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Demokratie macht Schule?! : Politische Bildung und Demokratiebildung an Berliner Schulen 2024/25
Entstehung
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Auffällig und für demokratische Teilhabe problematisch ist darüber hinaus, dass viele befragte Schüler:innen(je nach Format bis zu knapp 38 %) angeben, von den demokratiebildenden Angeboten der Mitbestimmung nichts zu wissen: zum Beispiel Schul- oder Kinder- und Jugendparlament, Versammlung der Schüler:in­nenvertretungen, Arbeitsgruppen zur Gestaltung der Schule(zum Beispiel Schul­feste, Diskriminierung, Nachhaltigkeit, vgl. Kap. 6.2.2). Möglicherweise erklärt dies auch bei der Erfassung des Schulklimas die geringste Zustimmung von allen Aussagen zu dem ItemMeine Schule ist für mich ein Ort, an dem ich aktiv mitgestalten kann(vgl. Kap. 6.2.3). Dabei ist auch angesichts sozialer Ungleichheit die Zugänglichkeit von Formaten der Demokratiebildung und damit von Teilhabemöglichkeiten in der Schule von hoher Relevanz. So be­nennen häufiger Schüler:innen mit hohem kulturellen Kapital als Schüler:innen mit geringem kulturellen Kapital Mitbestimmungsmöglichkeiten in ihrer Schule. Eine stärkere, möglicherweise schulrechtliche Institutionalisierung von(Mitbe­stimmungs-)Angeboten der Demokratiebildung, die beispielsweise mit dem Lan­desschüler:innenausschuss herausgearbeitet werden kann, sowie eine transparen­tere und umfassendere Kommunikation können dazu führen, diese zugänglicher und bekannter zu machen. So soll an dieser Stelle besonders unterstrichen werden, dass Befragte mit geringem kulturellen Kapital an fast allen Formaten sogar häufiger teilnehmen als Befragte mit hohem kulturellen Kapital soweit diese denn verankert sind und sie von ihnen wissen. 7.9(Teilweise) demokratisches Klima in der Schule Orte der Mitbestimmung, nicht der Angst Auch wenn sie das Schulklima im Durchschnitt nur teilweise positiv bewerten, heben die befragten Schüler:innen hervor, dass Schule ein Ort ist, an dem sie keine Angst haben, an dem bei antidemokratischen Vorfällen eingegriffen und verschiedene Meinungen zugelassen werden. Besonders die Meinungsvielfalt allerdings nicht die aktive Mitgestaltung an der Schule(vgl. Kernaussage 10) heben sie positiv hervor und gerade im schulischen Umfeld fühlen sie sich dies­bezüglich selbstwirksam und stimmen über alle Vergleichsgruppen nach Schul­form und Jahrgangsstufenzugehörigkeit hinweg nicht oder nur teilweise der Aus­sageIch äußere meine politische Meinung nicht gern, weil ich Angst vor Streit, Hass oder Mobbing habe zu(Kap. 6.2.3). Kernaussagen und Handlungsempfehlungen 331