschlossen haben. Träger können Elterniniti­ativen, Einzelpersonen, Verbände oder Stiftungen sein. In Berlin geht mittlerweile jede_r zehnte Schüler_in auf eine private Schule und wir wissen viel zu we­nig über diese Schulen, so Dr. Maja Lasic ´ , Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Prof. Dr. Kai Maaz, Di­rektor am Deutschen Institut für Internationale Päda­gogische Forschung und Mitautor der vom Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebenen Studie Privatschulen in Deutschland: Trends und Lei­stungsvergleiche , bekräftigt diesen Eindruck:Im Be­reich der Privatschulen können wir ein beträchtliches Steuerungsdefizit feststellen. Der Blick hinter die Kulissen privater Schulen ist so schwierig, die Forschungslage zur Schulwahlmotivati­on der Eltern, zu den Aufnahmevoraussetzungen, zur Qualifikation der Lehrkräfte oder zu Lernangebot und Leistungsfähigkeit ist so dünn, weil es die Privaten nicht gibt: Die Privatschullandschaft ist vielfältig. Die meisten privaten Schulen werden von der katho­lischen oder evangelischen Kirche getragen. Daneben gibt es Montessori- und Waldorfschulen sowie von un­terschiedlichsten Trägern betriebene Schulen, die sich im Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. oder Genauso heterogen wie die Träger sind die Ziele, die mit der Gründung einer privaten Schule einhergehen können: von der Sicherstellung des Schulangebots vor Ort über ein reformpädagogisches oder weltanschau­liches Erziehungs- und Bildungsideal bis hin zu be­sonderen Leistungs- und Distinktionsansprüchen. Für eine fundierte Auseinandersetzung mit den privaten Schulen egal ob Eltern, die Schulverwaltung oder Wissenschaftler_innen diese anstreben fehlen oft­mals die notwendigen Informationen. Um ihrer wach­senden Bedeutung in der Schullandschaft gerecht zu werden, sollten die Trägerverbände der privaten Schu­len Transparenz zu einem wichtigen Prinzip erklären im Sinne einer Selbstverpflichtung. Dazu würden regelmäßig aktualisierte und über die Homepage der einzelnen Schulen und Trägerverbände verfügbare Informationen über die Anzahl an Schüler_innen, die Zugangsvoraussetzungen, das Schulgeld und mögliche Stipendien für Schüler_innen, deren Eltern kein Schul­geld bezahlen können, gehören.