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Wer geht (nicht) wählen? : Wahlbeteiligungstrends in 30 Demokratien Europas und Nordamerikas
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STUDIE UNGLEICHE DEMOKRATIEN WER GEHT (NICHT) WÄHLEN? Wahlbeteiligungstrends in 30 Demokratien Europas und Nordamerikas Jonas Wenker Februar 2024 Diese Studie analysiert die Ergebnisse des ­aktualisierten Datensatzes ‚Ungleiche ­Demo­kratien, der nunmehr 212 Wahlen in 30 Demokratien Europas und Nordamerikas ­umfasst. Die generellen Trends werden exem­plarisch anhand der Länder Groß­britannien, ortugal und Polen analysiert. Der Rückgang der Wahlbeteiligung ist nach wie vor sozial ungleich verteilt. Bei sinkender Wahlbeteiligung gehen Men­schen mit Berufen, die eine im Vergleich niedrigere formale Bildung erfordern, überproportional seltener zur Wahl. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt der sozial ungleichen Wahl bei jungen Wähler:innen. Populismus erweist sich nicht als Heilmittel gegen niedrige Wahlbeteiligung: Für das Argument, dass(rechts-)populisti­sche Parteien im besonderen Maße Nichtwähler:innen zur Wahl animieren, findet sich nur wenig empirische Unterstüt­zung. Vielmehr scheint eine stärkere politische Polarisierung mit einer höheren Beteiligung auf beiden Seiten einherzu­gehen. Insgesamt ist die Wahlbeteiligung jedoch in den letzten Jahrzehnten im Mittel weiterhin gesunken.