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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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langatmigen Begrüßungsrede. Es folgt der 30-minütige Fachvortrag, der natürlich viel länger geht als abgesprochen. Die fünf Expert_innen auf dem Podium schließen ihre Statements mehr oder weniger gut vorbereitet an und oft entsteht das Gefühl, es sind immer die gleichen Personen, die zu Wort kommen. Echte inhaltliche Reibung gibt es kaum, weil angeblich Streit nicht gern gesehen wird. Für ein paar Fra­gen aus dem Publikum ist noch Zeit. Es melden sich auch hier die üb­lichen Personen. Alles schon gehört, alles schon einmal gesehen. Kei­ne neuen Impulse oder Ideen. Schaut man sich im Saal um, dann ent­deckt man selten neue Gesichter. Das Stammpublikum ist treu, aber neue Zielgruppen(wie z. B. Jugendliche,(junge) Frauen oder die ar­beitende Mitte) sind oft unterrepräsentiert. Aber ist es nicht gerade die Mischung von unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen, die eine Debatte belebt und voranbringt? Die Darstellung mag überspitzt sein doch in der Veranstaltungspla­nung geht es vor allem darum, die für die Menschen relevanten The­men zu erkennen und Teilnehmenden vor, während und nach der Ver­anstaltung Raum für Beteiligung, Mitsprache und Mitgestaltung zu geben. Ort und Setting der Veranstaltung sollten attraktiv sein, so dass Teilnehmende an den Veranstaltenden gebunden werden, gern wiederkommen und anderen davon positiv berichten. Ziel ist es, der Place to be zu sein der Ort, an dem sich die bestimmenden Ak­teur_innen treffen, die entscheidenden Themen diskutieren und zu­kunftsweisende Impulse gesetzt werden. Dabei sind sowohl die Interessen der Teilnehmenden, der Referent_in­nen, aber auch die des/der Veranstalter_in zu berücksichtigen. Beachtet man nun noch potenzielle Ziele einer Veranstaltung, die Ressource Zeit, ist kreativ bei der Auswahl des Veranstaltungsortes und setzt bei der Umsetzung auf beteiligungsorientierte Formate, dann sind die Chancen sehr groß, dass man sich ein neues Image er­arbeitet und auch neue Zielgruppen erreicht. So entsteht eine neue Diskussionskultur, die Personen können sich mit den Ergebnissen identifizieren und Projekte auch im Nachgang weiter unterstützen und Verantwortung übernehmen. In der folgenden Formatsammlung wollen wir genau diese Inspiration geben: Veranstaltungen neu denken und einfach mal anderes ma­chen. Einige Formate sind vielleicht vertraut, andere überraschen mit neuen Ideen und wollen in jedem Fall Lust auf beteiligungsorientierte Formate machen. Manchmal sind es kleine Snippets oder manchmal ist es das große Dialog-, Streit oder Mitmachformat den Unter­schied macht es allemal. Demokratie braucht Methode 79