Der Begriff Bürgergesellschaft soll ausdrücken, dass die Menschen selbst Aufgaben in die Hand nehmen und sich um ihre Bedürfnisse kümmern. Dabei handeln sie freiwillig und ohne Bezahlung. Sie organisieren ihre Gruppe und die Verteilung von Aufgaben in der Gruppe selbst. Die Menschen unterstützen sich gegenseitig. Sie übernehmen Verantwortung für bestimmte Bereiche in ihrem Leben und für die Gemeinschaft. So eine Bürgergesellschaft kann sich in vielen Formen selbst organisieren. Dazu gehören Vereine und Verbände, Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftshilfen. Auch die Mitarbeit in Parteien und Gewerkschaften gehört zum bürgerschaftlichen Engagement. Die Bürgergesellschaft ist überall dort spürbar, wo Menschen selbst aktiv werden. Dort, wo sie etwas für die Gemeinschaft tun und Dinge voranbringen. Denn die„Bürgergesellschaft“ ist keine feste Organisation. Die Bürgergesellschaft sind wir alle. Wer sich aktiv einbringt, ist Teil der Bürgergesellschaft. Für den Staat ist eine gut funktionierende Bürgergesellschaft wertvoll. Denn die Bürgergesellschaft übernimmt viele wichtige Aufgaben für die Menschen. Dafür muss der Staat die Bürgergesellschaft stärken und unterstützen. Er muss einen Rahmen schaffen, in dem alle gut selbst aktiv werden können. Und der Staat muss nicht zuletzt das Geld für die Bürgergesellschaft bereitstellen. Die Soziale Demokratie setzt sich für eine Stärkung der Bürgergesellschaft ein. Wenn der Staat und die Bürger gemeinsam handeln, kann viel bewegt werden. 15
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