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Demokratie macht Schule?! : Politische Bildung und Demokratiebildung an Berliner Schulen 2024/25
Entstehung
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Repräsentativbefragung handelt, so ermöglichen die Ergebnisse dennoch einen Einblick in die Situation an Berliner Schulen und lassen konstruktive Schlussfol­gerungen für die Berliner Bildungspolitik und die Schulen zu. 3.2 Schwerpunktthemen und Fragestellungen der Studie Um die beschriebenen Ziele zu erreichen, greift die vorliegende Studie den Drei­schritt der zentralen Leitfragen der Vorgängerstudien(Achour/Höppner/Jordan 2020: 24–25; Achour/Wagner 2019: 24–25) auf: 1. Welche Angebote politischer Bildung und von Demokratiebildung existieren an den Berliner Schulen ab der Jahrgangsstufe 9 bis in die Oberstufe? 2. Über welche Politikkompetenz und Selbstwirksamkeit, Haltungen und Einstellungen verfügen die Schüler:innen ihrer Einschätzung nach? 3. Welche Rückschlüsse für die Angebote der politischen Bildung und Demo­kratiebildung in der Berliner Schule sind möglich und welche Handlungs­empfehlungen lassen sich formulieren? Um sich diesen Fragen anzunähern, werden im Rahmen der Studie analog zu den Vorgängerstudien Indikatoren untersucht, die sowohl Aussagen über die Vo­raussetzungen der Schüler:innen(Input), den Prozess der politischen Bildung als auch über deren mögliche Wirkungen(Output/Outcome) liefern(vgl. das in der Vorgängerstudie von Achour und Wagner entwickelte Modell zur Untersu­chung der Relevanz politischer Bildung an Schulen, Achour/Wagner 2019: 30). Die folgenden Erläuterungen der Dimensionen(Input, Prozess und Output) wur­den daher in Teilen aus der bundesweiten Studie(Achour/Wagner 2019: 28–30) übernommen und angepasst. Bezüglich des Inputs wurden die Schüler:innen unter anderem zur Jahrgangsstufe und Schulform befragt sowie ihr kulturelles Kapital und eine mögliche Migrations­geschichte erhoben. Nicht erhoben wurden soziale und ökonomische Variablen wie zum Beispiel der Bildungsabschluss oder das Einkommen der Eltern. Hierzu wäre einerseits das Einverständnis der Eltern notwendig gewesen, was möglicher­weise zu großen Ausfällen bei der Teilnahme geführt hätte. Andererseits hätten die Schüler:innen vermutlich nicht verlässlich über das Einkommen der Eltern Auskunft geben können oder wollen. In den Vorgängerstudien(Achour/Wagner 30 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.