Ludwig Hilmer als der Rektor der Hochschule Mittweida Asiye Kaya und Stephan Beetz als der Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit, Hochschule Mittweida Peggy Piesche von der Bundeszentrale für politische Bildung bei der offiziellen Eröffnungsrede 72 Der zweite Tag der Tagung begann mit einer offiziellen Begrüßung durch den Rektor der Hochschule Mittweida, Ludwig Hilmer, gefolgt vom Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit, Stephan Beetz, und Peggy Piesche von der Bundeszentrale für politische Bildung. Anschließend wurde das Forschungsprojekt "30 Jahre Deutsche Einheit- Migrantische Perspektiven auf den Wiedervereinigungsprozess" von Asiye Kaya und Phương Thúy Nguyễn vorgestellt. 4. Erinnerungs-, Gedenk-, Widerstands- und Zugehörigkeitsnarrative Moderiert von Phương Thúy Nguyễn Aus migrantisch/BIPoC-ostdeutschen Perspektiven setzten sich die Beiträge in diesem Panel mit folgenden Fragen auseinander: Wer ist ostdeutsch und welche Stimmen werden in Diskursen um Ostdeutschland gehört? Warum ist es wichtig den Osten aus intersektionalen und intergenerationalen Perspektiven zu betrachten? Was bedeuten diese Perspektiven für diasporisches, migrantisches Leben in der Gegenwart und Zukunft in Ost-/Deutschland? Wie prägen intersektionale, migrantische und BIPoC Akteur_innen, Organisationen und Bewegungen verschiedener Generationen den Vereinigungs- und Transformationsprozess bis heute? Und wie wurden sie davon geprägt? Welche Formen der Erinnerung und des Gedenkens gibt es? Wer gehört alles zum„Kollektiv“ des„kollektiven Gedächtnisses“? Neben historisch-politischen Bezügen wurde auch über biografische Selbstreflexionen aktiv an persönliche und kollektive Widerstandskämpfe erinnert. Dabei ging es auch immer wieder um Fragen von mehrheitsgesellschaftlichen Narrativen und(Nicht-)Zugehörigkeiten. Es wurde deutlich wie diese konkrete persönliche, materielle bis hin zu tödliche Konsequenzen für Migrant_innen und BIPoC in der ehemaligen DDR sowie auch heute in Ost- und Westdeutschland haben. Aus einer befreienden Perspektive wurde daher auch über antirassistisches Gedenken und intersektionales Erinnern als hoffnungsvolles gesellschaftliches Ziel gesprochen. Von links nach rechts: Phương Thúy Nguyễn, Julian Ibrahim Reich, Lydia Lierke, Clara-Rose Bayouak Parson, Cynthia Zimmermann, Angelika Kim 73
Druckschrift
Im Osten was Neues? : Perspektiven von Migrant_innen - Schwarzen Menschen - Communitys of Color auf 30 Jahre (Wieder-)Vereinigung und Transformationsprozesse in Ostdeutschland : 28.-30. Oktober 2020, Hochschule Mittweida, Tagungsdokumentation
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