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Europäische Souveränität : Kommentar zu den Ergebnissen der Umfrage in Spanien
Entstehung
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Ruth Ferrero-Turrión Europäische Souveränität Kommentar zu den Ergebnissen der Umfrage in Spanien EINE HOHE IDENTIFIKATION MIT EUROPA Spanien ist traditionell ein Land, das die EU als ein Schlüssele­lement in seinem Modernisierungsprozess betrachtet und sie als wesentlich für den Prozess des politischen Wandels hin zur Demokratie ansieht. Das hat dazu geführt, dass die EU immer mit einem Blick betrachtet wird, den man als»naiven Europä­ismus« bezeichnen könnte. Einen Europäismus frei von Selbst­kritik gegenüber den Prozessen und Entscheidungen, die rou­tiniert aus Brüssel übernommen wurden. Die öffentliche Meinung hat die Prozesse der Europäisierung, die nach und nach umgesetzt wurden, stets positiv aufgenom­men. Die Daten, die im Rahmen des Eurobarometers erhoben worden sind, sind in diesem Sinne aufschlussreich und helfen, die zweideutige Reaktion der Spanier_innen in Bezug auf die europäische Souveränität zu verstehen. Wie man aus den vorliegenden Graphiken herauslesen kann, war der einzige Moment, in dem sich das Festhalten an der Zu­gehörigkeit zu Europa abschwächte, eine Folge der Wirt­schaftskrise, die im letzten Trimester 2007 begann und im An­gesicht derer die Spanier_innen der Auffassung waren, dass Europa nicht nur unangemessen reagiert hatte, sondern die Bürger_innen Südeuropas von einigen Staaten wie Deutsch­land, den Niederlanden oder anderen»Sparer_innen« als »Schmarotzer_innen« diffamiert worden waren. europäischsten und optimistischsten Länder ist, wenn es um die Überwindung der Wirtschaftskrise geht. Tatsächlich fühlen sich 9 von 10 spanischen Bürger_innen(88 %) als EU-Bürger_ in, der höchste Wert gleich hinter Luxemburg(90 %). Eine weitere Erkenntnis aus den Daten des Eurobarometers ist die hohe Identifikation mit der EU und mit der europäischen Idee (71 % fühlen sich mit der EU und 73 % mit Europa verbunden), die weit über dem europäischen Durchschnitt liegt(55 % bzw. 64 %). Ebenso vertrauen die Spanier_innen den supranationa­len Institutionen wie der Europäischen Union oder sogar den Vereinten Nationen viel mehr als den nationalen Institutionen, einschließlich der Parteien, der Regierung und den nationalen Parlamenten. Zweifellos hat die syndemische Situation, in der sich der gesam­te Planet, die EU und insbesondere Spanien befinden, auch ei­nen entscheidenden und positiven Einfluss auf die europäische Wahrnehmung der Bürger_innen und den Vorteilen einer ge­meinsamen europäischen Souveränität gehabt. Laut dem veröf­fentlichten 94.Standard-Eurobarometer ist die einzige Institution, die bei den Spanier_innen an Vertrauen gewinnt, die EU selbst; und das mit 52 % im Vergleich zu 49 % des europäischen Durch­schnitts. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass das Gefühl der Unionsbürgerschaft jedoch um vier Punkte im Vergleich zum 92.Standard-Eurobarometer fällt. Ein Teil der Erklärung kann in der allgemeinen Unzufriedenheit mit allen Institutionen gefun­den werden, die während der Pandemie aufgetreten ist. Nichtsdestotrotz ist das Standard-Eurobarometer 92(vom Herbst 2019) Beweis genug dafür, dass Spanien eines der pro­Während des gesamten Jahres 2020 wurde das Konzept der europäischen Souveränität insbesondere mit der Fähigkeit der