Netzwerke arbeiten ebenfalls nach dem Bottom-up-Prinzip. In Netzwerken schließen sich viele Menschen oder Organisationen mit ähnlichen Zielen zusammen. Sie bieten sich gegenseitig Hilfe, Information und Austausch. Die Netzwerke stellen dann auch gemeinsam Forderungen an die Politik. So bekommen ihre Forderungen ein größeres Gewicht. Es gibt Netzwerke für freiwilliges Engagement, die bundesweit zusammenarbeiten. Die Einbindung der Bürgergesellschaft in die politische Arbeit macht politische Entscheidungen verständlicher und klarer. Dadurch nehmen die Menschen die Entscheidungen besser an. In der Politik muss man immer wieder mit Entscheidungen leben, die nicht dem eigenen Willen entsprechen. Das fällt leichter, wenn die Entscheidung mit der Beteiligung von vielen fällt. Denn dann ist die Entscheidung durch Mehrheiten und durch Kompromisse zustande gekommen. Der SPD-Politiker Erhard Eppler(1926 bis 2019) drückte es so aus: „Demokratischer Staat und Zivilgesellschaft können einander nicht ersetzen. Sie brauchen einander. Ohne einen funktionierenden Staat, der Rechtssicherheit schafft, gedeiht keine Zivilgesellschaft. Und ohne eine wache, vitale Zivilgesellschaft kann zwar eine Diktatur gut leben, eine Demokratie aber muss verdorren.“ 62
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