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Instrumente innerparteilicher Demokratie : ein digitales Dossier aus vergleichender Perspektive
Entstehung
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Instrumente innerparteilicher Demokratie 167 ren«(ebenda) treffen können. Diese Gruppe besteht bereits seit 2012, erhält im Schnitt rund zehn Beiträge pro Tag und hat mit rund 12 720 Mitgliedern(Stand: August 2019; eben­da) sogar geringfügig mehr Mitglieder als die offizielle Face­book-Seite der Partei Likes beziehungsweise Abonnent_in­nen hat(Abschnitt 4.7.1). Mittelfristig soll die Diskussion je­doch in das neue Diskussionsforum der Píratar(Abschnitt 4.2.8) verlagert werden(s. Abb. 218). 4.7.3 FACEBOOK MESSENGER Abseits geschlossener Gruppen nutzen Parteien Facebook mitunter auch als direktes Kontaktinstrument mit Mitglie­dern und Nichtmitgliedern. Hierfür wird der Kontakt-Button, den Facebook standardmäßig auf den Profilseiten von Un­ternehmen oder Institutionen anbietet, unterschiedlich be­legt: Die CDU, Bündnis 90/Die Grünen und LaREM verlinken auf die Kontaktformulare ihrer Webseiten; die schwedi­schen Socialdemokraterna und die britische Labour Party leiten hingegen direkt auf den Online-Mitgliedschaftsan­trag weiter(s. Abb. 219). Die kanadische Liberal Party und die österreichische Volks­partei verlinken auf die Startseite ihrer Webseiten und die bayrische CSU bietet gar kein Kontaktfeld. Die isländische Píratar bietet eine Schaltfläche»Zur Gruppe« an, die zur öf­fentlichen Facebook-Gruppe der Partei(Abschnitt 4.7.2) führt. Píratar, die britische Labour Party und die österreichi­sche SPÖ bieten zudem den Facebook-Messenger-Button zur direkten Kontaktaufnahme mit der Geschäftsstelle bezie­hungsweise der Online-Abteilung der Partei an. Im Falle der SPD wird der Facebook Messenger mit einer automatischen Broadcast-Liste bespielt, die inhaltlich und funktional iden­tisch mit dem SPD-WhatsApp-Broadcast(Abschnitt 4.6.1) ist (s. Abb. 220). Abbildung 219 Facebook-Seite der CDU: Kontakt-Button(8/2019) Abbildung 220 Facebook-Messenger der SPD: Beispiel aus dem Broadcast-Dienst(8/2018)